Herzgruppe Can Picafort 2011







































Unsere deutschen Freunde aus den Herzgruppen verschiedener Bundesländer sind zum sechsten Mal in Can Picafort, auch dieses Jahr wieder im Reha-Hotel Can Picafort Palace. Diesmal haben insgesamt 85 (!) Teilnehmer den zehn-tägigen Reha-Aufenthalt gebucht.

Heute, Samstag, den 19. März 2011, sind wir alle zusammen in der staatlichen Finca "Son Real" gewesen. Wir konnten uns in diesem Natuschutzgebiet an der wunderschönen Landschaft und den gepflegten Einrichtungen erfreuen: sahen wilde Orchideen, verschiedenste Vögel, viele typische Pflanzenarten und die mallorquinischen "porcs negres" (eine einheimische Schweinerasse).

Das Wetter zeigte sich von seiner schönsten Seite und wir konnten alle miteinander einen Tag verbringen, den wir so schnell nicht vergessen werden.

Nach der Wanderung gab es einen herzgesunden Imbiss - spanische Paella inklusive. Alles wurde mit Rotwein begossen. (Natürlich war auch der Wein von der herzgesunden Sorte.)
"Bon profit a tots!" wie der Mallorquiner sagt.

Japan in Trümmern

Ich müsste mal wieder posten. Aber eigentlich dreht sich alles um Japan, und da fehlen mir die Worte. Und die Nachrichten werden immer beängstigender...

Deshalb, in Gedenken an die Opfer, stelle ich hier heute nur dieses Foto ein. Dazu geht mir, seitdem ich dieses Foto im Stern gesehen habe, nur eines durch den Kopf: das zertrümmerte Haus - wie unser Leben - hält sich mit Müh und Not aufrecht; vollgestopft mit all unserem - geliebten und verhassten - Ballast, den wir um uns und in uns anhäufen, der uns jetzt zu erdrücken scheint und der zu nichts mehr nütze ist und uns - im besten Falle - nur erbarmungswürdig nackt zurücklässt.

Fasten im 21. Jahrhundert: sechs Wochen ohne Internet


Heute ist Aschermittwoch. Hat das irgendeine Bedeutung für Sie? Die jetzt angesagte Fastenzeit hat ja für die meisten von uns keinen tiefgehenden Sinn mehr: dennoch gibt es ja viele Menschen, die gerade den Frühling zumindest gesundheitlich zur inneren Reinigung nutzen. Fasten ist seit einigen Jahren ja wieder in Mode, allerdings meistens ohne einen religiösen Hintergrund.

Aber es scheint uns wohl doch ein Bedürfnis zu sein, mal ab und an ein paar Dinge wieder ins Gleichgewicht zu rücken. Alle Exzesse an Alkohol, Tabak und Süßigkeiten hängen uns – so scheint’s – irgendwann dermassen zum Halse raus, dass wir dann doch zu diesem Datum unsere persönliche Schmerzgrenze erreicht haben.

78 Prozent der Deutschen würden beim Fasten am ehesten auf Alkohol verzichten, ergab eine repräsentative Forsa-Umfrage im Auftrag der Krankenkasse DAK. Es folgen Süßigkeiten (69 Prozent), Rauchen (53 Prozent), Fleisch (48 Prozent) und Fernsehen (42 Prozent).

Inzwischen sind wir auch soweit, dass sich immerhin 28 Prozent der Deutschen einer gewissen Abhängigkeit von PC und Internet bewusst sind und sie den Verzicht auf Computer oder Internet als vorrangiges „Fastenziel“ angaben. Dabei sind es mehr Frauen als Männer, die sich mal ausklinken wollen. Junge Erwachsene scheinen andererseits noch keine Abscheu gegen ihr eigenes Bildschirm-konsumverhalten zu hegen.
Insgesamt sehen 60 Prozent der rund 1000 Befragten einen mehrwöchigen Verzicht auf bestimmte Genussmittel als sinnvoll für ihre Gesundheit an. Die DAK-Umfrage ergab auch einen Anstieg um rund fünf Prozent auf 40 Prozent der Menschen, die schon häufiger für mehrere Wochen bewusst auf Genussmittel oder Konsumgüter verzichtet hatten. Dagegen ist für 29 Prozent der Befragten der bewusste Verzicht zur Fastenzeit generell kein Thema.

Die DAK-Expertin Silke Willms hält Fasten für eine Auszeit, die wie Urlaub wirkt. "Wer in den nächsten sieben Wochen bewusst auf bestimmte Dinge verzichtet, der tut seinem Körper und seiner Seele etwas Gutes." So verstanden, ist das Ende der Karnevalszeit ein guter Zeitpunkt, über unseren Lebensstil mal nachzudenken und eventuell auch mal konsequent zu handeln.

Und zur Erinnerung: Mit dem Aschermittwoch beginnt für gläubige katholische Christen die 40-tägige Fastenzeit als Vorbereitung auf Ostern, das Fest der Auferstehung Jesu Christi.
Quelle: aerzteitung.de

Frauen brauchen gleichaltrige Männer

In den letzten Tagen geht wieder eine Meldung durch Medien, die der derzeit allgemein angesagten "political correctness" frönt. Versicherungsbeiträge dürfen demnächst nicht mehr nach Geschlecht unterschiedlich bemessen werden. Freute Frau sich ja bisher, dass sie ihr Auto (und das der Männer im Haushalt) billiger über sich selbst versichern konnte, darf das nun nicht mehr sein. Schade, andererseits denkt sie sich: gut, Krankenversicherungsbeiträge müssten dann ja jetzt etwas billiger werden, da Frauen immer mehr zu zahlen hatten als Männer. Die Argumente waren immer Schwangerschaften (als wären wir da irgendwie krank oder alleinverantwortlich) und längere Lebenserwartung. Nein, so ist das nicht: lese ich doch grad, dass wir alle, Männlein oder Weiblein demnächst mehr zu zahlen haben. Grund? Den habe ich nicht erfahren...

Die ganze idiotische Gleichstellerei kommt mir in den Sinn, wenn ich dann an eine Nachricht denke, auf die ich kürzlich stiess. Nämlich, wie ungleich sich doch zumindest die gesellschaftlichen Bedingungen, mit denen wir es zu tun haben, auf beide auswirken wird mit einer Studie Rostocker Forscher klar, die zu folgendem Fazit kommt: Frauen haben gute Aussichten auf ein langes Leben, wenn sie einen gleichaltrigen Mann heiraten. Ehelichen sie einen sieben bis neun Jahre jüngeren Mann, ist ihre Sterberate um 20 Prozent erhöht. Männer dagegen leben um so länger, je jünger ihre Partnerin ist, haben Forscher aus Rostock festgestellt.

Die Forscher vermuten, dass Paare mit älterer Frau und jüngerem Mann gegen Normen verstoßen und damit soziale Sanktionen heraufbeschwören, die gesundheitsschädlichen Stress erzeugen. Klar, und ein alter Mann mit einer jüngeren Frau hat dann vielleicht eine topfitte Pflegerin, die sich aufopfernd um ihn kümmert, während andersherum da ja wohl noch was im Argen zu liegen scheint.
Ja, so einfach ist das mit der Gleichstelllung.
Einziger Trost für Verheiratete: Eheleute (Mann wir Frau) leben generell länger als Singles.

Quelle: aerztezeitung.de, elmundo.es

Mehrsprachigkeit gegen Gedächtnisverlust

Altwerden wollen alle, altsein will keiner. Wenn wir dann alt werden, dann soll das auch bitte sein mit noch ein paar Freunden, ausreichend Geld und vor allem Gesundheit. Dazu gehört auch ein klarer und noch brauchbarer Kopf. Eine unserer grossen Sorgen heute ist wohl die Angst davor, im Alter dement zu sein oder zu werden. Ein bisschen können wir natürlich dafür tun, dass dieser schlimme Zustand uns nicht oder erst spät packt.

Um dieses Wissen und unsere Furcht hat sich inzwischen ja ein riesiger Markt entwickelt: Gerätschaften, Spiele, Therapien der unterschiedlichsten Art sollen helfen, unseren geistigen Verfall zumindest aufzuhalten. Und tun das auch mehr oder weniger effektiv.

Eine der bewährten Möglichkeiten des geistigen Fithaltens ist schon uralt und doch immer noch sehr aktuell und ist jetzt mal wieder studiert worden: das ist Sprachen lernen.

Besonders hilfreich ist dabei offenbar, mehrere Sprachen zu sprechen. Darauf deutet das Ergebnis einer Untersuchung aus Luxemburg, wo die Menschen üblicherweise zwei oder mehr Sprachen beherrschen.

Für die Studie hat ein Team um Dr. Magali Perquin 230 Luxemburger im Durschnittsalter von 73 Jahren untersucht. Alle sprachen mindestens zwei und bis zu sieben verschiedene Sprachen. 44 der Teilnehmer klagten über Gedächtnisprobleme.

Insgesamt waren Gedächtnisprobleme bei Teilnehmern mit drei Sprachen dreimal seltener als bei solchen mit zwei, bei Teilnehmern mit mehr als vier Sprachen sogar fünfmal seltener.

Ein interessantes Ergebnis, das alle, die glauben, mit Sprachen auf Kriegsfuss zu stehen, ja mal überdenken könnten. “Fremd”-sprachen sind es ja nur, solange sie einem fremd vorkommen. Haben wir dann ein gewisses Niveau erreicht, ist das eine unglaubliche Berreicherung (kann ich aus Erfahrung sagen) und das Gefühl, eine Sprache zu “beherrschen” ist ja auch nicht schlecht. Wenn Sie dann bedenken, dass es Sie fithält, haben Sie auch ein schlagendes Argument, einen der bei uns Mallorca-Deutschen ziemlich unbeliebten Katalanisch-kurse zu buchen oder wenigstens das Spanisch in Angriff zu nehmen.
Das einzige Problem: es braucht Zeit und Einsatz. Eine Pille gegen Gedächtnisverlust gibt es eben nicht.

Eindeutig zuviel Alkohol


Auch wir Deutschen haben ein Laster. Und das geht zu Lasten unserer Gesundheit. (Kommt Last von Laster?) Das ist der Alkohol.

Knapp 13 Liter reinen Alkohol trinken wir ab unserem 15. Lebensjahr pro Jahr. Das ist fast die doppelte Menge, die sich weltweit durchschnittlich jeder andere auf diesem Globus pichelt. Der Rest der Welt beschränkt sich immerhin auf nur gut sechs Liter.

Aber was sind schon 13 liter reiner Alkohol bei 365 Tagen, die das Jahr lang ist. Naja, eben sage und schreibe umgerechnet rund 270 Liter Bier. Das versteht ja wohl jeder. Und Bier ist unser aller Hauptalkohollieferant.

Einen einzigen dummen Trost bei diesen schlimmen Ziffern gibt es: wir liegen zwar weit über Durchschnitt, aber der traurige Spitzenwert ist – noch – ganz weit weg: Der liegt bei 56 Litern reinem Alkohol und wird von Bosnien-Herzegowina gehalten. (12 points!) Umgerechnet sind das 140 Liter 40-prozentiger Schnaps.
Machen Sie sich eins klar: dieses masslose Saufen hat Folgen: Mehr als jeder zehnte verstorbene junge Erwachsene hat sich zu Tode gesoffen: In der Altersgruppe der 15- bis 29-Jährigen ist Alkohol für neun Prozent der Todesfälle verantwortlich, heißt es im letzten WHO-Report zur globalen Situation von Alkohol und Gesundheit. Absolut sind das jährlich 320.000 (!!!) Menschen in dieser Altersgruppe. ( Über Zahlen aus Deutschland verfüge ich leider nicht)
Insgesamt führt die WHO jährlich 2,5 Millionen Todesfälle weltweit auf Alkoholkonsum zurück. Das entsprecht rund vier Prozent aller weltweiten Todesfälle, so ist es dem WHO-Report zu entnehmen. Die meisten dieser Menschen sterben durch alkoholbedingte Unfälle, aber auch an Krebs, Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Leberzirrhose.

Auch hier gibt es deutliche Unterschiede zwischen Männern und Frauen. 6,2 Prozent der Todesfälle bei Männern sind auf Alkohol zurückzuführen, bei Frauen nur 1,1 Prozent. In Russland und den Nachbarländern stirbt sogar jeder fünfte Mann an den Folgen des Alkoholkonsums.

Im Mai 2010 haben die WHO-Mitgliedstaaten eine Strategie gebilligt, gesundheitsgefährdenden Alkoholkonsum zu bekämpfen. Dazu gehört eine Besteuerung, die den Zugang zu Alkohol erschwert. Außerdem soll die Zahl möglicher Verkaufsstellen deutlich reduziert werden. Nicht zuletzt steht die Regulation oder ein Verbot der Alkoholwerbung auf der Agenda.
Das haben wir nun davon: hätten wir Mass gehalten, würden wir in Zukunft nicht wie kleine Kinder gemassregelt.
Quelle: aerztezeitung.de

Willkommen im Playmobil-Krankenhaus


Ins Krankenhaus lässt sich wohl niemand gern einweisen. Ich glaube, es geht auch keiner einfach mal so in die Cafetería eines Krankenhauses, um sich mit Freunden dort einen Kaffee zu trinken und zu quatschen. Krankenhäuser sind einfach kein Ort, an den es uns zieht.
Dass das – bedingt – anders sein kann, erfahren jetzt die Leute in Rostock. Dort steht Deutschlands größtes Playmobil-Krankenhaus. Das hat sich jetzt zum Besuchermagnet entwickelt. Besonders natürlich für Kinder. Aber sogar auch Berufsanfängern werden dort damit die komplexen Abläufe des Klinikbetriebes transparent gemacht.

Sage und schreibe sechs Stockwerke hat das in allen Playmo-Farben leuchtende Krankenhaus und darin alles, was eine moderne Klinik auszeichnet: Von der kompletten Intensivstation über OP-Säle bis zum CT. Auch Labor, Pathologie und Psychiatrie sind vorhanden. Und das Ganze brauchte nur zwei Monate Bauzeit bis zur Inbetriebnahme des Hauses. Wieso das möglich war? Leider ist es eben nur ein Modell!

Während wir in Deutschlands Kinderzimmern seit Jahrzehnten über Millionen Teilchen aus den Wikingerwelten oder Raumfahrtstationen stolpern, hat man sich in Rostock die Mühe gemacht, ein Guinessrekordverdächtiges Riesenmodell aufzubauen, um Schülern, Auszubildenden und Kindern die Komplexität eines Krankenhausbetriebs und der Patientenversorgung zu veranschaulichen. Ich weiss nicht, ob die Mitarbeiter fürs Aufbauen Überstunden machen mussten oder freigestellt wurden; das Ergebnis sind jedenfalls zwei Dutzend Themenbereiche, inklusive Hubschrauber mit Landeplatz, und sogar Details wie Kiosk, Telefonzentrale oder Patientenauskunft, alles aus mehreren tausend Einzelteilen zusammengebaut und bestückt mit über 130 Figuren. Wahnsinn!

Angeschafft wurde das Modell vom RoSaNa (Rostocker Simulationsanlage und Notfallausbildungszentrum), das der Uniklinik damit zahlreiche junge Besucher beschert.

"Damit ist unser Haus zunehmend auch Besuchermagnet für Kindergärten und Schulen, die hier spielerisch auf medizinische Entdeckungstour gehen können. Ein großes Krankenhaus stellt einen hochkomplexen Betrieb dar. Wir erhoffen uns von unserem Minikrankenhaus, dass kleinen Patienten die Angst vor der Klinik genommen wird", sagt Oberarzt Dr. Gernot Rücker, Leiter von RoSaNa. Außerdem kann das Modell, das im Simulationszentrum des Uniklinikums für Lehrgänge bereitsteht, auch bei Anfängern verschiedener Berufsgruppen wie etwa Rettungsdienstpersonal eingesetzt werden, um die Abläufe im Krankenhaus transparenter zu machen.

Übrigens war ich in der letzten Woche gleich zweimal im neuen Krankenhaus der balearischen Superlative “Son Espases” und durfte mir einen ersten Eindruck als Besucher verschaffen. In der Hoffnung, dass Sie, lieber Leser, nie dorthin müssen, noch nicht einmal als Besucher, mach ich jetzt nur ein paar Vorschläge für Veränderungen (Verbesserungen?), die mir vielleicht weitergeholfen hätten.
  • Sichtbare Schilder, nach denen man sich orientieren könnte, in welchem Bereich man denn nun sein Auto abgestellt hat
  • Eine besetzte Besucherinformation
  • Vielleicht sogar auch ein paar nette individuelle (unzeitgemässe?) Pflanztöpfe oder anregende Bilder, an denen ich mich orientieren kann, wenn sonst schon alles gleich aussieht
  • Und – ohne die Qualität der medizinischen Behandlung in Frage stellen zu wollen – bitte ich von ganzem Herzen darum, dass endlich in spanischen Krankenhäusern die Türen der Patientenzimmer zubleiben. Ich finde es einfach nur unglaublich entwürdigend für die Patienten (egal ob jung, alt, wach oder im Koma) wenn man, nur weil der Besucherblick in offene Zimmer fällt, auf ihre entblössten Unterleiber, die grade gewaschen oder gewindelt werden, sehen muss.
  • Und ich bitte inständig auch drum, dass meine 80-jährige Freundin, nicht geduzt wird, als wäre sie ein Kleinkind. Wie wäre es mit Señora oder Señor, oder schön altmodisch – respektvoll - mit Doña oder Don. Das gibt’s doch auch auf mallorquinisch. Madò Maria oder L’amo en Toni. Kommt immer gut! (und gleich in meiner Kaffeepause versuch ich mal, meinen Unmut auf der webseite von Son Espases, sofern möglich, loszulassen)

Rentiere im Drogenrausch

Wenn man hier auf Mallorca überwintert, dann wird man doch sehr verwöhnt. Zumindest klimamässig. Wir haben im Moment zwar mit extrem feuchten Tagen zu leben, aber dieser Sonnenschein!!!!! Das ist mit Geld nicht zu bezahlen.
Ich kann mir dann kaum mehr vorstellen, wie ich es winters in Deutschland ausgehalten habe. Erinnere mich nur, dass es mir ab Mitte Januar immer schlechter ging, bis irgendwann Ende Februar ich auf einem absoluten Stimmungstief ankam, das man in den letzten Jahren meines Lebens in Norddeutschland auch leichtgradige Depresssion hätte nennen können. Da half keine Sonnenbank, keine Schokolade, nichts. Deshalb fühle ich mich hier privilegiert, nur klimamässig, versteht sich!

Die weise Mutter Natur scheint auch zu wissen, dass Nordlichter beim Thema Sonne zumindest eindeutig im Nachteil sind und hat sich deshalb was absolut Geniales einfallen lassen, um den Betroffenen eine Alternative zu bieten.
Und die sind PILZE: natürlich keine normalen, popeligen Champignons, sondern halluzinogene Pilze. Und davon gibt’s im hohen Norden wohl eine ganze Menge. Zumindest ausreichend, dass sich Rentiere (!) damit vollfuttern können. Und damit können sie dann der Monotonie eines Winters (zumindest in Nordamerika) zu entfliehen. Mit dieser Wirklichkeitsflucht, so berichtet jetzt Andrew Haynes im britischen "Pharmaceutical Journal" (2010, 285: 723), sind die Paarhufer auch gar nicht allein: Auch Affen, Jaguare und Stare konsumierten natürliche Drogen.
Das überrascht mich jetzt doch ein bisschen, denn Affen und Jaguare leben, soweit ich weiss, nun nicht grade in Lappland oder Kanada. Wem oder was müssen die denn nun entfliehen? Wo es doch im Urwald so schön grün und warm ist und dann ist dort auch noch richtig was los.
Egal, so läuft das ab: auf der Suche nach Fliegenpilzen (Amanita muscaria) wurden Rentiere beobachtet, wie sie mitunter sehr weite Strecken zurücklegen. Nach dem Verzehr der Giftpilze torkeln sie wie betrunken herum, geben seltsame Geräusche von sich und zucken mit dem Kopf.
In Gabun fessen Affen die Wurzel des Iboga-Strauchs, im Regenwald berauschen sich Jaguare an der Rinde eines Lianengewächses. Was mit diesen Tieren passiert, wird leider in dem Studienauszug nicht beschrieben. Vielleicht sollte ich mal bei Youtube nach einem Video zum Thema suchen...
Fazit der Experten:“Es sieht so aus, als ob viele dieser Arten ein natürliches Bedürfnis verspürten, mit veränderten Bewusstseinszuständen zu experimentieren". Natürliches Bedürfnis??, Experimentieren mit veränderten Bewusstseinszuständen?? Klingt voll nach 60-er Jahre!
Hallo? Und wir dürfen das nicht?
Einen ganz lieben Gruss (wirklich, das ist keine Halluzination) schick ich zu meiner lieben Freundin Romy in den Norden.
Quelle: aerztezeitung.de

Katalonien: private Krankenversicherung wird steuerlich absetzbar

Wiedermal sind es die Katalanen, die mit einer – man muss fast sagen – innovativen, grossartigen Idee daherkommen.

Ist man doch hier in Spanien als Arbeitnehmer kranken- und sozialpflichtversichert in der staatlichen “Seguridad Social”. Wenn man sich dennoch privat krankenversichern möchte, tut man das dann im Grunde doppelt, denn wählen ist nicht möglich.

Nun wurde in Katalonien beschlossen, dass Kosten für private Krankenversicherung bei der jährlich anfallenden Steuererklärung abgesetzt werden können. Langfristiges Ziel von Seiten der privaten Institutionen ist natürlich, dass dies im ganzen Staate möglich sein wird. (Bisher ist es ja nur Selbständigen möglich, Ausgaben für Gesundheit, bzw. Krankheit abzusetzen.)

Natürlich ist der Grund für dieses unerwartet grosszügige Entgegenkommen nicht eine plötzliche Einsicht von Seiten des Staates in bestehende Ungerechtigkeiten oder mangelnde individuelle Freiheit z. Bsp. auf dem Gebiet der Ärztewahl, sondern die reine Not!

Private Krankenversicherungen sollen nun doch gefördert werden und den Bürgern mit dem Anreiz der Steuererleichterungen schmackhaft gemacht werden, weil das staatliche System schlicht gesagt kurz vor dem Zusammenbruch steht. Finanziell sowieso und kapazitätenmässig auch. So haben sich die Damen und Herren Politiker wohl gedacht, dass je weniger Patienten den staatlichen Service nutzen, desto eher er sich entstauen könnte, wobei ja die Einnahmen dieselben bleiben, denn wählen kann man ja eben weiterhin nicht, sondern nur doppelt zahlen.

Ausserdem sieht es zumindest in Katalonien so aus, und auf den Balearen ist das nicht viel anders, dass ein Grossteil der Leistungen auf dem medizinischen Sektor von privaten Institutionen geboten werden. (So ist die Hälfte der Krankenhausbetten z. Bsp. schon in privater Hand). Und diese Leistungen werden nicht nur von den Privatversicherungsnehmern genutzt sondern besonders von der “Seguridad Social”, die mit dem privaten Sektor besondere Verträge für immer mehr Eingriffe abschliesst, eben weil es schneller und billiger ist.

Ungefähr 10 Millionen Patienten sind es in Spanien, die durch ihre privaten Versicherungen das staatliche System entlasten, und dem Staat damit auch noch im Schnitt 1400€ pro Jahr an Kosten ersparen. Das hat also alles nur mit knallhartem Rechnen zu tun.

Aber freuen kann man sich doch einfach darüber, dass hier das Eis nun langsam aufbricht und – aus welchem Grund auch immer – die staatlicherseits so verachtete private Medizin in Spanien in gewisser Weise eine Aufwertung erlebt. Unserem Geldbeutel, sofern wir eine solche Versicherung uns leisten (können), wird’s gut tun.

http://www.medicosypacientes.com/noticias/2011/01/12_01_12_idis

Aussichten für 2011 - alles gesund?


Deutsche Bürger lassen sich ihre Gesundheit, bzw. Ihr Krankenkassensystem und finanzielle Sicherheit z. Bsp. durch die Arbeitslosenversicherung viel kosten. Da auch noch der deutsche Staat hoch verschuldet ist, bringt das natürlich wieder negative Folgen fürs einzelne Budget. Denn die zukünftigen Beitragserhöhungen bei u.a. diesen Posten werden die Portemonnaies bis zu 94€ im nächsten Jahr belasten. Und das v.a. die unteren und mittleren Einkommen! (Warum grad die?) Und das, obwohl doch die Kaufkraft insgesamt durch steigende Einkommen wachsen wird...

Insgesamt rollt aber der Rubel wohl wieder in der Republik, das Konsuminteresse ist wieder da und die Angst vor Arbeitslosigkeit ist laut Statistik auch etwas abgeflaut. Das sind doch eigentlich schon mal gute Nachrichten, die wir hier in Spanien ja noch nicht so unbedingt mitempfinden können.
Auf den immerhin noch vorweihnachtlich beleuchteten Strassen und in Geschäften ist es hier eher– gefühlt, denn noch habe ich keine offiziellen Daten, Geschenke gibt’s ja auch erst im Januar – ein bisschen sehr ruhig. Ansonsten läuft alles andere, nachdem ja nun das Militär auch für die Weihnachtstage die oberste Gewalt an den Towers der für uns „lebensnotwendigen“ Flughäfen übernommen hat, seinen eher geplant-gemütlichen Gang.

Brodelt es hier vielleicht unter der Oberfläche? Ich glaube, eher nicht: Bis gestern, am 22. Dezember, drehte sich der Dezember sowieso nur um die Lose der grossen Weihnachtslotterie. Die Gewerkschaften bekamen nach dem mehr oder weniger Generalstreik im Herbst reichlich Steuergeschenke und sind deshalb auch wohl nicht in Hochform. Ansonsten hab ich ausgerechnet, dass ich, wenn mich mein Chef zum Jahresende vor die Tür setzen würde, für sage und schreibe zwei Jahre 80% meines Gehaltes als Arbeitslosenversicherung ausgezahlt bekäme. Das beruhigt mich dermassen, dass es mich überlegen lässt, ob ich nächstes Jahr wieder dabei bin ;-)

Fast 25 Prozent allen Geldes soll in Spanien angeblich in der Grau-Schwarz-zone erarbeitet werden. Vielleicht ist das der Grund, dass wir hier doch wieder fröhlich Weihnachten feiern werden...
Inzwischen kommt auf einen Einzahler in das nationale Versicherungssystem der "Seguridad Social" auch ein Mensch, der vom Staat wieder in irgendeiner Weise versorgt wird, sei es als Beamter, als Arbeitsloser oder Rentner, etc. Geht es deshalb noch so vielen relativ gut?

Das waren jetzt zum Abschluss des Praxisjahres böse Worte, die mir leider nur in den Sinn kommen, weil ich immer weniger verstehe, wie hier noch alles „funktioniert“. Ich werde weiter drüber nachdenken in diesen Weihnachtstagen: über teures Sicherheitsdenken, über SteuerUNgleichheit, über individuelles und staatliches Hochverschulden, über Schattenwirtschaft, usw.

Aber v.a. werde ich versuchen, meiner Familie und mir und ein paar Freunden eine Menge schöner Momente zu verschaffen, die uns wirklich zusammenbringen und die uns reich machen, an Wärme, Freude, Liebe, Spass, Erinnerungen.

Vor ein paar Tagen sagte eine Patientin: „Ich wünsche meinem Mann Krankheit. Denn nur dann ist er nett zu mir.“ Ich glaub, das war das Traurigste, was der Chef dies Jahr zu Ohren bekommen hat...
Ich dagegen wünsche Ihnen eine gute Gesundheit! (Aber davon auch nur soviel, dass wir Sie auch im nächsten Jahr wieder bei uns begrüssen dürfen.)

Wir wünschen Ihnen Frohe Weihnachten!
Les deseamos una ¡Feliz Navidad!
Vos desitjam Bon Nadal!

Spanische Männer entdecken die Schönheitschirurgie


Der “macho ibérico" in seiner alten Form hat ausgedient. “Der Spanier” im allgemeinen und im besonderen, wird im XXI. Jahrhundert immer mehr "metrosexual”. Das soll nicht heissen, dass jetzt alle gleich wie Beckham aussehen, aber fest steht, dass immer mehr spanische Männer Rat und Tat von Schönheitsinstituten und – Doktoren aufsuchen. Inzwischen sind es 12,3 Prozent aller Eingriffe im Lande, bei denen v.a. Nase und Augenlider verschönert werden.
Und ab einem gewissen Alter sind es v.a. die “liposucción” (Fettabsaugen) und Haarimplantate, für die die Spanier gern und immer häufiger richtig gutes Geld hinlegen.
Die Liste von zu verschönenden Stellen ist auch bei den neuen machos so lang wie die Schwachstellen, die sie an ihren Körpern in der Lebensmitte ausmachen. Doppelkinn, Bierbauch, Augensäcke, …. Ich würde mal böse sagen, alles, was einem wieder wichtig wird, wenn man erneut auf dem Partnermarkt mitspielen möchte.

Dagegen sind die Spanierinnen ja bescheiden: bei ihnen geht’s eigentlich nur ums Fettabsaugen und Busenvergrösserungen. (Das allerdings im gehäuften Masse, behaupten doch die Statistiken immer wieder, dass in Spanien nach USA und Brasilien die meisten schönheitsbehandelten Damen leben. ".
Ganz angesagt sind inzwischen auch “weiche” Formen der Schönheitsbehandlungen wie Hautpflegeprodukte und auch hier hat sich in der 50plus-Generation rumgesprochen, dass Sport nicht nur Mord ist.

Weg mit der Körperbehaarung
Dann gibt’s hierzulande ja noch ein besonders ausgeprägtes Problem: das der Körperbehaarung, gegen die Männer wie Frauen ja kaum ankommen. Wie sehr hat sich doch das Schönheitsideal der Männer in den letzten 50 Jahren gewandelt hat. Mein Schwiegervater lebte noch nach dem Prinzip: el hombre y el oso, cuanto más feos más hermosos. (frei übersetzt: Männer und Bären, je behaarter, desto schöner!).

Naja, das Thema Körperbehaarung bzw. das Nichtvorhandensein besonders an ganz intimen Stellen ist ja seit langes inzwischen eher ein globales. Dabei hatten die Spanier doch auch hierzu so einen schönen Spruch: “Donde hay pelo hay alegría!” (Wo’s Haare gibt, kommt Freude auf!). Tja, fragt man sich, ob die heute nicht mehr so aufkommt.

Eine weitere Behandlung macht inzwischen in Schönheitsstudios Furore: die nichtinvasive Hautstraffung mit Radiofrequenz. Und da haben die Männer durch die Beschaffenheit ihrer Haut sogar einen
Vielleicht sollten Gegner dieses Körperkultes einfach berücksichtigen, dass er v.a. bei Männern nun wirklich nichts neues ist, sondern dass es ihn in vielen alten und noch bestehenden Kulturen immer gegeben hat. Vielleicht haben sich aber doch ein bisschen das Motiv und die Mittel geändert?
Quelle: elmundo.es

Schönheitsschlaf


In Schweden gibt es offenbar immer noch mehr Geld für Forschungszwecke oder aber die Nordlichter wissen so gut mit ihrem Budget auszukommen, dass am Ende des Jahres auch für eher überflüssige Untersuchungen noch Geld da ist. Dann werden auch Binsenweisheiten untersucht, wie in diesem Fall z. Bsp. die Annahme, dass ausreichend Schlaf schöner macht. Aber es ist immer gut, sowas auch wissenschaftlich belegt zu bekommen.

Die Studie des Karolinska Institutet in Stockholm hat auch Platz für die Veröffentlichung im “British Medical Journal” bekommen. Also muss ja was dran sein….

Mehr als 30 Freiwillige zwischen 18 und 31 Jahren haben die Schweden untersucht und ihnen den Schlaf entzogen, bzw. im 2. Ansatz dazu verdonnert mal richtig auszuschlafen. (Dafür Leute zu finden ist bestimmt leicht: was soll man auch sonst in Schweden im Winter anfangen) und dann wurde in beiden Fällen untersucht, ob sie hinterher als “schönere” Menschen einzustufen sind oder eben nicht. Alkohol war in diesen tagen verboten und Raucher wurden gar nicht erst zugelassen. Man weiss ja, dass beides uns ziemlich alt aussehen lässt.

Mit streng wissenschaftlichen Mitteln (!) wurde auch diese Untersuchung mit dem schönen Namen 'Beauty sleep' durchgeführt: immer dieselben Lichtverhältnisse, dieselbe Kamera, derselbe Gesichtsausdruck, Make-up war nicht erlaubt und Haare mussten immer gleich frisiert sein. Der einzige Unterschied: einmal wurde am mittag nach einem nächtlichen acht-Stunden-Schlaf geknipst – das andere Mal waren es dann schon 31 Stunden, die die Teilnehmer schon schlaflos hintersich gebracht hatten. 65 freiwillige Beobachter mussten dann die Fotos hinsichtlich Aussehen (ausgeschlafen, gesund oder schön oder das jeweilige Gegenteil) beurteilen.

Ergebnis? 6Prozent der Leute wurden als weniger gesund eingeschätzt, 4 Prozent waren weniger schön und müde erschienen 19Prozent mehr im Vergleich zum Foto nach der durchschlafenen Nacht.

Alles klar! Jetzt haben natürlich all die Schönen dieser Welt mit einem bewegten Nachtleben ein Problem! Aber toll! Das ist doch DIE Chance für uns alle, die wir nicht oder nicht mehr an eben diesem Leben teilnehmen!

Quelle:http://www.elmundo.es/elmundosalud/2010/12/14/noticias/1292349424.html

Mozart gegen Vandalismus


Mozarts Musik hat die Welt verändert, könnte man sagen. Schon zu seinen Lebzeiten zankten sich die „Kenner“ darum, wie obszön oder nicht es wohl wäre, Opern auf Deutsch zu singen. Das Thema war schnell vom Tisch – zu erfolgreich waren seine Werke. Seit dem 20. Jahrhundert sind es andere Erfolge, die uns seine Musik immer wieder wohl hören lassen. Babys haben grössere Lernerfolge, Hypertoniker senken mit den Tönen ihren Blutdruck, Kühe geben mehr Milch und so geht es weiter. Und – einfach GENIAL: Jetzt haben Neuseeländer auch noch Mozarts Musik als Geheimwaffe gegen Vandalismus entdeckt.

In der Stadt Christchurch hat man an der Fassade eines Einkaufszentrums vor einem Jahr Lautsprecher installiert, aus denen die Bürger mit klassischen Klängen von Mozart und anderen beschallt werden. Seither ist nach Angaben der Online-Agentur Orange die Zahl so genannter „asozialer Vorfälle“ von 77 pro Woche auf zwei gesunken.

Ganze 16 Mal wurde 2009 dort noch unter Alkohol- oder Drogeneinfluss gepöbelt, Müllcontainer umgeworfen und andere Dinge, die die Kunden vertreiben. Alles viel freundlicher jetzt und die Leute fühlen sich sicherer, so die Behördenauskunft.

Frag ich mich aber doch noch, ob der gute alte Mozart die rebellierenden Seelen wirklich besänftigt oder ob sie abwandern, weil sie seine Musik einfach nicht ertragen. Nun gut, den Kunden und den Geschäftsmann freut’s zumindest.
Quelle: aerztezeitung.de

Was wir in Zukunft essen sollen


Larven, Grillen, Termiten, gegrillt, geröstet oder im Salat? Bei Millionen von Menschen in Afrika, in Asien und Lateinamerika sind all diese kleinen Krabbeltierchen alltägliche Nahrungsmittel - vor allem dort, wo Fleisch und Fisch rar sind.

Und weil knapp eine Milliarde Menschen weltweit immer noch hungern und es auch sonst gute Gründe gibt, hat sich die UN-Organisation für Ernährung und Landwirtschaft (FAO) jetzt ausgedacht, die etwa 1000 essbaren Insektenarten auf der Erde langsam aber sicher auch auf unsere westlichen Teller zu bringen.
Maden-Tapa zum Bier?
Unsere Landsleute, die aus dieser Speisekarte schon mal wählen durften, sind ja meistens Geschäftsleute. "Die Thais essen Maden, Heuschrecken, Kakerlaken und einiges andere mehr, als Snack, meist frittiert und dann zum Bier", berichtet der deutsche Geschäftsmann Moritz Janosch (30) aus Indien von seinen reichhaltigen asiatischen Erfahrungen. Aber er selbst ist nicht mutig genug, die Krabbeltierchen in ihren äusserst vielfältigen Zubereitungsmöglichkeiten zu geniessen.

Die FAO setzt auf die bemerkenswerten Vorteile der alten Tradition heraus, sich vor allem aus dem Wald Insekten zu holen, die vom Nährwert her Mensch und Tier satt machen. Waldinsekten als Nahrung: Bis Anfang nächsten Jahres soll ein Aktionsplan fertig sein, der für eine appetitanregende Kampagne die interessierten Länder, Organisationen und privaten Initiativen zusammenführt.
Besonders Thailand hat Interesse an der Kampagne: Dort sammeln oder züchten 15 000 Bauern Insekten. In China werden inzwischen essbare Skorpione bereits in Zuchtanlagen aufgepäppelt, während es im südlichen Afrika die Mopane-Raupe ist, die milliardenfach als Nahrungsmittel dient.
Was aber sind die Argumente der FAO, dass sie uns aus der Alten Welt so etwas abverlangen wollen? Einerseits müssen immer mehr Menschen müssen ernährt werden. Andererseits belastet unsere Vorliebe für das saftige Steak die Umwelt und die Ressourcen in kaum mehr zu verantwortender Weise.
Und – gesünder sind essbare Insekten allemal, wenn es um ungesättigte Fettsäuren, viel Eisen, Fett, Mineralien und Vitamine geht. Deshalb stellt ein Papier der UN-Organisation sogar eine Hitliste der wichtigsten essbaren Insekten in der asiatisch-pazifischen Region auf. Darin findet man so nette Tierchen wie den Bambusrohrzünsler, Mistkäfer, Wasserwanzen oder Ameisen und Bienen.
Einer weiterer Vorteil wäre, dass diese Insekten oft dort gesammelt oder gezüchtet werden, wo man normalerweise keine Pestizide anwendet, im Wald. Sie könnten von Farmern in einem nachhaltigen Verfahren aufgezogen werden und nebenbei Arbeitsplätze schaffen.
Ausserdem: Grillen etwa fressen um ein Mehrfaches weniger als Rinder, Schafe oder auch Schweine für die Proteinmenge, die sie - wiederum auch als Tierfutter - dem "Züchter" dann liefern. Sie produzieren auch weniger Treibhausgase und können in vielen Fällen auf organischem Abfall aufwachsen.
Und – einfach genial - Insekten wie Bienen, Mistkäfer oder Ameise dienen zudem noch dem Öko-System - durch Pollenübertragung, die "Verarbeitung" der organischen Abfälle und Schädlingsvertilgung.

Die Damen und Herren von der FAO sind überzeugt, dass es nur eine Frage von entsprechenden „Verarbeitungstechnologien“ ist, damit auch wir Menschen in den westlichen Ländern Geschmack an Insekten bekommen und die Viecher als akzeptable Nahrung auf dem Teller akzeptieren.
Die ganze Kampagne steckt bisher noch in den Kinderschuhen, doch angeblich ist ein steigendes Interesse vorhanden. Preisfrage: welche Insekten werden es auf den Tisch der Europäer schaffen?
Ich würde sagen: fangen wir an mit Biene, Mistkäfer und Ameise. Die kenne wir wenigstens schon. Ameisen gibt es – zumindest auf Mallorca – so viele, dass wir ruhig ein paar verzehren können. Dann gehen wir eben nicht mehr wilden Spargel oder Pilze in der Tramuntana suchen, sondern Ameisen. Und ich schlage dann auch vor, auf Heuschrecken überzugehen. Die sehen doch, ehrlich gesagt, eigentlich aus wie Scampis. Somit hätten wir dann doch eine gewisse Verbindung zur „Mittelmeerdiät“.
Quelle: aerztezeitung.de

4 Meldungen zum Thema Gesundheit aus der spanischen Presse


Heute habe ich einen schlechten Tag: bin schon vor dem Frühstück (halb sieben) mürrisch gewesen und das hat sich auch auf dem Weg zur Arbeit nicht gebessert. Schon gar nicht durch die Nachrichten im spanischen Radiosender, den wir dann auch gleich wieder ersetzt haben durch Meditationsmusik (um halb acht!) Nicht wegen Spanisch sondern wegen der Nachrichten. Und so geht es den ganzen Vormittag weiter…

Eigentlich sollte ich einen positiv gestimmten post schreiben, aber heute pack ich einfach nur mal ein paar Nachrichten aus dem internet zum Stichwort Gesundheit zusammen: Alle Nachrichten - und v.a. Zahlen - sind aus Spanien; das soll nichts weiter heissen, als dass sie eben von hier sind, wo ich ja nun wohne und Sie als Leser vielleicht auch. Vergleichen will ich heute nicht.

Jedes Jahr ereignen sich ungefähr 50.000 Herzinfarkte. Nur vier (!) % der Betroffenen bekommen hinterher eine entsprechende Reha-Behandlung.

Eltern, deren Kinder an Krebs erkranken und die sich in dieser schweren Zeit um ihre Kinder kümmern wollen, haben in 30% der Fälle auch noch mit dem Verlust ihres Arbeitsplatzes zu leben.

94% aller Jugendlichen unter 18 Jahren kommen “ohne Schwierigkeiten” an Alkohol. 70% von ihnen sagt aus, dass sie NIE um ihren Ausweis gebeten worden sind, obwohl die Gesetzgebung eigentlich den Ausschank und Verkauf an Jugendliche verbietet.
60% der Bevölkerung bestätigt, dass sie die altbekannte-berüchtigte Ohrfeige bei einem Minderjährigen als probates Mittel zur Korrektion und als “Vorsorge” zur Vermeidung weiterer Missetaten billigt. 49,1% bekannte, selbst Opfer von Schlägen in der Kindheit gewesen zu sein. 27,9% erhielten körperliche Züchtigungen “oft” oder “manchmal” von Seiten ihrer Eltern.

So, das war die Ausbeute an Nachrichten, die mich heute noch weiter runtergezogen wollen. Das schaffen sie aber nicht, denn glücklicherweise scheint die Sonne draussen und gleich ist Mittagspause, dann bekomme ich sie auch zu sehen.
Zurück zu den Nachrichten: Es gibt noch viel zu tun... Packen wir’s an!
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Zum Rauchen in die Niederlande


Also, einer allein glaubt's nicht! Seit langem zweifeln ja viele schon an Sinn und Unsinn vieler Gesetze innerhalb der Europäischen Gemeinschaft. Was mich jetzt konkret - mal wieder - umwirft, ist die Tatsache, dass es in vielen Themen ja weiterhin überhaupt keine Einigkeit unter den einzelnen Ländern zu geben scheint. Hier nun die neueste Variante zum Thema Raucherschutz:

In Spanien kriegen die Raucher es nun knüppelhart ab dem 01. Januar 2011. Seit eher kurzer Zeit ist ja das Rauchen in öffentlichen Einrichtungen verboten, ebenso in Restaurants, etc. Hier mussten offizielle Raucherzonen eingerichtet werden; kleine Kneipen unter 100qm konnten Ausnahmeregelungen in Anspruch nehmen. Nun werden wir überall geschützt! Überall im Lande.

Nur nicht im Ausland! Denn in den Niederlanden wird das Anti-Rauch-Gesetz nun wieder gelockert. In besagten kleinen Kneipen darf dort nun künftig wieder geraucht werden. Eine entsprechende Gesetzesänderung hat am Mittwoch Gesundheitsministerin Edith Schippers angekündigt. Die Änderung gilt für Pubs und Kneipen, die kleiner als 70 Quadratmeter sind und in denen nur die Eigentümer arbeiten. Von der Änderung würden rund 400 Bars im Land profitieren, berichtet der niederländische Auslandssender "Radio Netherlands".

Die Ministerin der liberalen "Volkspartei für Freiheit und Demokratie" (VVD) sagte, damit werde die Wahlfreiheit der Verbraucher wieder hergestellt. Mit der Gesetzesänderung setzt sie ein Wahlversprechen um. Aufkleber sollen zeigen, ob in dem Lokal geraucht werden darf oder nicht. Auch sollen noch laufende Bußgeldverfahren gegen die betreffenden Bars gestoppt werden.

Ich nehme mal an, dass diese Mini-Kneipen demnächst so einen Zulauf kriegen werden, dass sie ihre Fläche mindestens verdoppeln müssen. Damit fielen sie dann leider wieder aus der Extraregelung. Ein echtes Dilemma.

Ich rauche nicht, ich liebe rauchfreie Zonen, und trotzdem macht es mir nichts, Kneipenrauch zu ertragen, solange ich mein Gegenüber noch erkennen kann. Gehört für mich dazu. Und solange die europäischen Politiker sich nicht - gemeinsam - etwas phantasiereicheres einfallen lassen, uns auf den "richtigen" Nichtraucher-weg zu bringen, glaube ich, dass alle diese lächerlichen, weil ständig widerrufenen Massnahmen denselben Effekt haben werden wie die Politik der "Abolition" in den USA. Sie werden alle sämtlichst wiede abgeschafft werden wegen unsinnig.

Da würden sich jetzt extra für Raucher (gern auch in Gruppen) organisierte, somit günstige, regelmässige Kurztripps in die Niederlande anbieten: in die Coffeshops, nicht für den guten alten Joint. Das wollen die Holländer ja auch nicht mehr, dass die Touris kommen und sich dort mit Maria benebeln. Aber zum Zigaretten rauchen ist das doch fein! Und dann schon mit Rauchmöglichkeit im privat gecharterten Flieger! Schliesslich können die Malle-Urlauber ja auch schon auf dem Hinflug mit dem Trinken beginnen.
Quelle: aerztezeitung.de

Bluthochdruck? Dann gehen Sie doch zum Friseur!


Ein Hoch auf alle Friseure dieser Welt? Traditionell und bis in die Neuzeit konnten Friseure immer mehr als Haareschneiden. Auch um die Gesundheit der Kundschaft haben sie sich gekümmert. Friseur, Barbier und Bader, dann Hühneraugenschneider, Wundarzt und nicht zuletzt Zahnarzt. Ein regelrechtes Multitalent also.

Der amerikanische Forscher Dr. Ronald Victor aus Dallas und ein paar Kollegen kamen wohl deshalb auf die Idee, den Friseursalon auch für die Hypertonie-Kontrolle zu nutzen. Wie in vielen anderen Ländern ist auch in den USA der "barbershop" für viele Kunden gleichzeitig eine "kulturelle Institution" und ein Ort, an dem sich in gemütlicher Umgebung angenehm über alle mögliche Themen plaudern lässt. Warum dann nicht auch über Bluthochdruck?

Für ihre Studie haben die US-Forscher insgesamt 17 von schwarzhäutigen Besitzern geführte Friseursalons in Dallas County ausgewählt, dazu noch 1022 ihrer treuen männlichen Stammkunden, alle afroamerikanischer Abstammung. Die Kriterien für die Kunden waren die Einnahme blutdrucksenkender Medikamente oder erhöhte Blutdruckwerte. Frag ich mich natürlich: Warum nur schwarzhäutige Kunden und Friseure? Sind weisse Kunden nicht so auf ein Schwätzchen aus oder weisse Friseure nicht so gesprächig? Wird hier leider nicht verraten!

Nun gut, die "barbershops" wurden dann in eine “Interventionsgruppe” und eine Kontrollgruppe geteilt. In der Kontrollgruppe erhielten die Kunden bei ihrem Friseurbesuch eine Standardbroschüre zu Fragen des Bluthochdrucks. In der Interventionsgruppe gab es für die Kunden dagegen zusätzlich zum Haarschnitt auch eine Blutdruckmessung gratis. Zudem sprach der Friseur regelmäßig das Thema Blutdrucksenkung an (Was der wohl seinen Kunden erzählt hat?) und animierte sie zu einem Arztbesuch, um weitere Gesundheitsfragen zu klären.

Zehn Monate lang wurden die Beobachtungen durchgeführt. In dieser Zeit stieg der Anteil der Kunden mit normalen Blutdruckwerten in der Interventionsgruppe von 33,8 Prozent auf 53,7 Prozent. Aber auch in der Kontrollgruppe wurde ein unerwartet hoher Anstieg beobachtet, und zwar von 40,0 Prozent auf 51,0 Prozent. Ein beachtlicher Erfolg insgesamt.

Skepsis ist natürlich angebracht, nicht wegen der Ergebnisse, sondern weil die Friseure und Teilnehmer u.a. finanzielle Anreize bekamen, bei der Studie mitzumachen, bzw. auch mal zum Arzt zu gehen. Also wissen wir jetzt immer noch nicht, ob und wie lange so eine ausser-ärztliche Beratung im Salon wirklich zu realisieren ist. Andererseits funktioniert ja auch in den USA das Prinzip: ein Bier für eine Blutspende. Wer weiss, vielleicht haben diese Initiativen wirklich mehr Erfolg als der weise Rat im weissen Kittel.
Quelle: aerztezeitung.de

Bildung verdirbt die Augen


Das hat man dann davon, wenn man sich um Bildung bemüht. Die geht in unseren Breitengraden mit Lesen und Schreiben einher, über Arbeitstischen, in knappen Quadratmetern und heute unvermeidbar am Computer. Konsequenz: Schon als Kind verdirbt man sich die Augen. Wenn man dann noch das Freizeitverhalten der Jugendlichen miteinbezieht, dann gibt das ganze ein düsteres Panorama.

Die Myopie (Kurzsichtigkeit) hat in allen Industrienationen stark zugenommen. Aber inzwischen gilt Taiwan als "Insel der Kurzsichtigen". Neun von zehn Taiwanesen werden im Laufe ihres Lebens kurzsichtig. Besonders dramatisch ist, dass schon viele Erstklässler nicht erkennen, was der Lehrer an die Tafel schreibt.

Bisher schob man die Schuld auf lange Unterrichtstage sowie die vielen filigranen chinesischen Schriftzeichen. Doch nach den neuesten Erkenntnissen der Augenärzte sind es die Ferien und nicht die Schulzeit, die die Kinderaugen am meisten schädigen. Neben Fernseher und Computer werden auch die familiären vier Wände als Hauptproblem benannt. Die meisten chinesischen Schüler verbringen nämlich die gesamten Sommerferien in geschlossen Räumen, und genau das verschlimmert alle Arten von schon existierenden Augenproblemen. "Ein 12-jähriger Patient von mir, der sich zu Hause während den ganzen Ferien mit Videospielen beschäftigt hat, erlitt eine 300-prozentige Verschlimmerung seiner Kurzsichtigkeit", erzählt Liao Chang- bin, Direktor einer Augenklinik in Taipeh.

Myopie ist die Hauptursache für Erblindung in Asien
Untersuchungen des chinesischen Bildungsministeriums zeigen, wie ernst die Lage ist. Kurzsichtigkeit ist zumeist Folge eines zu langen Augapfels, der dazu führt, dass optische Abbildungsfehler erzeugt werden. Von diesem Defekt des Auges sind bereits die Hälfte der Grundschüler Taiwans betroffen.

Bei den 12- bis 15-Jährigen sind es sogar zwei Drittel, die von Myopie betroffen sind. Die beunruhigendste Erhebung zeigt, dass 95,8 Prozent der Studenten der Elite-Universität des Landes einige Meter entfernte Objekte nur noch verschwommen wahrnehmen.

Allgemein gilt: Wer schon früh im Leben schlecht sieht, kann in der zweiten Lebenshälfte ernste Probleme bekommen. Zwar ist es in den meisten Fällen möglich, die Sehschwäche mit Brillen und Kontaktlinsen zu lindern oder sie mit einer Laseroperation gar ganz zu beheben. Doch unter der Bevölkerung Taiwans gilt schon bei drei Prozent der Defekt als nicht korrigierbar. Besonders erschreckend: In Asien allgemein ist die fortschreitende Myopie die führende Ursache vollständiger Erblindung.

In Deutschland gibt es gar keine aktuellen Statistiken. Deshalb vermuten die Forscher einfach mal, dass die Situation derjenigen in den skandinavischen Ländern ähnelt. Dort ist etwa ein Drittel der Universitätsstudenten kurzsichtig, wie von der Universität Tübingen berichtet wird.

Bücher und Bildung verderben die Augen
Die Wissenschaft weiss es schon lange: Angehörige von Naturvölkern sind nur sehr selten kurzsichtig. Und in den Industrienationen trifft das Problem eher Akademiker als Arbeiter. In der Hinsicht gilt die einfache Formel: lieber Blaumann als weisser Kragen! Je mehr Bücher und Bildung, desto schlechter die Augen.

Und jetzt kommen – zumindest in Taiwan - noch die Ferien als wichtiger Faktor hinzu. Aber wenn wir westlichen Eltern mal ehrlich die Feiengewohnheiten unserer Kinder begutachten, müssen wir da nicht eventuell auch dringend mal was verändern?

Was die Taiwanesen und alle anderen, die ihre Sehkraft auch nicht frühzeitig einbüssen wollen, tun sollten, damit dies hier nicht der “Globus der Kurzsichtigen” wird, ist eigentlich ganz einfach: hin und wieder auf Objekte in mehr als sechs Metern Entfernung schauen. Tja, demjenigen, dessen Wohnräume nicht diese Ausmasse haben, dem bleibt noch die Alternative eines Besuches der Aussenwelt auf Strasse, Feld, Wald und Wiese. Und sich dann vielleicht doch mal beim Computerspielen, internetsurfen oder fernsehen eine Pause gönnen. Am besten so nach je 30 Minuten und dann für mindestens fünf bis zehn Minuten.
Quelle: aerztezeitung.de

Künstliche Befruchtung - in Polen und Spanien


Polen ist traditionell ein katholisches Land. Spanien auch. Entsprechend gross ist auch folglich - immer noch - der Einfluss der katholishen Kirche sowohl in den Köpfen der Bürger wie in politischen Entscheidungen. Seit Jahren versucht sich Spanien ja in vielen Bereichen ziemlich angestrengt von der Macht der Kirche zu lösen. Und in Polen wird das wohl nicht anders sein.

Nun wird am Freitag im polnischen Parlament über Gesetzentwürfe zur künstlichen Befruchtung beraten. Sechs Entwürfe insgesamt. Das liest sich wie ziemliche Unheitlichkeit in den Köpfen der Politiker und in der Gesellschaft allgemein. Und die Stellung der (katholischen) Kirche dazu ist erwartungsgemäss ein eindeutiges Nein. Das Hauptargument: Die Tötung oder das Einfrieren von Embryonen bei der Befruchtung im Reagenzglas. Diese Methode ist nach Auffassung der Katholiken die „jüngere Schwester der Eugenik - ein pseudomedizinisches Verfahren - mit den schlimmsten Assoziationen aus der nicht so fernen Geschichte“.

Mit Blick darauf warnten die Bischöfe in einem Schreiben an den Staatspräsidenten eindringlich vor der sogenannten In-vitro-Fertilisation. Diese sei weder mit „objektiven wissenschaftlichen Tatsachen“ über den Beginn des menschlichen Lebens noch mit den Zehn Geboten und dem Evangelium vereinbar.
Negative Auswirkungen wie Frühgeburt oder genetische Krankheiten sind nach Schlussfolgerung der Kirchenleute auch nicht ausreichend erforscht.

Das Parlament des Landes berät am Freitag in erster Lesung über die sechs Gesetzentwürfe zur künstlichen Befruchtung. Die rechtsliberale Regierungspartei Bürgerplattform ist in der Frage gespalten. Ein Teil der Fraktion fordert enge Grenzen für die In-vitro-Methode. Ein anderer plant ein liberales Gesetz. Die oppositionellen Sozialdemokraten wollen die künstliche Befruchtung künftig von der Krankenkasse finanzieren lassen. Die konservative Opposition fordert ein Totalverbot. Bisher ist künstliche Befruchtung in Polen nicht gesetzlich geregelt, sie wird ohne Einschränkungen praktiziert.

(Den Abgeordneten, die für ein Gesetz zur künstlichen Befruchtung stimmen, wurde von Seiten der Kirche mit dem Ausschluss gedroht)

Dazu mag jeder denken, was ihm beliebt. Ich möchte hier nur erwähnen, dass sich Spanien inzwischen zu so etwas wie einem Paradies der künstlichen Befruchtung entwickelt hat. Hierzulande wird die Eizellenspende sehr gefördert, u.a. mit Geld! Jede Frau erhält für eine Eizellenspende einen gewissen nicht zu verachtenden Betrag. Dabei gibt es ein Problem: es gibt kein Register darüber, welche Frauen diese Spende schon einmal getätigt haben, bzw. geschweige denn, wie oft. Dieses Register wurde schon lange von der EU angemahnt. Gibt es aber eben nicht.

Nun haben wir “Krise” – die berühmt-berüchtigte. Und die Zahl der Eizellenspenden muss wohl dermassen zugenommen haben, dass jetzt von Seiten der Institutionen (Wer hat sich eigentlich bisher darum gekümmert?) eine gewisse Besorgnis darüber aufgekommen ist, ob Frauen in schwieriger wirtschaftlicher Lage sogar diese “Extremlösung “ zur Linderung ihrer finanziellen Nöte nutzen…
Das klingt für mich alles ziemlich traurig und wenig nach persönlichen Überzeugungen.
Quelle: aerzteblatt.de

Inline-Skaten für Senioren?


Alt werden wollen alle, alt sein will keiner. Denn Alter verbinden wir u.a. mit Gebrechlichkeit. Das kann leider auch so sein, wenn wir nicht schon wenigstens ein paar Jahre vorm Altsein anfangen, gegen zu arbeiten. Das gefürchtetete Gebrechlichsein führt oft zu fatalen Stürzen, schlimmstenfalls bricht man sich die Hüfte. Und das ist viel zu oft dann leider “der Anfang vom Ende”. Als häufigste Sturzursache bei den Senioren gilt der Gleichgewichtsverlust ohne Einwirkung von außen.

Dagegen hilft sensomotorisches Training. Nur macht das nicht besonders grossen Spass.

Nun haben sich in der Schweiz Fachleute gerade eine der Sportarten als mögliche Alternative aufs Korn genommen, bei der ebenso das fehlende Gleichgewicht der Hauptgrund für Stürze ist. Das Inline-skaten. Was der totale Widerspruch zu sein scheint, haben sich die Experten wohl gedacht, sollte es vielleicht doch nicht sein, wenn man bedenkt, dass grade die Gleichgewichtskontrolle eine herausragende Funktion bei dieser Sportart hat und deshalb beim Skaten besonders trainiert wird.

Also luden Prof. Dr. Wolfgang Taube aus Fribourg in der Schweiz und seine Kollegen vom Institut für Sport und Sportwissenschaft in Freiburg 14 neurologisch und orthopädisch gesunde Frauen und Männer zwischen 62 und 74 Jahren zu einem fünfwöchigen Inliner-Training ein. Keiner der Teilnehmer hatte zuvor auf Inlinern gestanden. Auch acht weitere Senioren nahmen als Kontrollgruppe an dem Kurs teil.

Vor und nach insgesamt 13 Trainingseinheiten á 60 Minuten nahmen die Sportmediziner verschiedene Gleichgewichtstests bei den Teilnehmern vor. So maßen sie zum Beispiel die Druckverteilung im Zwei- und Einbeinstand auf einer Kraftmessplatte mit und ohne Therapiekreisel (oh, das klingt ja schon ziemlich kompliziert). Dann mussten die Probanden auch auf einer an vier Federn aufgehängten Plattform ein- und zweibeinig stehen und sogar plötzliche Störreize (Auslenkungen von 2,5 cm) ausgleichen. Ergebnis: In der Kontrollgruppe verbesserte sich erwartungsgemäß nichts, in der Trainingsgruppe dagegen nahm die Gleichgewichtsfähigkeit signifikant zu.
Und ganz besonders gut: in jenen Tests, in denen das Sturzrisiko besonders hoch war, konnten sich die Teilnehmer am meisten steigern. Die Folgerung von Professor Taube: „Dies lässt vermuten, dass inline-trainierte Personen auch in sturzgefährdeten Situationen des Alltags besser dem Verlust des Gleichgewichts entgegenwirken können als untrainierte Personen gleichen Alters“.

Keiner gab auf
Seit längerem ist bekannt, dass den degenerativen Erscheinungen des neuromuskulären und somatosensorischen Systems im Alter mit spezifischen Trainingseinheiten entgegengewirkt werden kann.
Der Organismus älterer Menschen ist ebenso wie der von Jüngeren in der Lage, anspruchsvolle Übungen zu bewältigen. Dennoch hatten die schweizer und deutschen Kollegen eigentlich damit gerechnet, dass viele der Teilnehmer in der Interventionsgruppe wegen Überforderung aus dem Training aussteigen würden. Das war aber nicht der Fall. Kein Einziger gab auf. Vielleicht lag lag das auch daran, dass alle Teilnehmer Mitglieder einer Seniorensportgruppe und fast durchweg ziemlich fit waren. Und im Durchschnitt waren die Teilnehmer allenfalls leicht übergewichtig.

Inline-Training – die anspruchsvolle Alternative
Von ihren guten Ergebnissen beeindruckt, betonen die Autoren dennoch, sie wollen nicht den Eindruck vermitteln, dass Inline- Training generell ein Ersatz für sensomotorisches Training zur Sturzprophylaxe sein könne. Andererseits kann skaten aber sehrwohl denjenigen (älteren) Menschen, denen ein sensomotorisches Training zu anspruchslos oder langweilig erscheint, eine tolle, abwechslungsreiche Alternative sein.

Quelle: http://www.zeitschrift-sportmedizin.de/

Händewaschen ist "trendy"


Es scheint, dass die Bombardierung mit Hygienevorschlägen (oder Vorschriften?), der wir zu Hochzeiten der Schweinegrippe ausgesetzt waren, doch nachhaltig Erfolg haben. Oder wir wollen einfach alle “sauberer” werden. Egal, jedenfalls wurde zumindest in den Staaten jetzt festgestellt, dass sich immer mehr Frauen und Männer auf öffentlichen Toiletten die Hände waschen. (Ich fürchte, dass das nicht unbedingt gleichzusetzen ist mit “die Toilette sauber hinterlassen”).
Jedenfalls wurden 6000 Leute in verschiedenen US-Staaten befragt und heraus kam: 85% der Männer waschen sich die Hände nach dem Toilettengang. 77% waren es noch 2007. Bei den Frauen waren es sogar 93%. (2007 waren es 88Prozent)

Die Botschaft ist angekommen
Erstaunlich ist nach Angaben der Mikrobiologen, die die Studie durchgeführt haben auch, dass sich immer mehr Leute die Hände waschen, nachdem sie z. Bsp. Windeln gewechselt haben, (80% der Männer und Frauen) und VOR (!)und nach dem Kochen und Essen. (Respektable 83% der Männer und 71% der Frauen). Leider nur 39 Prozent tun das nach dem Niesen und Husten.

Händewaschen ist besonders wichtig, wie die Experten erklären, um die Übertragung von Krankheiten des Verdauungstrakts und der Atemwege zu vermeiden, die sich leicht über die Hände im Kontakt mit den Schleimhäuten in Augen, Nase und Mund übertragen.
Händewaschen sollte nach Ansicht der Experten sowas wie eine Reflexhandlung werden. Einseifen und waschen – 20 Sekunden lang, würde uns ein gutes Quäntchen mehr an Gesundheit bringen.

Das mag alles schön und richtig sein. Ich frag mich bloss, warum auch hier noch immer davon ausgegangen wird, sich die Hände NACH dem Toilettengang und NACH dem Windelwechseln zu waschen. Tut mir leid, ich halte meine Körper (ich möcht fast sagen, egal an welcher Stelle) für sauberer als jeden Türgriff, jeden Haltegriff in Bus und U-bahn, jeden Kinositz, Autoreifen, oder was wir sonst noch so alles im Laufe des Tages anfassen. Also wasch ich mich doch sinnvollerweise (auch) bevor ich mir oder meinem Säugling an die Wäsche gehe. Wie schon Claudia Schiffer sagte: Das bin ich mir wert.
Quelle: elmundo.es

Kein Geld mehr für Arzneimittel auf den Balearen


Jetzt ist es soweit: das spanische Kranken- und Sozialversicherungssystem, die "Seguridad Social", steht hier bei uns auf den Balearen vor einem neuen (?) ziemlichen Problem: bis Januar 2011 ist kein € mehr da für Medikamente.
Kein einziger Euro, denn das zusätzlich bewilligte Geld, was der Seguridad Social für ein paar Monate /wochen aus der Patsche helfen muss, soll für andere Zwecke verwendet werden. Nämlich für die (über-)fälligen Gehälter der 14.000 (!) Angestellten im Gesundheitsbereich und die laufenden Kosten von staatlichen Krankenhäusern und Gesundheitszentren.

Sie hätten es wissen müssen! Schliesslich sind es keine "peanuts", sondern es geht um 40Millionen und schon letztes Jahr gab es einen bedenklichen Engpass von 8,5 Millionen. Damals war das keine "Katastrophe", da der Jahreswechsel bevorstand und die Schulden gegenüber den Apotheken kurz darauf beglichen werden konnten, dank eines Kredites von Seiten der Apothekerkammer (!), der mit Hinsicht auf den neuen Jahreshaushalt gebilligt wurde und den die Seguridad Social auch (natürlich) noch nicht zurückgezahlt hat. Nun ist die Sache ein klein bisschen anders. Mehr als 3 Monate und 40 Millionen Euro.

Aber gut, der schwarze Peter ist jetzt bei den Apotheken. Die sollen wohl selber sehen, wie sie zu ihrem Geld kommen, schlimmstenfalls es ihren "Kunden" in Rechnung stellen?

Tja, der höchstnotwendige "co-pago", die Zuzahlung für Medikamente, die von den Ärzten der Seguridad Social ausgestellt werden, ist eine heilige Kuh, die hier keiner schlachten mag.

Ich frag mich nur immer wieder: Warum wird hier in Spanien nicht endlich mal eine ehrliche und öffentliche Debatte angefangen um die Situation der "Seguridad Social"? Wiedereinmal muss das schon lächerlich wirkende Argument der "crisis económica" herhalten, die die hohen Einsparungen der Ausgaben einer öffentlichen Institution verursacht hat, die so gar nicht aufrecht zur erhalten ist. Statt einmal richtig aufzuräumen. Wenn unser Haushalt so funktionieren würde...

Quelle: "elmundo.es"

Rauchverbot im Central Park

Michael Bloomberg, Ex-Raucher und jetzt heftiger Kämpfer für ein rauchfreies Amerika und Bürgermeister New Yorks, macht jetzt Ernst: nach rauchfreien Lokalen, U-Bahnstationen, etc. sollen nun auch der Central Park und alle anderen zahlreichen öffentlichen Parks für Raucher tabu werden. Jogger, Spaziergänger und sonstige Parkbesucher werden jetzt nikotinfreie Luft auch inmitten der Metropole atmen.

Auch New Yorks Strände werden von dem neuen Verbot betroffen sein. Der Bürgermeister verspricht mit diesen Massnahmen den Bürgern New Yorks ein Leben in einer noch gesünderen Stadt.

Ich sag zu dieser Politik jetzt mal Folgendes: die Aktien von Philip Morris am New Yorker Börsenmarkt sind in der Zeit von Frühjahr 2009 (absoluter Tiefstand wie zig andere von der Finanzkrise betroffenen Firmen) von ca. 30$ auf 55$ (Stand: September 2010) gestiegen.

Wir werden immer älter - und immer gesünder

Forscher aus den USA und Österreich haben jetzt vorgerechnet, dass die Menschen in den meisten Ländern nicht nur immer länger leben, sondern auch länger gesünder leben. Das ist schon mal eine gute Nachricht, da deshalb vielleicht die Ängste vor einer Vergreisung der Gesellschaft und den damit verbundenen Kosten möglicherweise entkräftet werden können.
Wie haben sie das gemacht? In der “old age dependency ratio" (OADR), die von den Vereinten Nationen regelmäßig für ihre Mitgliedsländer erstellt wird, wird der Anteil der Über-65-Jährigen an der Gesellschaft beschrieben, die aufgrund ihres Alters nicht mehr aktiv am Wirtschaftsleben teilnehmen und deshalb vom Rest der Gesellschaft unterstützt werden müssten.

Die Kriterien für diese Ratio sind nach Ansicht von Warren Sanderson von der Stony Brook Universität in New York aber veraltet. Sie beruht nämlich auf der Prämisse, dass Menschen über 65 alt und damit nicht mehr arbeitsfähig sind. Das aber trifft zumindest auf die Industrieländer nicht mehr zu.

Die meisten Menschen sind heute mit 65 Jahren nicht von der Hilfe anderer Menschen abhängig. Viele kümmern sich sogar – ganz im Gegenteil - um die Pflege anderer Menschen (etwa ihre noch eigenen Eltern). Ein heute 60-jähriger Mensch hat die gleiche Lebenserwartung wie ein 43-Jähriger zu Beginn des 19. Jahrhunderts. Aber damals war man mit 60 Jahren ein Greis; das wusste auch Bismarck und deshalb funktionierte auch sein Rentenmodell. Heute geht das Leben erst mit 66 Jahren richtig los (jedenfalls bei Leuten wie Udo Jürgens). Denn viele Über-60-Jährige fühlen sich nicht nur subjektiv jung, sie sind auch objektiv frei von Krankheiten oder Behinderungen.

Die OADR hat deshalb ihren Sinn verloren, so argumentiert Sanderson, der zusammen mit Wissenschaftlern aus Österreich (Vienna Institute of Demography ind International Institute for Applied Systems Analysis in Laxenburg bei Wien) eine neue “adult disability dependency ratio” (ADDR) als Maßstab für die Belastung der Gesellschaft durch alte Menschen vorschlägt.
Der neue Massstab der ADDR basiert auf Untersuchungen zur Lebenserwartung frei von Behinderungen, und die Berechnungen zeigen, dass die Gesellschaft in den Industrieländern in den letzten Jahrzehnten keineswegs gebrechlicher geworden ist.

Während die OAD-Ratio sich in Deutschland bis 2045/50 von jetzt 0,33 auf 0,63 fast verdoppelt, prognostizieren die Forscher für die ADD-Ratio nur einen minimalen Anstieg von 0,12 auf 0,15. Das hat eine Konsequenz, die auf den ersten Blick vielen Sorgen macht: aus Sicht der Demografen ist es deshalb nämlich auch gerechtfertigt, das Pensionsalter heraufzusetzen. Die geplante Anhebung des Pensionsalters müssen wir aber deshalb nicht als humane Katastrophe ansehen, sondern wir sollten das als Zeichen einer jung gebliebenen Gesellschaft verstehen.

Dem kann ich mich eigentlich auch nur anschliessen. Gehen wir mal davon aus, dass wir im Laufe von ca. 40 Lebensjahren in der Lage sein sollten, uns eine entlohnte Beschäftigung zu suchen, die uns Freude macht, oder in der Arbeit, mit der wir einen grossen Teil unseres Tages ausfüllen, einen gewissen Sinn erkennen, dann ist ja Arbeit nicht unbedingt gleich Strafe – auch nicht über ein gewisses Alter hinweg.
Und für Zweifler habe ich noch einen guten /bösen Tipp: werden Sie Selbständiger – dann werden Sie auch nie krank.
Quelle: aerzteblatt.de

Finger weg von Diabetiker-Lebensmitteln

Süsses war von jeher für Zuckerkranke tabu. Stattdessen wurden ihnen jahrzehntelang empfohlen, spezielle Diätprodukte zu essen: zuckerfreie Kekse, Diabetiker-Schokolade und -Pralinen. Auch heute noch stehen die Spezial-Marmeladen und -Säfte in den Geschäften und Apotheken.
Doch seit geraumer Zeit halten Ernährungsfachleute spezielle Diabetiker-Produkte für Unsinn. Und von Zucker-Ersatzstoffen raten sie gleich ganz ab.

Nun kommt auch das Aus für diese Produkte von Seiten der Politik. Der Ausschuss des Bundesrats für Agrarpolitik und Verbraucherschutz beschloss mit 16:0 Stimmen die "Sechzehnte Verordnung zur Änderung der Diätverordnung" (Wow, so richtig einig scheinen die sich aber über Sinn und Unsinn von Diäten auch nicht zu sein, wenn sie die Verordnung 16mal ändern müssen!). Am 24. September werden der Gesundheitsausschuss des Bundesrats und das Plenum die Entscheidung dafür fällen, dass (nach dem aktuellen Stand der Wissenschaft) Extraprodukte für Diabetiker nicht sinnvoll sind.

Grund: die Spezialprodukte haben keine Vorteile gegenüber normalen Lebensmitteln. Im Gegenteil, meistens enthalten sie zu viel Fett. Zudem sind sie meist mit Zucker-Austauschstoffen versetzt: mit Fruktose, Sorbit, Xylit, Mannit oder Isomalt. Die Ersatz-Substanzen erhöhen zwar nicht den Blustzuckerspiegel, machen aber dennoch dick. Denn diese sie haben fast genauso viele Kalorien wie normaler Zucker. Einen Nutzen für die Gesundheit hat dieser Kunstzucker also nicht.

Ist teuer und schmeckt nicht
Für die gleiche Menge Kalorien kriegt man als Ersatz dann auch noch weniger Geschmack – und beträchtlich teurer sind sie auch noch. Das Bundesinstitut für Risikoforschung (BfR) empfiehlt mittlerweile, auf Empfehlungen wie "für Diabetiker geeignet" ganz zu verzichten. Solche Aussagen verleiten nämlich nur dazu, zu viel von diesen Lebensmitteln zu essen.

Und dann bekommen Sie evtl. bei reichlichem Genuss dieser Produkte auch noch Verdauungsprobleme und müssen sich hinterher wahrscheinlich mit Blähungen oder Durchfall plagen. Und, da der Zucker-Ersatz meist nicht so gut süßt wie normaler Zucker (Sorbit zum Beispiel ist nur halb so süß), hat jeder Sorbit-gesüsste Diabetiker-Pudding dann entsprechend mehr Kalorien im Vergleich zu normalem Pudding - und damit tun Sie Ihrem Körper keinen Gefallen.
Süßstoff ist besser als sein Ruf
Etwas anders sieht die Sache bei Süßstoffen aus. Das sind künstlich hergestellte Substanzen, die einen zuckrigen Geschmack auf Ihre Zunge zaubern, die aber vom Körper nicht wie Zucker verstoffwechselt werden und daher kein zusätzliches Insulin erfordern. Süßstoff ist deshalb eine gute Alternative für Menschen mit Diabetes.

Süßstoff enthält keine Kalorien und erhöht nicht den Blutzucker-Wert. Zu den Süssstoffen zählen zum Beispiel Saccharin, Cyclamat, Aspartam oder Acesulfam. Angeboten werden sie flüssig oder als Mini-Pillen.
Inzwischen ist auch eine lange Zeit vermutete gesundheitsschädliche Wirkung von Aspartam und Cyclamat widerlegt worden. Weder begünstigen sie Krebs noch Karies und steigern auch nicht den Heißhunger auf Süßes. Trotzdem sollten Sie natürlich auch Süßstoff nicht in rauhen Mengen verzehren.

Und wichtig für Diabetiker: Als Notfall-Zucker eignet er sich nicht. Denn der Körper nimmt ihn gar nicht als Zucker wahr. Deshalb hilft Süßstoff nicht bei Unterzuckerung. Sollten Sie merken, dass Sie unterzuckern, trinken Sie schnell Limo oder Cola mit echtem Zucker.
Quelle: stern.de

Weniger Arbeitsunfälle am Bau

Die erste gute Nachricht ist: Auf Baustellen in Deutschland passieren immer weniger Arbeitsunfälle. Im Jahr 2009 verunglückten rund 115 000 Beschäftigte und damit 5400 weniger als 2008. Das teilte die Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft (BG Bau) mit.

Die wirklich gute Nachricht ist: Konjunkturbereinigt sozusagen gab es je 1000 Bauarbeiter 65,1 Arbeitsunfälle und damit so wenig wie nie zuvor. Ums Leben kamen 114 Beschäftigte, 55 weniger als im Vorjahr. Die Haupttodesursache waren Stürze von Gerüsten oder Dächern. Die BG Bau erklärt den Rückgang u. a. mit besseren Schulungen.

Abgesehen von den persönlichen Tragödien sind Arbeitsunfälle ein finanzielles Problem für die Berufsgenossenschaften: 2009 zahlten sie rund 1,4 Milliarden Euro für Behandlungen, Rehabilitation und Renten.

Und in Spanien?

Kurz vor der Jahrtausendwende staunten wir bei unserer Hausrenovierung noch über Bauarbeiter in Strandschlappen, Dachdecker ohne jede Sicherheitsmassnahmen, die auf den alten Schindeln rumturnten, etc. Das führte dann wohl zu dem traurigen Rekord im Jahre 2002 von sage und schreibe 1021 tötlich verunglückten Arbeitern.

In Spanien passierten zu dieser Zeit 20% sämtlicher Arbeitsunfälle in der Europäischen Union.

Die dritte gute Nachricht: glücklicherweise hat sich auch hier einiges gebessert und im letzten Jahr (2009) wurde die niedrigste Zahl gemeldet, nicht einmal die Hälfte von 2002. Immerhin waren das noch 76,84 von 1000, nach Angabe der UGT (eine der grossen spanischen Gewerkschaften).

Es starben noch 166 Menschen. Eine traurige Zahl.

Als Risikofaktoren werden u.a. genannt:
• Alter jünger als 25.
• Weniger als 2 Jahre Berufserfahrung
• Die Grösse der Firma
• Mangelnde Schulung
• Zuviele Überstunden
• Zeitverträge (die Unfallhäufigkeit ist doppelt so hoch wie bei Festverträgen)

Quelle: aerztezeitung.de und
http://www.ces.gva.es/pdf/trabajos/articulos/revista_30/art1-rev30.pdf
http://www.ugt.es/actualidad/2009/abril/informe_siniestralidad_UGT_2009.pdf