
Blog von Dr. Javier Moreno, Kardiologe und Internist in 07300 Inca / Mallorca, Avda. d'Alcudia, 16-1ºD, Tel. +34 971 500 343 und in Messalut (Manacor) Tel. 971 559 000. e-mail: medininca@yahoo.es
Mallorca-Sommer 2009: Schweinegrippe, Mietwagenknappheit und ein Terroranschlag

Sommerzeit - Mücken(stich)zeit

Jagd auf Grippekranke an englischen Flughäfen
Der britische Ärztebund (BMA) hat davor gewarnt, auf Flughäfen "Jagd auf grippekranke Patienten" zu machen, denn inzwischen weisen Fluggesellschaften ihr Personal an, Patienten, die "Symptome von Schweinegrippe aufweisen", nicht fliegen zu lassen. Dr. Peter Holden vom BMA hält die neuen Regeln für "völligen Unsinn". Denn woher sollen Airport-Angestellte die Qualifizierung haben, an einer H1N1/09-Infektion erkrankte Fluggäste zu erkennen. "Es ist Blödsinn, von Reisenden zu verlangen, beim Check-in ein ärztliches Attest vorzuzeigen, auf dem steht, dass der Patient infektionsfrei ist", so klar drückte sich der Sprecher aus. Große Fluggesellschaften wie "British Airways" und "Virgin Atlantic" hatten zu Wochenbeginn angekündigt, im Zweifelsfall von Passagieren ärztliche Atteste zu verlangen. So solle die weitere Ausbreitung der Schweinegrippe verhindert werden. Die BMA forderte deshalb britische Hausärzte auf, keine solchen Atteste auszustellen.
Quelle: aerztezeitung.de
Kampagne für familienfreundliche Kliniken
Ach ne, kann ich da nur sagen. Jetzt wo auch in den ehemals typisch männlichen Arztberuf immer mehr Frauen eingestiegen sind ; wo allgemein aber eine Zeit des Ärztemangel in Deutschland angebrochen ist, und dadurch die Konkurrenz der Krankenhäuser im Kampf ums Personal immer grösser wird, da wird vom Marburger Bund (in dem sich die angestellten Ärzte in Deutschland gewerkschaftlich organisieren) eine Kampagne „für ein familienfreundliches Krankenhaus“ geschaffen, an der plötzlich ganz viele von den rund 1.000 Krankenhäusern, die mit einer Postkarte zum Mitmachen an der Aktion aufgefordert wurden, teilnehmen wollen. Was immer das auch inhaltlich heissen mag.Naja, vielleicht bewirkt diese “Verweiblichung” ja doch langfristig was. Männer scheinen ja irgendwie Probleme damit zu haben um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu kämpfen.
Quelle: aerzteblatt.de
Kurzes Mutterglück - älteste Erstgebärende der Welt ist tot
Als sie schwanger wurde, wurde sie immer wieder gefragt: Musste das denn sein? Heute kann man eigentlich nur fragen: Und jetzt?Denn María del Carmen Bousada, die im Dezember 2006 mit 67 Jahren als älteste Frau der Welt erstmals Mutter geworden war, ist tot und hinterlässt zwei Waisen im Kleinkinderalter. Sie ist an den Folgen eines Krebsleidens gestorben. Der Tumor wurde bereits kurz nach der Geburt ihrer Söhne festgestellt. Möglicherweise als eine Folge der starken Hormonbehandlung, der sich die Frau seinerzeit unterzog.
Keiner weiss bisher, wer sich nun um ihre Zwillinge kümmern wird.
No comment- von meiner Seite aus.
Fluchen lindert den Schmerz
Erinnern Sie sich noch? Wenn Sie sich als kleines Kind wehtaten, dass ein Erwachsener kam und pustete! Irgendwann gehen die meisten von uns dann dazu über, die Luft in unfeine Worte gepresst rauszuschreien. Nun ist es bewiesen: das ist hocheffektiv. Wer flucht, wenn er sich verletzt, lindert damit offenbar den Schmerz. Das ergab jedenfalls aus einer Studie mit 65 Probanden an der britischen Universität Keele in Großbritannien.In dem Test mussten die Teilnehmer so lange wie möglich ihre Hand in eiskaltes Wasser tauchen. Dabei durften sie entweder einen vorher festgelegten Fluch ausstoßen oder sie sagten ein neutrales Wort.
Also, fluchen Sie ruhig – in den passenden Situationen. Vielleicht könnte man dazu einen bestimmten festgelegten Wortschatz einüben, damit sich andere Personen nicht verletzt (und dann auch noch zu fluchen anfangen) oder peinlich berührt fühlen. Oder Sie fluchen einfach darüber, dass die Tür, die seit 20 Jahren an derselben Stelle eingebaut ist, Ihnen plötzlich im Wege stehen muss. Sowas tut immer gut.
"San Fermines 2009" in Pamplona: Klappe/ die 2.
Wer wissen will, wie es seit Dienstag weitergegangen ist in Pamplona, der schaue hier: Stern. - Foto Nr. 10 für Reinlichkeitsfanatiker,
- 12 für Leute mit Claustrophobie,
- 17 für Komasaufen-Anhänger,
- 18 für Altfeministinnen,
- 23 für die richtigen Machos unter Ihnen.
Also, die ganze Palette aller menschlichen kulturellen Finessen.
- Vielleicht kann Nr. 5 aber als Beispiel für absolute Puristen oder Ästheten gelten.
Tut mir leid, mehr war nicht.
"San Fermines 2009" in Pamplona

Zwei Drittel aller US-Bürger sind zu dick

Besondere Sorge bereitet den Experten, dass - logischerweise – auch Kinder und Jugendliche in den USA immer dicker werden. In den meisten Bundesstaaten seien mehr als ein Drittel aller Kinder übergewichtig, an der Spitze liege der Staat Mississippi, wo mehr als 44(!!) Prozent der Kinder zu viel wögen. Schlechte Ernährung, zu wenige Spielmöglichkeiten im Freien und zu viel Freizeit vor dem Fernseher oder mit Computerspielen sind die Hauptgründe.
Romantische Reise mit Trennungsabsicht
Eine wirklich originelle und ungewöhliche Geschäftsidee hat ein chinesisches Reiseunternehmen. Es bietet spezielle Touren für Paare an, die kurz vor der Trennung stehen. Dabei geht es ihnen absolut nicht um eine mögliche “Wiedervereinigung” sondern eher um einen eleganten Abschluss der Affaire. Die Werbebotschaft ist nämlich: "Wenn es unser Schicksal ist, auseinander zu gehen, dann lass uns am Ende mehr romantische Erinnerungen haben als schmerzhafte." Das ist vielleicht ein richtig gutes Vorhaben, wenn man bedenkt, dass normalerweise zum Ende hin und danach auf beider Seiten reichlich schmutzige Wäsche gewaschen wird.Die in der Provinz Heilongjiang ansässige Agentur berechnet für einen fünftägigen Abschiedsausflug auf die chinesische Insel Hainan knapp 1600 Euro. Dafür, dass man danach auseinander geht, ist das schon eine stolze Summe. (Könnte man aber mit dem aktuellen Internet-Express-Scheidungsverfahren in Spanien vergleichen, das kostet ca. 1500, ist natürlich viel langweiliger und hässlicher). Die Tour findet in einem separaten Fahrzeug statt (Ist es schon peinlich bei den häufigen Diskussionen, mit anderen Fahrgästen/ Zeugen im selben Fahrzeug zu sitzen?) und jedes Paar bekommt einen eigenen Reisebegleiter gestellt (zum Schlichten?). Auf jeden Fall, es soll alles sehr romantisch und schön sein…
Die chinesische Sprache empfinden wir ja als sehr blumig. So bietet denn die Agentur unter den Namen "Tour der schlechten Stimmung" und "Tour der Nachsicht" weitere Trennungsreisen an. Unter dem 1. Motto kann ich mir nicht so richtig was vorstellen, bei der zweiten Tour denke ich an ein Meditationswochenende in einem tibetanischen Kloster. Wer es ausprobiert, möchte sich bitte anschliessend mal bei mir melden und Bericht erstatten. Neugierig bin ich ja geworden, ob das auch für Bürger der westlichen Welt eine akzeptable und elegante Alternative ist. Vielleicht lassen sich ja damit wirklich die schlimmsten Folgen für die Opfer der Trennung merklich reduzieren.
Fehltage in Deutschland und Spanien

Durchschnittliche Fehltage in Spanien 67 (!!!!!!!!!) Tage/pro Jahr/ pro Krankschreibung. Andererseits fehlen aber insgesamt nur 11,8% aller Beschäftigten mindestens 1 Tag im Jahr im Gegensatz zu 18,3 % der Deutschen.
Quelle: aerzteblatt.de
Europas Strassen werden immer sicherer
Und wieder eine äusserst positive Nachricht: Die Zahl der Verkehrstoten in der Europäischen Union ist 2008 im Vorjahresvergleich um etwa acht Prozent gesunken. Europaweit sind im vergangenen Jahr rund 39 000 Menschen bei Straßenunfällen ums Leben gekommen. In Deutschland waren es nach vorläufigen Berechnungen 4467 Tote, das entspricht einem Rückgang um sogar etwa zehn Prozent. Diese Zahlen gab der "Europäische Verkehrssicherheitsrat" (ETSC) am Montag in Brüssel bekannt.Besonders gefährlich leben allerdings immer noch die Verkehrsteilnehmer in Litauen. Hier gab es im vergangenen Jahr 148 Opfer von Straßenverkehrsunfällen pro eine Million Einwohner. Damit belegt Litauen den traurigen Spitzenplatz vor Polen (143) sowie Rumänien und Griechenland (jeweils 142). Deutschland kommt auf 54 Tote. Im Inselstaat Malta ist es am sichersten. Hier starben 37 Menschen pro eine Million Bewohner.
Kalorien zählen

Sommeranfang
Erinnern Sie sich noch an diesen Tag? Hitze ohne Ende, Strassen bestimmt voller wohlgelaunter Mitmenschen! Flimmern über dem Asphalt. Volle Biergärten und Strassencafés. Dann ist immer richtig gute Stimmung auch im Norden und keinen zieht es mehr nach Malle. Tja, sowas kann man leider nicht jedes Jahr erwarten und zu diesem Wochenende sieht die Wettervorhersage in Deutschland etwas anders aus.
Machen Sie das Beste draus. Wir verweichlichten Südeuropäer haben in unseren Jahren in Norddeutschland auch schon im August in dicke Decken gewickelt draussen gegrillt. Alles eine Frage der Einstellung.
Wir verabschieden uns jetzt ins Wochenende und in den offiziellen Sommeranfang: Hier ist schönes Wetter für alle angesagt, für uns ausserdem 60-er-Jahre-Fête, und dann noch ein Mittsommernachts-dinner am Cap de Formentor mit amerikanischen Freunden. Da soll wohl Stimmung aufkommen.
Schweinegrippe: Die Pandemie der Massenmedien
Heute kopiere ich nur, ich erspare Ihnen sozusagen den link : Einen Artikel von Thomas Müller aus der "Ärztezeitung" über die berüchtigte Schweinegrippe. Endlich relativiert mal einer das Thema - in den Medien. Diese Schweinegrippe ist für viele ja schon kurz nach Ausbrechen zum Witzthema geworden. Warum wohl?Ich zitiere: “Man stelle sich vor: Es gibt eine Pandemie, und keiner merkt's. Tatsächlich hätte die Menschheit die soeben ausgerufene Grippe-Pandemie praktisch nicht wahrgenommen, würde die Verbreitung des neuen Virus nicht akribisch verfolgt und von den Medien mit hoher Aufmerksamkeit begleitet. Doch solange es noch fast jeder Grippetote in die Schlagzeilen schafft, heißt das eigentlich nur eines: Das Virus ist derzeit - zum Glück - noch ziemlich harmlos.
Solange Pandemie-Warnstufen aber nichts über die Gefährlichkeit des Erregers aussagen, drohen sie zur Farce zu werden. Denn irgendwelche neuen Viren breiten sich immer aus, und sei es nur über einen harmlosen Schnupfen. Die WHO sollte ihr Konzept überdenken, sonst nimmt es vielleicht keiner mehr ernst, wenn eines Tages ein weit aggressiveres Virus auftaucht.”
Quelle: aerztezeitung.de
Lasst die Babys im Kinderzimmer!
30000 Kinder und Kleinkinder haben es bewiesen: im eigenen Zimmer schlafen sie schneller ein, wachen nachts seltener auf und haben insgesamt weniger Schlafprobleme als ihre Altersgenossen, die bei Mama und Papa im elterlichen Zimmer schlafen. Das ergab jedenfalls eine Studie, die beim US-Kongress Sleep 2009 vorgestellt wurde (Abstract ID 0243). Die Autoren liefern auch eine Erklärung für die Beobachtung: Ohne die Eltern in der Nähe schlafen die Kinder leichter von sich aus ein. Und werden sie nachts wach, kommen sie auch ohne elterliche Hilfe schneller wieder zurück in den Schlaf.
Ob die Eltern der ausschlaggebende Grund ist, oder was die wahren Gründe wirklich sind, ist eigentlich egal. Endlich stehe ich nicht mehr als reaktionäre Rabenmutter da, die ihre Babys in eigene Bettchen in eigene Zimmer verbannte, nur um ungestört dem Schlafe (oder dem Lotterleben ?) zu frönen. Wie schön, nach 20 Jahren ein Argument geliefert zu bekommen für die eigene Unlust, auch noch die Nacht, die ja sowieso nur im Stundentakt stattfand, nicht auch noch mit den kleinen unschuldigen Kindlein teilen zu müssen. Wo sie mich doch schon über 20 Meter Entfernung auch aus dem Tiefschlaf wecken konnten…
Keine Krise für Single-Börsen

Quelle: aerztezeitung.de
Du lachst wie ein Affe

Mamas Liebling is(s)t nicht dick!

Leider ist es für diese Kinder gar nicht so einfach, die schädlichen und lästigen Kilo wieder loszuwerden. Funktionieren tut das nur, wenn sich auch der Lebensstil der Kinder erheblich verändert. Und dafür sind dann v.a. die anderen Familienmitglieder mitverantwortlich, vor allem die Mütter (sie sind es, die ja immer noch hauptsächlich in der Küche stehen). Doch hier gibt es ein Problem: Die meisten Eltern von dicken Kindern erkennen garnicht, dass ihr Kind übergewichtig ist. Sie lieben ihr kleines Pummelchen grad so wie es ist. Das ist das erschreckende Ergebnis einer Studie von Jessica Doolen und ihrem Team von der University of Nevada in Las Vegas.
Die US-amerikanischen Wissenschaftlerinnen haben diverse Studien zu dem Thema, die seit 1996 in Großbritannien, Australien, Italien und den USA veröffentlicht wurden, ausgewertet und verglichen In den meisten Untersuchungen ging es um Kinder zwischen zwei und zwölf Jahren. Alle Studien haben ein Missverhältnis zwischen der Realität und der elterlichen Wahrnehmung ergeben.
In einer britischen Studie aus dem Jahr 2005 zum Beispiel wurde in 1082 Familien erfragt, wie das Gewicht der Kinder zwischen drei und fünf Jahren eingestuft wird. 41 der Kinder waren nach objektiven Kriterien übergewichtig. Doch nur Eltern von sieben Kindern haben das erkannt. 104 der kleinen Kinder waren noch nicht dick, hatten aber ein deutliches Risiko für Übergewicht. Doch das sahen nur die Eltern von zwei Kindern so. Andersherum: 94 Prozent der betroffenen Eltern konnten das Gewicht ihrer Kinder nicht korrekt einordnen.
Leider ist die Änderung des Lebensstils keine Sache von heute auf morgen. Aber für alle, die gerade dabei sind : den längsten Weg beginnt man mit einerm ersten kleinen Schritt.
Quelle: aerztezeitung. De
Keine Coffeshops mehr neben der Schule
