Romantische Reise mit Trennungsabsicht

Eine wirklich originelle und ungewöhliche Geschäftsidee hat ein chinesisches Reiseunternehmen. Es bietet spezielle Touren für Paare an, die kurz vor der Trennung stehen. Dabei geht es ihnen absolut nicht um eine mögliche “Wiedervereinigung” sondern eher um einen eleganten Abschluss der Affaire. Die Werbebotschaft ist nämlich: "Wenn es unser Schicksal ist, auseinander zu gehen, dann lass uns am Ende mehr romantische Erinnerungen haben als schmerzhafte." Das ist vielleicht ein richtig gutes Vorhaben, wenn man bedenkt, dass normalerweise zum Ende hin und danach auf beider Seiten reichlich schmutzige Wäsche gewaschen wird.

Die in der Provinz Heilongjiang ansässige Agentur berechnet für einen fünftägigen Abschiedsausflug auf die chinesische Insel Hainan knapp 1600 Euro. Dafür, dass man danach auseinander geht, ist das schon eine stolze Summe. (Könnte man aber mit dem aktuellen Internet-Express-Scheidungsverfahren in Spanien vergleichen, das kostet ca. 1500, ist natürlich viel langweiliger und hässlicher). Die Tour findet in einem separaten Fahrzeug statt (Ist es schon peinlich bei den häufigen Diskussionen, mit anderen Fahrgästen/ Zeugen im selben Fahrzeug zu sitzen?) und jedes Paar bekommt einen eigenen Reisebegleiter gestellt (zum Schlichten?). Auf jeden Fall, es soll alles sehr romantisch und schön sein…


Die chinesische Sprache empfinden wir ja als sehr blumig. So bietet denn die Agentur unter den Namen "Tour der schlechten Stimmung" und "Tour der Nachsicht" weitere Trennungsreisen an. Unter dem 1. Motto kann ich mir nicht so richtig was vorstellen, bei der zweiten Tour denke ich an ein Meditationswochenende in einem tibetanischen Kloster. Wer es ausprobiert, möchte sich bitte anschliessend mal bei mir melden und Bericht erstatten. Neugierig bin ich ja geworden, ob das auch für Bürger der westlichen Welt eine akzeptable und elegante Alternative ist. Vielleicht lassen sich ja damit wirklich die schlimmsten Folgen für die Opfer der Trennung merklich reduzieren.
Quelle: aerztezeitung.de

Fehltage in Deutschland und Spanien


Zeitarbeit und Fehltage ist das eigentliche Thema eines Artikels, den ich im Ärzteblatt fand. Ich erlaube mir mal, die Situation in Spanien zusätzlich ins Spiel zu bringen.

Beschäftigte in Zeitarbeit waren mit durchschnittlich 14,7 Fehltagen im Jahr 2008 vier Tage länger krankgeschrieben als Beschäftigte in anderen Branchen in Deutschland. Diese Daten hat die Techniker Krankenkasse aus Krankschreibungen und Arzneimittelverordnungen von rund 38.000 Zeitarbeitern bei der TK erhoben. Danach sind diese von nahezu allen Diagnosen häufiger betroffen als Beschäftigte in anderen Branchen. Die Daten der TK sind allerdings nicht repräsentativ für alle Krankenkassen.

Von Seiten der TK verwies man darauf, dass der höhere Krankenstand zunächst einmal dadurch bedingt sei, dass „in der Zeitarbeitsbranche vermittelte Tätigkeiten zu einem guten Teil körperlich schwere Arbeiten sind: Viele Zeitarbeiter sind im Lager- und Transportbereich, als Installateure, Monteure oder Hilfsarbeiter tätig.“ Diese Berufsfelder wiesen erfahrungsgemäß höhere Fehlzeiten auf, so Klusen. Allerdings muss man dagegen halten, dass in der gesamten Industrie inzwischen weniger als ein Prozent der Beschäftigten ohne Ausbildung ist, während sich der Anteil der vermittelten Helfer und Nichtausgebildeten bei Zeitarbeitsfirmen auf etwa 30 Prozent beläuft.

Nach der Analyse der TK belastet jedoch auch das Zeitarbeitsverhältnis an sich die Beschäftigten: Eine Befragung unter den Betroffenen ergab, dass sie vor allem unter hoher Arbeitsplatzunsicherheit, ihrer Einkommenssituation, der Diskrepanz zwischen Qualifikation und ausgeübter Tätigkeit sowie fehlenden Entwicklungsmöglichkeiten leiden. Andererseits bewerteten sie Bereiche wie Arbeitsdruck, Wertschätzung durch Vorgesetzte sowie Informationsfluss positiver als Stammbeschäftigte.TK-Vorstand Klusen appellierte an Betriebe mit Zeitarbeitern, diese in ihr betriebliches Gesundheitsmanagement einzugliedern. Zeitarbeitsfirmen selbst sollten ihre Mitarbeiter in Beschäftigungspausen weiter qualifizieren und ihre Gesundheit fördern.

Nach Angaben der TK wurden zum Zeitpunkt ihrer Analyse Ende 2008 knapp zwei Prozent aller Arbeitsplätze in Deutschland über Zeitarbeit organisiert. Nach Darstellung Enkerts waren im April 2008 noch rund 755.000 Frauen und Männer als Zeitarbeiter beschäftigt. Ein Jahr später, im April 2009, war die Zahl allerdings infolge der Wirtschaftskrise rapide auf 538.000 gesunken.

Ich habe mal “nachgeforscht” nach Ziffern in Spanien: Statistiken zu vergleichen ist ja immer etwas problematisch. Aber die Zahlen, die mehr oder weniger identisch immer wieder auftauchten, waren:
Durchschnittliche Fehltage in Spanien 67 (!!!!!!!!!) Tage/pro Jahr/ pro Krankschreibung. Andererseits fehlen aber insgesamt nur 11,8% aller Beschäftigten mindestens 1 Tag im Jahr im Gegensatz zu 18,3 % der Deutschen.

Kann mir das mal einer interpretieren? 67 gegenüber 14/ 10 Fehltage? Was sind das für Krankheiten? Ist es so ungesund in Spanien zu arbeiten? Ist das Klima in Deutschland entscheidend, dass viel häufiger mal einer fehlt? Wird dort genauer gezählt als hier? Können spanische Arbeitgeber (und das staatliche Gesundheitssystem) sich solche Fehlzeiten ihrer Beschäftigten noch immer erlauben? Was ist eher noch organisierbar oder finanzierbar für eine Firma: 11,8 %, die im Durchschnitt 67 Tage fehlen oder 18,3 % der Beschäftigten, die im Durchschnitt 14 Tage fehlen?

Kann mir bitte einer Erklärungen für derartige Unterschiede geben?
Quelle: aerzteblatt.de

Europas Strassen werden immer sicherer

Und wieder eine äusserst positive Nachricht: Die Zahl der Verkehrstoten in der Europäischen Union ist 2008 im Vorjahresvergleich um etwa acht Prozent gesunken. Europaweit sind im vergangenen Jahr rund 39 000 Menschen bei Straßenunfällen ums Leben gekommen. In Deutschland waren es nach vorläufigen Berechnungen 4467 Tote, das entspricht einem Rückgang um sogar etwa zehn Prozent. Diese Zahlen gab der "Europäische Verkehrssicherheitsrat" (ETSC) am Montag in Brüssel bekannt.

Besonders gefährlich leben allerdings immer noch die Verkehrsteilnehmer in Litauen. Hier gab es im vergangenen Jahr 148 Opfer von Straßenverkehrsunfällen pro eine Million Einwohner. Damit belegt Litauen den traurigen Spitzenplatz vor Polen (143) sowie Rumänien und Griechenland (jeweils 142). Deutschland kommt auf 54 Tote. Im Inselstaat Malta ist es am sichersten. Hier starben 37 Menschen pro eine Million Bewohner.

Spanien scheint sich in ein passables Mittelfeld in den Statistiken hochgearbeitet zu haben. Nachdem es ja ganz schlimme Jahre gegeben hat, wo wir hier dieselben Zahlen an Verkehrstoten hatten wie in Deutschland, das aber mit der Hälfte der Bevölkerung, wird ja ungemein viel getan von seiten der Behörden: Kampagnen ohne Ende, Alkohol- und Geschwindigkeitskontrollen, etc. Keiner will sie, aber sie scheinen jetzt doch wirklich Erfolg zu haben. Vor kurzem durften wir uns nach einem "langen Wochenende" freuen, die niedrigste Verkehrsopferzahl seit den 60-er Jahren gehabt zu haben. Das ist wirklich ein grosser Schritt nach vorn.

Kalorien zählen


Falls Sie Kalorien zählen müssen oder wollen: In der online-Ausgabe des Stern habe ich einen interessanten Test gefunden, bei dem man die Kalorienmenge von verschiedenen Gerichten und Desserts benennen muss. Ich habe dabei "nicht schlecht" abgeschnitten (typisch deutsche Formulierung - heisst bestimmt "recht gut"). Dafür, dass ich mich um solche Dinge nicht gross kümmere, nicht schlecht ;). Wenn Sie es auch interessiert, klicken Sie hier .

Sommeranfang

Erinnern Sie sich noch an diesen Tag? Hitze ohne Ende, Strassen bestimmt voller wohlgelaunter Mitmenschen! Flimmern über dem Asphalt. Volle Biergärten und Strassencafés. Dann ist immer richtig gute Stimmung auch im Norden und keinen zieht es mehr nach Malle. Tja, sowas kann man leider nicht jedes Jahr erwarten und zu diesem Wochenende sieht die Wettervorhersage in Deutschland etwas anders aus.

Machen Sie das Beste draus. Wir verweichlichten Südeuropäer haben in unseren Jahren in Norddeutschland auch schon im August in dicke Decken gewickelt draussen gegrillt. Alles eine Frage der Einstellung.

Wir verabschieden uns jetzt ins Wochenende und in den offiziellen Sommeranfang: Hier ist schönes Wetter für alle angesagt, für uns ausserdem 60-er-Jahre-Fête, und dann noch ein Mittsommernachts-dinner am Cap de Formentor mit amerikanischen Freunden. Da soll wohl Stimmung aufkommen.

Schweinegrippe: Die Pandemie der Massenmedien

Heute kopiere ich nur, ich erspare Ihnen sozusagen den link : Einen Artikel von Thomas Müller aus der "Ärztezeitung" über die berüchtigte Schweinegrippe. Endlich relativiert mal einer das Thema - in den Medien. Diese Schweinegrippe ist für viele ja schon kurz nach Ausbrechen zum Witzthema geworden. Warum wohl?

Ich zitiere: “Man stelle sich vor: Es gibt eine Pandemie, und keiner merkt's. Tatsächlich hätte die Menschheit die soeben ausgerufene Grippe-Pandemie praktisch nicht wahrgenommen, würde die Verbreitung des neuen Virus nicht akribisch verfolgt und von den Medien mit hoher Aufmerksamkeit begleitet. Doch solange es noch fast jeder Grippetote in die Schlagzeilen schafft, heißt das eigentlich nur eines: Das Virus ist derzeit - zum Glück - noch ziemlich harmlos.

Wenn man bedenkt, dass in jedem Winter allein in Deutschland 5000 bis 15 000 Menschen an saisonaler Influenza sterben, stellt sich die Frage, wie die WHO auf die Idee kommt, die höchste Pandemie-Warnstufe für einen Erreger auszurufen, der offenbar nicht gefährlicher ist als der alljährliche Mix an Grippeviren. Sicher, formal handelt die WHO korrekt: Ein neues Influenza-Virus breitet sich über den Globus aus.

Solange Pandemie-Warnstufen aber nichts über die Gefährlichkeit des Erregers aussagen, drohen sie zur Farce zu werden. Denn irgendwelche neuen Viren breiten sich immer aus, und sei es nur über einen harmlosen Schnupfen. Die WHO sollte ihr Konzept überdenken, sonst nimmt es vielleicht keiner mehr ernst, wenn eines Tages ein weit aggressiveres Virus auftaucht.”
Quelle: aerztezeitung.de

Lasst die Babys im Kinderzimmer!

30000 Kinder und Kleinkinder haben es bewiesen: im eigenen Zimmer schlafen sie schneller ein, wachen nachts seltener auf und haben insgesamt weniger Schlafprobleme als ihre Altersgenossen, die bei Mama und Papa im elterlichen Zimmer schlafen. Das ergab jedenfalls eine Studie, die beim US-Kongress Sleep 2009 vorgestellt wurde (Abstract ID 0243).

Die Autoren liefern auch eine Erklärung für die Beobachtung: Ohne die Eltern in der Nähe schlafen die Kinder leichter von sich aus ein. Und werden sie nachts wach, kommen sie auch ohne elterliche Hilfe schneller wieder zurück in den Schlaf.


Ob die Eltern der ausschlaggebende Grund ist, oder was die wahren Gründe wirklich sind, ist eigentlich egal. Endlich stehe ich nicht mehr als reaktionäre Rabenmutter da, die ihre Babys in eigene Bettchen in eigene Zimmer verbannte, nur um ungestört dem Schlafe (oder dem Lotterleben ?) zu frönen. Wie schön, nach 20 Jahren ein Argument geliefert zu bekommen für die eigene Unlust, auch noch die Nacht, die ja sowieso nur im Stundentakt stattfand, nicht auch noch mit den kleinen unschuldigen Kindlein teilen zu müssen. Wo sie mich doch schon über 20 Meter Entfernung auch aus dem Tiefschlaf wecken konnten…
Quelle: aerztezeitung.de

Keine Krise für Single-Börsen


Unsichere Zeiten verunsichern. Und dann scheint’s, dass wir Halt suchen bei anderen Menschen. Das wäre eine mögliche Erklärung für einen neuen Boom der Online-Single-Börsen. Denn wo alle unter der Weltfinanzkrise ächzen, belebt sich ihr Geschäft ungemein.

Gian Gonzaga vom amerikanischen Dating-Marktführer “eHarmony” stellt fest, dass sich seit September 2008 die Zahl der Partner-Suchenden um etwa 20 Prozent im Vergleich zum Vorjahr erhöht hat. Rund 30 Millionen amerikanischer Singles suchen auf etwa 1000 US- Dating- Internetseiten nach einem Partner.

Die Soziologin Professor Pepper Schwartz (Universität des Bundesstaates Washington) ist von dem direkten Zusammenhang zwischen Krise und wachsender Nachfrage beim Online-Dating überzeugt. "Natürlich haben wir keine eindeutigen Beweise, aber die Zahlen sind zu groß, als das es einfach nur ein Zufall ist", sagt Schwartz, die auch die Dating-Internetseite perfectmatch.com berät.

Je unwirtlicher die Welt wird und je schwieriger uns das Leben erscheint, umso mehr steigt wohl unsere Sehnsucht nach Liebe und menschlicher Wärme. Eher rational und weniger romantisch denkt, wer darin auch den praktischen Nutzen erkennt: Paare können sich nicht nur die Miete teilen, auch das Leben wird preisgünstiger.

Tja, wie heisst es so schön: Geteilte Freude ist doppelte Freude und geteiltes Leid ist halbes Leid.
Quelle: aerztezeitung.de

Du lachst wie ein Affe


Das Lachen lässt sich 10 bis 16 Millionen Jahre bis zum letzten gemeinsamen Vorfahren von Mensch und Menschenaffen zurückverfolgen. Aber dass es nicht nur menschlich ist, und man selbst Gorillas und Orang-Utans durchkitzeln kann und die dann “lachen” können hat die Wissenschaftler um Professorin Elke Zimmermann von der Tierärztlichen Hochschule Hannover dann doch überrascht.
Insgesamt 800 Ton- und Videodokumente zeichneten die Forscher auf, wie Pfleger in Zoos und einem Orang-Utan-Zentrum in Malaysia 22 Tiere an den Händen, Füßen, im Nacken und in den Achselhöhlen kitzelten. Bei den Menschenkindern, die an der Studie teilnahmen, übernahmen die eigenen Eltern die Aufgabe. Es waren alles natürliche Situationen, denn das Kitzeln gehört auch bei Affen zum natürlichen Verhaltensrepertoire im Spiel.
Die Biologen analysierten das Kichern anhand von elf Merkmalen und stellten verblüfft fest, dass der Stammbaum des Lachens exakt dem Verwandtschaftsverhältnis von Orang-Utan, Gorilla, Schimpanse, Bonobo und Mensch entspricht. Je näher eine Art mit dem Homo sapiens verwandt ist, desto ähnlicher wird das Lachen. Während Orang-Utans und Gorillas kaum hörbar kichern und keckern, klingt es beim Schimpansen und Bonobo manchmal bereits menschentypisch melodiös.
Nach Ansicht der Mitautorin Marina Davila Ross muss unser Lachen sich aus Vorstufen entwickelt haben. Schon bei den vom Aussterben bedrohten Orang-Utans wirkt ein emotionaler Gesichtsausdruck ansteckend und wird Lächeln mit einem Lächeln belohnt. Wie mehrere Studien der vergangenen Jahre nahelegen, haben auch Primaten sowohl ein Einfühlungsvermögen als auch ein ausgeprägtes Ich-Bewusstsein, was früher als menschentypisch angesehen wurde.
"Durch die jüngsten Primaten-Studien gewinnen wir sowohl Erkenntnisse darüber, was uns Menschen von Affen unterscheidet, als auch darüber, wieviel Affe in uns steckt", sagt Professorin Zimmermann. So ergaben sich aus ihren Untersuchungen keine Hinweise darauf, dass Affen wie Menschen ihr Gegenüber mit einem gestellten Lachen bewusst manipulieren können. Das Affenlachen scheint somit immer Ausdruck unverstellter Fröhlichkeit zu sein - darin unterscheiden sie sich zwar nicht von menschlichen Babys, wohl aber von Erwachsenen.
Fazit: wenn Sie ein Affe anlacht, haben Sie ihn garantiert auf Ihrer Seite.

Mamas Liebling is(s)t nicht dick!


Etwa 15 Prozent der Kinder und Jugendlichen in Deutschland sind schätzungsweise übergewichtig. Das sind etwa 1,9 Millionen Betroffene, die Hälfte davon sind sogar adipös. Die Folgen sind, u.a.: erste Gefäßschäden sowie eine Vorstufe von Diabetes. Und außerdem hat das frühe Übergewicht häufig Langzeitfolgen für das Skelettsystem. Abgesehen von der meistens leidenden Seele der Kinder schon ein grosses Problem.

Leider ist es für diese Kinder gar nicht so einfach, die schädlichen und lästigen Kilo wieder loszuwerden. Funktionieren tut das nur, wenn sich auch der Lebensstil der Kinder erheblich verändert. Und dafür sind dann v.a. die anderen Familienmitglieder mitverantwortlich, vor allem die Mütter (sie sind es, die ja immer noch hauptsächlich in der Küche stehen). Doch hier gibt es ein Problem: Die meisten Eltern von dicken Kindern erkennen garnicht, dass ihr Kind übergewichtig ist. Sie lieben ihr kleines Pummelchen grad so wie es ist. Das ist das erschreckende Ergebnis einer Studie von Jessica Doolen und ihrem Team von der University of Nevada in Las Vegas.

Die US-amerikanischen Wissenschaftlerinnen haben diverse Studien zu dem Thema, die seit 1996 in Großbritannien, Australien, Italien und den USA veröffentlicht wurden, ausgewertet und verglichen In den meisten Untersuchungen ging es um Kinder zwischen zwei und zwölf Jahren. Alle Studien haben ein Missverhältnis zwischen der Realität und der elterlichen Wahrnehmung ergeben.

In einer britischen Studie aus dem Jahr 2005 zum Beispiel wurde in 1082 Familien erfragt, wie das Gewicht der Kinder zwischen drei und fünf Jahren eingestuft wird. 41 der Kinder waren nach objektiven Kriterien übergewichtig. Doch nur Eltern von sieben Kindern haben das erkannt. 104 der kleinen Kinder waren noch nicht dick, hatten aber ein deutliches Risiko für Übergewicht. Doch das sahen nur die Eltern von zwei Kindern so. Andersherum: 94 Prozent der betroffenen Eltern konnten das Gewicht ihrer Kinder nicht korrekt einordnen.
Interessant ist auch, dass, wenn Eltern ihre Kinder dann tatsächlich richtig als übergewichtig einstuften, es meistens die Mädchen waren!! Jungen wird Übergewicht offenbar noch eher zugestanden. Da spielen wohl doch die Schönheitsideale, die wir in den Köpfen haben, eine grosse Rolle. Und dick heisst gesund und stark – so wollen wir wohl – unbewusst? - unsere Jungs haben.
Bei Teenagern ist das Missverhältnis nicht mehr ganz so krass. Aber generell zeigte sich, dass vor allem Eltern, die selbst übergewichtig waren, ihre dicken Kinder als "genau richtig" oder ein wenig pummelig einschätzten. Eltern geben also nicht nur ihre Veranlagung weiter, sie sind wahrscheinlich auch schlechte Vorbilder.
Das macht Veränderungen in der Praxis logischerweise sehr schwierig. Denn Voraussetzung für die erforderliche Mitarbeit der Mütter ist, dass sie das Problem erkennen. Wahrscheinlich ist nur eine gemeinsame Therapie von Müttern/Eltern und Kindern erfolgversprechend, ebenso wie das Einbeziehen anderer Personen aus dem sozialen Umkreis.

Leider ist die Änderung des Lebensstils keine Sache von heute auf morgen. Aber für alle, die gerade dabei sind : den längsten Weg beginnt man mit einerm ersten kleinen Schritt.
Quelle: aerztezeitung. De

Keine Coffeshops mehr neben der Schule


Im liberalen Rotterdam wirds ab jetzt wohl etwas konservativer zugehen. Ab Juni müssen die berühmten Coffeeshops in der Nähe von Schulen dicht machen. Die Anordnung betrifft 16 der insgesamt 62 (!!!) Cafés der Stadt, in denen weiche Drogen wie Haschisch verkauft werden. Die Entscheidung wurde eigentlich schon 2007 getroffen, traf aber auch innerhalb der Ratsmitglieder auf Widerstand und war durch die Klagen mehrerer Betreiber verzögert worden.
Jetzt verliert Rotterdam also einen Teil seiner regelrechten Touristenattraktionen. Tatsächlich sind die Coffeeshops ja unter den Spaniern der 50 plus-Generation z.B. überaus attraktiv. Mit der Massnahme will man von Seiten der Stadt deutlich machen, “dass Marihuana-Rauchen nicht normal ist“ (finde ich auch nicht - unabhängig vom exotischen Flair der Einrichtungen) und sieht sie als einen Teil des Jugendschutzes.
Schon 1976 hatten die Niederlande den Konsum und den Besitz von Cannabis in kleinen Mengen legalisiert. Daran kann ich mich noch sehr sehr gut erinnern, denn unter uns Gymnasiasten war das ein schier endloses Thema und nährte den Neid auf alle niederländischen Jugendlichen. Aber die Zeiten wandeln sich mit unseren Wertvorstellungen und was damals moralisch vertretbar wurde, gilt heute wahrhaftig nicht mehr als politisch korrekt.
Quelle. aerzteblatt.de

Allergie-Kärtchen für den Koch

Restaurantbesuche können für Lebensmittelallergiker böse enden: Magen-Darm-Verstimmungen, Haut- und Schleimhautentzündungen und auch lebensbedrohliche Atemnot sind dann die Konsequenzen. Nun hat der Verband in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Hotel- und Gaststättenverband (DEHOGA) und dem Bundesministerium für Ernährung Restaurantkarten entwickelt, damit Allergiker unbeschwerter den Restaurantbesuch geniessen können. Diese Karten kann man kostenlos beim Deutschen Allergie- und Asthmabundes (DAAB) bestellen. Sie sollen helfen, die Kommunikation zwischen Gast und Koch zu erleichtern.

Die zusammenfaltbaren Kärtchen mit dem Titel "Eine Bitte an den Koch" gibt es für die gängigsten Allergieauslöser wie Hühnerei, Kuhmilch, Nüsse, Erdnüsse, Soja, Weizen und Sellerie. Die Gäste können sie dem Kellner bei der Bestellung geben, damit der sie an den Koch weiterleitet. Die Karten weisen auf Lebensmittel hin, die die Allergene enthalten können und zeigen Alternativen auf. Neben den sieben Karten für die häufigsten Allergene bietet der DAAB Blanko-Karten für weitere Allergieformen an, die mit einem Ernährungsberater ausgefüllt werden können.

Der DEHOGA-Präsident Ernst Fischer begrüßt die Restaurantkarten als "wichtigen Beitrag dazu, dass sich Gäste mit Allergien in den Restaurants und Hotels Deutschlands rundum wohlfühlen". Andererseits ist Fischer wegen des viel zu grossen Aufwandes gegen eine genaue Kennzeichnung der Lebensmittel in den Speisekarten. Dagegen setzt der Verband mit den Restaurantkarten auf "Kommunikation statt Kennzeichnung".
Mehr Information unter:
www.daab.de und : www.dehoga.de
Quelle: aerztezeitung.de

"Late Love"-Sprechstunden für Paare


Wenn Sie zu den Glücklichen gehören, die gerade auf "Wolke 9" schweben, aber im Bett doch nicht alles so rosig ist, wie Sie es sich wünschen, haben Sie jetzt vielleicht eine neue Adresse, an die Sie sich vertrauensvoll wenden können.

An der Universitäts-Frauenklinik Münster gibt es jetzt einmal pro Woche ein Beratungsangebot für ältere Paare mit sexuellen Problemen. Die hat den zugkräftigen und treffenden Namen "Late Love"-Sprechstunde und wird von der Frauenärztin Dr. Petra Stute vom Universitätsklinikum Münster zusammen mit der auf Sexualberatung spezialisierten Ärztin Hildegard Stienen geleitet. Die Resonanz auf das Projekt ist groß, da die Wirklichkeit mal wieder Umfrageergebnisse zu bestätigen scheint: in deutschen Arzt-Sprechstunden sind speziell die Probleme älterer Frauen (und Männer) und ihrer Sexualität immer noch ein Tabu.

Für mehr Infos zur "Late Love"-Sprechstunde für Frauen und Paare gibt es auch eine E-Mail: stutepe@mednet.uni-muenster.de

Quelle: aerztezeitung.de

Armut in Deutschland

Wer gilt in Deutschland als arm? Derjenige, der in Ostdeutschland weniger als 605 Euro und in den alten Bundesländern weniger als 730 Euro Einkommen im Monat zur Verfügung hat. Und in dieser Hinsicht ist Deutschland ein "zutiefst zerrissenes Land", so erklärte der Chef des Paritätischen Gesamtverband Dr. Ulrich Schneider bei der Präsentation der Untersuchung, für die ein sogenannter “Armutsatlas” erstellt wurde.

Wenn man diese Karte studiert, erkennt man, dass ganze Regionen in die Verarmung zu geraten drohen. Laut Dr. Schneider wird es in Zukunft eine regelrechte Verödung gewisser Landstriche geben, denn in den Regionen mit der grössten Armut sind natürlich auch die Abwanderungstendenzen am größten.

Der Armutsatlas dürfte auch wichtige Schlüsse auf den Gesundheitszustand der Bundesbürger zulassen. Denn es gilt: Je niedriger das Einkommen, desto schlechter sind auch Gesundheit und Gesundheitsverhalten. Außerdem besteht inzwischen, wohl wegen des fehlenden finanziellen Anreizes, in den Regionen mit hohen Armutsquoten ein zunehmender Mangel an Haus- und Fachärzten.

Die bundesweit höchsten Armutsquoten wurden in den Bundesländern Mecklenburg-Vorpommern mit 24,3 Prozent (heisst: einer von vier Bundesbürgern!) und in Sachsen-Anhalt mit 21,5 Prozent festgestellt. In der Region Vorpommern sind sogar 27 Prozent der Menschen arm. Und wieder zeigt sich das altbekannte Nord-Süd-Gefälle: Die geringsten Werte verzeichneten Baden-Württemberg mit zehn Prozent und Bayern mit elf Prozent. Im Bundesdurchschnitt liegt die Armutsquote derzeit bei 14,3 Prozent.

In diesem Zusammenhang fordert jetzt der Gesamtverband, den Regelsatz für Hartz-IV-Empfänger von 351 auf 440 Euro im Monat zu erhöhen und eine bessere regionale Ausrichtung von Konjunkturprogrammen. Das Konjunkturpaket II der großen Koalition wurde vom Verband kritisiert, ebenso wie die Konjunkturspritze der berüchtigten “Abwrackprämie”. Damit würde die Spaltung zwischen Arm und Reich nur noch vergrössert.

Und die zehn Milliarden Euro an Bundesmitteln für Investitionen in Bildung und kommunale Infrastruktur fliessen zu gut einem Drittel ausgerechnet in die Bundesländer, die mit Abstand die geringsten Armutsquoten aufweisen. Eine solche Mittelverteilung ist nach Meinung von Dr. Schneider "ökonomisch unvernünftig und sozial ungerecht".
Quelle: aerztezeitung.de

Blutspenden als Event


Blutspenden haben in Deutschland fasst Seltenheitswert: Auf dem Land liegt die Quote der Blutspender immerhin bei zwölf Prozent. In den Großstädten sieht, so scheints, keiner den Sinn darin, denn nur 1 Prozent der Stadtbevölkerung macht mit. Das wird dann manchmal zum Problem: Im vergangenen Herbst gab es kurzfristig einen regelrechten Blutnotstand, sodass einige kleinere Operationen mancherorts verschoben werden mussten.

Laut Dr. Franz Weinauer, Ärztlicher Direktor des Blutspendedienstes beim Bayerischen Roten Kreuz (BRK), muss dringend was in Deutschland getan werden, um die konstante Versorgung mit Spenderblut zu sichern.

Bei schönem Wetter spendet keiner
Faktoren wie Wetter, Ferien, lange Wochenenden beeinflussen die Spendenbereitschaft. Klar, wer will schon in eine stickige Turnhalle zum Blutspenden, statt ins Freibad, wenn die Sonne lacht. Trotzdem ist es wohl eher eine Sache der Einstellung und Solidarität mit dem unbekannten Mitmenschen. In anderen Ländern gehört es sozusagen zum Guten Ton, sein Blut zu spenden. Und Bedarf gibt es immer, auch deswegen schon, weil Blutkörperchen nur 35 Tage, Blutplättchen sogar nur vier Tage, Plasma immerhin zwei Jahre zu konservieren ist.

Nun will man von Seiten der verantwortlichen Stellen aktiv werden. Dafür wurde die Aktion “drops for life” (Tropfen für das Leben) vom Labortechnik-Unternehmen Ortho Clinical Diagnostics in Zusammenarbeit mit dem DRK geschaffen.

Vor allem junge Erstspender will man ansprechen, und weg vom Spenden in der Turnhalle will man hin zu einem Erlebnis in angenehmer Atmosphäre. Die Spender sollen in mehreren Schritten den Weg des gespendeten Blutes bis zum Empfänger verfolgen. Neben dem üblichen Imbiss gibt’s dann auch auf Wunsch Wellness-Angebote wie Schulter- und Nackenmassage. Und die Verantwortlichen wollen sich was einfallen lassen, um die Spender bei Laune zu halten, denn bisher kommt jeder 2. Spender nie wieder.

Auch Großbetriebe sollen verstärkt angesprochen werden. In den USA gehören regelmäßige Blutspendetermine für die Belegschaft in den Firmenalltag. Doch in Deutschland sehen es Betriebe nicht gern, wenn die Mitarbeiter während der Arbeitszeit fehlen, berichtet Franz Weinauer vom BRK. Immerhin hat man jetzt große Firmen wie BMW oder Siemens gewinnen können. Aber die Basis der Blutspender ist immer noch das flache Land und seine vielen ehrenamtlichen Helfer.

Gute Erfahrungen hat das BRK nach Angaben von Weinauer mit Service-Aktionen gemacht, die über die Standardleistungen der Gesetzlichen Krankenversicherung hinaus gehen. Für ältere Blutspender gab es einen okkulten Bluttest zur Risiko-Erkennung von Dickdarmkrebs. Und vor einem Jahr nutzten 60 000 Spender ein Diabetes-Screening per Fragebogen; 12 000 von ihnen hatten ein erhöhtes Risiko. Sie wurden mit dem HbA1c-Verfahren getestet, und 13 Prozent der Blutproben waren auffällig. Davon hatten die Betroffenen nichts gewusst.
Quelle: Aerztezeitung.de

Verstärkung für unsere Praxis gesucht

Wir suchen ab sofort für ca. 12 Std./ wöchentlich eine weitere Kraft für die Betreuung unserer kardiologischen und traumatologischen Patienten und den Verwaltungsbereich.

Erforderlich:

  • Spanisch und Deutsch perfekt in Word und Schrift
  • PC- Kenntnisse Excel, Word

Wünschenswert:

  • Englisch und Mallorquinisch
  • Erfahrung im Gesundheitsbereich

Wenn Sie Freude daran haben, alleinständig zu arbeiten, sich gern um Menschen zu kümmern und zu lernen, nehmen Sie für weitere Informationen per Telefon oder email Kontakt mit uns auf oder kommen Sie einfach persönlich.

Bald besser lesbare Beipackzettel?

Beipackzettel lesen und verstehen : ein Thema, das dem jeweils Betroffenen immer wieder eine ganz besondere Herausforderung im Leben stellt. Nun hat sich endlich jemand von offizieller Seite um das leidige Thema gekümmert, nämlich Fritz Beske, der Gesundheitswissenschaftler und Leiter des Instituts für Gesundheits-System-Forschung (IGSF) in Kiel. Er hat doch tatsächlich jetzt eine bessere Lesbarkeit von Beipackzetteln von Arzneimitteln gefordert.

Man denkt, es ist alles so einfach, aber ist es wohl eben nicht. Mit einfachsten Veränderungen wären den Patienten aber schon viel geholfen: seine Forderung lautet deshalb:
die wichtigsten Informationen über ein Arzneimittel in grosser Schrift und Fettdruck an den Anfang.

Diese schlichte Forderung resultiert aus den Ergebnissen einer nicht repräsentativen Umfrage unter DAK-Mitgliedern über 65 Jahren zu Schwierigkeiten im Alltag. Insgesamt zählte das IGSF bei der Auswertung der Fragebögen 226 Beschwerden und Hinweise zu Packungsbeilagen.

Ich bin noch lange nicht 65, aber DAS fordere ich auch. Wer hat schon Lust und Zeit, sich durch seitenlange Beipackzettel zu arbeiten, nur um drei Informationen zu bekommen: Dosierungen und mögliche Nebenwirkungen und evtl. Unverträglichkeiten.

PS. Zufrieden äusserten sich die Befragten dieser Umfrage offenbar mit ihren Ärzten: Nur elfmal registrierte das Institut Beschwerden über unfreundliche oder ungeduldige Ärzte oder lange Wartezeiten.

Quelle: Aerztezeitung.de

"political correctness" in China: Qualmen für die Steuer

Und wieder eine Nachricht aus China. Eine Art Schildbürgerstreich in chinesischer Version, wo man sich hierzulande vielleicht eher an den Kopf fasst. Das mögen unsere Politiker mal lesen, was manche Chinesen sich so einfallen lassen, um die Steuereinnahmen zu erhöhen, die lokalen Unternehmen zu unterstützen und letztendlich die Gesundheitskassen durch nicht zu lange Lebenszeiten der Bürger zu belasten.

Eine chinesische Kommunalverwaltung hatte nämlich eine Richtlinie verfasst, die städtischen Bediensteten vorschrieb, mehr zu rauchen, um die Steuereinnahmen anzukurbeln. Den Behördenangestellten der Gemeinde Gong'an wurden damit in die Pflicht genommen, jährlich 230 000 Zigaretten-Packungen der heimischen Marke Hubei zu rauchen. Jene Angestellten, die zu wenig rauchten oder sich erdreisteten, gar andere Hersteller vorzuziehen, wurden mit einem Bußgeld belegt oder gefeuert, so berichtet der britische Sender BBC.

Ein Artikel zum Thema in einer Lokalzeitung schlug jetzt aber so hohe Wellen, dass die Verordnung zurückgenommen wurde. Aber nur vorerst. Denn die Behörde arbeitet jetzt an einem Plan, wie man sich auf andere Weise gegen die nationale und internationale Tabak-Konkurrenz besser behaupten kann. Man darf gespannt sein…

In China ist der Tabakkonsum weit verbreitet, dem Bericht zufolge raucht sogar jeder zweite Arzt.
Quelle: aerztezeitung.de

Fast jeder zweite Raucher ist nach 30 Jahren Qualmen tot

Vielleicht trifft Sie diese Nachricht so ins Herz, dass sie jetzt endlich aufhören zu rauchen. Nochmal: nach 30 Jahren 1 Päckchen Zigaretten täglich ist fast die Hälfte der Raucher tot.

Wie massiv die Lebenserwartung von starken Rauchern durch ihre Nikotinsucht gekürzt wird, ist in einer neuen Langzeitstudie von norwegischen Forschern dokumentiert worden: 1974 haben sie eine Beobachtungsstudie gestartet, in deren Verlauf die gesundheitliche Entwicklung von 54 075! Personen (Alter: 35 bis 49 Jahre) über drei Jahrzehnte erfasst. Ihre Daten zum Einfluss des Rauchens auf die Lebenserwartung hat die Gruppe um Professor Haakon Meyer jetzt beim Kongress EuroPRevent 2009 der Europäischen Gesellschaft für Kardiologie (ESC) in Stockholm vorgestellt.


Von den mehr als 54 000 Studienteilnehmer starben insgesamt 13 103 - also etwa jeder vierte - im Zeitraum der sich über 30 Jahre erstreckenden Nachbeobachtung. Dabei variierten die Sterberaten allerdings je nach Nikotinkonsum erheblich, denn von den starken Rauchern (Männer, die täglich mehr als 20 Zigaretten rauchten) waren 45 Prozent nach 30 Jahren nicht mehr am Leben. Während die Sterberate der Männer, die nie geraucht hatten, nur 18 Prozent betrug.

Bei den Frauen taten sich ähliche Unterschiede auf: Von den starken Raucherinnen starben im Beobachtungszeitraum 33 Prozent, von den Nichtraucherinnen dagegen nur 13 Prozent.

Und wieder bestätigte sich, dass Herz-Kreislauf-Erkrankungen bei Rauchern die dominierende Todesursache sind. Zwei Drittel der männlichen und die Hälfte der weiblichen Vielraucher entwickelten eine kardiovaskuläre Erkrankung oder starben daran auch letztlich. Ausserdem traten sie in enger Verbindung mit Diabetes-Erkrankungen und Schlaganfällen auf. Das lässt nicht unbedingt eine gute Lebensqualität in den letzten Lebensjahren vermuten.

PS: das heutige Foto ist nicht wirklich schön sein, aber wohl ziemlich eindeutig, fand ich.
Quelle: aerztezeitung.de

China ohne Frauen

Frau weiss es ja, aber ob Mann das auch so klar ist, fragt sich: Frauen haben noch immer einen anderen Stellenwert als Männer. Ganz einfach zu erkennen in der Tatsache, dass dem natürlichen Gleichgewicht der Geschlechter immer noch wieder kräftig entgegengearbeitet wird. Eine Auswertung vom Jahre 2005 hat z.Bsp. ergegeben, dass inzwischen in China das männliche Geschlecht mit 126 zu 100 unter den Ein- bis Vierjährigen, und in ländlichen Gegenden allgemein, die geborenen Mädchen überragt.

Noch höher und bedenklicher - mehr als 160 zu 100 - ist der Anteil dort, wo mit der chinescischen Bevölkerungspolitik ein zweites Kind erlaubt ist, wenn das erste weiblich war. (In Indien soll das nicht unähnlich sein)

Dieses von Menschenhand verursachte Ungleichgewicht ist in China nichts Neues, nur die moderne Medizin hat es wahrscheinlich vereinfacht, denn der Grund für diese Entwicklung ist die Unterbrechung der Schwangerschaft bei einem weiblichen Fötus. Insgesamt gab es im Jahr 2005 in China einen deutlichen Überschuss von 32 Millionen Jungen und Männern bis zum Alter von 20 Jahren.
Quelle: aerztezeitung.de