Blitze - nicht immer tödlich



Derzeit häufen sich die Berichte über Menschen, die in Deutschland von Blitzen getötet worden sind. Dennoch: Vor 50 Jahren erschlugen Blitze in Deutschland jährlich 50 bis 100 Menschen.

Inzwischen ist das Arbeiten auf freiem Feld seltener geworden, und die Statistik weist noch drei bis sieben Blitzopfer pro Jahr aus. Zu den Risikogruppen gehören Golfer, Fischer, Schwimmer, Bootsfahrer, Camper und Wanderer.

Nur in fünf Prozent der Fälle schlägt der Blitz direkt ein, ist dann aber oft tödlich.

Meist lösen indirekte Mechanismen die Verletzungen aus, etwa Kontakt mit dem Objekt, in das der Blitz fährt oder ein Schrittspannungseffekt, wobei zwischen den Füßen eine Potenzialdifferenz entsteht.

Daher der Rat: bei Gewitter im Freien die Füße zusammenstellen und in die Hocke gehen!

Bei Blitzen können Spannungen von 100 Millionen Volt und mehr auftreten. Die Stromstärke einer Hauptentladung beträgt im Schnitt rund 20.000 Ampere.
Doch eine Hauptentladung dauert nur 30 µs, und der große Hautwiderstand schützt den Organismus.

Dadurch wird nur eine relativ geringe Menge an Energie übertragen. Doch 30 Prozent der vom Blitz Getroffenen sterben infolgedessen, und jeder dritte davon ist auf der Stelle tot.

Immerhin 70 Prozent überleben den Schlag. Allerdings haben laut einer Studie bis zu drei Viertel der Davongekommenen mit dauerhaften Folgen zu kämpfen (Resuscitation 2000; 43: 89-93).

Auf adäquate Ventilation achten

In einer aktuellen Studie (Emerg Med Int  2012 doi: 10.1155 / 2012 / 167698) berichten Notfallmediziner von der Universität Bern, dass neben den sehr häufigen unmittelbaren Folgen eines Blitzschlags für das kardiale Reizleitungssystem in Form von Arrhythmien vor allem die Schäden am Atemzentrum lebensgefährlich sind.

Sollten wiederbelebende Maßnahmen erforderlich sein, ist eine adäquate Ventilation bei den betreffenden Patienten ebenso wichtig wie die kardiale Reanimation, um einen sekundären Herzstillstand zu verhindern.

Die Dauer der Apnoe ist für die Prognose womöglich sogar bestimmender als die Länge der Asystolie.

Für die Wiederbelebung nach Blitzschlägen stehen die Chancen besser als bei Kreislaufstillstand aus anderer Ursache. Das mag daran liegen, dass häufig noch bradykarde Rhythmen vorliegen, die einen Minimalkreislauf aufrechterhalten.

Möglich ist auch, dass nach einem Blitztreffer die metabolische Aktivität schlagartig sistiert. Dies könnte die Anoxie-bedingten Degenerationsprozesse verzögern und so die Prognose verbessern.

Weitere Organe und Organsysteme, die nach Blitzschlägen Verletzungen aufweisen können, haben deutsche Rechtsmediziner vor einigen Jahren untersucht (Dtsch Arztebl 2007; 104: A 3545-9).

Haut: Es können Verbrennungen und Verbrühungen aller Schweregrade auftreten. Am häufigsten sind Verbrennungen 1. und 2. Grades. Schwere Verbrennungen sind selten, gelegentlich sind farnkrautartig geformte Lichtenberg-Figuren zu sehen.

Nieren: Direkte Schäden sind selten, häufiger kommt es nach drei bis acht Tagen zu sekundärem Nierenversagen. Meistens ist dies eine Folge der Myoglobinurie, verursacht etwa von Nekrosen der Skelettmuskulatur.

Ohren: In mehr als der Hälfte der Blitzunfälle wird das Hör- oder Gleichgewichtsorgan verletzt. Am häufigsten sind Trommelfell-Rupturen.

Augen: Die häufigste Blitzschädigung der Augen ist die Cataracta electrica. Sie kann sofort oder auch erst nach Jahren auftreten.

Nervensystem: Weil das Nervensystem eine hohe elektrische Leitfähigkeit besitzt, ist es besonders anfällig für Verletzungen nach Blitzschlägen.
Bewusstseinsstörungen stehen im Vordergrund, von Desorientiertheit mit retrograder Amnesie bis zur Bewusstlosigkeit. Paresen bis hin zur Paralyse (Keraunoparalyse) können auftreten.

Auch reflektorische Störungen werden beobachtet. Weite, areaktive Pupillen dürfen nach einem Blitzschlag keinesfalls als Zeichen einer schlechten Prognose, gar des Hirntodes, angesehen werden.

Die Spätfolgen von Blitzunfällen sind wenig erforscht. Beschrieben sind, neben bleibenden körperlichen Schäden, psychische Beschwerden wie Stimmungsschwankungen, kognitive Störungen, Depressionen und phobische Zustände.

In Deutschland läuft dazu eine Studie der "Arbeitsgruppe Blitzschlagverletzungen" an der Universität Regensburg.

Quelle: aerztezeitung.de

Blutdruck und Hirnleistung


Lässt sich bei Menschen über 70 am Blutdruck ablesen, wie geistig fit sie sind? Ja, sagen japanische Forscher. Sie haben in ihrer Studie einen Zusammenhang festgestellt.

In einer Studie mit 201 Senioren im Alter von 70 und darüber hatten japanischen Hypertensiologen deren Blutdruckwerte ein Jahr lang monatlich gemessen.

Alle Probanden wurden zudem auf ihre kognitive Leistungsfähigkeit untersucht. Dafür absolvierten sie den Mini-Mental-State-Test (MMST; Werte von 0 bis 30, Werte ab 24 und darunter sprechen für kognitive Einbußen).

Außerdem stufte man sie anhand der Reisberg-Skala ein (1 bis 7, Werte von 3 bis 7 gelten als leichte bis sehr schwere Demenz).

Je schlechter, desto größer

Bei der Auswertung ergaben sich signifikante Zusammenhänge zwischen der Differenz des maximal und minimal gemessenen systolischen sowie diastolischen Blutdrucks und den kognitiven Funktionen - je schlechter diese, desto größer jene.

Auch der prozentuale Anteil, den die mittlere Schwankung des systolischen Blutdrucks (Standardabweichung) am systolischen Mittelwert aller zwölf Messungen hatte, korrelierte mit den geistigen Leistungen: je größer der Anteil, desto niedriger der MMST-Wert und desto höher die Bewertung mit der Reisberg-Skala.

Als Studienmittelwerte errechneten sich 47,6 mmHg für die Differenz der systolischen und 32,9 mmHg für den Unterschied der diastolischen Messwerte.

Der Anteil der systolischen Standardabweichung am systolischen Mittelwert erreichte durchschnittlich 22,3 Prozent. Schwellenwerte, die den Übergang vom tolerablen zum gefährlichen Bereich markieren würden, sind daraus aber nicht abzuleiten.

Hinweis auf versteifte arterielle Gefäße?

Nicht nur die Höhe des Blutdrucks, sondern auch die Schwankungen des Drucks korrelieren demnach mit kognitiven Beeinträchtigungen.

Folgt man den japanischen Forschern, ist dies vermutlich ein Hinweis auf bereits versteifte arterielle Gefäße. Dies vermindert die Fähigkeit, Druckausschläge nach oben und unten zu dämpfen.

Bekannt ist, dass die weiße Hirnsubstanz auf ungleichmäßige, fluktuierende Perfusion besonders empfindlich reagiert. So kann eine hohe Blutdruckvariabilität selbst dann ischämische Schäden anrichten, wenn die Blutdruckwerte normal sind.

Quelle: aerztezeitung.de

Herzstolpern - wirklich harmlos ?


Das menschliche Herz schlägt beim Erwachsenen jeden Tag etwa 100'000 mal – normalerweise völlig unbemerkt. Gelegentlich kann unser Herz jedoch "klopfen", "stolpern", "rasen" oder aber "Pausen" oder "Aussetzer" machen. Solche Unregelmässigkeiten des Herzrhythmus können als unangenehm und beängstigend empfunden werden. Medizinisch spricht man von "Palpitationen" (lateinisch: Zuckungen). Herzstolpern oder -klopfen bedeutet jedoch nicht, dass wirklich Herzrhythmusstörungen vorliegen. Nicht selten handelt es sich um eine veränderte Wahrnehmung eines noch normalen Herzschlages (z.B. Herzklopfen bei Aufregung oder aus Freude).

Extraschläge (mediz. Extrasystolen) entsprechen einer vorzeitigen elektrischen Erregung des Herzens. Da das vorzeitig erregte Herz sich nicht ganz mit Blut füllen kann, fällt die Pulswelle schwächer aus und ist deshalb nicht oder nur schwach spürbar. Nach dem vorzeitigen Schlag kommt es zu einer entsprechend längeren Pause, was als Aussetzen empfunden wird. Wie der einzelne Mensch diese Herzstolpererverspürt, ist jedoch individuell sehr unterschiedlich.

Extrasystolen sind häufig und glücklicherweise oft harmlos, insbesondere sofern sie selten und nur vereinzelt auftreten und keine andere Herzkrankheit besteht. Extraschläge können jedoch auch Hinweis auf ein echtes Problem am Herzen oder Begleitsymptom einer anderen Krankheit sein. So können ein langjährig erhöhter Blutdruck, ein Herzklappenfehler, ein durchgemachter Herzinfarkt, eine Herzmuskelentzündung oder seltener auch vererbte Herzmuskelerkrankungen zu Herzrhythmusstörungen führen. Die Häufigkeit der unterschiedlichen Formen und Ursachen von Herzrhythmusstörungen sind je nach Alter ganz unterschiedlich. Extraschläge können in den Vorhöfen (supraventrikulär) oder in den Kammern (ventrikulär) entstehen, was bezüglich ihrer möglichen Gefährlichkeit Bedeutung haben kann. Tritt Herzstolpern häufig, lang anhaltend auf und bestehen gleichzeitige Beschwerden wie Schwindel, Atemnot, Brustschmerzen oder sogar Bewusstseinsstörungen, besteht Handlungsbedarf!

Um Herzstolpern abzuklären braucht es eine ausführliche ärztliche Befragung, eine körperliche Untersuchung und die Aufzeichnung einer Herzstromkurve (EKG). Bereits mit diesen einfachen Massnahmen kann oft zwischen einer harmlosen und potentiell gefährlichen Situation unterschieden werden. Ziel von weiterführenden Untersuchungen, für die der Beizug eines Herzspezialisten nötig wird, ist es einerseits den Zusammenhang von bestehenden Beschwerden mit effektiven Herzrhythmusstörungen zu beweisen und andererseits eine Herzerkrankung als Ursache von Rhythmusstörungen zu suchen oder auszuschliessen. Dazu wird z.B. eine Langzeit- oder ein Ereignis-EKG Aufzeichnung durchgeführt. Dies geschieht mit kleinen tragbaren Geräten, welche über Klebe-Elektroden auf der Haut den Herzrhythmus lückenlos über 24 h oder vom Patienten bei Beschwerden ausgelöst aufzeichnen). Der Einsatz der seit kurzem verfügbaren „Herz-Handys“ beschränkt sich auf spezielle Situationen. Mit einem Belastungs-EKG kann der Herzrhythmus unter körperlicher Belastung auf einem Fahrrad oder einem Laufband überprüft werden. Die Ultraschall-Untersuchung des Herzens erlaubt unter anderem die Feststellung von Herzklappenfehlern oder einer gestörten Pumpfunktion des Herzens. In einigen Fällen können auch aufwändigere Untersuchungen sogar mit Krankenhausaufenthalt („Herzkatheter“) notwendig werden.

All diese Abklärungen geben Aufschluss über die Art der Herzrhythmusstörung und ob eine zu Grunde liegende Herzkrankheit besteht. Abhängig vom Resultat wird der Patient über die Bedeutung seiner Beschwerden und eine allfällig nötige Therapie aufgeklärt. Eine Behandlung kann Medikamente oder auch operative Eingriffe bedeuten (z.B. Herzschrittmacher oder Ablation, d.h. Verödung am Herz mittels Katheter). In vielen Fällen ist jedoch gar keine Behandlung nötig und der Patient kann beruhigt werden.

Zusammenfassend kann Herzstolpern normal respektive harmlos oder aber Symptom und Warnsignal einer bedeutsamen Herzkrankheit sein. In jedem Fall sind Herzrhythmusstörungen Ernst zu nehmen und erfordern eine sorgfältige Abklärung in Zusammenarbeit zwischen Patient, Hausarzt und Herzspezialisten.

Immer älter - immer fitter

Das ist nun mal eine gute Nachricht! Wir Menschen werden immer älter, bleiben dabei aber auch länger geistig fit.

Altersdemenz fürchten wir ja inzwischen wie früher die Menschen die Pest. Wohl jeder Ü-40 er wird schon mal irgendwann den Wunsch geäussert haben: bitte, bitte, altwerden ja, aber geistig fit zu sein. Die “Alterdemenz” hängt fast wie ein Damokles-Schwert über unserer eigenen Existenz wie über der Gesellschaft im Allgemeinen. Keiner von uns will “ so enden” und keiner weiss so richtig, wie dieses Ende in und von unserer zukunftigen Gesellschaft aufgefangen werden kann. Nach allen Berechnungen wird der Anteil der Alten in den Industrieländern zweifellos weiter zunehmen, und damit auch die Zahl der Demenzpatienten.

Doch möglicherweise verläuft der Anstieg nicht so rasant wie befürchtet: Neue, erfreuliche Daten legen nahe, dass sich weitaus mehr Menschen über einen Lebensabend in geistiger Gesundheit freuen dürfen.

Nach zwei holländischen Studien über eine Gruppe von 1990 und einer zweiten aus dem Jahr 2000, die die Teilnehmer über 5 Jahre lang auf Demenz untersuchten, war die Inzidenz von 6,6 pro 1000 auf 4,9 por 1000 gesunken. Immerhin um knapp ein Viertel. Zudem war auch noch die Sterberate insgesamt um 37Prozent gesunken.

Obwohl die Menschen in der 2000er Gruppe also länger lebten, bekamen sie seltener eine Demenz – zu erwarten war eigentlich das Gegenteil.

Die Menschen aus der 2000er-Gruppe wiesen ein deutlich größeres Hirnvolumen als die Teilnehmer zehn Jahre zuvor - ein Hinweis, dass neurodegenerative Erkrankungen bei ihnen seltener auftraten.

Eine mögliche Erklärung sehen die Studienautoren um Dr. Monique Breteler von der Erasmus-Universität in Rotterdam vor allem in einer verbesserten medizinischen Versorgung, konkret in der guten Kontrolle vaskulärer Risikofaktoren.

Zwar waren die Menschen in der 2000er-Gruppe dicker!!!, hatten auch häufiger Bluthochdruck!!!! und Diabetes !!!! als die Teilnehmer von 1990, zugleich wurden sie jedoch intensiver medikamentös behandelt: Sie bekamen bis zu sechsmal häufiger Antithrombotika und Statine.

Ausserdem war die Schlaganfallrate deutlich geringer, was auch als Folge einer besseren medizinischen Versorgung zu deuten ist. Da ein Schlaganfall das Demenzrisiko drastisch erhöht, ist dies ebenfalls eine Erklärung für die höhere Demenzinzidenz in der 1990er Gruppe.

Da schliesse ich dann mal daraus, dass, wenn Sie dann noch auf Ihr Gewicht achten, sie mit 80 nicht dicker als heute sind, bestimmt keine Diabetes entwickeln werden und Ihr Blutdruck wird mindestens dem eines 50Jährigen entsprechen.

Und noch etwas: Ihre Senioren-Pillendose mit der praktischen Einteilung für 7 Tage 3x täglich mit den 9 kleinen, grossen, bunten Tabletten täglich können Sie entsorgen, weil Sie bestimmt keine brauchen!!!!!

Quelle: www.springermedizin.de

Jogger leben einfach länger!!


Die gute Nachricht ist eben diese: Sie können Ihr Leben (statistisch gesehen wenigstens) verlängern. Die schlechte Nachricht ist, dass Sie dafür was tun müssen. Aber eben doch nicht sooooviel, dass Sie jetzt gleich abwinken. Vor allem, wenn Sie erfahren, wieviel Lebenszeit dabei herauskommen kann. … Das war kurzgesagt die Pressemitteilung von Dr. Peter Schnohr aus Kopenhagen von der Europäischen Gesellschaft für Kardiologie (ESC).

Zwischen 1976 und 2003 sind Daten per Fragebogen von insgesamt 20.000 Einwohnern der dänischen Hauptstadt untersucht worden (Copenhagen City Heart Study). Dabei verglich man in der aktuellen Analyse die Sterberaten bei 1116 männlichen und 762 weiblichen Joggern mit denen der Nicht-Jogger.

Innerhalb eines Beobachtungszeitraums von bis zu 35 Jahren registrierten die Untersucher 10.158 Todesfälle bei den Nicht-Joggern und 122 in der wesentlich kleineren Gruppe der Jogger.

Vereinfacht gesagt, war das Sterberisiko der Jogger um 44 Prozent niedriger war als das der Nicht-Jogger.

Positiv ausgedrückt und sehr anschaulich: der absolute Überlebensvorteil: Männliche Jogger lebten im Schnitt 6,2 Jahre und weibliche Jogger 5,6 Jahre länger als ihre nicht-joggenden Zeitgenossen. Das sind allemal eindrückliche Zahlen.

Raus kam dabei aber auch, dass sowohl Lauf-Faulheit wie extrem viel Rennerei die Kurve der Mortalität ansteigen lässt.

Das Optimum liegt also wieder einmal in der Mitte: Bei Joggern, die zwei- bis dreimal pro Woche für die Dauer von insgesamt 1 bis 2,5 Stunden auf die Piste gingen, war die Mortalität relativ am niedrigsten.

Wer also immer noch nicht mit dem Joggen begonnen hat, aber eigentlich 100 Jahre alt werden möchte, der sehe sich diese Zahlen doch noch mal genau an. Machbar ist es! Just do it.

Sie wissen es ja eigentlich schon lange: Vogel fliegt, Fisch schwimmt, Mensch läuft.

Quelle: http://americannewsreport.com/regular-jogging-dramatically-increases-life-expectancy-8814088.html

Zeitbombe Diabetes


Jeden Tag erkranken in Deutschland 700 Menschen neu an Diabetes. Das bedeutet, wenn sich der Trend fortsetzt, wird sich die Zahl der Diabeteskranken bei uns von heute etwa 7,5 Millionen bis zum Jahr 2030 auf 14 Millionen fast verdoppeln. Und das ist nach Ansicht der Experten eine wahre Zeitbombe. Denn abgesehen vom schweren Leid der Betroffenen, würde diese Tatsache das deutsche Gesundheitssystem pleite gehen lassen. Denn Diabetes ist nicht nur das, sondern ist auch Herzinfarkt, Schlaganfall, Erblindung, Amputationen… Nur, die Brisanz dieses Themas sei im Bewusstsein der Politik noch nicht angekommen.

Die Möglichkeiten, dem etwas entgegenzusetzen, erscheinen nicht besonders originell: die Fachleute setzen auf Prävention und konsequente Therapie. Nur dann lasse sich das Ausmaß von Erkrankungen und Komplikationen in den nächsten Jahren noch eindämmen.

Nun zieht das Wort Prävention in der Bevölkerung nicht unbedingt wie die Eröffnung eines neuen Apple-stores. Und die Vermarktung von Diabetes-Prävention ist wohl auch eine ganz andere Geschichte als die eines neuen high-tech-Produktes. Deshalb setzen die Mediziner von “Patient Journey”, eine Initiative der Charité Universitätsmedizin und dem Unternehmen Lilly auf die Politik. Ausgerechnet die Politiker sollen nun mit Diabetes-Experten zusammengebracht werden, um vordringliche Probleme zu diskutieren.

Dabei sollen solche Themen bearbeitet werden wie Diabetes-Vorbeugung, Vermeidung fataler und kostenspieliger Folgeerkrankungen sowie die Ausbildung der zukünftig notwendigen Zahl an Diabetologen. Damit könnte dann ein “Nationaler Diabetesplan" gestartet werden.

Jens Spahn, gesundheitspolitischer Sprecher der CDU-Bundestagsfraktion, hat dafür ein positives Beispiel in Finnland gefunden. Dort hätten sich Politik und Industrie zusammengesetzt, mit dem Ziel, z. Bsp. den Salzgehalt in Lebensmitteln zu senken, um zum Beispiel die Inzidenz von Hypertonie und Schlaganfall zu verringern. In der Bundesfraktion der Grünen andererseits setzt man eher auf Mittel wie die Ampel-Kennzeichnung, um auf hochkalorische Schritte hinzuweisen.
Alle möglichen Vorschläge gibt es für eine aktualisierte Ernährungspolitik, nur ein einheitliches Konzept zu entwickeln und durchzusetzen, wird wohl schwierig werden, da sich Parteien und Industrie gegenseitig die Vorschläge zunichte machen.

Diabetologen wie Professor Thomas Danne aus Hannover sehen noch ein ganz anderes Problem, was in der politischen Bearbeitung noch überhaupt nicht stattgefunden hat: das soziale Gefälle.
Wie so oft stellen sie fest: "Besserverdienende wissen, wie man Adipositas und Diabetes vorbeugt; die anderen kriegen es aber nicht hin". Und um Menschen vor ungesunder Lebensweise besser zu schützen, setzt er sich zum Beispiel für die Besteuerung stark zuckerhaltiger Lebensmittel ein, aber auch für Einschränkungen bei der Werbung für Lebensmittel von Kindern.
Weiterhin fordert er die tägliche(!)Stunde Schulsport oder auch Qualitätsstandards bei der Schulverpflegung, etwa ein Verkaufsverbot zuckerhaltiger Limonaden in Schulen. Dieselben Probleme und Chancen sieht er aber auch in den Betrieben.

Aber noch fehlt nach Meinung der Verantwortlichen das grosse übergeordnete Ziel, mit dem sie in der Bevölkerung arbeiten können. Wie z. Bsp. die gelungene Kampagne beim Nichtraucherschutz. Die meisten von uns werden sich erinnern: Rauchen war viele Jahre völlig akzeptiert, sogar in der Schule (oh, ja, eine offizielle Raucherecke für die Schüler hatten wir auch, gleich neben der Turnhalle!). Noch vor 20 Jahren war Nichtraucherschutz in Betrieben eine verspinnerte Lachnummer oder die Vorkämpfer bekamen auch mal richtigen Ärger. Doch mit den heutigen Regelungen haben sich die Raucher in den Betrieben schon um zehn Prozent reduziert.

Mein Fazit: Wenn Sie zu denjenigen Menschen gehören, die sich nicht so richtig gern auf Politiker verlassen – tun Sie einfach selbst was. Informationen gibt es genug beim Arzt, im Netz, etc. 
Quelle: aerztezeitung.de 

Herzgruppe Can Picafort 2012


Unsere deutschen Patienten sind wieder in Can Picafort eingetroffen.  




Schon seit sechs Jahren verwirklichen wir im Reha-Hotel Can Picafort Palace das Motto Gesundheitstourismus.


In diesem Jahr sind 92 Patienten gekommen. Alle leiden an einer Herzkrankheit und die meisten sind sogar am Herzen operiert.


Alle sind Mitglieder von Herzgruppen in Deutschland.



In den Herzgruppen treffen sie sich einmal wöchentlich, um für eineinhalb Stunden gemeinsam zu trainieren.


La dinámica de grupo que se crea en estos grupos y la sensación de no estar solos con su enfermedad, ayuda a muchos a superar los problemas de salud.


Wir haben zwei Gruppen gebildet: eine "Trainingsgruppe" mit gut belastbaren Patienten und eine Übungsgruppe für diejenigen, die in ihrer Leistungsfähigkeit durch Alter oder durch Krankheit etwas eingeschränkt sind.
Da die maximale Gruppenstärke bei 30 Patienten liegt, wählen die Patienten zwischen Training oder anderen anderen Aktivitäten.



Monika Steiger, eine unserer Übungsleiterinnen. In diesem Jahr kümmert sie sich um die Trainingsgruppe.


Männer wie Frauen nehmen gern an den körperlichen Übungen teil.


Alle sind hochmotiviert: statistisch gesehen leben Herzgruppenteilnehmer länger und mit höherer Lebensqualität.


Meistens können wir uns über Sonnenschein freuen, aber der Pool ist natürlich noch nicht zu geniessen.


Der  Gesundheitstourismus ist eine gute Alternative zum Sonne-und-Strand-Tourismus, denn er lässt sich das ganze Jahr über durchführen.


Bei soviel Training an der frischen Luft kommt der Appetit von alleine. Aber gerade deshalb gibt es im Reha-Hotel herzgesunde Kost.


Man merkt, dass alle gern teilnehmen und Spass dabei haben.



Nach jeder Übungseinheit müssen die Patienten selber ihre Herzfrequenz kontrollieren. Alle haben das gelernt - und es ist so einfach, dass es wirklich jeder kann.

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Wer mal keine Lust hat, mitzumachen, der sonnt sich eben.


Nochmal zur Wiederholung:Die Kontrolle der Herzfrequenz ist von grosser Wichtigkeit.


Die Übungseinheiten sind folgendermassen strukturiert: zu Beginn: einige Minuten Begrüssung, Neuigkeiten, ein kleines Schwätzchen...


Anschliessend beginnt eine Phase mit sich steigernden körperlichen Übungen. (Jeder nach seinen Fähigkeiten in Übungs- oder Trainingsgruppe). 



Después de la fase de ejercicios progresiva vienen los estiramientos.








Walburga Custodis ist unsere andere Übungsleiterin, die sich um die "Übungsgruppe" kümmert.


Und der Kardiologe überwacht das ganze Treiben...


Zum Ende der Übungsstunde gibt es noch eine Entspannungsphase mit Dehn-Übungen.


Und das ist unsere Trainingsgruppe (die Teilnehmer mit höherer körperlicher Leistungsfähigkeit). Achten Sie auf den Herrn links im Bild: 87 Jahre und absolut fit.

Kino für Demenzkranke


Mein Grossvater starb vor langen Jahren an “Alzheimer”. Ich glaube, damals kannten viele noch nicht einmal diesen Ausdruck. Mein Vater weiss inzwischen (oder weiss es NOCH) um sein “ Erbe”, mit dem er sich seit einigen Jahren nun tagtäglich auseinanderzusetzen hat. Und ich hatte mal eine Oma Ilse; die wäre heute, am 06. März 100 Jahre alt geworden!

Das alles ist zuviel Zufall, als dass ich nicht über dieses grossartige Projekt von Sophie Rosentreter, einer jungen TV-Autorin, geradezu schreiben MÜSSTE!

Diese tolle Frau hat aus dem, was ihre eigene Oma Ilse mal für sie bedeutete und langen eigenen Beobachtungen und Recherchen in Zusammenarbeit mit dem Gerontologen und Mitbegründer der deutschen Alzheimer-Gesellschaft Jens Bruder und anderen ein bewundernswertes Projekt gemacht: “Omas weite Welt”. Das sind …
Filme für Demenzkranke
Inzwischen sind es drei DVDs, die sie anbietet. Es gibt auch Begleitmaterial wie Malsets, Bücher, etc. dazu.
Die Titel muten uns eher undramatisch an: “Ein Tag im Tierpark” oder “Hunde – unsere treuen Freunde”. Aber genau das ist es, was ihre demenzkranke Oma Ilse bestimmt gerne gesehen hätte, so wie heute andere Alzheimerpatienten es können. Denn die Bilder sind genau das Gegenteil  von TV und Kino, so wie wir es mögen (?), rasant und fetzig, und haben ihre Wirkung: die Verstummten beginnen zu reden, die Rastlosen halten inne und die Aufgeregten können sich entspannen. Schöner war es wohl auch damals kaum, als es angeblich einen Menschen gab, der übers Wasser laufen konnte.

Und 50 andere Filmthemen warten auf ihre Realisierung…

Das Projekt hat mich schwer begeistert. Wer sich für mehr Information interessiert, findet die in der Ärztezeitung (http://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/demenz/article/806576/tierpark-szenen-beruhigen-demenzpatienten.html) und in  www.ilsesweitewelt.de

Karneval ohne Hangover?


Der Karnevalist tobt in diesen Tagen in Deutschland und auf Mallorca (in Palma war ja gestern der offizielle Karnevalsumzug) und überall, wo der Katholizismus seinen tiefgreifenden Einfluss ausübt oder die Leute einfach Spass haben wollen ... und mit Helau und Kölle Alaf, schunkeln, trinken, Stunksitzungen etc. geht das eventuell schon seit Tagen bei Ihnen! Wer noch munter dabei ist, sich aber schon mal vorbereiten will gegen den vollständigen Absturz, der merke sich vielleicht "Blowfish". Ein Rezept, das sich in den USA zum Hit gegen extremen Kater entwickelt. Das jedenfalls behauptet die Erfinderin, Brenna Haysom, auf ihrer Seite forhangovers.com. Brenda Hayson ist Bankerin und ehemalige Harvard-Absolventin und nach eigenen Angaben öfter schwer after-work-party-Geschädigte.

Harvard-Absolventen sind gemeinhin kluge Menschen. Und Banker sind auch manchmal schlau. Deshalb hat sie zusammen mit dem privaten Unternehmen Rally Labs LLC  "Blowfish" entwickelt und bietet nun dieses ultimative, von der US-Arzneibehörde anerkannte Produkt gegen den Katzenjammer für drei US-Dollar auf dem amerikanischen und kanadischen Markt v.a. per Internet an.

Diese wunderbare Arznei enthält in mehreren Tabletten 1000 mg ASS, 120 mg Koffein und ein Antacidum, um den Magen zu beruhigen. 

Aus dem Westen nichts Neues

Kritiker merken allerdings an, dass die Kombination eigentlich ein alter Hut sei.

Zitiert sei Dr. Timothy Boyer vom Internetportal Emaxhealth: "Das Angebot unterscheidet sich nicht davon, seinen um Vergebung nachsuchenden betrunkenen Hintern aus dem Bett zu zerren, sich eine Tasse Kaffee einzuschütten und damit zwei Aspirin sowie ein Antacidum hinunterzustürzen".

Probieren Sie es einfach im Notfall aus!
Wir wünschen alleln Karnevals-fans einen schönen Rosenmontag!

Ohren auf im Strassenverkehr?


Wir Menschen haben fünf Sinnesorgane (abgesehen von wenigen Ausnahmen), die wir dringend brauchen, um unsere Umwelt wahrnehmen zu können.
Die Vorstellung, uns würde die Möglichkeit von Hören und Sehen, Riechen und Schmecken und Tasten genommen, verunsichert uns doch sehr. Nur schwer vorstellbar für jeden, der über all das verfügt, ist ein Leben in der Dunkelheit (?), in der Stille (?), ohne Gerüche, ohne Gefühl in den Fingern. Erstmal befürchten wir, dass es irgendwie traurig ist. Aber ist uns auch klar, wie lebensgefährlich es ist?

Stellen Sie sich vor, sie fühlen nichts in ihrer Hand und wollen kochen…
Und weil nun Musik und ihre Klänge den meisten von uns Freude machen, wollen wir sie auch hören. Und zwar oft, am liebsten immer. Und jeder nach seinem Geschmack. Deshalb kam irgendwann der walk-man, dann der disc man auf, inzwischen sind wir beim Iphone gelandet.... Und seitdem untermalen wir unser Leben bis zu 24Stunden täglich sieben mal die Woche.

Kopfhörer auf und geniessen… direkt ins Ohr. Da kommt Freude auf und schon vergessen wir die Welt drumherum… Herrlich!
Ja, und das kann, so weiss man jetzt amtlich, lebensgefährlich werden. Denn wir hören und merken eben nichts mehr von dem, was sonst noch so los ist.

In den letzten sechs Jahren haben sich die Verkehrsunfälle mit Schwerverletzten oder sogar Todesfolge von Fussgängern, zumindest in den USA – verdreifacht! Und dabei sind  hauptsächlich ipod, mp3 und Handys beteiligt.
Zu diesem Ergebnis kommt Richard Lichtenstein, vom Kinderhospital der Universität Maryland (USA) nach der Analyse verschiedenster Daten und Nachrichten über Unfälle im Zeitraum zwischen 2004 und 2011.

Dunkelheit, Unachtsamkeit und Alkoholeinfluss und ein städtisches Umfeld waren bisher die Hauptgründe. Nun müssen wir wohl einen neuen dazufügen: die letzte Generation der perfekten Kopfhörer, die jedes Aussengeräusch ausschaltet.  
Der Grund: reine Ablenkung und man kann es fast sensoriale Blindheit nennen: durch die intensive Beschallung über das Ohr kommt es zu einer Verminderung der Fähigkeit des Gehirns äussere Reize zu verarbeiten, sowohl auf kognitiver Ebene wie auf der Ebene von Gehör und sogar des Tastsinnes.

Da die Unfallopfer fast ausnahmslos jung bis sehr jung ist, wollen die Verantwortlichen der Studie gezielt an Eltern und Kinderärzte herantreten, damit diese entsprechende Aufklärungsarbeit an ihren Schützlingen leisten.
Es zeigt sich also einmal mehr, dass es sehr lohnend weil lebensrettend sein kann, völlig uncool mit freigelegten Ohren durch die Welt zu laufen. Wenn das zu viel verlangt ist, worum wir Sie u./o. Ihre Kinder bitten wollen, dann drehen Sie wenigstens das Volumen runter.

Wandern auf Mallorca


Viele Mallorca-Residenten wissen es, aber an dieser Stelle möchten wir noch einmal informieren: oben im Nordosten der Insel gibt es schon seit langem einen Wandertreff, der Ihnen regelmässig die Möglichkeit bietet, raus in die Natur zu kommen, sich zu bewegen, und Leute zu treffen oder kennenzulernen.

Die Wanderungen dauern ca. 2, maximal 3 Stunden. Gewandert wird in flachem Gelände mit Steigungen bis maximal 200m.  Stabilen Herzpatienten, die daran teilnehmen möchten, empfehlen wir in jedem Fall eine Rücksprache mit dem Kardiologen Ihres Vertrauens.

Das Beste: die Wanderungen sind kostenfrei!!!

Wer Lust hat, kann sich sogar die Wanderungen der Freitagsgruppe (die momentan aber komplett ist) im Internet ansehen, oder unter www.mallorcapost.de (Freitagswanderungen).

Wann: Dienstags, 10'00 Uhr
Treffpunkt: Artà, im "polígono industrial" am 1. Kreisel
Kontakt: Telefon: 971 83 50 58
oder email: e.bock@mallorcapost.de

Und - was machen Ihre Leberwerte?


Die Feiertage sind fast alle vorbei. Fast, weil uns ja hier auf der Insel noch die feucht-fröhlichen Heiliger- Antonius-Festivitäten ins Haus stehen. Und wahrscheinlich haben viele von uns jetzt schon richtig ernste Vorsätze gefasst zum neuen Jahr usw. Vonwegen Gesundheit und so…
Ganz vorn an nach den Gelagen und Gelegenheiten steht bei vielen wohl die Rückbildung der Leber auf Normalgrösse (Die Leber wächst mit ihren Aufgaben!)

Da der Karneval und die sinnvolle Phase einer gewissen Enthaltsamkeit noch eine Weile auf uns warten muss, möchte ich Ihnen ein paar Ziffern mit auf den Weg geben, die es vielleicht leichter machen, dass ein oder andere Gläschen zu vermeiden.

Alkohol verursacht nämlich immerhin fast vier Prozent aller Todesfälle weltweit. Das sind 2,5 Millionen Tote pro Jahr. Und das ist mehr als die Zahl der Todesfälle durch Aids, durch Tuberkulose oder durch Gewaltverbrechen… Von diesen Alkoholopfern sind hunderttausende Jugendliche.
Mit dem wachsenden Wohlstand auch in Afrika (v.a. Südafrika) und Asien (v.a. Indien) wird  exzessiver Alkoholkonsum auch dort zum grossen Problem und er ist bei weitem kein “westliches” Phänomen mehr.
Von den 2,5 Mill. Alkoholtoten jährlich sind besonders die Männer zwischen 15 und 59 Jahren betroffen. Alkohol ist der Risikofaktor Nr. 1! für einen frühzeitigen Tod. In Russland und den Commonwealthstaaten geht jeder 5. Todesfall auf Alkohol zurück. Länder wie Brasilien, Mexico, oder die Ukraine holen rasant auf in dieser traurigen Statistik.Aber auch in Europa steigt der Alkoholkonsum, so scheints, unaufhaltsam.
Weltweit sind es immerhin schon 11Prozent der Alkoholtrinker, die sich mindestens einmal wöchentlich sprichwörtlich be-trinken. Allerdings/leider viel mehr Männer als Frauen (im Verhältnis 4:1).

Die Welt-Gesundheits-Organisation WHO beklagt, dass viele Länder noch immer viel zu lax mit dem Problem Alkohol umgehen und kein stimmiges Präventions- noch Kontrollprogramm haben oder anwenden. Und damit verkennen, dass Verkehrsunfälle, häusliche Gewalt, Krankheiten, Kindermisshandlung, oder Ausfallzeiten am Arbeitsplatz kein individuelles Problem sind sondern  zu einem sozialen Problem werden, dass der Gesellschaft insgesamt grossen Schaden zufügt.
Immerhin beschlossen die Gesundheitsminister von 193 Mitgliedsstaaten der WHO ein paar Massnahmen zur Eindämmung dieser “Epidemie” wie höhere Steuern oder Altersbeschränkungen für den Verkauf.
Alkoholbedingte Krankheiten
Alkohol ist heute anerkannter Verursacher von 60 Krankheiten, u.a. Leberzirrhose, Epilepsie, verschiedene Krebsformen, wie Dickdarm- oder Brustkrebs, Kehlkopf- oder Leberkrebs. Und sie verursachen bekannterweise Vergiftungen, Verkehrsunfälle oder Gewaltakte.  
Weiterhin stellt der Konsum von illegal, bzw. hausgebranntem Alkohol ein grosses Problem dar. Zwar nicht in unseren Breitengraden, aber weltweit beträgt der Konsum von illegalem Schnaps & Co. Schon 30% des gesamten Alkoholkonsums. Die dadurch entstehenden evtl. Schäden und Verletzungen sind ungleich höheren Ausmasses.
Tatsächlich behauptet die OMS aber weiterhin – zu unserem Trost?, dass ein mässiger Alkoholkonsum einen positiven Effekt auf unsere Herz-Gesundheit haben kann. Inwieweit Sie sich jetzt damit trösten oder, schlimmer noch, selbst belügen möchten, ist eine Frage, die Sie sich selbst ganz ehrlich beantworten müssen.   
Quelle: elmundo.es