Blog von Dr. Javier Moreno, Kardiologe und Internist in 07300 Inca / Mallorca, Avda. d'Alcudia, 16-1ºD, Tel. +34 971 500 343 und in Messalut (Manacor) Tel. 971 559 000. e-mail: medininca@yahoo.es
Blutdruck und Hirnleistung
Herzstolpern - wirklich harmlos ?
Immer älter - immer fitter

Das ist nun mal eine gute Nachricht! Wir Menschen werden immer älter, bleiben dabei aber auch länger geistig fit.
Altersdemenz fürchten wir ja inzwischen wie früher die Menschen die Pest. Wohl jeder Ü-40 er wird schon mal irgendwann den Wunsch geäussert haben: bitte, bitte, altwerden ja, aber geistig fit zu sein. Die “Alterdemenz” hängt fast wie ein Damokles-Schwert über unserer eigenen Existenz wie über der Gesellschaft im Allgemeinen. Keiner von uns will “ so enden” und keiner weiss so richtig, wie dieses Ende in und von unserer zukunftigen Gesellschaft aufgefangen werden kann. Nach allen Berechnungen wird der Anteil der Alten in den Industrieländern zweifellos weiter zunehmen, und damit auch die Zahl der Demenzpatienten.
Doch möglicherweise verläuft der Anstieg nicht so rasant wie befürchtet: Neue, erfreuliche Daten legen nahe, dass sich weitaus mehr Menschen über einen Lebensabend in geistiger Gesundheit freuen dürfen.
Nach zwei holländischen Studien über eine Gruppe von 1990 und einer zweiten aus dem Jahr 2000, die die Teilnehmer über 5 Jahre lang auf Demenz untersuchten, war die Inzidenz von 6,6 pro 1000 auf 4,9 por 1000 gesunken. Immerhin um knapp ein Viertel. Zudem war auch noch die Sterberate insgesamt um 37Prozent gesunken.
Obwohl die Menschen in der 2000er Gruppe also länger lebten, bekamen sie seltener eine Demenz – zu erwarten war eigentlich das Gegenteil.
Die Menschen aus der 2000er-Gruppe wiesen ein deutlich größeres Hirnvolumen als die Teilnehmer zehn Jahre zuvor - ein Hinweis, dass neurodegenerative Erkrankungen bei ihnen seltener auftraten.
Eine mögliche Erklärung sehen die Studienautoren um Dr. Monique Breteler von der Erasmus-Universität in Rotterdam vor allem in einer verbesserten medizinischen Versorgung, konkret in der guten Kontrolle vaskulärer Risikofaktoren.
Zwar waren die Menschen in der 2000er-Gruppe dicker!!!, hatten auch häufiger Bluthochdruck!!!! und Diabetes !!!! als die Teilnehmer von 1990, zugleich wurden sie jedoch intensiver medikamentös behandelt: Sie bekamen bis zu sechsmal häufiger Antithrombotika und Statine.
Ausserdem war die Schlaganfallrate deutlich geringer, was auch als Folge einer besseren medizinischen Versorgung zu deuten ist. Da ein Schlaganfall das Demenzrisiko drastisch erhöht, ist dies ebenfalls eine Erklärung für die höhere Demenzinzidenz in der 1990er Gruppe.
Da schliesse ich dann mal daraus, dass, wenn Sie dann noch auf Ihr Gewicht achten, sie mit 80 nicht dicker als heute sind, bestimmt keine Diabetes entwickeln werden und Ihr Blutdruck wird mindestens dem eines 50Jährigen entsprechen.
Und noch etwas: Ihre Senioren-Pillendose mit der praktischen Einteilung für 7 Tage 3x täglich mit den 9 kleinen, grossen, bunten Tabletten täglich können Sie entsorgen, weil Sie bestimmt keine brauchen!!!!!
Quelle: www.springermedizin.de
Jogger leben einfach länger!!

Die gute Nachricht ist eben diese: Sie können Ihr Leben (statistisch gesehen wenigstens) verlängern. Die schlechte Nachricht ist, dass Sie dafür was tun müssen. Aber eben doch nicht sooooviel, dass Sie jetzt gleich abwinken. Vor allem, wenn Sie erfahren, wieviel Lebenszeit dabei herauskommen kann. … Das war kurzgesagt die Pressemitteilung von Dr. Peter Schnohr aus Kopenhagen von der Europäischen Gesellschaft für Kardiologie (ESC).
Zwischen 1976 und 2003 sind Daten per Fragebogen von insgesamt 20.000 Einwohnern der dänischen Hauptstadt untersucht worden (Copenhagen City Heart Study). Dabei verglich man in der aktuellen Analyse die Sterberaten bei 1116 männlichen und 762 weiblichen Joggern mit denen der Nicht-Jogger.
Innerhalb eines Beobachtungszeitraums von bis zu 35 Jahren registrierten die Untersucher 10.158 Todesfälle bei den Nicht-Joggern und 122 in der wesentlich kleineren Gruppe der Jogger.
Vereinfacht gesagt, war das Sterberisiko der Jogger um 44 Prozent niedriger war als das der Nicht-Jogger.
Positiv ausgedrückt und sehr anschaulich: der absolute Überlebensvorteil: Männliche Jogger lebten im Schnitt 6,2 Jahre und weibliche Jogger 5,6 Jahre länger als ihre nicht-joggenden Zeitgenossen. Das sind allemal eindrückliche Zahlen.
Raus kam dabei aber auch, dass sowohl Lauf-Faulheit wie extrem viel Rennerei die Kurve der Mortalität ansteigen lässt.
Das Optimum liegt also wieder einmal in der Mitte: Bei Joggern, die zwei- bis dreimal pro Woche für die Dauer von insgesamt 1 bis 2,5 Stunden auf die Piste gingen, war die Mortalität relativ am niedrigsten.
Wer also immer noch nicht mit dem Joggen begonnen hat, aber eigentlich 100 Jahre alt werden möchte, der sehe sich diese Zahlen doch noch mal genau an. Machbar ist es! Just do it.
Sie wissen es ja eigentlich schon lange: Vogel fliegt, Fisch schwimmt, Mensch läuft.
Quelle: http://americannewsreport.com/regular-jogging-dramatically-increases-life-expectancy-8814088.html
Zeitbombe Diabetes
Herzgruppe Can Picafort 2012
Da die maximale Gruppenstärke bei 30 Patienten liegt, wählen die Patienten zwischen Training oder anderen anderen Aktivitäten.
Después de la fase de ejercicios progresiva vienen los estiramientos.
Kino für Demenzkranke
Mein Grossvater starb vor langen Jahren an “Alzheimer”. Ich glaube, damals kannten viele noch nicht einmal diesen Ausdruck. Mein Vater weiss inzwischen (oder weiss es NOCH) um sein “ Erbe”, mit dem er sich seit einigen Jahren nun tagtäglich auseinanderzusetzen hat. Und ich hatte mal eine Oma Ilse; die wäre heute, am 06. März 100 Jahre alt geworden!
Das alles ist zuviel Zufall, als dass ich nicht über dieses grossartige Projekt von Sophie Rosentreter, einer jungen TV-Autorin, geradezu schreiben MÜSSTE!
Diese tolle Frau hat aus dem, was ihre eigene Oma Ilse mal für sie bedeutete und langen eigenen Beobachtungen und Recherchen in Zusammenarbeit mit dem Gerontologen und Mitbegründer der deutschen Alzheimer-Gesellschaft Jens Bruder und anderen ein bewundernswertes Projekt gemacht: “Omas weite Welt”. Das sind …
Und 50 andere Filmthemen warten auf ihre Realisierung…
Das Projekt hat mich schwer begeistert. Wer sich für mehr Information interessiert, findet die in der Ärztezeitung (http://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/demenz/article/806576/tierpark-szenen-beruhigen-demenzpatienten.html) und in www.ilsesweitewelt.de
Karneval ohne Hangover?
Der Karnevalist tobt in diesen Tagen in Deutschland und auf Mallorca (in Palma war ja gestern der offizielle Karnevalsumzug) und überall, wo der Katholizismus seinen tiefgreifenden Einfluss ausübt oder die Leute einfach Spass haben wollen ... und mit Helau und Kölle Alaf, schunkeln, trinken, Stunksitzungen etc. geht das eventuell schon seit Tagen bei Ihnen! Wer noch munter dabei ist, sich aber schon mal vorbereiten will gegen den vollständigen Absturz, der merke sich vielleicht "Blowfish". Ein Rezept, das sich in den USA zum Hit gegen extremen Kater entwickelt. Das jedenfalls behauptet die Erfinderin, Brenna Haysom, auf ihrer Seite forhangovers.com. Brenda Hayson ist Bankerin und ehemalige Harvard-Absolventin und nach eigenen Angaben öfter schwer after-work-party-Geschädigte.
Harvard-Absolventen sind gemeinhin kluge Menschen. Und Banker sind auch manchmal schlau. Deshalb hat sie zusammen mit dem privaten Unternehmen Rally Labs LLC "Blowfish" entwickelt und bietet nun dieses ultimative, von der US-Arzneibehörde anerkannte Produkt gegen den Katzenjammer für drei US-Dollar auf dem amerikanischen und kanadischen Markt v.a. per Internet an.
Diese wunderbare Arznei enthält in mehreren Tabletten 1000 mg ASS, 120 mg Koffein und ein Antacidum, um den Magen zu beruhigen.
Aus dem Westen nichts Neues
Kritiker merken allerdings an, dass die Kombination eigentlich ein alter Hut sei.
Zitiert sei Dr. Timothy Boyer vom Internetportal Emaxhealth: "Das Angebot unterscheidet sich nicht davon, seinen um Vergebung nachsuchenden betrunkenen Hintern aus dem Bett zu zerren, sich eine Tasse Kaffee einzuschütten und damit zwei Aspirin sowie ein Antacidum hinunterzustürzen".
Probieren Sie es einfach im Notfall aus!
Wir wünschen alleln Karnevals-fans einen schönen Rosenmontag!
Ohren auf im Strassenverkehr?
Wandern auf Mallorca
Viele Mallorca-Residenten wissen es, aber an dieser Stelle möchten wir noch einmal informieren: oben im Nordosten der Insel gibt es schon seit langem einen Wandertreff, der Ihnen regelmässig die Möglichkeit bietet, raus in die Natur zu kommen, sich zu bewegen, und Leute zu treffen oder kennenzulernen.
Die Wanderungen dauern ca. 2, maximal 3 Stunden. Gewandert wird in flachem Gelände mit Steigungen bis maximal 200m. Stabilen Herzpatienten, die daran teilnehmen möchten, empfehlen wir in jedem Fall eine Rücksprache mit dem Kardiologen Ihres Vertrauens.
Das Beste: die Wanderungen sind kostenfrei!!!
Wer Lust hat, kann sich sogar die Wanderungen der Freitagsgruppe (die momentan aber komplett ist) im Internet ansehen, oder unter www.mallorcapost.de (Freitagswanderungen).
Wann: Dienstags, 10'00 Uhr
Treffpunkt: Artà, im "polígono industrial" am 1. Kreisel
Kontakt: Telefon: 971 83 50 58
oder email: e.bock@mallorcapost.de
Und - was machen Ihre Leberwerte?
Da der Karneval und die sinnvolle Phase einer gewissen Enthaltsamkeit noch eine Weile auf uns warten muss, möchte ich Ihnen ein paar Ziffern mit auf den Weg geben, die es vielleicht leichter machen, dass ein oder andere Gläschen zu vermeiden.
Alkohol verursacht nämlich immerhin fast vier Prozent aller Todesfälle weltweit. Das sind 2,5 Millionen Tote pro Jahr. Und das ist mehr als die Zahl der Todesfälle durch Aids, durch Tuberkulose oder durch Gewaltverbrechen… Von diesen Alkoholopfern sind hunderttausende Jugendliche.
Die Welt-Gesundheits-Organisation WHO beklagt, dass viele Länder noch immer viel zu lax mit dem Problem Alkohol umgehen und kein stimmiges Präventions- noch Kontrollprogramm haben oder anwenden. Und damit verkennen, dass Verkehrsunfälle, häusliche Gewalt, Krankheiten, Kindermisshandlung, oder Ausfallzeiten am Arbeitsplatz kein individuelles Problem sind sondern zu einem sozialen Problem werden, dass der Gesellschaft insgesamt grossen Schaden zufügt.
Ein Baby so gross wie ein IPhone
Die Mädchen hatten Vorteile, so die Ärzte, eben weil sie Mädchen sind. Weibliche Frühgeborene entwickeln sich häufig besser als Jungen. Und die Schwangerschaft war bei beiden Müttern relativ weit fortgeschritten. Vor der Geburt hatten die Schwangeren zudem Steroide eingenommen, was die Lungen und Hirne der ungeborenen Mädchen schneller reifen ließ. Der Grund für die frühen Geburten: beide Mütter hatten als Schwangere Präklampsie (eine Komplikation, die bei der Mutter Bluthochdruck auslöst). Wegen des verminderten Blutflusses in der Placenta kam es zu Wachstumsverzögerungen. Normalerweise hätten die beiden schon in der 18. Woche ihr Geburtsgewicht haben müssen.
Madeline hatte kaum Chancen auf ein Leben. Nach 122 Tagen Intensivstpflege auf der Frühgeborenenstation wurde sie entlassen mit einem Gewicht von etwas mehr als zwei Kilogramm, der Tag ihrer zweiten Geburt, sozusagen. Danach wurde es still um das kleine Ding.
Die betreuenden Ärzte vom Loyola University Medical Center (Illinois, USA), wo beide Mädchen geboren und betreut wurden, entschieden irgendwann, die Geschichte der beiden ungewöhnlichen Fälle zu veröffentlichen. Mit drei Jahren, so stellte sich heraus, wiesen sie ihrem Alter angemessene motorische und sprachliche Fähigkeiten auf. Und auch in ihrem weiteren Lebenslauf entspricht ihre Entwicklung dem anderer “normaler” Kinder.
Und das Erfreulichste ist: die heute 20-jährige Madeline ist Psychologiestudentin und auch Rumaisa besucht die normale Schule. Der einzige Unterschied zu ihren Altersgenossen ist ihr Gewicht und ihre Grösse.
Trotz aller Freude über diese Daten erkennen die Ärzte an, dass beide Fälle absolute Ausnahmefälle sind. Zu ihren Gunsten hinsichtlich ihrer Entwicklung sprach z. Bsp. die Länge der Schwangerschaft. Das geringe Gewicht war “nur” eine Konsequenz der Krankheit ihrer Mutter. Und beide erhielten vor ihrer verfrühten Geburt eine Therapie, um ihre Chancen nach der Geburt zu vergrössern. Und beide waren eben Mädchen…
Deshalb sind diese beiden Fälle nicht mit anderen vergleichbar. Dennoch verweisen die beteiligten Ärzte auf die grossen Fortschritte, die in den letzten Jahren in diesem Bereich gemacht wurden und fordern eine neue Diskussion um die anzuwendenden Parameter im Thema Lebensfähigkeit von Föten.
Ein schwieriges und grossartiges Diskussionsthema… , wenn man sich das obige Foto von Madeline ansieht.








