„ Fit and Fun“: zweite Wanderung 2012-2013. Naturpark S´Albufera



























































Ein Bild sagt mehr als tausend Worte. Am Samstag dem 22. September, fand unsere zweite Wanderung 2012-2013 unserer „Fit and Fun“-Gruppe im Naturpark S´Albufera statt. Es war wieder wunderschön. Wir haben erfahren wie man reagiert wenn eine Person ohnmächtig ist und wie ein medizinischer Notfall richtig gemeldet wird.

Wir konnten eine unglaubliche Flora und Fauna geniessen und dies, obwohl die Albufera zur Zeit  nur einen niedrigen Wasserstand hat. Man kann sich also vorstellen, wie der Park zu anderen Jahreszeiten nach genügend Regenfällen ist. Den Albuferapark, der zum Ort Muro gehört, kann man täglich besuchen.

Ich kann Euch den Ausflug nur empfehlen. Nehmt aber bitte eine Kamera und ein Fernglas mit.

„ Fit and Fun“: zweite Wanderung 2012-2013. Naturpark S´Albufera



Am 22. September  um 9.00 Uhr geht es wieder los. Wir machen unsere zweite Wanderung in den Natur Park S’Albufera.

Die Albufera, grösstes und wichtigstes Feuchtgebiet der Balearen, ist eine alte, durch einen Dünengürtel vom Meer abgetrennte  Lagune, die sich über viele Jahrzehnte - insbesondere in den letzten zwei und natürlich durch starken menschlichen Einfluss - in ein flaches ausgedehntes Überschwemmungsgebiet entwickelt hat. Der Naturpark erstreckt sich über 1708h und bietet den vielen Sümpfen und Dünen Schutz. Die S'Albufera ist ein Paradies für Vogelfreunde.

Da sich die Albufera fast ausschliesslich auf Meereshöhe befindet, ist die Wanderung für jeden geeignet. Ausserdem lautet unser Motto ja :” Jeder nach seinem Rythmus”. Die Pausen nutzen wir wieder, um etwas Neues zu erfahren, oder einfach um die Natur zu geniessen.



Der Ausflug dauert etwa zwei bis drei Stunden und - auch wie immer - es gibt keine Anwesenheitsliste. Eingeladen sind selbstverständlich alle.

Das Thema des Tages ist Flora und Fauna des Naturparks zu geniessen, aber auch zu erfahren: WAS GENAU IST EIN NOTFALL UND WIE MUSS ICH REAGIEREN.

Bitte daran denken: Gutes Schuhwerk, eine Kappe oder einen Hut gegen die Sonne, ausreichend Flüssigkeit, eine kleine Brotzeit und, wenn vorhanden, bringen Sie ein  Fernglas mit.

Sie wissen doch: „Es gibt kein schlechtes Wetter, nur unpassende Kleidung“.

Treffpunkt ist am Eingang der S´Albufera, direkt an der „Puente de los Ingleses“, in Playa de Muro.

Die Wanderung wird von Balearcor organisiert.

"Fit und Fun": erste Wanderung 2012-2013. Von Betlem bis Es Caló


 Samstag, 08. September, Punkt neun Uhr, fertig zum Aufbruch von Betlém aus.


Morgennebel.



Jeder nach seinem Rhythmus.







Der Weg geht entlang der wunderschönen malloquinischen Küste.





Ankunft in "Es Caló".














Es gibt so viele Arten, sich zu bewegen und dabei Spass zu haben.





Alle haben gelernt, sich selbst den Puls zu kontrollieren.





Das "Standardgepäck" für den Kardiologen auf diesen Wanderungen...



Absolutes Muss - der "Defi", der halbautomatische Defibrillator ...



Pulsoximeter...



Blutdruckmessgerät...




Phonendoskop und ein Glukometer für die Blutzuckerbestimmung 
Es war eine schöne Unternehmung mit neuen Kontakten ...
Am Samstag, den 22. September geht es in weiter: diesmal in den Naturpark "S'Albufera" in der Bucht von Alcudia. (Wir werden informieren...)

Sex, die Medizin für Herzkranke


• Angesichts des Alters sind Herzkranke  oft bereits erfahrene Liebhaberinnen oder      Liebhaber, die ihre Erfahrung beim Sex entspannt nutzen können.

• Gesunder Menschenverstand, Rücksicht auf den Partner und Gelassenheit sollten auch im Liebesleben eine grosse Rolle spielen.

• Wenn Sie, auch als Herzkranker,  beschwerdefrei zwei Etagen  hinaufsteigen können, dann haben Sie  genügend körperliche Kräfte für ein erfülltes Liebesleben.

• Tägliche der Herzkrankheit entsprechend angepasste Gymnastik oder Sport ist gut für das körperliche Wohlbefinden und Fitness.  Beim Sex fühlen Sie sich wohler und senken das minimale Herzinfarktrisiko noch weiter.

• Ernähren Sie sich gut, insbesondere mit reichlich Gemüse und Obst und seien Sie zum Sex gut ausgeschlafen.

• Besser gelingt es, wenn man schlank ist, aber Übergewicht muss kein Hindernis sein.

• Nehmen Sie sich zum Sex Zeit, und denken Sie daran, dass Sie nach einer längeren Pause vielleicht eine Anlaufzeit brauchen.  

• Die Umgebung sollte angenehm und enspannend sein.

• Hilfsmittel wie Gleitcreme, Medikamente oder Stimulatoren sind selbstverständlich erlaubt (denken Sie bitte daran, bei den erektionsfördernden Medikamenten Viagra® und Levitra® 24 Std., bei Cialis® 48 Std. vorher und nachher keine Nitro-Präparate einzunehmen).

• Und zum Schluss der Hinweis: Herzinfarkte oder Todesfälle beim Liebesakt sind auch bei Herzkranken so selten, dass es nicht lohnt, sich darüber Sorgen zu machen.

Honig: ein guter Hustensaft für Kinder



Alle, die Kinder haben oder mit Kindern zusammenleben, werden mehr als einmal den Alptraum des nächtlichen Husten miterlebt haben. Dies gilt sowohl für die Betroffenen selbst, als auch für die mit im Raum oder in der Wohnung schlafenden Personen. Unter den vielen Heilmitteln, die zur Behandlung vorgeschlagen werden, steht der Honig  immer im Vordergrund.  Abgesehen davon, dass er ein Teil der langen Liste von "Omas Heilmittel" ist, haben mehrere Studien seine Nützlichkeit bewiesen.

Interessanterweise hat die Fachzeitschrift Pediatrics in seiner Online-Ausgabe vom 6. August , eine neue Studie zu diesem Thema veröffentlicht, die zuverlässiger ist als Andere , weil es sich um eine randomisierte, Placebo-kontrollierte, doppelt-Blind Studie handelt und drei verschidenne Arten Honig vergleicht. Die Studie wurde mit 300 Kindern im Alter von ein bis fünf Jahre durchgeführt und analysiert sowohl die Häufigkeit von Husten, als auch die Auswirkungen auf die schlafenden Kinder und Eltern. Der Honig wurde in der  Dosis von 10g, entweder direkt oder in Flüssigkeit verdünnt, verabreicht.

In dieser Studie bewiesen die Autoren, dass Honig eine wirksame Option (gegenüber Placebo) für die Behandlung des nächtlichen Husten bei Kindern älter als einem Jahr mit Infektionen der oberen Atemwege ist.

Energy-Drinks erhöhen Herzmuskel-Leistung


Der Konsum von Energy-Drinks, die Koffein und Taurin enthalten, erhöht die Kontraktilität des Herzens, und damit die Herzmuskel- und die Auswurfleistung. Das zeigt eine italienische Studie, die auf dem Kongress der Europäischen Kardiologengesellschaft (ESC) in München präsentiert wurde. Vom 25. bis 29. August treffen Herzspezialisten aus aller Welt auf dem international führenden Kardiologie-Kongress zusammen.

Das Team der Universität Siena untersuchte 35 gesunde weibliche und männliche Probanden in einem Durchschnittsalter von 25 Jahren, die eine nach Körpergewicht standardisierte Menge eines Energy-Drinks tranken, vorher aber für zwölf Stunden keine Nahrungsmittel oder Getränke zu sich nehmen durften. Nach einer Stunde wurden verschiedene Parameter für die Herzfunktion mittels modernstem Herzultraschall (Speckle-Trecking-Echokardiographie) gemessen. Der systolische Blutdruck stieg um 2,6, und der diastolische um 6 Prozent an. „Nimmt man die gemessenen Werte zusammen, so lässt sich eine verstärkte Kontraktion beider Herzkammern feststellen und somit ein positiver Effekt auf die Herzmuskel-Leistung“, so Dr. Matteo Cameli von der Universität Siena, Italien. „Das könnte sich mit dem inotropen, also Herzschlag-steigernden Effekt von Taurin erklären lassen, das die Kalzium-Ausschüttung beeinflusst.“

„Aus den jetzt vorliegenden Ergebnissen könnten sich allerdings keine Empfehlungen ableiten lassen“, so Prof. Dr. Eckart Fleck (Deutsches Herzzentrum Berlin), Pressesprecher der Deutschen Kardiologengesellschaft: „Wir sehen einmal grundsätzlich, dass diese Substanzen sofort verstoffwechselt werden können und bei Gesunden die Herzleistung erhöhen. Aber was bei einem Langzeit-Konsum passiert, welche Auswirkungen der Konsum solcher Drinks bei sportlicher Betätigung oder besonders bei Herzkranken hat, ist noch nicht untersucht.“ 

Enstand die Menopause als Konfliktlöser zwischen Schwiegermutter und Schwiegertochter?



Forscher der Universitäten von Turku (Finnland), Exeter - Sheffield (UK) und Stanford (USA), stellen sicher, dass die Beziehung zwischen Müttern und Töchtern eine Schlüsselrolle bei der Entstehung der Menopause bei Frauen spielt, hervorgerufen durch den Interessenskonflikt in Fällen der gleichzeitigen Geburt.

Wie die Fachzeitschrift Ecology Letters berichtet, zeigen Daten an, dass, wenn eine Frau zur gleichen Zeit gebar wie  ihre Schwiegertochter,  ihre Kinder  nur  eine 50-prozentige Überlebenschance bis zum Erwachsenenalter hatten.

Die Menopause ist eines der großen Geheimnisse der Natur, wenn man bedenkt,  dass   der Mensch, im  Gegensatz zu den Tieren und unter  Berücksichtigung der Lebenserwartung,  früh aufhört sich zu reproduzieren.

Einige Evolutionstheorien weisen darauf hin, das es an der  Notwendigkeit der Frauen lag  sich auf die Betreuung ihrer Enkelkinder zu konzentrieren, sowohl in Bezug auf die Versorgung mit Lebensmitteln, als auch um sie vor Unfällen oder Krankheiten zu schützen.

Um diese Möglichkeit zu untersuchen, verwendete der Professor der Universität von Sheffield, Virpi Lummaa und sein Team die Register der Kirche von Finnland über die  Geburten und Todesfällen zwischen 1700 und 1900.

So zeigte die Studie, dass Frauen mehr Enkel hatten, wenn sie keine Kindern mehr im Alter von 50 bekamen. Die Autoren glauben, dass durch die Unterstützung der Enkel die  potenziellen Konflikte zwischen Müttern und Töchtern  reduziert  wurden .

Die Überprüfung der Daten zeigte auch, dass die Sterberate der  Kinder vor dem 15. Geburtstag  in den Familien, in denen die  Mutter und die Frau ihres  Bruders gleichzeitig  Kinder bekamen, doppelt so hoch war, eine Tatsache die sich nicht wiederholte im Fall der gleichzeitigen Geburt der Kinder von Mutter und Tochter.

Dies könnte darauf zurückzuführen sein,  dass in diesen Fällen die Frauen ihre Gene austauschen und miteinander kooperieren  um ihre Kinder zu erziehen. Dagegen steht das Konkurrenzdenken von Schwiegermutter und Schwiegertochter um ein Maximum  ihrer Gene "durchzusetzen”.

Daher, sagen die Forscher, die meisten Frauen verschaffen  einen Vorteil  für ihre Enkel, aber nicht ihre eigenen  Kinder, wenn sie in den Wechseljahren die “Reproduktion” stoppen.

Aber dies ist nicht die einzige Hypothese zur  Erklärung für die Wechseljahre. Das Risiko bei der Schwangerschaft  oder  Geburt zu sterben ist ein weiterer Grund  des Prozesses der Vermeidung  von Schwangerschaften im “fortgeschrittenen” Alter.

"Wir sind so an die die Tatsache gewöhnt, dass alle Frauen die Wechseljahre durchleben, dass wir manchmal vergessen, dass dahinter eine seltsame Evolutionstheorie steht, die Beziehung zwischen Schwiegermüttern und Schwiegertöchtern", sagte Andy Russell, ein anderer Autor der Studie.
Im Vergleich zu anderen Tierarten altern  wir Menschen relativ langsam, weil die Menschheitsgeschichte sich unter ökologisch vergleichsweise stabilen Bedingungen mit vergleichsweise geringem extrinsischen Mortalitätsdruck vollzog. Indem wir  uns  im Unterschied zu allen anderen Arten eine lang ausgedehnte postgenerative Zeit „leisten“, altern  wir  zudem besonders  langsam.  Dies wurde möglich, weil uns das biologische Evolutionsgeschehen zu effizienten sozialen  Strategen geformt  hat,  denen sich zunehmend Optionen der Fitnessmaximierung bieten, die nicht auf direkte Fortpflanzung zielen, sondern auf soziale Unterstützung und Einflussnahme.

Überlebenstraining bei Hitze



Um die hohen Temperaturen in diesen Tagen zu bekämpfen  empfehlen wir, sich möglichst im Schatten aufzuhalten, viel zu trinken und nur mässig Sport im Freien zu treiben,  und haben Sie ein besonderes Augenmerk auf Kinder und ältere Menschen, für die ein höheres  Risiko für  Krankheiten besteht, die durch Wärme verursacht werden.

Unter diesen Krankheiten, die durch hohe Temperaturen verursacht werden, befinden sich Sonnenstich, Muskelkrämpfe, Verbrennungen und Ausschläge  oder der  Hitzschlag, bei dem  der Körper die Fähigkeit, seine Temperatur zu regulieren verliert.

Wir empfehlen die Vermeidung  von  Aktivitäten,  die viel  körperlichen Aufwand erfordern oder Sie verlegen sie am besten in die frühen Morgenstunden oder in den  späten Nachmittag.

Halten Sie sich nicht  zu lange in der Sonne auf, besonders während der Mittagshitze von 12 bis 18 Uhr, und wenn es sich nicht vermeiden lässt,  versuchen sie im  Schatten zu laufen und machen Sie regelmäßig Pausen.

Denken Sie an das Risiko sich in einem stehenden Fahrzeug  ohne Klimaanlage in der Mittagshitze aufzuhalten. Die Temperaturen können extrem  ansteigen.

Denken Sie auch daran, dass die Klimaanlage gegen Hitze-Erkrankungen schützt, aber es ist nicht notwendig, die Temperatur  extrem zu senken.

Wir empfehlen die Verwendung  von Sonnenschutzmittel mit einem Lichtschutzfaktor von 15 oder höher, tragen von  leichter  Kleidung, möglichst  Naturfasern (Baumwolle), einer Sonnenbrille  und einer Kopfbedeckung.

Ein weiterer  wichtiger Tipp ist, keinen Alkohol  zu trinken, leichte Mahlzeiten, erfrischende Salate, Gemüse und Obst  zu sich zu nehmen, und trinken Sie mindestens  zwei  Liter Flüssigkeit pro Tag in Form von Wasser, Fruchtsäften oder "Sportgetränken", auch wenn Sie keinen Durst verspüren.

Im Falle von Herzerkrankungen, Bluthochdruck, Leber-oder Nierenerkrankungen, sollten Sie  ihren Arzt über die besten Maßnahmen von Ersatz-Flüssigkeiten, Salzen und Mineralien konsultieren.

Auch der heisseste Sommer findet ein kühles Ende.

Die beste Behandlung gegen Quallen



Hohe Temperaturen und geringe Niederschläge im Winter haben einen dramatischen Anstieg  von Quallen an spanischen Stränden verursacht, vor allem an der Mittelmeerküste. Das Heilmittel gegen die Bisse dieser gallertartigen Körper ist Salzwasser  um die Wunde zu reiningen,  kalte Umschläge, und Salben gegen Schmerzen mit Antihistaminika oder Kortikosteroide zur Verringerung der Entzündung .

Die Verwendung  frischen  Wassers oder Urin, um die Wunde zu reinigen lindert nicht die  Schmerzen . Ebenso ist es nicht gut mit Sand darüber  zureiben oder die Wunde  gar abzudecken . So wird der Ausschlag  und damit das Gift mehr verbreitet.

Die Strände von Murcia, Huelva, Cadiz und Malaga sind einige, die schon unter diesen Schädlingen  und deren  Folgen leiden. Der Grund für ihre Verbreitung im warmen Ozean und dem Mittelmeer ist der Mangel an Regen, wodurch die Menge an  frischem  Wasser in den Küstengebieten erhöht würde . Dies mögen die kleinen Tierchen nicht. Auch ungünstige Winde und erhöhter Giftmüll  begünstigen ihr vermehrtes  Aufkommen.

Die Empfehlung der Experten : Hilfe und Rat von den Mitarbeitern des Roten Kreuzes an den Stränden annehmen und wenn dies nicht möglich ist, auf  die Informationsblätter für den Notfall zurückgreifen.
Die meisten Bisse sehen aus wie ein Peitschenschlag, eine Art von Erosion mit Pusteln , die starken Juckreiz und lokale Schmerzen verursachen.  Bei diesen Sympthomen bleibt es im Allgemeinen ausser  eine kleinen Anzahl von Patienten, die einen anaphylaktischen Schock durch die allergische Reaktion  auf  giftige Quallen  präsentieren können. Denken Sie auch daran, Sie müssen sehr vorsichtig sein mit dem unreifen Immunsystem von Babys und  bei  älteren Menschen, insbesondere diejenigen, die  unter Herz-Kreislaufbeschwerden leiden oder mehrere Medikamente nehmen müssen.

Die Empfehlungen sind: waschen Sie die Stelle mit Salzwasser und legen sie kalte Kompressen auf, um Schmerzen und Juckreiz zu reduzieren, und wenn sie  ein Tentakel sehen, vorsichtig  mit Handschuhen herausziehen, damit die helfende Person  nicht auch verletzt wird. Die Verwendung von Essig kann vorteilhaft sein, weil es hilft die Tentakel  von der Haut zu lösen .

Darüber hinaus geht es dem Patienten deutlich besser, wenn während der ersten 48 oder 72 Std  eine Salbe mit Antihistaminika und Kortikosteroide angewendet  wird. Die Verletzung hält  nicht länger als drei Tage an, starke Schmerzen 30 bis 60 Minuten, können aber bis zu  6 oder 7 Stunden anhalten. In diesem Fall wird empfehlen wir:   ein medizinisches  Zentrum aufzusuchen, um einem möglichen anaphylaktischem  "Schock" vorzubeugen.

Sport bei Herzschwäche


Menschen mit einer Herzschwäche sollten körperliche Belastung meiden - so lautet eine weit verbreitete Ansicht. Forscher der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg haben in einer Studie das Gegenteil gezeigt - und erhielten dafür jetzt den Wilhelm P. Winterstein-Preis.

Nicht Ruhe, sondern Ausdauersport verbessert das Leiden von Patienten mit Herzinsuffizienz. "Außerdem konnte der Nachweis erbracht werden, dass das Ausdauertraining keinesfalls nur jüngeren, sondern auch über 70-jährigen Herzschwäche-Patienten hilft", sagt der Forschungsleiter und stellvertretende Direktor für Innere Medizin III/Kardiologie am Universitätsklinikum Halle, Privatdozent Stephan Gielen.

Für seine Arbeit wurde der Herzspezialist von der Deutschen Herzstiftung mit dem diesjährigen Wilhelm P. Winterstein-Preis ausgezeichnet, wie die Stiftung am 13. Juli in Frankfurt/Main mitteilte. "Die Arbeit liefert die essenzielle Erkenntnis, dass sich der Skelettmuskelabbau durch körperliches Training günstig beeinflussen lässt", erklärte der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Herzstiftung, Professor Thomas Meinertz.

Ein Gutachtergremium hatte die Studie (Circulation 2012; 125: 2716-2727) , in der den Angaben zufolge weltweit erstmals die Mechanismen des Eiweißabbaus im Skelettmuskel bei Patienten mit Herzschwäche untersucht worden seien, aus insgesamt 16 eingereichten Arbeiten ausgewählt.

An der von 2005 bis 2010 laufenden Studie beteiligten sich seinen Angaben zufolge 120 Menschen, davon 60 Patienten mit chronischer Herzschwäche und 60 gesunde Menschen. "Um altersabhängige Effekte untersuchen zu können, gab es zwei Altersgruppen: 55 Jahre und jünger sowie Teilnehmer im Alter von 65 Jahren und älter", sagte der Mediziner.

Quelle: aerztezeitung.de

Blitze - nicht immer tödlich



Derzeit häufen sich die Berichte über Menschen, die in Deutschland von Blitzen getötet worden sind. Dennoch: Vor 50 Jahren erschlugen Blitze in Deutschland jährlich 50 bis 100 Menschen.

Inzwischen ist das Arbeiten auf freiem Feld seltener geworden, und die Statistik weist noch drei bis sieben Blitzopfer pro Jahr aus. Zu den Risikogruppen gehören Golfer, Fischer, Schwimmer, Bootsfahrer, Camper und Wanderer.

Nur in fünf Prozent der Fälle schlägt der Blitz direkt ein, ist dann aber oft tödlich.

Meist lösen indirekte Mechanismen die Verletzungen aus, etwa Kontakt mit dem Objekt, in das der Blitz fährt oder ein Schrittspannungseffekt, wobei zwischen den Füßen eine Potenzialdifferenz entsteht.

Daher der Rat: bei Gewitter im Freien die Füße zusammenstellen und in die Hocke gehen!

Bei Blitzen können Spannungen von 100 Millionen Volt und mehr auftreten. Die Stromstärke einer Hauptentladung beträgt im Schnitt rund 20.000 Ampere.
Doch eine Hauptentladung dauert nur 30 µs, und der große Hautwiderstand schützt den Organismus.

Dadurch wird nur eine relativ geringe Menge an Energie übertragen. Doch 30 Prozent der vom Blitz Getroffenen sterben infolgedessen, und jeder dritte davon ist auf der Stelle tot.

Immerhin 70 Prozent überleben den Schlag. Allerdings haben laut einer Studie bis zu drei Viertel der Davongekommenen mit dauerhaften Folgen zu kämpfen (Resuscitation 2000; 43: 89-93).

Auf adäquate Ventilation achten

In einer aktuellen Studie (Emerg Med Int  2012 doi: 10.1155 / 2012 / 167698) berichten Notfallmediziner von der Universität Bern, dass neben den sehr häufigen unmittelbaren Folgen eines Blitzschlags für das kardiale Reizleitungssystem in Form von Arrhythmien vor allem die Schäden am Atemzentrum lebensgefährlich sind.

Sollten wiederbelebende Maßnahmen erforderlich sein, ist eine adäquate Ventilation bei den betreffenden Patienten ebenso wichtig wie die kardiale Reanimation, um einen sekundären Herzstillstand zu verhindern.

Die Dauer der Apnoe ist für die Prognose womöglich sogar bestimmender als die Länge der Asystolie.

Für die Wiederbelebung nach Blitzschlägen stehen die Chancen besser als bei Kreislaufstillstand aus anderer Ursache. Das mag daran liegen, dass häufig noch bradykarde Rhythmen vorliegen, die einen Minimalkreislauf aufrechterhalten.

Möglich ist auch, dass nach einem Blitztreffer die metabolische Aktivität schlagartig sistiert. Dies könnte die Anoxie-bedingten Degenerationsprozesse verzögern und so die Prognose verbessern.

Weitere Organe und Organsysteme, die nach Blitzschlägen Verletzungen aufweisen können, haben deutsche Rechtsmediziner vor einigen Jahren untersucht (Dtsch Arztebl 2007; 104: A 3545-9).

Haut: Es können Verbrennungen und Verbrühungen aller Schweregrade auftreten. Am häufigsten sind Verbrennungen 1. und 2. Grades. Schwere Verbrennungen sind selten, gelegentlich sind farnkrautartig geformte Lichtenberg-Figuren zu sehen.

Nieren: Direkte Schäden sind selten, häufiger kommt es nach drei bis acht Tagen zu sekundärem Nierenversagen. Meistens ist dies eine Folge der Myoglobinurie, verursacht etwa von Nekrosen der Skelettmuskulatur.

Ohren: In mehr als der Hälfte der Blitzunfälle wird das Hör- oder Gleichgewichtsorgan verletzt. Am häufigsten sind Trommelfell-Rupturen.

Augen: Die häufigste Blitzschädigung der Augen ist die Cataracta electrica. Sie kann sofort oder auch erst nach Jahren auftreten.

Nervensystem: Weil das Nervensystem eine hohe elektrische Leitfähigkeit besitzt, ist es besonders anfällig für Verletzungen nach Blitzschlägen.
Bewusstseinsstörungen stehen im Vordergrund, von Desorientiertheit mit retrograder Amnesie bis zur Bewusstlosigkeit. Paresen bis hin zur Paralyse (Keraunoparalyse) können auftreten.

Auch reflektorische Störungen werden beobachtet. Weite, areaktive Pupillen dürfen nach einem Blitzschlag keinesfalls als Zeichen einer schlechten Prognose, gar des Hirntodes, angesehen werden.

Die Spätfolgen von Blitzunfällen sind wenig erforscht. Beschrieben sind, neben bleibenden körperlichen Schäden, psychische Beschwerden wie Stimmungsschwankungen, kognitive Störungen, Depressionen und phobische Zustände.

In Deutschland läuft dazu eine Studie der "Arbeitsgruppe Blitzschlagverletzungen" an der Universität Regensburg.

Quelle: aerztezeitung.de

Blutdruck und Hirnleistung


Lässt sich bei Menschen über 70 am Blutdruck ablesen, wie geistig fit sie sind? Ja, sagen japanische Forscher. Sie haben in ihrer Studie einen Zusammenhang festgestellt.

In einer Studie mit 201 Senioren im Alter von 70 und darüber hatten japanischen Hypertensiologen deren Blutdruckwerte ein Jahr lang monatlich gemessen.

Alle Probanden wurden zudem auf ihre kognitive Leistungsfähigkeit untersucht. Dafür absolvierten sie den Mini-Mental-State-Test (MMST; Werte von 0 bis 30, Werte ab 24 und darunter sprechen für kognitive Einbußen).

Außerdem stufte man sie anhand der Reisberg-Skala ein (1 bis 7, Werte von 3 bis 7 gelten als leichte bis sehr schwere Demenz).

Je schlechter, desto größer

Bei der Auswertung ergaben sich signifikante Zusammenhänge zwischen der Differenz des maximal und minimal gemessenen systolischen sowie diastolischen Blutdrucks und den kognitiven Funktionen - je schlechter diese, desto größer jene.

Auch der prozentuale Anteil, den die mittlere Schwankung des systolischen Blutdrucks (Standardabweichung) am systolischen Mittelwert aller zwölf Messungen hatte, korrelierte mit den geistigen Leistungen: je größer der Anteil, desto niedriger der MMST-Wert und desto höher die Bewertung mit der Reisberg-Skala.

Als Studienmittelwerte errechneten sich 47,6 mmHg für die Differenz der systolischen und 32,9 mmHg für den Unterschied der diastolischen Messwerte.

Der Anteil der systolischen Standardabweichung am systolischen Mittelwert erreichte durchschnittlich 22,3 Prozent. Schwellenwerte, die den Übergang vom tolerablen zum gefährlichen Bereich markieren würden, sind daraus aber nicht abzuleiten.

Hinweis auf versteifte arterielle Gefäße?

Nicht nur die Höhe des Blutdrucks, sondern auch die Schwankungen des Drucks korrelieren demnach mit kognitiven Beeinträchtigungen.

Folgt man den japanischen Forschern, ist dies vermutlich ein Hinweis auf bereits versteifte arterielle Gefäße. Dies vermindert die Fähigkeit, Druckausschläge nach oben und unten zu dämpfen.

Bekannt ist, dass die weiße Hirnsubstanz auf ungleichmäßige, fluktuierende Perfusion besonders empfindlich reagiert. So kann eine hohe Blutdruckvariabilität selbst dann ischämische Schäden anrichten, wenn die Blutdruckwerte normal sind.

Quelle: aerztezeitung.de

Herzstolpern - wirklich harmlos ?


Das menschliche Herz schlägt beim Erwachsenen jeden Tag etwa 100'000 mal – normalerweise völlig unbemerkt. Gelegentlich kann unser Herz jedoch "klopfen", "stolpern", "rasen" oder aber "Pausen" oder "Aussetzer" machen. Solche Unregelmässigkeiten des Herzrhythmus können als unangenehm und beängstigend empfunden werden. Medizinisch spricht man von "Palpitationen" (lateinisch: Zuckungen). Herzstolpern oder -klopfen bedeutet jedoch nicht, dass wirklich Herzrhythmusstörungen vorliegen. Nicht selten handelt es sich um eine veränderte Wahrnehmung eines noch normalen Herzschlages (z.B. Herzklopfen bei Aufregung oder aus Freude).

Extraschläge (mediz. Extrasystolen) entsprechen einer vorzeitigen elektrischen Erregung des Herzens. Da das vorzeitig erregte Herz sich nicht ganz mit Blut füllen kann, fällt die Pulswelle schwächer aus und ist deshalb nicht oder nur schwach spürbar. Nach dem vorzeitigen Schlag kommt es zu einer entsprechend längeren Pause, was als Aussetzen empfunden wird. Wie der einzelne Mensch diese Herzstolpererverspürt, ist jedoch individuell sehr unterschiedlich.

Extrasystolen sind häufig und glücklicherweise oft harmlos, insbesondere sofern sie selten und nur vereinzelt auftreten und keine andere Herzkrankheit besteht. Extraschläge können jedoch auch Hinweis auf ein echtes Problem am Herzen oder Begleitsymptom einer anderen Krankheit sein. So können ein langjährig erhöhter Blutdruck, ein Herzklappenfehler, ein durchgemachter Herzinfarkt, eine Herzmuskelentzündung oder seltener auch vererbte Herzmuskelerkrankungen zu Herzrhythmusstörungen führen. Die Häufigkeit der unterschiedlichen Formen und Ursachen von Herzrhythmusstörungen sind je nach Alter ganz unterschiedlich. Extraschläge können in den Vorhöfen (supraventrikulär) oder in den Kammern (ventrikulär) entstehen, was bezüglich ihrer möglichen Gefährlichkeit Bedeutung haben kann. Tritt Herzstolpern häufig, lang anhaltend auf und bestehen gleichzeitige Beschwerden wie Schwindel, Atemnot, Brustschmerzen oder sogar Bewusstseinsstörungen, besteht Handlungsbedarf!

Um Herzstolpern abzuklären braucht es eine ausführliche ärztliche Befragung, eine körperliche Untersuchung und die Aufzeichnung einer Herzstromkurve (EKG). Bereits mit diesen einfachen Massnahmen kann oft zwischen einer harmlosen und potentiell gefährlichen Situation unterschieden werden. Ziel von weiterführenden Untersuchungen, für die der Beizug eines Herzspezialisten nötig wird, ist es einerseits den Zusammenhang von bestehenden Beschwerden mit effektiven Herzrhythmusstörungen zu beweisen und andererseits eine Herzerkrankung als Ursache von Rhythmusstörungen zu suchen oder auszuschliessen. Dazu wird z.B. eine Langzeit- oder ein Ereignis-EKG Aufzeichnung durchgeführt. Dies geschieht mit kleinen tragbaren Geräten, welche über Klebe-Elektroden auf der Haut den Herzrhythmus lückenlos über 24 h oder vom Patienten bei Beschwerden ausgelöst aufzeichnen). Der Einsatz der seit kurzem verfügbaren „Herz-Handys“ beschränkt sich auf spezielle Situationen. Mit einem Belastungs-EKG kann der Herzrhythmus unter körperlicher Belastung auf einem Fahrrad oder einem Laufband überprüft werden. Die Ultraschall-Untersuchung des Herzens erlaubt unter anderem die Feststellung von Herzklappenfehlern oder einer gestörten Pumpfunktion des Herzens. In einigen Fällen können auch aufwändigere Untersuchungen sogar mit Krankenhausaufenthalt („Herzkatheter“) notwendig werden.

All diese Abklärungen geben Aufschluss über die Art der Herzrhythmusstörung und ob eine zu Grunde liegende Herzkrankheit besteht. Abhängig vom Resultat wird der Patient über die Bedeutung seiner Beschwerden und eine allfällig nötige Therapie aufgeklärt. Eine Behandlung kann Medikamente oder auch operative Eingriffe bedeuten (z.B. Herzschrittmacher oder Ablation, d.h. Verödung am Herz mittels Katheter). In vielen Fällen ist jedoch gar keine Behandlung nötig und der Patient kann beruhigt werden.

Zusammenfassend kann Herzstolpern normal respektive harmlos oder aber Symptom und Warnsignal einer bedeutsamen Herzkrankheit sein. In jedem Fall sind Herzrhythmusstörungen Ernst zu nehmen und erfordern eine sorgfältige Abklärung in Zusammenarbeit zwischen Patient, Hausarzt und Herzspezialisten.