Lebenslang gesund: Prävention hat seinen Preis

In den letzten Jahren sind wir zunehmend von institutioneller Seite dazu animiert worden, nicht zu rauchen, nicht zu trinken, (oder wenn, dann nur Rotwein), oder "1000 Schritte extra" zu tun; alles zielte vorrangig auf eine längere Lebenserwartung der Bürger ohne gesundheitliche Beeinträchtigungen. Dem Staat und seinen Institutionen geht es natürlich weniger um unserer Wohlbefinden und unserer Lebensqualität, als um harte Fakten. Man ging bisher davon aus, dass damit erhebliche Kosteneinsparungen im Gesundheitssystem einhergehen würden. Denn die Zahlen sprechen für sich allein: Die Kosten für die medizinische Versorgung von Rauchern wurden unlängst in England mit 1,9 bis 2,3 Milliarden Euro jährlich beziffert. Übergewicht und Adipositas, so eine US-amerikanische Studie, ziehen medizinische Versorgungskosten in Höhe von 55-60 Milliarden Euro in den USA in jedem Jahr nach sich. Klar, dass angesichts dieser Zahlen auch in Deutschland die Experten das Motto "Vorbeugung statt Reparatur: Prävention senkt die Kosten im Gesundheitssystem" proklamierten.

Die Power-generation kommt den Staat teuer
Diesen Rechnungen widersprachen nun holländische Wissenschaftler. Ihr Fazit: Gesunde Bürger ohne Übergewicht sind für das Gesundheitssystem teurer als Raucher und Fettleibige, denn aufgrund der längeren Lebenserwartung der Gesunden entstehen langfristig höhere Kosten.

Sie verwendeten Modellrechnungen zu den Überlebensraten, Erkrankungen und Versorgungskosten für drei (hypothetische) Gruppen von Bürgern, und zwar für eine Zeitspanne vom 20.Lebensjahr bis zu dem Zeitpunkt, an dem sie aufgrund der Modellrechnung sterben würden. Diese drei Gruppen waren: Stark übergewichtige Nichtraucher (BMI über 30), "Gesunde", die nicht rauchten und ein Normalgewicht hatten, sowie lebenslange Raucher mit einem Normalgewicht. Für diese drei Gruppen berechneten sie auf der Basis offizieller Statistiken aus den Niederlanden die Lebenserwartung, die Häufigkeit des Auftretens bestimmter Krankheiten und die Kosten für die medizinische Behandlung dieser Erkrankungen. Ihre Berechnungen zeigten dann, dass bis zum Alter von 56 Jahren die medizinischen Kosten für die Übergewichts-Gruppe am höchsten ausfallen und für die Bürger mit gesunder Lebensweise am niedrigsten. In den Lebensjahren danach verursachten die Raucher die höchsten Kosten. Die Forscher berücksichtigten dann allerdings auch noch die unterschiedliche Lebenserwartung der drei Gruppen. Diese Lebenserwartung fällt - nach derzeitigem Wissensstand - bei 20jährigen Übergewichtigen um 5 Jahre und bei 20jährigen Rauchern um 8 Jahre niedriger aus als bei den Gesunden. Da gleichwohl auch Personen mit gesundem Lebensstil (Normalgewicht, Nichtrauchen) im Alter nicht völlig von Krankheiten verschont bleiben, fallen aufgrund der höheren Lebenserwartung und der medizinischen Kosten für diese auch Mehrausgaben an. Die medizinischen Versorgungskosten, so das Fazit der Wissenschaftler, fallen für die Gruppe mit gesunder Lebensweise am höchsten aus, für Raucher am niedrigsten und für die Übergewichtigen mittel.

Auch diese Studie “hinkt” natürlich
Die Niederländer schreiben ausdrücklich in ihrem Artikel, dass sie eine Reihe von Faktoren, die das Ergebnis verändern könnten, nicht berechnet haben: Höhere Krankenstände und Produktivitätsverluste durch rauchende und fettleibige Erwerbstätige, daraus resultierende volkswirtschaftlichen Verluste, geringere Renteneinzahlungen, sinkende Tabaksteuereinnahmen, etc.

Und schreiben sehr diplomatisch wohlwollend zum Schluss: "Das Ziel des Gesundheitssystems ist es nicht, Kosten zu senken, sondern den Menschen vermeidbares Leiden und Sterben zu ersparen. Wenn darüber auch noch Kosteneinsparungen möglich sind, wäre dies nicht viel mehr als ein I-Tüpfelchen."
Die Studie können Sie im Original auf Englisch nachlesen.

"Sumo-Säuglinge"


In Köln kam ein 5,7 Kilo schwerer Säugling zur Welt. Ein anderes Baby wurde kürzlich mit immerhin 4500 Gramm geboren - rund 1000 Gramm mehr als durchschnittlich. Auch in anderen Ländern ist diese Tendenz zu beobachten. Ein fast acht Kilo schweres Riesenbaby sorgte 2007 in Mexiko für Aufregung. Anfang 2008 brachte in Russland ein neugeborener Junge 6,1 Kilo auf die Waage, bei einer ungewöhnlichen XXL-Länge von 63 Zentimetern. In Polen kam ein Sieben-Kilo-Baby zur Welt. Eine risikoreiche Tendenz!


Jede vierte Schwangere in Deutschland ist “zu alt” oder ”zu dick”
Inzwischen ist schon jede vierte Schwangere in Deutschland 35 Jahre und älter, ebenfalls etwa jede vierte Schwangere ist zu dick, was aus medizinischen Gründen bedenklich ist. Für diese zukünftigen Mütter steigt das Risiko, in der Schwangerschaft einen Diabetes zu entwickeln, was die Wahrscheinlichkeit eines Riesenbabys erhöht, wie Professor Klaus Vetter, Vize-Präsident der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG), erklärt. Und: Schwangerschaftsdiabetes gehört zu den häufigsten Komplikationen einer werdenden Mutter.


Gesunde dicke Babys – kranke Erwachsene
Viele dieser Riesenbabys sind erstmal kerngesund. Aber durch die sogenannte “fetale Makrosomie” können sich später gesundheitliche Schäden ergeben. "Makrosome Kinder bekommen zu viel Insulin, das ist ein Wachstumshormon. Es führt zu Gewichtszunahme und kann auch die Körperkomposition verändern", erklärt Vetter.


Ein Übermaß an Blutzucker der Mutter gelangt zum Fötus, der mit einer erhöhten Insulin-Produktion reagiert. Da die Plazenta aber nicht für Insulin durchlässig ist, kann das Hormon den kindlichen Körper nicht verlassen. Bei den Riesenbabys werden auch die Knochen dicker, mitunter ist der Kopfumfang übergroß, der Hals kurz und wuchtig sowie die Breite der Schultern ungewöhnlich. Ein voraussichtliches Geburtsgewicht ab 4000 Gramm ist ein Risikofaktor, weil die Komplikationsgefahr während der Geburt steigt. Deshalb entscheiden sich die meisten der betroffenen Eltern für einen Kaiserschnitt.


Geburtskomplikationen
Zu den möglichen Komplikationen bei einer normalen Entbindung gehört die gefährlich Schulterdystokie - ein Alptraum für alle Beteiligten: Weil der Geburtskanal zu eng ist, bleibt das Kind nach Geburt des Kopfes mit seinen breiten Schultern stecken. Der Schulterknochen kann brechen, ein verkürzter Arm kann die Folge sein. Die Gefahr eines Sauerstoffmangels steigt. Für die Mutter wächst das Risiko von Geburtsverletzungen, Darm- und Blasenschädigungen, einer späteren Inkontinenz.


Aber oft sind ist die Grösse des Fötus während Schwangerschaft nicht erkennbar. Vor allem eine Messung der Schulter im Mutterleib über Ultraschall ist extrem schwierig. Aber auch ein makrosomes Kind, das die Geburt gut überstanden hat, startet möglicherweise doch mit einer Hypothek ins Leben, wie DGGG-Vize Vetter betont. Denn dicke Neugeborene werden häufig übergewichtige Kinder und Erwachsene, “Sumo-Babys” neigen später eher zu Diabetes und den mit der Stoffwechselkrankheit verbundenen Spätschäden.

Quelle: aerztezeitung.de

Spanische Grippe: Überlebende nach 90 Jahren noch immun

Eigentlich ist "Grippe" im Moment ja kein Thema, doch ich fand die Nachricht sehr interessant. Was uns heutzutage schnell und v.a. im Winter befällt, und wir meistens fälschlicherweise als Grippe bezeichnen, ist ja gar nichts im Vergleich zu der sogenannten "Spanische Grippe", die die schwerwiegendste Pandemie des 20. Jahrhunderts war. Mehr als 25 Millionen Menschen fielen der Krankheit damals zwischen 1918 und 1920 weltweit zum Opfer. Ein Forscherteam von der Vanderbilt-University hat kürzlich Überlebende untersucht und Überraschendes entdeckt:

Die Antikörper dieser inzwischen Greise halten das Virus immer noch in Schach. Denn das Immunsystem des Menschen kann ein extrem langes Gedächtnis für vergangene Virusinfektionen haben.

Die Forscher um James Crowe von der Vanderbilt-Universität in Nashville zeigten sich überrascht von dem langen Immungedächtnis der mittlerweile 100 Jahre alten Überlebenden. Sollten der Erreger der Spanischen Grippe oder verwandte Viren wieder auftauchen, ließen sich mit den Erkenntnissen Impfstoffe entwickeln, schreiben die Forscher im Fachmagazin "Nature Medicine". Für ihre Studie spürten die Forscher 32 Menschen im Alter von 91 bis 101 Jahren auf, die sich an grippekranke Familienmitglieder erinnern konnten. Sie waren zu jener Zeit zwei bis zwölf Jahre alt. Von diesen Testpersonen nahmen die Forscher Blutproben und brachten sie mit Stoffwechselprodukten des Virus zusammen. Diese Proteine konnten die Forscher herstellen, da der Virus 1918 H1N1 kürzlich rekonstruiert werden konnte. Im Labor konnten die Forscher zunächst zeigen, dass weiße Blutkörperchen der Art der T-Lymphozyten Antikörper gegen die Proteine bilden. Die über 90-Jährigen verfügten also noch über eine Immunantwort auf das Virus.

Im nächsten Schritt vervielfachten die Forscher die Antikörpermenge und untersuchten sie auf eine therapeutische Wirkung im Mäuseversuch. Sie infizierten die Mäuse mit dem rekonstruierten Virus 1918 H1N1 und injizierten nach einem Tag die Antikörper. Dadurch entkamen die Nager dem Tod. Die Forscher untersuchten, ob die Antikörper auch Infektionen mit anderen Virusvarianten des Typs H1N1 in Schach halten, die im 20. Jahrhundert auftraten. Da hier nur eine geringe bis gar keine Reaktion auftrat, sind sie weitgehend sicher, dass die Testpersonen tatsächlich über 90 Jahre hinweg ihre Grundimmunisierung gegen die Spanische Grippe erhalten haben. Die Forscher hoffen, ihre Erkenntnisse für die Impfstoffentwicklung nutzbar machen zu können.

Quelle: stern.de

Rezepte für den Mallorca-Sommer 2008: Gegrillte Scampi mit Tomatensauce

Zutaten (für 4 Pers.):
  • 250 g Langkornreis
  • 2 EL Mandelblättchen
  • 2 Zwiebeln
  • 2 Knoblauchzehen
  • 2 Chilischoten
  • 6 Fleischtomaten
  • 4 TL natives Olivenöl
  • Jodsalz
  • Thymian
  • 400 g küchenfertige Scampi

Zubereitung:
1. Reis garen. Mandeln in einer Pfanne ohne Fett rösten, herausnehmen.

2. Zwiebeln, Knoblauchzehen und entkernte Chilischoten fein hacken. Tomaten würfeln. Zwiebeln, Knoblauch, Chili und Thymian in 2 TL Öl andünsten. Tomaten zugeben, alles zusammen circa 20 Minuten köcheln lassen. Sauce abschmecken.

3. Scampi mit übrigem Öl bepinseln. Pro Seite circa 1/2 Minute grillen oder braten. Scampi mit Reis, Sauce und Mandeln anrichten.

Viel leckerer sind natürlich frische Scampis, falls Sie drankommen und Ihr Haushaltsbudjet das hergibt. Hier auf Mallorca können Sie ja mal der Lonja in Alcudia oder in Palma dem Mercat de's Olivar einen Besuch abstatten, aber früh aufstehen!

Tipp für Deutschland: kaufen Sie nie Scampis, von denen schon der Kopf entfernt wurde. Ist eigentlich immer ein Zeichen dafür, dass sie nicht mehr frisch sind. Das weiss jeder Spanier.
Quelle: fitforfun.de

Hollywood-Filmcharaktere in der Medizin

An der Uni Münster scheint es immer wieder Leute zu geben, die sich für “schräge” Studienthemen oder Methoden interessieren, bzw. Leute, die dafür Geld locker machen. Jetzt haben Stephan Doering und Heidi Möller vom Universitätsklinikum Münster Hollywoods Filmcharaktere nach dem "Diagnose-Katalog für psychische Erkrankungen (ICD-10)" analysiert.

Die Autoren zeigten sich ziemlich überrascht, wie gut manche Hollywood-Filme diesbezüglich gemacht sind. „Ich weiß mittlerweile, dass die Studiobosse ganze Beraterstäbe aus Psychiatern und Psychologen beschäftigen, um ihre ‚gestörten’ Heldinnen und Helden möglichst realistisch erscheinen zu lassen“, so der Psychosomatiker.

In ihrem Buch “Frankenstein und Belle de Jour” besprechen die Autoren zahlreiche Filme, darunter „Trainspotting“, „Iris“, „Die Caine war ihr Schicksal“, „Capote“, „Sex, Lügen und Videos“ und andere. Für sein eigenes Arbeitsgebiet, die Psychosomatik in der Zahnheilkunde, empfiehlt Doering seinen Studenten den Film „Pretty Woman“ mit Julia Roberts in der weiblichen Hauptrolle. Darin unterhalten sich am Ende des Films zwei Prostituierte. „Du hast Dich verliebt“, wirft die eine der anderen vor. Die jedoch verneint. „Doch“, insistiert die erste, „Du hast ihn auf den Mund geküsst.“ Für Doering ein klarer Fall: „Die Mundhöhle ist für uns oft viel intimer als die Genitalregion. Das muss meinen Studenten der Zahnheilkunde klar sein.“

Literatur: Stephan Doering, Heidi Möller (Hrsg): „Frankenstein und Belle de Jour, 30 Filmcharaktere und ihre psychischen Störungen“, Springer Verlag, ISBN 978-3-540-76879-1.

Quelle: aerzteblatt.de

Auch im Alter Lust auf Sex

Inzwischen sickert in unsere Köpfe ein, dass Altwerden nicht mehr auch Abschied vom Sex bedeutet. Nach einer Studie der Universität von Chicago haben mehr als drei Viertel aller US-amerikanischen Männer von 75 bis 85 noch Interesse an sexuellen Beziehungen, bei den Frauen ist es etwa die Hälfte.

Und immer mehr Studien stellen heraus, dass sexuelle Probleme, die im Alter auftreten, keine unausweichliche Folge des Alters sind, sondern oft die Antwort auf unterschiedlichste Stressfaktoren sind. Bei Frauen andererseits wird die Lust an intimen Beziehungen stark durch gesundheitliche Bedingungen beeinflusst.

So ergab die o.g. Studie, dass eine frühere Geschlechtskrankheit etwa die Gefahr vervierfacht, später Schmerzen beim Verkehr zu bekommen. Auch Probleme mit der Blase dämpfen häufig die körperliche Lust. Psychische Schwierigkeiten und Stress in der Partnerschaft haben auf Männer und Frauen gleichermaßen negative Auswirkungen.

Für die Untersuchung hat das Forscherteam die Daten von insgesamt 3000 Männern und Frauen zwischen 57 und 85 Jahren ausgewertet, die in drei Altersstufen aufgeteilt wurden.
Zur Publikation:
news.uchicago.edu/images/pdf/080813.Dysfunction.Final.pdf
Quelle: aerztezeitung.de , dpa

Unser Tipp: Absteigen im Hotel Ciutat Vella - Barcelona

Ab heute dürfen wir wieder arbeiten. Der Urlaub ist vorbei und der Praxisbetrieb läuft wieder an. Diesmal war als Urlaubsziel "nur" Barcelona angesagt; aber unsere Erwartungen sind weit übertroffen worden. Der 5-Tage-Tripp war ein absoluter Volltreffer.

All denjenigen - ob jung oder junggeblieben, ob als Paar oder mit halbwüchsigen Kindern, die in der nächsten Zeit einen Aufenthalt in dieser Stadt planen, empfehlen wir an dieser Stelle das Hotel, in dem wir wohnten. Zu mehr ist heute morgen keine Zeit, aber den Link haben wir den Leuten dort versprochen.

Da arbeiten, wo andere Urlaub machen...

Die Stadt Inca ist schon so gut wie ausgestorben, nur noch Lidl, Camper und ein paar Boutiquen scheinen geöffnet zu haben.

Jetzt kommt der Moment, an dem wir uns auch etwas erholen möchten. Deshalb ist unsere Praxis von
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Samstag, 2. August -
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Sonntag, 17. August 2008
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geschlossen. Wir hoffen auf Ihr Verständnis.

Allen unseren Patienten und blog-Lesern wünschen wir zwei frohe sommerliche Wochen.


China-Diät

Kennen Sie den?
- Mit welcher Diät hast du denn deine Pfunde runtergekriegt?
- Chinesische Hühnersuppe.
- Wie denn, mit Reis oder mit Nudeln?
- Mit Stäbchen.

In Wirklichkeit läuft's in China jetzt auch etwas anders. Mit zunehmendem, verdienten Wohlstand kommen auch dort die Wohlstandskrankeiten. Im "Stern" habe ich eine interessante Fotostrecke zum Thema entdeckt. Rehazentren auf Chinesische Art, sozusagen.

Sport als Anti-Aging-Programm

Die Zwillingsforschung brachte es an den Tag: Regelmäßiger Sport hält nicht nur länger fit und schlank, sondern wirkt auch wie der reinste Jungbunnen; Sportler altern einfach langsamer.

Die Forscher um Lynn Cherkas vom Londoner King´s College untersuchten 1200 eineiige Zwillinge und stellten im Erbgut der durchschnittlich 49 Jahre alten Geschwister je nach körperlicher Akitivität deutliche Unterschiede fest. So waren die Endstücke der Chromosomen, die sogenannten Telomere, bei sportlich aktiven Zwillingen um etwa 200 DNA-Bausteine (Basenpaare) länger als bei genetisch identischen Bewegungsmuffeln. Die Molekularbiologen konnten den Prozess der frühzeitigen DNA- Rückbildung im Labor verfolgen. Dabei untersuchten sie die Länge der Telomere, die sich bei jeder Zellteilung um rund 20 Basenpaare verkürzen. Bei sportbegeisterten Zwillingen schritt die Abnutzung dieser Molekül-Abschnitte langsamer voran.

Damit sind körperlich fitte Menschen nach Ansicht der Autoren nicht nur weniger anfällig für Übergewicht, Herzkrankheiten und Diabetes, sondern scheinen auch besser vor vorschnellem Altern geschützt zu sein als Nicht-Sportler.

Wenn Sie also nicht nur gesünder, sondern wirklich länger leben wollen, dann gibt es wohl keine Alternative: sperren Sie Ihren inneren Schweinehund ein und laufen Sie endlich los!

Quelle: dpa , fitforfun.de

Lebenskrise und Depression


Im Laufe unserers Lebens müssen wir uns vielen Herausforderungen stellen, die uns besonders stark unter Stress und nervliche Anspannung setzen. Zu diesen kritischen Lebensereignissen zählen der Tod eines geliebten Menschen, Partner- und Familienkonflikte, die heute schnell in Scheidung enden, Arbeitslosigkeit und auch der doch oft so sehnlichst erwartete Moment des Ruhestandes. Nach einem derartigen Ereignis, wo wir uns auf völlig neue Inhalte, Aufgaben und Ziele einstellen müssen, ist das Depressionsrisiko etwa ein halbes Jahr lang erhöht. Natürlich reagiert nicht jeder Mensch auf solche Herausforderungen im Leben mit einer Depression, aber immerhin sind es zwei Drittel der Menschen mit Depressionen, die vor ihrer Erkrankung einem solchen kritischen Lebensereignis ausgesetzt waren.

"Das Fass kommt zum Überlaufen"
Andere Beispiele für Lebensereignisse, die mit Depressionen assoziiert sein können, sind anhaltender psychischer Druck, Verlust des Jobstatus oder Selbstwertgefühls, Berufsstress oder anhaltender finanzieller Druck, körperlicher Missbrauch, körperliche Krankheit und Alkoholabhängigkeit.

Meist ist es für uns ganz nverständlich, dass eine Depression auch gerade in dem Moment beginnt, wenn ein lang ersehntes Ziel erreicht wird. Man wird befördert, erreicht den ersehnten sportlichen Erfolg oder heiratet seinen geliebten Partner – und fällt ins schwarze Loch, wie wir es ganz profan oft nennen...

Zeitalter des Umbruchs – Zeitalter derDepression
Der allgemeine Stresspegel hat sich in den vergangenen Jahren drastisch erhöht: Wir leben sozusagen in einem "Zeitalter der Depression". Das Leben ist sehr viel komplexer und unübersichtlicher geworden. Wir sind gefordert, uns uns häufiger und schneller veränderten Situationen anzupassen. Die berufliche Lebensgestaltung ist viel unsicherer geworden und die zu verarbeitende Informationsflut hat sich erhöht. Aber wir denken dennoch nach den alten Mustern, nach denen wir Depressionen auf unvermeidbare Ursachen wie belastende Lebensereignisse oder eine körperliche Krankheit zurückführen – nach dem Motto "Wer wäre da nicht depressiv" . Gerade diese Denkweise aber verhindert, dass viele Patienten mit Depressionen keine Behandlung erhalten.
Mehr zum Thema in einem interessanten Dossier unter: lifeline.de

Langsam essen macht schlank

Meine Mutter redet noch heute bei Gelegenheit von der “schlechten Zeit”; Margarine, künstlicher Honig, Steckrüben (dabei sind letztere doch so lecker!) – das alles ist Grund zum nachträglichen Gruseln. Dabei vergessen wir wohl einen positiven Effekt...
Gegen den Hunger hiess es: Kauen, kauen und nochmals kauen. Und damit stellt sich schneller ein Sättigungsgefühl ein. Diese alte Erkenntnis wurde jetzt exakt in einer Studie mit 30 gesunden Frauen bestätigt.

Wer die Mahlzeiten - Menge nach Belieben - in unter zehn Minuten verschlang, konsumierte dabei insgesamt 450 g (650 kcal), wer sich 30 Minuten Zeit ließ, kam auf nur 400 g (580 kcal).

Ein weiterer Effekt: Langsame Esser tranken mehr Wasser, was ebenfalls die Sättigung fördert. Langsam zu essen sei eine einfache Möglichkeit, Gewicht zu halten, so die Autoren.


Heute läuft "langsam essen" ja unter "slow-food", und dann geht's ja eher um Schmecken und Erleben, etc.. Schnuppern Sie doch mal rein, vielleicht sagt Ihnen diese Philosophie zu. "Slow-Food" gibt's auch in Spanien.
Quelle: Aerztezeitung.de

Rezepte für den Mallorcasommer 2008: Gemüsesticks mit Käsecreme

Irgendwann in jedem heissen Sommer kommt der Moment, wo man nicht mehr weiss, was man mal kochen oder Nettes zubereiten kann, und man ist die ewigen Salate leid. In Fitforfun gibt's leckere Sommerrezepte für alle möglichen Gelegenheiten. Zum Ausprobieren mal dieser Snack:

Zutaten für 1 Person:

  • 50 g milder Schafskäse
  • 4 EL fettarmer Jogurt
  • 4 grüne Oliven ohne Stein
  • Pfeffer aus der Mühle
  • nach Belieben 1 kleines Stück Chili­schote
  • 4 Radieschen
  • 2 Stangen Staudensellerie
  • 3 Möhren
  • 0,25 Salatgurke
  • etwas Zitronenschale

Zubereitung:
Schafskäse, Jogurt und Pfeffer mit einer Gabel vermengen. Oliven, Chili und Zitronen­schale fein hacken und unterrühren.

Radieschen waschen und halbieren. Sellerie, Möhren und Gurke waschen, schälen, putzen und in Stifte schneiden. Gemüsesticks in die Käsecreme dippen.

Ein frisches Baguette dazu, dann ist es eine komplette Mahlzeit.

Auch das noch: Medizinstudium mit Karaoke

Solide medizinische Kenntnisse sind bekanntlich nicht so leicht zu erwerben, also ist jedes noch so ausgefallene Mittel, Daten im Schädel zu speichern, es wert, ausprobiert zu werden:

In Thailand bildet man medizinische Fachkräfte jetzt mit Hilfe von Karaoke aus. In animierten Liedern werden sie auf ihre kardiologischen Prüfungen vorbereitet.
Mit Erfolg: Seitdem haben sich die Prüfungsergebnisse um 30 Prozent verbessert.

Schauen Sie sich mal dieses
Video an, vielleicht können wir ja wirklich was von den Asiaten lernen. Und wenn's um einhämmern geht: in Deutschland muss das früher ja auch geklappt haben, denn meine Urgrossmutter konnte noch in hohem Alter lange Passagen von Schillers "Glocke" rezitieren, was uns teenies in den 70ern doch reichlich befremdete.
Quelle: stern.de

Kaufsucht


Laut Angaben der Techniker Krankenkasse (TK) gibt es in Deutschland rund 800.000 Menschen, die überwältigende Mehrheit davon Frauen, die regelmäßig aus Sucht kaufen. Und diese Tendenz hat in den vergangenen zehn Jahren sogar spürbar zugenommen, wobei die Dunkelziffer der Kaufsüchtigen wahrscheinlich wesentlich höher ist.

Kaufsucht, auch Oniomanie genannt, gilt als eine psychische Störung, nicht als eine eigenständige Krankheit und besteht in zwanghaftem Kaufen von Dingen und auch Dienstleistungen, wobei es nicht darum geht, diese zu besitzen (Konsumismus), sondern sich von einem inneren Zwang zu befreien. Das Kaufen von Produkten wirkt vermutlich als Ersatz für Anerkennung, für fehlende Liebe und innere Leere. Wird der Betroffene am Kaufen gehindert, verspürt er Entzugserscheinungen wie Herzrasen und Schweißausbrüche.

Diese Störung wurde schon von 100 Jahren in die Lehrbücher aufgenommen, andererseits zeigen Studien, dass erst in den letzten Jahren immer mehr Menschen die Kontrolle über ihre Konsumausgaben und ihr Kaufverhalten verlieren. Dabei handelt es sich um ein vor allem in den westlichen Industrienationen weitverbreitetes Phänomen.

Ein gelegentlicher Frustkauf, oder der unter uns Frauen verbreitete und so beliebte Schuh-Tick haben aber glücklicherweise noch nichts damit tun.
Quelle: aerzteblatt.de

Toiletten sind ein Luxusgut

Dem Ziel der internationalen Gemeinschaft, wenigstens die Hälfte der Menschheit bis 2015 mit adäquaten sanitären Anlagen zu versorgen, ist man noch nicht viel näher gekommen, denn rund 2,5 Milliarden Menschen in der Welt leben noch immer ohne Toiletten o.ä.. Dies ist das Ergebnis einer UNICEF-Studie, die am Donnerstag in New York vorgestellt wurde. Fast die Hälfte der zweieinhalb Milliarden Menschen müsse ihre Notdurft im Freien verrichten, oft in öffentlich einsehbaren Orten. Der Anteil der Menschen, denen selbst einfache Latrinen nicht zur Verfügung stehen, ist von 31 Prozent im Jahr 1990 auf 23 Prozent in 2006 gesunken. Mit 778 Millionen Menschen leben zwei Drittel von ihnen in Südasien.

Die mangelhafte Versorgung mit sanitären Anlagen gefährdet dem Bericht zufolge vor allem das Leben von Kleinkindern. Eine mit Fäkalien kontaminierte Umwelt führe zu Durchfallerkrankungen. Und dies ist eine der häufigsten Todesursachen von Kleinkindern weltweit.

Verbesserte Trinkwasserversorgung
UNICEF und WHO verzeichneten im ersten Halbjahr 2008 aber immerhin Fortschritte bei der Versorgung mit Trinkwasser. Die Zahl der Menschen ohne Zugang zu sauberem Trinkwasser sei mit 884 Millionen Menschen erstmals unter die Marke von einer Milliarde gesunken. 328 Millionen davon leben dem Bericht zufolge im Süden Afrikas. 5,7 Milliarden Menschen und damit 87 Prozent der Weltbevölkerung verfügten über sauberes Trinkwasser.

Wenn diese positive Entwicklung anhält, könnten im Jahr 2015 rund 90 Prozent der Menschen weltweit mit sauberem Wasser versorgt sein.

Quelle: aerzteblatt.de
Jeden Morgen, wenn wir aufstehen, können wir doch dankbar sein über den alltäglichen Luxus, den wir geniessen. Aber wer denkt schon morgens im Bad an sowas!

Radfahren schadet der Männlichkeit

Die “Tour de France” ist in vollem Gange, da kommt eine Nachricht aus England, die jedem radbesessenen Mann die Stimmung verderben kann. Jetzt steht fest, dass eine schlechte Wahl beim Fahrradkauf bei Männern zu ernsten gesundheitlichen Problemen führen kann.

Die Probleme umfassen nach neuen Studien genitales Taubheitsgefühl, Erektionsprobleme und Schmerzempfinden und Hautirritationen in der Leistengegend. Männer, die viel Radfahren, laufen aufgrund starker Temperaturerhöhung in der Beckengegend sogar Gefahr, die Funktion ihrer Spermien zu beeinträchtigen. Ein besonders hohes Risiko tragen Mountainbiker: so konnten die Studien zeigen, dass sie höhergradige Skrotumabnormalitäten als Strassenradler aufweisen.
Die Erklärung: beim Radfahren ist der Sattel in direktem Kontakt mit dem Perineum mit dessen darunter liegenden Strukturen. Der Kontakt findet hinter dem Skrotum satt, wo die Nerven und Gefäße eintreten. Dieses Gebiet ist aber besonders empfindlich. Es enthält Haarfollikel sowie Schweiß- und Talgdrüsen, die ein Brutgebiet für Infektionen darstellen können.

Daher raten die Experten, bei langen Strecken Pausen einzulegen. Eine entscheidende Rolle kommt wohl auch der Auswahl des Fahrrads zu.Für einen männlichen Radfahrer ist deshalb die passende Fahrradgröße besonders wichtig. Zudem ist ein optimaler Pedalwiderstand wichtig. Ist dieser zu hoch, kommt es zu Probleme in der Leistengegend., Ausserdem sollte man(n) die Sattelstellung der Fahrsitzhaltung anpassen und gepolsterte Sattel und Hosen verwenden.
Quelle: aerzteblatt.de

Im Urlaub: kleiner Sprachführer für den Notfall im Ausland



Notieren Sie sich mal diese Adresse, für den Fall, dass Sie in Spanien einen Arzt oder eine Apotheke suchen, oder mit dem Beipackzettel nicht klarkommen! Und Spanisch ist ja nicht so schwer: einfach ablesen.

Bootsflüchtlinge in Südeuropa


Die Hilfsorganisation "Ärzte ohne Grenzen" hat gefordert, die Aufnahmebedingungen für Flüchtlinge zu verbessern, welche die südlichen Grenzen Europas erreichen. Denn der Zustand der Migranten ist nach Aussagen der Verantwortlichen der Hilfsorganisation besorgniserregend, so dass die betroffenen Länder dringend medizinische Untersuchungen und Nothilfe für alle Ankommenden gewährleisten müssen. Weiterhin fordern sie, dass die Europäische Union außerdem die Aufnahmebedingungen für Migranten verbessert und Zugang zu Asylverfahren gewährleistet.

„Diese Menschen flüchten vor Krieg, Gewalt, Hunger und extremer Not. Die gefährliche Reise zu wagen ist ihre einzige Chance. Dafür gehen sie immer größere Risiken ein. Sie fahren in immer kleineren und unsichereren Booten und brauchen noch länger. Viele kommen in einem verzweifelten Zustand an. Sie stehen unter Schock und leiden unter Unterkühlung und Hautverbrennungen durch die Sonne“, sagte Antonio Virgilio, Landeskoordinator von Ärzte ohne Grenzen in Italien. Die Teams der Hilfsorganisation in Italien und in Griechenland beobachteten immer mehr ankommende Flüchtlinge. Während auf der Insel Lampedusa in der ersten Hälfte 2007 71 Boote ankamen, waren es zwischen Januar und Juni diesen Jahres laut "Ärzte ohne Grenzen"

Quelle: aerzteblatt.de

An den spanischen Küsten in Andalusien, auf den Kanaren und sogar auf den Balearen ereignen sich ja seit geraumer Zeit teilweise wirkliche Dramen: obiges Foto, das in der spanischen Tageszeitung "El País" als eine Szene wie aus Dantes Werk bezeichnet wurde, sollten uns vielleicht zum nachdenken bringen und unsere Vorurteile und Hartherzigkeit noch mal überdenken. Versuchen Sie doch einfach mal, sich in die Herzen und Körper dieser Männer, Frauen und Kinder reinzufühlen.


Belastungs-EKG für Leistungssportler

In den USA stirbt alle drei Tage ein junger Athlet an einer nicht erkannten Herzerkrankung! Dennoch hält die American Heart Association ein Belastungs-EKG in der Vorsorgeuntersuchung für Sportler generell nicht für praktikabel.

Andererseits müssen sich in Italien seit mehr als 25 Jahren alle Sportler zu Beginn ihrer Wettkampfkarriere zwei EKG-Untersuchungen unterziehen, von denen eine in Ruhe und die andere unter Belastung durchgeführt wird. In den letzten fünf Jahren wurden in Italien 30.065 Athleten getestet. Bei 348 (1,2 Prozent) fanden die Kardiologen bereits im Ruhe-EKG eine Störung. Nach der Durchführung des Belastungs-EKGs waren 1.459 Sportler (4,9 Prozent) mit abnormen Befunden aufgefallen, wobei Frauen (acht Prozent) deutlich häufiger betroffen waren als Männer (3,9 Prozent). In vielen Fällen ergaben weitere Untersuchungen, dass die EKG-Veränderungen einer sportlichen Karriere nicht im Wege standen. Nur bei 159 Probanden sahen die Kardiologen eine Kontraindikation zum Leistungssport. Nach Aussagen von Experten der Universität in Florenz wären nur sechs dieser Patienten durch Anamnese und körperliche Untersuchung aufgefallen. Mit anderen Worten: Neunzehn von 20 Erkrankungen wären übersehen worden. Unter Einbeziehung des Ruhe-EKGs waren es immer noch acht von zehn Sportler (79,2 Prozent) warnen die italienischen Kardiologen.

Den Beweis, dass das EKG-Screening die Sterblichkeit an Herz-Kreislauf-Erkrankungen senkt, können sie allerdings in einer reinen Beobachtungsstudie nicht erbringen, was ein Grund für die Zurückhaltung der US-Kardiologen sein dürfte. Andererseits gibt es keine finanziellen Argumente gegen das Screening, denn die Kosten für das EKG sind gering – sie betragen in Italien etwa 30 Euro pro Untersuchung.

Quelle: aerzteblatt.de
Die Zahlen aus Italien scheinen nicht unbedingt beunruhigend zu sein, und wer von uns ist schon Leistungssportler? Doch wer sich auf der Insel so alles aufs Rad schwingt und seine Km macht, oder die Sauerstoffflasche umschnallt und metertief abtaucht, oder was noch so alles Spass macht praktiziert, sollte doch vielleicht durch einen Arztbesuch mögliche Risiken abklären.
Und an dieser Stelle möchten wir Rafa Nadal unsere Glückwünsche (etwas verspätet) für seinen grossartigen Wimbledon-Sieg schicken. Ein echter Triumph! Und endlich mal gab's für Nadal einen würdigen Empfang von Seiten der Politiker.