Briten im Urlaub


Der Sommer geht langsam seinem Ende entgegen. Die Hochsaison in den Touristengebieten hat ihren Zenit weit überschritten. In Spanien geht ab morgen für viele das normale Leben nach dem Sommerloch wieder los. Da drängt es sich fast auf, Bilanz zu ziehen, was man/ frau so in den letzten Monaten getrieben hat und wie vielleicht das Jahr noch rumzureissen ist, bis Sylvester.

DieBriten scheinen damit begonnen zu haben: Immerhin 70Prozent wollen ihren Alkoholkonsum nach dem Urlaub wieder einschränken. Das ist wohl auch dringend nötig, denn nach Angaben des Londoner Gesundheitsministeriums haben die Landsleute im Durchschnitt 8(!) alkoholische Getränke täglich während ihres Sommerurlaubs in sich reingekippt. Das entspricht 80 Bieren oder 80 gutgefüllten Gläsern Wein für ihren durchschnittlich 10-tägigen Urlaub. Mehr als jeder vierte der 3.500 befragten Briten gab an, seinen Alkoholkonsum im Urlaub verdreifacht zu haben.

Diese doch schon beträchtliche Menge zwingt sie jetzt dazu, aus dem 1. September eher einen Neujahrstag zu machen. Das Gesundheitsministerium fordert alle dringend auf, wieder gesünder zu leben.

Wem es unter uns Deutschen ähnlich geht, nehme sich an den Briten ein Beispiel an guten Vosätzen und setze sie bitte auch um, und beginne damit am besten noch heute.

Also, mal zynisch gesagt, so schlecht kann die Saison in Magalluf und dem Rest der britisch besuchten Insel gar nicht gelaufen sein.

Quelle: aerzteblatt.de

"Pinkelt beim Duschen"


So kurz vorm Wochenende doch noch ein post. Lese ich doch grade, dass die Umweltschutzorganisation SOS Mata Atlântica die Brasilianer derzeit in einer Kampagne zum "Pinkeln beim Duschen" auffordert. Damit sollen der Wasserverbrauch gesenkt und die Umwelt geschont werden. "Xixi no Banho" heißt die Kampagne, die mit Comic-Videoclips und einem eigenen Internetauftritt zum Nachahmen wirbt.

Die Organisation hat's kalkuliert: Ihren Berechnungen nach verbrauchen Toilettenspülungen etwa zwölf Liter Wasser. Bei nur einer Spülung pro Tag macht das 4380 Liter im Jahr. Allein in São Paulo könnten so 1500 Liter Wasser gespart werden - pro Sekunde.

Wer hygienische Bedenken hegt wird von den Organisatoren beruhigt: "Xixi besteht zu 95 Prozent aus Wasser und zu 5 Prozent aus anderen Substanzen wie Harnstoff und Salz." Trotzdem halten sie die Interessierten an, schon bei Beginn des Duschens Wasser zu lassen.

In dem kurzen Comic-Strip werden Männer, Frauen, Kinder, Basketballspieler, Musiker, Geister und Außerirdische lustig pinkelnd hinter dem vorgezogenen Duschvorhang gezeigt. Die musikalische Botschaft der seit Mai laufenden Aktion lautet: "Pinkelt beim Duschen. Rettet den Atlantischen Regenwald." Wer das auch toll findet und portugiesisch spricht, kriegt hier mehr info: www.xixinobanho.org.br

Also, ich sage: sehr angenehm ist das nicht, Urin hat ja auch noch einen Geruch. Will ich den unter der Dusche?
Wieso drehen die Brasilianer nicht mal was an ihren Toilettenspülungen? Da gibt's doch schon ein paar auf dem Markt, die mit beträchtlich weniger Litern auskommen, oder? Wenn's Geld nicht reicht oder der Geiz zu gross ist, Tipp von unserem mallorquinischen Klempner (oder war der Schotte?): Literflasche Wasser in das Reservoir mit reinlegen - gibt schon einen Liter weniger weggespültes Wasser. So einfach ist das!!

Ausserdem, ich dachte immer, wir gehen häufiger aufs Klo als Duschen. Also, soooviel kann das ja nicht bringen. In Spanien sagt man zu solchen Extrem-Sparplänen, da spart man an der Schokolade für den Papagei.

Biosprit aus Melonen


Die Menschheit hat sich immer wieder mit Problemen rumzuschlagen, die uns oft anfangs unlösbar und ausweglos vorkommen. Doch da es auch Menschen gibt, die nach originellen und unkonventionellen Lösungen suchen, gibt’s dann doch meistens eine Hoffnung für die Allgemeinheit. Z. Bsp. sind ja seit langem kluge Köpfe dabei, eine - oder mehrere- Alternativen zum Erdöl zu entwickeln.

In diesem Sinne haben jetzt US-Forscher einen effizienten Weg gefunden, aus Wassermelonen Biosprit zu gewinnen. Jedes Jahr werden in den USA rund 20 Prozent der Melonenernte direkt aussortiert, weil sie Makel an der Oberfläche aufweisen dann einfach wieder untergepflügt. Dieser Ausschuss könnte jedoch etwa 220 Liter Ethanol pro Hektar Anbaufläche liefern, erläutern die Forscher um Wayne Fish vom staatlichen Agrarforschungslabor in Lane (US-Staat Oklahoma).
Wassermelonen bestehen im Schnitt zu 60 Prozent aus Fruchtfleisch. 90 Prozent des Fruchtfleischs ist Melonensaft, der 7 bis 10 Prozent Zucker enthält. Mehr als die Hälfte jeder Melone besteht aus leicht fermentierbarer Flüssigkeit. Pro Hektar fallen in den USA demnach jedes Jahr 8,4 Tonnen unverkäufliche Wassermelonen an. Bei der Fermentierung im Labor erzielten die Forscher etwa 0,4 Gramm Ethanol pro Gramm Zucker im Melonensaft.

"Wir konnten zeigen, dass der Saft dieser Melonen eine Quelle leicht fermentierbarer Zucker ist, ein bislang ungenutzter Rohstoff für die Ethanol-Biotreibstoffproduktion", erläutert Fish. Darüber hinaus enthält Melonensaft wirtschaftlich interessante Mengen des Carotinoids Lycopin, ein Stoff, der unter anderem auch in Tomaten und Hagebutten vorkommt. Er verleiht dem Fruchtfleisch der Wassermelone seine rote Farbe. In der Kosmetik- und Lebensmittelindustrie wird er als Farbstoff benutzt und soll auch günstige Wirkungen auf die Gesundheit haben, etwa als Radikalfänger. Auch die in den Melonen vorkommende Aminosäure L-Citrullin lässt sich wirtschaftlich lohnend aus dem Saft der Ausschuss-Melonen gewinnen.

Die übrige Flüssigkeit könnte dann nach Ansicht der Forscher, weiter zu Biosprit verarbeitet werden, mit dem die Anbauer ihren eigenen Bedarf decken könnten. Und all das zusammen könnte den Bauern auf mehreren Wegen Einnahmen bringen.

Das nenne ich lateral denken! Aber für den Rest des Sommers werde ich mir die mallorquinischen Melonen lieber im Munde zergehen lassen. Vielleicht sollte ich es aber unseren hiesigen Patienten aus dem Agrarsektor schon mal vorschlagen, am Thema zu arbeiten. Schliesslich klagt der Sektor immer über existentielle/ finanzielle Probleme.

Quelle: aerztezeitung.de

Lasst Jungen toben!


Jungs müssen toben und wohl auch mal rabaukig sein können. Und da haben die armen heute zum Teil wohl starke Defizite, denn nur ein braver Junge, der gern im Kreis sitzt, malt und erzählt, ist auch ein “guter” Junge. Die Grundhaltung vieler Eltern und der meist femininen Erzieherwelt geht deshalb oft harscharf an den Bedürfnissen von Jungen vorbei. Und das kann Folgen haben: für die persönliche Entwicklung der Jungen, die in unangemessene Erziehungsschemata gepresst werden und eine daraus folgende überdurchschnittlich hohe Notwendigkeit ( im Vergleich zu Mädchen) von Sprach- und Ergotherapien und sonstigen Heilmitteln. Insgesamt eine teure Fehlversorgung laut Tilman Kaethner, Vorsitzender des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte in Niedersachsen.

Der Anteil der Jungen, die den Ansprüchen der Betreuenden nicht gerecht werden, wird immer grösser. Inzwischen sind in Niedersachsen z.B. mit 132 von 1000 Jungen nahezu dreimal so viel Jungen in Behandlung wie Mädchen. Im Alter von sechs Jahren erhält fast jeder fünfte Junge eine Therapie, bei der Ergotherapie sieht es ganz ähnlich aus. Sprachtherapie erhalten doppelt soviele Jungen wie Mädchen.

Tillman Kaethner fordert deswegen, dass Ärzte die Eltern stärker auf die geschlechtsspezifischen Unterschiede in der Entwicklung ihrer Kinder hinweisen. Durch eine engmaschige Beobachtung (die ja in Deutschland mit den existierenden Vorsorgeprogrammen, etc. ja sowieso schon gegeben ist, denke ich) könnten überflüssige Therapien gespart werden und letztlich wäre damit Kindern und Eltern viel geholfen.

Tillman Kaethner ist Vater von sechs Kindern. Er wird’s wohl wissen. Und ich als Mutter von 2 Söhnen (und Älteste eines 3-Mädel-Hauses, wie man früher uns grässlicherweise benannte) kann das nur völlig unwissenschaftlich/ vorurteilsbelastet bestätigen.
Quelle: aerztezeitung.de

Zuviel Salz in der Suppe

Wir Deutschen essen mehr Salz als nötig - oft ohne es zu wissen bzw. zu wollen.
Glauben Sie nicht? Überprüfen Sie mal Ihren Speiseplan:

Cornflakes zum Frühstück, oder ein Vollkornbrötchen mit Marmelade, mittags Nudeln mit einer Fertigsoße (da es ja schnell gehen muss) und Reibekäse. Abends schön leicht, gemischten Salat mit Fertig-Dressing, dazu ein Vollkornbrötchen mit Margarine und Gouda. Das halten Sie für gesund? Weit gefehlt, es beinhaltet nämlich eine Tagesmenge an Salz von ungefähr 13 Gramm. Das ist mehr als doppelt so viel, wie die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt. Diese gibt einen Richtwert von maximal sechs Gramm pro Tag an. "Das entspricht einem leicht gehäuften Teelöffel", sagt die Ernährungswissenschaftlerin Ursel Wahrburg vom stern.de-Ratgeber "Ernährung".

Pro Tag nehmen die Deutschen bis zu zehn Gramm Kochsalz zu sich - meistens unbewusst. Besonders bei Jugendlichen ist der Salzkonsum besonders hoch. Viel mehr als der Körper braucht, da sind sich die Mediziner einig, denn mit drei Gramm kämen wir gut aus.

In Spanien sieht es auch nicht besser aus: bis 11g täglich wird verkonsumiert.
Solche Zahlen sagen einem ja nicht so viel, aber stellen Sie sich doch mal einen Würfelzucker vor. Aber aus Salz ....
Quelle: stern.de


So steht's um die medizinische Versorgung der Weltbevölkerung


Seit gestern sind wir ja nun wieder im Einsatz (nach unserem Malle-Urlaub) und da es immer noch August ist, finde ich keine interessante Themen im medizinischen Medien-sommerloch ausser der Schweinegrippe, über die ich nichts sagen möchte.

Interessant fand ich in diesen 2 Tagen nur eine Meldung, sozusagen eine Basisinformation zur Situation in unserer Welt in medizinischer Hinsicht:

Die Weltgesundheitsorganisation hat jetzt veröffentlicht, dass heutzutage weniger Menschen als noch vor 30 Jahren( also in den 70-ern) Zugang zu medizinischer Versorgung haben. Und das trotz aller Fortschritte in der Medizin und bei der Verbesserung der wirtschaftlichen Situation vieler Teile der Weltbevölkerung. Oder vielleicht grade wegen aller Fortschritte auf speziellen medizinischen Fachgebieten.

So lebt etwa ein japanisches Mädchen statistisch gesehen 42 Jahre länger als ein Mädchen aus dem afrikanischen Lesotho. Sogar innerhalb einzelner Länder gibt es große Unterschiede. Ein Vorortkind aus dem schottischen Glasgow stirbt durchschnittlich 28 Jahre früher als ein Altersgenosse, der nur 13 Kilometer entfernt aufwächst.

Die Ungleichheiten in der medizinischen Versorgung seien deutlich größer als noch im Jahr 1978, sagte der WHO-Vertreter in China, Hans Troedsson. Und diese Unterschiede sind auf das soziale Umfeld zurückzuführen, in dem die Menschen geboren werden, leben, aufwachsen, arbeiten und alt werden. Ausserdem hängt viel ab vom jeweiligen Gesundheitssystem, das für die medizinische Versorgung der Bürger verantwortlich ist Der Aufruf der WHO an die Politiker in aller Welt zielt deshalb darauf, sich vor allem auf Prävention zu konzentrieren und die grundlegende medizinische Versorgung zu stärken. Dies ist nach Ansicht der WHO viel wichtiger als neue Erfindungen oder Behandlungen durch Spezialisten.
Quelle: aerzteblatt.de

Mallorca-Sommer 2009: Schweinegrippe, Mietwagenknappheit und ein Terroranschlag


13'00h. Gleich beginnt unser Sommerurlaub. Den verbringen wir diesmal auf Mallorca! Auf den ersten Blick nicht sehr aufregend, aber es ist nicht das erste Mal und wir haben es noch nie bereut. Für meine Freundin Romy werde ich diesmal verschärft die Kamera einsetzen und ihr von jedem Tag ein Foto schicken. Versprochen.

Allen unseren Patienten wünschen wir ebenfalls zwei schöne Wochen, egal ob sie hier auf der Insel oder im Norden stecken.

Allen Touristen, die schon da sind oder ihren Urlaub erst noch vor sich haben, wünschen wir erholsame und glückliche Ferientage.

1. Lassen Sie sich nicht von dem Medienterror um die Schweinegrippe verrückt machen. 2. Es gibt auch noch Mietwagen auf der Insel.

Vielleicht können Sie aber im Geiste Ihr Beileid den Familien der jungen Polizisten aussprechen, die gestern bei dem Attentat in Calvià sterben mussten. Zerstörte Familien, zwei weitere ausgelöschte Leben, die üblichen verurteilenden Stellungnahmen der Politiker. Heute hat die ETA "Geburtstag": 50 Jahre Terror! Kaum zu glauben. Wir sind in Europa.

Sommerzeit - Mücken(stich)zeit


Auch hier auf der Insel können wir ja ein Liedchen davon singen, v.a. diejenigen, die im Nordosten wohnen oder urlauben, so richtig schön nah am Naturpark der Albufera. Da muss man dann abends um 8 von der Terrasse weg, weil man sich vor Angreifern aus der Luft nicht mehr retten kann.

Dass Mücken uns als “Opfer” auswählen liegt ja nun daran, dass sie Hunger haben und an unser Blut wollen. Das wissen wir. Aber wie das funktioniert? Sie können sich im “focus” schlaumachen in einem sehr interessanten Artikel zum Thema: "Warum immer ich?"

Warum ich kaum gestochen werde und mein Chef immer, das weiss ich jetzt! Und warum man das Stechen nie rechtzeitig bemerkt, und die Stichstelle aber immer gleich anschwillt, das ist mir jetzt auch klar.

Jagd auf Grippekranke an englischen Flughäfen

Der britische Ärztebund (BMA) hat davor gewarnt, auf Flughäfen "Jagd auf grippekranke Patienten" zu machen, denn inzwischen weisen Fluggesellschaften ihr Personal an, Patienten, die "Symptome von Schweinegrippe aufweisen", nicht fliegen zu lassen.

Dr. Peter Holden vom BMA hält die neuen Regeln für "völligen Unsinn". Denn woher sollen Airport-Angestellte die Qualifizierung haben, an einer H1N1/09-Infektion erkrankte Fluggäste zu erkennen. "Es ist Blödsinn, von Reisenden zu verlangen, beim Check-in ein ärztliches Attest vorzuzeigen, auf dem steht, dass der Patient infektionsfrei ist", so klar drückte sich der Sprecher aus. Große Fluggesellschaften wie "British Airways" und "Virgin Atlantic" hatten zu Wochenbeginn angekündigt, im Zweifelsfall von Passagieren ärztliche Atteste zu verlangen. So solle die weitere Ausbreitung der Schweinegrippe verhindert werden. Die BMA forderte deshalb britische Hausärzte auf, keine solchen Atteste auszustellen.
In Deutschland wurden die Regelungen zum Umgang mit an Schweinegrippe-Infizierten Personen inzwischen entschärft. Bisher wurde nach jeder Kontaktperson eines Erkrankten gesucht und diese in Quarantäne gesteckt. Nun lauten die Empfehlungen, sich darauf zu beschränken, die Ansteckung besonders gefährdeter Gruppen zu vermeiden. Immerhin darf z. B. eine Krankenschwester mit erkranktem Familienangehörigen jetzt wieder sehr wohl am Kiosk eine Zeitung kaufen, sollte aber nicht im Krankenhaus arbeiten. Das lässt sich ja auch nachvollziehen.
Hier auf Mallorca geht die “Fiesta grande” weiter. Die Panikmache, die teilweise in den Medien betrieben wird, kann den Leuten den Riesenspass am Ballermann oder die Aussicht auf Erholung pur nicht nehmen. Und wir hier, die wir alle von den Touristen direkt oder indirekt leben, können uns auch nur freuen, denn sonst würden wir jetzt auch nur noch Tomaten essen.
Hierzulande gibt's jetzt allerdings doch die Empfehlung an die Touris, sich die Sangría im eigenen Eimer servieren zu lassen. Auch das ist nachzuvollziehen.
Quelle: aerztezeitung.de

Kampagne für familienfreundliche Kliniken

Ach ne, kann ich da nur sagen. Jetzt wo auch in den ehemals typisch männlichen Arztberuf immer mehr Frauen eingestiegen sind ; wo allgemein aber eine Zeit des Ärztemangel in Deutschland angebrochen ist, und dadurch die Konkurrenz der Krankenhäuser im Kampf ums Personal immer grösser wird, da wird vom Marburger Bund (in dem sich die angestellten Ärzte in Deutschland gewerkschaftlich organisieren) eine Kampagne „für ein familienfreundliches Krankenhaus“ geschaffen, an der plötzlich ganz viele von den rund 1.000 Krankenhäusern, die mit einer Postkarte zum Mitmachen an der Aktion aufgefordert wurden, teilnehmen wollen. Was immer das auch inhaltlich heissen mag.

Es heisst, „die Reaktionen lassen erkennen, dass immer mehr Krankenhäuser die Bedeutung des Themas erkennen und die Herstellung einer größeren Vereinbarkeit von Familie und Beruf für ihre Mitarbeiter als wesentliche Unternehmensaufgabe wahrnehmen möchten“. So hätten 40 Krankenhäuser ihre sofortige Bereitschaft erklärt, an der Kampagne teilzunehmen. Die Übrigen 140 bekundeten laut MB zunächst Interesse und haben weiterführende Informationen erhalten. Und nun entdecken die Klinikleitungen den Stellenwert “Vereinbarkeit von Familie und Beruf” in der Unternehmungsstrategie.

Für mich heisst das erstmal nicht viel mehr als ein Werbegag. Sobald sich das Blatt wieder ändert, wird die Schraube bestimmt wieder angezogen und ob sich bis dahin grundlegend was geändert hat, sei dahingestellt. Jedenfalls erinnere ich mich noch recht gut an die 10 Jahre Tätigkeit in verschiedenen deutschen Krankenhäusern meines Chefs und Vater meiner Kinder: Urlaub wurde 2 Tage vorher mal abgelehnt vonwegen Personalmangel, endlose Wochenenddienste, die sich bis Montagabend um 19 Uhr hinzogen. Dienstzeiten, die jeden Single verhungern liessen in Zeiten, wo in Deutschland um 18 Uhr die Bürgersteige hochgeklappt und Ladentüren verrammelt wurden. Das beste aber waren die 4 Stunden frei für die Geburt seines ersten Kindes.

Naja, vielleicht bewirkt diese “Verweiblichung” ja doch langfristig was. Männer scheinen ja irgendwie Probleme damit zu haben um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu kämpfen.
Quelle: aerzteblatt.de

Kurzes Mutterglück - älteste Erstgebärende der Welt ist tot

Als sie schwanger wurde, wurde sie immer wieder gefragt: Musste das denn sein? Heute kann man eigentlich nur fragen: Und jetzt?

Denn María del Carmen Bousada, die im Dezember 2006 mit 67 Jahren als älteste Frau der Welt erstmals Mutter geworden war, ist tot und hinterlässt zwei Waisen im Kleinkinderalter. Sie ist an den Folgen eines Krebsleidens gestorben. Der Tumor wurde bereits kurz nach der Geburt ihrer Söhne festgestellt. Möglicherweise als eine Folge der starken Hormonbehandlung, der sich die Frau seinerzeit unterzog.

Alle nannten sie selbstsüchtig und verantwortungslos, sie aber ließ alle Kritik an sich abprallen. Denn:"Jeder sollte dann Kinder bekommen, wenn es passt. Und für mich ist jetzt der richtige Zeitpunkt gekommen". María Bousada hatte immer vom eigenen Nachwuchs geträumt. Einen Mann in ihrem Leben gab es nicht, und sie pflegte jahrelang ihre Mutter - die wurde 101 Jahre alt. So alt zu werden, hat sie wohl auch gehofft und damit gerechnet, ihre heute zweieinhalb Jahre alten Söhne noch als Erwachsene erleben zu können.

Als Bousadas eigene Mutter 2005 starb, sah sie ihre große Chance gekommen. Sie verkaufte das geerbte Haus und reiste mit 45 000 Euro in der Tasche in die USA, um sich ihren Lebenstraum zu erfüllen. Sie fand eine Klinik in Los Angeles, die bereit war, sie künstlich zu befruchten. Um dies zu erreichen, musste die Frau aber lügen und gab vor, erst 55 Jahre alt zu sein. Denn darüber ist eine solche Behandlung in den USA verboten, weil das Risiko für die Mutter viel zu groß ist. "Ich sah immer jünger aus als ich bin, und nach meinem Pass hat niemand gefragt", versicherte sie.

Nach einer Hormonbehandlung wurde ihr schließlich die befruchtete Eizelle eingesetzt. Die Spender der Eizelle und des Spermas suchte sie per Katalog aus - "wie beim Kauf eines Hauses", meinte sie. "Ich wählte eine hübsche Schwarzhaarige und einen Blonden mit blauen Augen", erzählte Bousada seinerzeit dem britischen Blatt "News of the World". Die Babys kamen schließlich per Kaiserschnitt am 29. Dezember 2006 in einem auf Risikogeburten spezialisierten Krankenhaus in Barcelona zur Welt. Bousada war damals die älteste Erstgebärende der Welt.
Keiner weiss bisher, wer sich nun um ihre Zwillinge kümmern wird.

Kinderwunsch oder besser unerfüllter Kinderwunsch ist ein heikles Thema.
No comment- von meiner Seite aus.

Fluchen lindert den Schmerz

Erinnern Sie sich noch? Wenn Sie sich als kleines Kind wehtaten, dass ein Erwachsener kam und pustete! Irgendwann gehen die meisten von uns dann dazu über, die Luft in unfeine Worte gepresst rauszuschreien. Nun ist es bewiesen: das ist hocheffektiv. Wer flucht, wenn er sich verletzt, lindert damit offenbar den Schmerz. Das ergab jedenfalls aus einer Studie mit 65 Probanden an der britischen Universität Keele in Großbritannien.

In dem Test mussten die Teilnehmer so lange wie möglich ihre Hand in eiskaltes Wasser tauchen. Dabei durften sie entweder einen vorher festgelegten Fluch ausstoßen oder sie sagten ein neutrales Wort.

Das Ergebnis: Das Fluchen erhöhte die Schmerztoleranz und reduzierte das Schmerzempfinden im Vergleich zur Kontrollgruppe. In der fluchenden Gruppe hielten die Probanden ihre Hände auch länger im Eiswasser.

Eine Erklärung für den schmerzlindernden Effekt des Fluchens könnte sein, dass das Fluchen die Verbindung zwischen der Angst vor dem Schmerz und dem Schmerzgefühl unterbricht.Wie genau Fluchen Schmerzlinderung erzeugt, ist noch unklar.

Also, fluchen Sie ruhig – in den passenden Situationen. Vielleicht könnte man dazu einen bestimmten festgelegten Wortschatz einüben, damit sich andere Personen nicht verletzt (und dann auch noch zu fluchen anfangen) oder peinlich berührt fühlen. Oder Sie fluchen einfach darüber, dass die Tür, die seit 20 Jahren an derselben Stelle eingebaut ist, Ihnen plötzlich im Wege stehen muss. Sowas tut immer gut.
Quelle: aerztezeitung.de

"San Fermines 2009" in Pamplona: Klappe/ die 2.

Wer wissen will, wie es seit Dienstag weitergegangen ist in Pamplona, der schaue hier: Stern.

Für den besonderen Genuss könnte ich heute empfhehlen:
  • Foto Nr. 10 für Reinlichkeitsfanatiker,
  • 12 für Leute mit Claustrophobie,
  • 17 für Komasaufen-Anhänger,
  • 18 für Altfeministinnen,
  • 23 für die richtigen Machos unter Ihnen.

Also, die ganze Palette aller menschlichen kulturellen Finessen.

  • Vielleicht kann Nr. 5 aber als Beispiel für absolute Puristen oder Ästheten gelten.

Tut mir leid, mehr war nicht.

"San Fermines 2009" in Pamplona


Der Startschuss ist grade wieder losgegangen und schon gleich wieder die alten Bilder. Bei der ersten Stierhatz des Sommers in Pamplona (sozusagen eine Art Massenhysterie baskischer Art) sind am Dienstag mehrere Menschen - zumeist leicht - verletzt worden. Vier Teilnehmer mussten mit Platzwunden und Gehirnerschütterungen in Krankenhäuser gebracht werden, wie die Rettungskräfte der nordspanischen Stadt in ihrer ersten Bilanz mitteilten.

Die Hatz dauerte nur zweieinhalb Minuten. In den mit Menschen überfüllten Straßen stolperten aber mehrere Teilnehmer und stürzten. Andere wurden von den bis zu 600 Kilogramm schweren Stieren überrannt. Verletzte durch Hornstöße gab es nach ersten Angaben (glücklicherweise noch) nicht.

Bei dem gefährlichen Spektakel werden noch bis zum 14. Juli jeden Morgen sechs Kampfstiere und sechs zahme Leitochsen durch die Gassen der Altstadt bis in die Arena gejagt, wo sie abends von Toreros getötet werden. Hunderte Männer, die "mozos", rennen auf der 825 Meter langen Strecke vor den Tieren her. Einzige "Waffe", um die Bullen von sich fernzuhalten, ist eine zusammengerollte Zeitung. Die Hatz ("encierro") war durch Ernest Hemingways Roman "Fiesta" (1926) weltbekannt geworden. Auch in diesem Jahr erwartet die Stadt Pamplona (ca. 280000 Einwohner) zumindest am Wochenende bis zu 1 000 000 Besuchter!!!!

Seit 1924 kamen 14 Läufer ums Leben, zuletzt 2003 ein 62-jähriger Spanier. (Die Zahl der Stiere, die ums Leben kamen dürfte ungefähr bei 100% liegen.)Tierschützer kritisieren die Hatz schon seit Jahren als Tortur für die Stiere. Woher diese Leute allerdings noch immer die Energie dazu aufbringen, weiss ich nicht. Den Touristen scheint's alles nicht zu stören. Sie kommen wegen der Stiere oder des Alkohols, der in Strömen fliesst. Einmal in meinem Leben in den frühen 80-ern, gestehe ich, war ich auch dort zur Zeit des San Fermin. Auf der Durchreise nach Andalusien, mit meinen Eltern im Wohnmobil. So etwas Dreckiges, wie diese Stadt an diesen Tagen, haben wir nie wieder gesehen und uns damals geschworen, sie auch nie wieder in dieser Zeit zu betreten. Und das war noch zu Zeiten meiner bedingungslosen Spanienbegeisterung.
Quelle: aerztezeitung.de

Zwei Drittel aller US-Bürger sind zu dick


Wir “schlanke” Deutsche/ Europäer haben bei “dick” und “Amerika” ja diese Rentner in Florida im Kopf, die in Hawaihemden ihre überflüssigen Pfunde stolz dahertragen, oder sie damit kaschieren wollen (weiss nicht, was zutrifft). Dieses Bild im Kopf vom “dicken Amerikaner” brauchen wir auch leider noch nicht zu ersetzen, so scheint’s. Denn der Kampf gegen die Volksseuche Übergewicht macht in den USA in letzter Zeit keinerlei Fortschritte. Zwei Drittel aller Erwachsenen und fast ein Drittel der Kinder in den USA sind übergewichtig In der Hälfte der 50 US-Bundesstaaten sei der Anteil der Übergewichtigen im vergangenen Jahr gestiegen, in keinem einzigen sei er gefallen.

Besonders alarmierend ist aber nicht das allgemeine Übergewicht, sondern vor allem der starke Anstieg krankhafter Fettleibigkeit (Adipositas). In 31 der 50 Bundesstaaten liege der Anteil der Fettleibigen an der Gesamtbevölkerung bei mehr als 25 Prozent, in vier Staaten – vor allem im armen Süden – übersteigt er inzwischen sogar 30 Prozent. Nur ein einziger Staat, Colorado, habe weniger als 20 Prozent fettleibige Bewohner. Im Vergleich dazu: im Jahr 1980 lag die Fettleibigkeitsrate USA-weit noch bei 15 Prozent.

Zur Erklärung: Adispositas ist definiert durch einen Body-Mass-Index von mehr als 30.

Besondere Sorge bereitet den Experten, dass - logischerweise – auch Kinder und Jugendliche in den USA immer dicker werden. In den meisten Bundesstaaten seien mehr als ein Drittel aller Kinder übergewichtig, an der Spitze liege der Staat Mississippi, wo mehr als 44(!!) Prozent der Kinder zu viel wögen. Schlechte Ernährung, zu wenige Spielmöglichkeiten im Freien und zu viel Freizeit vor dem Fernseher oder mit Computerspielen sind die Hauptgründe.

Wovor die Mediziner warnen, sind jetzt auch verstärkt die volkswirtschaftlichen Kosten der Fettepidemie. Sollte der Trend anhalten, würden die Folgekosten von übergewichtsbedingten Krankheiten sich jedes Jahrzehnt verdoppeln und im Jahr 2030 bei 956 Milliarden Dollar liegen. Durch adipöse Angestellte gehen zehnmal mehr Arbeitstage verloren als durch normalgewichtige. Auf 100 fettleibige Angestellte entfallen in den USA im Jahr durchschnittlich 184 Krankheitstage, bei Normalgewichtigen nur 14. Zu diesem Thema – in Europa - hatte ich ja grade vor kurzem was geschrieben.

Aber auch in den USA (wie ja auch hier) gibt es Hoffnungsschimmer: stark im Trend sind slow-food statt fast-food, oder regionale Kost, die inzwischen wieder sehr propagiert wird.

Quelle: aerzteblatt.de

Romantische Reise mit Trennungsabsicht

Eine wirklich originelle und ungewöhliche Geschäftsidee hat ein chinesisches Reiseunternehmen. Es bietet spezielle Touren für Paare an, die kurz vor der Trennung stehen. Dabei geht es ihnen absolut nicht um eine mögliche “Wiedervereinigung” sondern eher um einen eleganten Abschluss der Affaire. Die Werbebotschaft ist nämlich: "Wenn es unser Schicksal ist, auseinander zu gehen, dann lass uns am Ende mehr romantische Erinnerungen haben als schmerzhafte." Das ist vielleicht ein richtig gutes Vorhaben, wenn man bedenkt, dass normalerweise zum Ende hin und danach auf beider Seiten reichlich schmutzige Wäsche gewaschen wird.

Die in der Provinz Heilongjiang ansässige Agentur berechnet für einen fünftägigen Abschiedsausflug auf die chinesische Insel Hainan knapp 1600 Euro. Dafür, dass man danach auseinander geht, ist das schon eine stolze Summe. (Könnte man aber mit dem aktuellen Internet-Express-Scheidungsverfahren in Spanien vergleichen, das kostet ca. 1500, ist natürlich viel langweiliger und hässlicher). Die Tour findet in einem separaten Fahrzeug statt (Ist es schon peinlich bei den häufigen Diskussionen, mit anderen Fahrgästen/ Zeugen im selben Fahrzeug zu sitzen?) und jedes Paar bekommt einen eigenen Reisebegleiter gestellt (zum Schlichten?). Auf jeden Fall, es soll alles sehr romantisch und schön sein…


Die chinesische Sprache empfinden wir ja als sehr blumig. So bietet denn die Agentur unter den Namen "Tour der schlechten Stimmung" und "Tour der Nachsicht" weitere Trennungsreisen an. Unter dem 1. Motto kann ich mir nicht so richtig was vorstellen, bei der zweiten Tour denke ich an ein Meditationswochenende in einem tibetanischen Kloster. Wer es ausprobiert, möchte sich bitte anschliessend mal bei mir melden und Bericht erstatten. Neugierig bin ich ja geworden, ob das auch für Bürger der westlichen Welt eine akzeptable und elegante Alternative ist. Vielleicht lassen sich ja damit wirklich die schlimmsten Folgen für die Opfer der Trennung merklich reduzieren.
Quelle: aerztezeitung.de

Fehltage in Deutschland und Spanien


Zeitarbeit und Fehltage ist das eigentliche Thema eines Artikels, den ich im Ärzteblatt fand. Ich erlaube mir mal, die Situation in Spanien zusätzlich ins Spiel zu bringen.

Beschäftigte in Zeitarbeit waren mit durchschnittlich 14,7 Fehltagen im Jahr 2008 vier Tage länger krankgeschrieben als Beschäftigte in anderen Branchen in Deutschland. Diese Daten hat die Techniker Krankenkasse aus Krankschreibungen und Arzneimittelverordnungen von rund 38.000 Zeitarbeitern bei der TK erhoben. Danach sind diese von nahezu allen Diagnosen häufiger betroffen als Beschäftigte in anderen Branchen. Die Daten der TK sind allerdings nicht repräsentativ für alle Krankenkassen.

Von Seiten der TK verwies man darauf, dass der höhere Krankenstand zunächst einmal dadurch bedingt sei, dass „in der Zeitarbeitsbranche vermittelte Tätigkeiten zu einem guten Teil körperlich schwere Arbeiten sind: Viele Zeitarbeiter sind im Lager- und Transportbereich, als Installateure, Monteure oder Hilfsarbeiter tätig.“ Diese Berufsfelder wiesen erfahrungsgemäß höhere Fehlzeiten auf, so Klusen. Allerdings muss man dagegen halten, dass in der gesamten Industrie inzwischen weniger als ein Prozent der Beschäftigten ohne Ausbildung ist, während sich der Anteil der vermittelten Helfer und Nichtausgebildeten bei Zeitarbeitsfirmen auf etwa 30 Prozent beläuft.

Nach der Analyse der TK belastet jedoch auch das Zeitarbeitsverhältnis an sich die Beschäftigten: Eine Befragung unter den Betroffenen ergab, dass sie vor allem unter hoher Arbeitsplatzunsicherheit, ihrer Einkommenssituation, der Diskrepanz zwischen Qualifikation und ausgeübter Tätigkeit sowie fehlenden Entwicklungsmöglichkeiten leiden. Andererseits bewerteten sie Bereiche wie Arbeitsdruck, Wertschätzung durch Vorgesetzte sowie Informationsfluss positiver als Stammbeschäftigte.TK-Vorstand Klusen appellierte an Betriebe mit Zeitarbeitern, diese in ihr betriebliches Gesundheitsmanagement einzugliedern. Zeitarbeitsfirmen selbst sollten ihre Mitarbeiter in Beschäftigungspausen weiter qualifizieren und ihre Gesundheit fördern.

Nach Angaben der TK wurden zum Zeitpunkt ihrer Analyse Ende 2008 knapp zwei Prozent aller Arbeitsplätze in Deutschland über Zeitarbeit organisiert. Nach Darstellung Enkerts waren im April 2008 noch rund 755.000 Frauen und Männer als Zeitarbeiter beschäftigt. Ein Jahr später, im April 2009, war die Zahl allerdings infolge der Wirtschaftskrise rapide auf 538.000 gesunken.

Ich habe mal “nachgeforscht” nach Ziffern in Spanien: Statistiken zu vergleichen ist ja immer etwas problematisch. Aber die Zahlen, die mehr oder weniger identisch immer wieder auftauchten, waren:
Durchschnittliche Fehltage in Spanien 67 (!!!!!!!!!) Tage/pro Jahr/ pro Krankschreibung. Andererseits fehlen aber insgesamt nur 11,8% aller Beschäftigten mindestens 1 Tag im Jahr im Gegensatz zu 18,3 % der Deutschen.

Kann mir das mal einer interpretieren? 67 gegenüber 14/ 10 Fehltage? Was sind das für Krankheiten? Ist es so ungesund in Spanien zu arbeiten? Ist das Klima in Deutschland entscheidend, dass viel häufiger mal einer fehlt? Wird dort genauer gezählt als hier? Können spanische Arbeitgeber (und das staatliche Gesundheitssystem) sich solche Fehlzeiten ihrer Beschäftigten noch immer erlauben? Was ist eher noch organisierbar oder finanzierbar für eine Firma: 11,8 %, die im Durchschnitt 67 Tage fehlen oder 18,3 % der Beschäftigten, die im Durchschnitt 14 Tage fehlen?

Kann mir bitte einer Erklärungen für derartige Unterschiede geben?
Quelle: aerzteblatt.de

Europas Strassen werden immer sicherer

Und wieder eine äusserst positive Nachricht: Die Zahl der Verkehrstoten in der Europäischen Union ist 2008 im Vorjahresvergleich um etwa acht Prozent gesunken. Europaweit sind im vergangenen Jahr rund 39 000 Menschen bei Straßenunfällen ums Leben gekommen. In Deutschland waren es nach vorläufigen Berechnungen 4467 Tote, das entspricht einem Rückgang um sogar etwa zehn Prozent. Diese Zahlen gab der "Europäische Verkehrssicherheitsrat" (ETSC) am Montag in Brüssel bekannt.

Besonders gefährlich leben allerdings immer noch die Verkehrsteilnehmer in Litauen. Hier gab es im vergangenen Jahr 148 Opfer von Straßenverkehrsunfällen pro eine Million Einwohner. Damit belegt Litauen den traurigen Spitzenplatz vor Polen (143) sowie Rumänien und Griechenland (jeweils 142). Deutschland kommt auf 54 Tote. Im Inselstaat Malta ist es am sichersten. Hier starben 37 Menschen pro eine Million Bewohner.

Spanien scheint sich in ein passables Mittelfeld in den Statistiken hochgearbeitet zu haben. Nachdem es ja ganz schlimme Jahre gegeben hat, wo wir hier dieselben Zahlen an Verkehrstoten hatten wie in Deutschland, das aber mit der Hälfte der Bevölkerung, wird ja ungemein viel getan von seiten der Behörden: Kampagnen ohne Ende, Alkohol- und Geschwindigkeitskontrollen, etc. Keiner will sie, aber sie scheinen jetzt doch wirklich Erfolg zu haben. Vor kurzem durften wir uns nach einem "langen Wochenende" freuen, die niedrigste Verkehrsopferzahl seit den 60-er Jahren gehabt zu haben. Das ist wirklich ein grosser Schritt nach vorn.

Kalorien zählen


Falls Sie Kalorien zählen müssen oder wollen: In der online-Ausgabe des Stern habe ich einen interessanten Test gefunden, bei dem man die Kalorienmenge von verschiedenen Gerichten und Desserts benennen muss. Ich habe dabei "nicht schlecht" abgeschnitten (typisch deutsche Formulierung - heisst bestimmt "recht gut"). Dafür, dass ich mich um solche Dinge nicht gross kümmere, nicht schlecht ;). Wenn Sie es auch interessiert, klicken Sie hier .

Sommeranfang

Erinnern Sie sich noch an diesen Tag? Hitze ohne Ende, Strassen bestimmt voller wohlgelaunter Mitmenschen! Flimmern über dem Asphalt. Volle Biergärten und Strassencafés. Dann ist immer richtig gute Stimmung auch im Norden und keinen zieht es mehr nach Malle. Tja, sowas kann man leider nicht jedes Jahr erwarten und zu diesem Wochenende sieht die Wettervorhersage in Deutschland etwas anders aus.

Machen Sie das Beste draus. Wir verweichlichten Südeuropäer haben in unseren Jahren in Norddeutschland auch schon im August in dicke Decken gewickelt draussen gegrillt. Alles eine Frage der Einstellung.

Wir verabschieden uns jetzt ins Wochenende und in den offiziellen Sommeranfang: Hier ist schönes Wetter für alle angesagt, für uns ausserdem 60-er-Jahre-Fête, und dann noch ein Mittsommernachts-dinner am Cap de Formentor mit amerikanischen Freunden. Da soll wohl Stimmung aufkommen.