Dick durch dicke Freunde


Boston (dpa) - Wer einen dicken Freund oder eine dicke Freundin hat, wird selbst leichter füllig. Das hat eine Studie von US-Forschern um Nicholas Christakis von der Harvard Medical School in Boston (US-Staat Massachusetts) ergeben.

Eine Studie von US-Forschern hat ergeben, dass die Gefahr, mehr auf die Waage zu bringen, um 57 Prozent steigt, wenn ein eng befreundeter Mensch zugenommen hat. ("New England Journal of Medicine", Bd. 357, S. 370).
Bei Geschwistern erhöhte sich das Risiko um 40 Prozent, bei Ehepaaren um 37 Prozent. "Unsere Studie legt nahe, dass Übergewicht in sozialen Netzwerken messbar ist und eindeutig steigt, je nachdem, um welche Art von Sozialbeziehung es sich handelt", folgern die Wissenschaftler.

Für die Untersuchung wurden Daten von gut 12 000 Patienten aus einer mehr als 30 Jahre laufenden Herzstudie ausgewertet. Freunde nehmen danach nicht nur zu, wenn sie ständig gemeinsam Pommes vor dem Fernseher essen, sondern auch, wenn sie hunderte von Kilometern entfernt wohnen.
"Soziale Distanz spielt eine größere Rolle als geographische Distanz", erklärt die Gruppe. "Man ändert seine Vorstellung von einer akzeptablen Figur, wenn man die Leute anschaut, die einem nahe stehen."

Eine wichtige Rolle spielt auch das Geschlecht. Ein Mädchen etwa nimmt eher dann zu, wenn ihre Schwester dicker wird - ein beleibter Bruder ist weniger entscheidend. "Offenbar werden Menschen mehr von jemandem beeinflusst, der ihnen ähnelt, als von jemandem, der anders ist", heißt es bei den Wissenschaftlern. Bei Ehepaaren könnten der Geschlechtseffekt und der Freundschaftseffekt gegeneinander wirken.

Die Studie hilft nach Meinung der Wissenschaftler zu erklären, warum die Amerikaner ständig zunehmen. Inzwischen sind den Angaben zufolge 66 Prozent der Erwachsenen übergewichtig. Allerdings lässt sich die Wirkung sozialer Bindungen ihrer Meinung nach auch für Programme zum Abnehmen nutzen: "Menschen haben miteinander zu tun, und deshalb hat auch ihre Gesundheit miteinander zu tun."

Jede Minute zählt


Warnzeichen für Herzinfarkt

  • schwere, länger als 5 Minuten anhaltende Schmerzen im Brustkorb, die in Arme,Schulterblätter, Hals, Kiefer, Oberbauch ausstrahlen können
  • starkes Engegefühl, heftiger Druck im Brustkorb, Angst
  • zusätzlich zum Brustschmerz: Luftnot, Übelkeit, Erbrechen
  • Schwächeanfall (auch ohne Schmerz), evtl. Bewusstlosigkeit
  • blasse, fahle Gesichtsfarbe, kalter Schweiß
  • Achtung: bei Frauen sind Luftnot, Übelkeit, Schmerzen im Oberbauch und Erbrechen nicht selten alleinige Alarmzeichen
  • wichtig: bei älteren Menschen über 65 Jahren fehlen oft eindeutige, "dramatische" Symptome, also: nicht bagatellisieren

Sofort den Rettungsdienst rufen:

in Deutschland: 112 oder die örtliche Notrufnummer

auf Mallorca: 112 (jeder Art von Notfall)

oder: 061 (ärztlicher Notdienst)

oder 971 466262, das ist die Ambulanz der "Clinic Balear", mit der wir gute Erfahrungen gemacht haben.

Sex, Gewalt, Familie...


Wovon träumen wir?
Männer und Frauen sind nicht nur am Tage grundverschieden - sie träumen sogar unterschiedlich. Die häufigsten Traumthemen haben sich seit Jahrzehnten nicht geändert, daran hat auch die Emanzipation in den vergangenen 40 Jahren nichts geändert. Während sich Männer nachts eher mit Gewalt, Sex und Beruf beschäftigen, geht es bei Frauen nach wie vor vermehrt um Familienangehörige und Gefühle. Das berichtet das Magazin "
Psychologie heute" unter Berufung auf eine deutsche Langzeitstudie (Zentralinstitut für seelische Gesundheit; 1956, 1970, 1981, 2000) mit mehreren tausend Erwachsenen. Demnach drehen sich Männerträume oft um körperliche Aggression und Sexualität. Außerdem kommen darin mehr Männer als Frauen vor. Häufiger als bei Frauen geht es um die Arbeitswelt, um Waffen und darum, Ziele zu erreichen.

Wenn Frauen dagegen von Aggression träumen, richtet sich diese vorwiegend gegen die Schlafende selbst. In ihrem Schlaf geht es häufiger um traurige Dinge oder solche, die depressiv stimmen. In Frauenträumen kommen beide Geschlechter gleich oft vor. Zentrale Themen sind nahe stehende Personen und Gefühle. Außerdem träumen sie häufiger als Männer von Innenräumen. Zudem tauchen Haushaltsgegenstände und Kleidungsstücke öfter auf.

Alte Inhalte
Diese Langzeitanalysen zeigten, dass die Geschlechterunterschiede in den Trauminhalten seit mehr als 40 Jahren gleich geblieben sind. Obwohl die Arbeitswelt nun ein fester Bestandteil im Leben vieler Frauen ist, träumen sie immer noch deutlich seltener von ihrem Beruf als Männer.
Quelle: DPA

Warum scheitern Diäten?


Mindestens jede zweite Diät scheitert. Nun scheinen Wissenschaftler herausgefunden zu haben, warum vielen der Kampf gegen die Pfunde so schwer fällt: Störungen im Hirnstoffwechsel könnten die Ursache sein.Mal sollen Kohlehydrate reduziert werden, mal steht Fett auf dem Index. Mal wird geraten, Eiweiß nie zusammen mit Kohlehydraten zu essen, dann wieder, zu speisen wie die Kreter oder einfach nur die Hälfte zu sich zu nehmen: Mehr als 2000 Bücher gibt es zum Thema "Abnehmen". Und beinahe jede zweite Frau in Deutschland hat mindestens einen Abspeckversuch hinter sich. Weltweit aber nimmt die Zahl übergewichtiger Menschen geradezu epidemisch zu. In den USA gelten 67 Prozent der Bevölkerung als zu dick. In Deutschland sind etwa die Hälfte der Frauen und rund 70 Prozent der Männer übergewichtig. Schwellenländer wie China oder Indien haben die höchsten Zuwachsraten an überernährten Menschen.

Mit der Korpulenz wächst auch die Rate der Stoffwechselerkrankungen - wie Diabetes, Arteriosklerose, Herz-Kreislauf-Probleme - und der Schlaganfälle in alarmierendem Ausmaß. Mit weniger Essen und mehr Bewegung ließe sich das Risiko erheblich vermindern. Doch den meisten Abnehmwilligen fällt es unsagbar schwer, ihr Leben zu ändern. Gnadenlos belegt die Statistik, dass die Mehrzahl nach fünf Jahren so dick ist wie zuvor, viele haben sogar noch zugelegt.

Gehirn manipuliert Energiestoffwechsel
Ein Wissenschaftlerteam unter der Leitung des Lübecker Diabetologen Achim Peters hat nun eine ungewöhnliche Erklärung dafür gefunden: Störungen im Hirnstoffwechsel könnten Ursache für ungezügeltes Essverhalten sein. Das Ergebnis beruht auf einer mehrjährigen Forschungsarbeit, bei der das Team aus Internisten, Hirnforschern und Psychiatern mehr als 50 Normal- und Übergewichtige genau beobachtete. Mit modernen bildgebenden Verfahren wie der Magnetresonanztomografie (MRT) gelang es den Wissenschaftlern, während verschiedener Belastungssituationen die Energieversorgung im Gehirn im Vergleich zum restlichen Körper zu messen. Dabei konnten sie zeigen, dass das Gehirn immer zuerst die eigene Energieversorgung sicherstellt, bevor es Muskeln, Organen oder dem Fettgewebe etwas zuteilt. Es steuert den Stoffwechsel zu seinen Gunsten, weshalb die Forscher vom "Selfish Brain", vom "selbstsüchtigen Gehirn", sprechen. Kein anderer Bereich des menschlichen Organismus ist so gefräßig wie das Gehirn. Obwohl es bei Erwachsenen nur etwa zwei Prozent des Körpergewichtes ausmacht, verbraucht es rund zwanzig Prozent der Energie. "Das Gehirn manipuliert den Energiestoffwechsel", sagt Achim Peters. "Wenn es ihm nicht gelingt, ausreichend Energie für sich aus dem Körper anzufordern, gleicht es die Unterversorgung dadurch aus, dass es die Nahrungsaufnahme steigert und dem Körper den Energieüberschuss überlässt. Auf diese Weise kann langfristig eine Adipositas, also Fettleibigkeit, entstehen." Eine solche Strategie "zwingt" den Organismus, mehr energiereiche Nahrung aufzunehmen, als gut für ihn ist.

Das Stresssystem des Menschen ist aus der Sicht der Lübecker Forscher der zentrale Regelungsmechanismus für den Energiestoffwechsel. Befindet es sich über einen längeren Zeitraum im Ungleichgewicht (zum Beispiel durch Depressionen), könne das den Appetit über die Maßen steigern. Denn viele Menschen empfinden Essen als tröstlich oder entspannend. Vor allem zuckerhaltige Speisen mildern nachweislich die Stressreaktion und wirken stimmungsaufhellend. Wer sich über Jahre hinweg mit Essen tröstet, sorgt unweigerlich dafür, dass sich diese positive Verknüpfung in sein Hirn eingräbt. Ihre Erkenntnisse nutzen die Wissenschaftler der Universität Lübeck derzeit als Grundlage, um "ein völlig neuartiges Abnehmkonzept" zu erarbeiten, bei dem Verhaltenstraining und Problemlösungsstrategien im Mittelpunkt stehen. Erste Erfahrungen zeigen, dass es möglich ist, die entgleisten Stoffwechselreaktionen durch positive Lernprozesse schrittweise wieder in die richtigen Bahnen zu lenken.

Krankhafte Fettleibigkeit liesse sich nach diesen Erkenntnissen dann erfolgreich behandeln, wenn die herausragende Rolle des Gehirns berücksichtigt wird. Wenn beispielsweise ein Patient den Dauerstress am Arbeitsplatz beseitigen kann oder eine vorhandene Depression erfolgreich behandelt wird, "dann bekommt dieser höchstwahrscheinlich auch sein Gewichtsproblem in den Griff ".

Quelle: stern.de u. journalmed.de

Rezepte zum Abnehmen: Reis Milaneser Art



ZUTATEN (für 4 Personen)
·250 gr. Reis
·50 gr. luftgetrockeneten Schinken (spanischen Serrano-Schinken)
·1 Frühlingszwiebel
·1 reife Tomate
·50 gr. Erbsen (TK)
·1 roter Paprika
·3 Knoblauchzehen
·100 gr. weicher, aber noch schnittfester Käse
·6 EL kaltgepresstes Olivenöl
·Oregano nach Geschmack
·Salz

ZUBEREITUNG:
6 El Olivenöl in einer ofenfesten Form auf dem Feuer erhitzen und die in feine Würfel geschnittenen Frühlingszwiebel, Tomate, Paprika und Knoblauchzehen zugeben und anbraten. Danach Schinken und Reis zufügen und alles gut vermischen. Mit Oregano und Salz würzen. Dann kochendes Wasser zugeben (etwas mehr als die doppelte Menge vom Reis) und 10 Minuten ausquellen lassen. Zum Schluss die Erbsen und den in kleine Würfel geschnittenen Käse dazugeben und weitere 10 Minuten im vorgeheitzten Backofen bei 180ºC überbacken. Vor dem Servieren 5 Minuten abkühlen lassen.

Reis ist ein Grundnahrungsmittel in der “Mittelmeerdiät”. Er ist reich an Kohlehydraten und hat so gut wie kein Fett. Schinken ist reich an Proteinen, Erbsen liefern komplexe Kohlenhydrate. Im Käse sind Proteine und Fette, das Gemüse bereichert mit Vitaminen, Mineralien und Antiokzidantien.

Als Dessert: In Scheiben geschnittene reife Apfelsinen mit etwas Zimt bestreut

Warum ist Knoblauch so gesund?


Amerikanische Wissenschaftler haben entdeckt, warum Knoblauch so gut für das Herz-Kreislauf-System ist: Seine gesundheitsfördernde Wirkung beruht auf der Bildung des Zellbotenstoffs Schwefelwasserstoff. Dieser entsteht während der Verdauung und bewirkt eine Entspannung der Blutgefäße, die den Blutfluss steigen lässt. Diesen Effekt konnten die Forscher beobachten, als sie im Labor winzige Mengen Knoblauchsaft zu roten Blutkörperchen gaben, woraufhin diese anfingen, Schwefelwasserstoff abzusondern. Die Schwefelverbindung ist zwar in größerer Konzentration giftig, in geringem Maße aber notwendig für die Nachrichtenübermittlung in der Zelle. Ihre Ergebnisse stellen die Forscher um Gloria Benavides von der Universität von Alabama in Birmingham in der Fachzeitschrift "PNAS" vor.

Gesund dank Schwefelwasserstoff
Für die Studie verwendeten die Wissenschaftler den verdünnten Saft von handelsüblichem Knoblauch, den sie mit menschlichen roten Blutkörperchen in Kontakt brachten. Die Bildung von Schwefelwasserstoff fand hauptsächlich an der Membran der roten Blutkörperchen statt. Nur ein kleiner Teil wurde in den Zellen selbst gebildet. Von Schwefelwasserstoff war bereits bekannt, dass er als schützendes Botenmolekül der Gefäßzellen im Herz-Kreislauf-System dient.

Mit ihrer Entdeckung haben die Forscher einen bislang unbekannten Mechanismus gefunden, der zu der bereits seit Jahrhunderten bekannten gesundheitsfördernden Wirkung von Knoblauch beiträgt. Obwohl viele klinische Studien einen positiven Einfluss von Knoblauch bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen zeigen, gibt es auch Studien, die nur einen geringen oder gar keinen Einfluss von Knoblauch fanden. Forscher sollten daher in künftigen Untersuchungen der Wirkung von Knoblauch ihr Augenmerk auf Schwefelwasserstoff richten, raten die Wissenschaftler. Zudem könnte das Potenzial des Knoblauchs zur Bildung von Schwefelwasserstoff in Zukunft als Messgröße bei der Herstellung von Knoblauchpräparaten dienen, schlagen die Forscher vor.
(dpa, Oktober 2007)

Heute schon eine Erleuchtung gehabt?



Täglich eine Lichtdusche macht glücklich und hat weniger Kalorien als Schokolade
Was uns glücklich macht, merken wir oft erst, wenn es fehlt. So ist es auch beim Licht. Um diese Jahreszeit, wenn vor allem in Nordeuropa die Tage kürzer und die Nächte länger werden, bekommen wir es am eigenen Leib zu spüren: Morgens machen wir uns in der Dämmerung auf den Weg zur Arbeit, dann verbringen wir den Tag im Büro, nur um abends im Dunkeln wieder nach Hause zu fahren.
Vielen schlägt die ständige Unterbelichtung aufs Gemüt. Fast jeder Fünfte in Deutschland leidet an einer mehr oder weniger ausgeprägten „saisonal abhängigen Depression“ (das ergibt die schöne Abkürzung SAD, auf Englisch traurig). In Florida sind nur vier Prozent der Menschen betroffen, in New York 17, in Alaska 28 Prozent. Mit anderen Worten: Je weiter im Norden man lebt, je weniger Sonne man abbekommt, desto größer ist die Gefahr, vom winterlichen Stimmungstief gepackt zu werden.

Wir brauchen das Licht, um wach zu werden und uns fit zu fühlen. Es gibt Energie und hebt unsere Laune. Für das Gehirn aber gleichen die Tage im Winter einer einzigen langen Nacht. Die Folge ist, dass die Zirbeldrüse, ein kirschkerngroßes Nervenbündel in der Mitte des Gehirns, ungebremst das Schlafhormon Melatonin (wörtlich: „Schwarzmacher“) ausschüttet. Daraufhin schaltet der Körper einen Gang herunter, was zu Urzeiten, wenn im Winter die Nahrung knapp und das Gelände unwegsam wurde, vielleicht eine ganz sinnvolle Strategie war. (Denken Sie an Tiere im Winterschlaf). Der moderne Mensch aber muss in der Regel das ganze Jahr über Leistung bringen. Ein Winterschlaf ist nicht vorgesehen. Diese Diskrepanz schlägt vielen von uns auf die Stimmung.

Das beste Gegenmittel wäre, morgens, sobald die Sonne aufgegangen ist, einen Spaziergang zu machen und den Tag mit einer Lichtdusche zu beginnen. Sogar ein bedeckter Himmel im Freien bringt es auf eine Beleuchtungsstärke von ein paar Tausend Lux. Das reicht, um die Melatoninbildung zu stoppen. Gleichzeitig kurbelt die Lichtdusche die Serotoninbildung im Kopf an. Serotonin ist ein „Glücksbote“ im Gehirn, eine Art Gegenspieler des Melatonins. (Depressionen gehen häufig mit einem Serotonintief einher. Herkömmliche Antidepressiva treiben den Serotoninspiegel in die Höhe, wodurch sich auch die Stimmung hebt.)

Aber wer hat schon die Zeit, morgens Licht zu tanken? Stattdessen hetzen wir ins Büro, an einen Ort, wo meist eine Lichtstärke von nicht mehr als 500 Lux herrscht – zu wenig, um die Bildung des Müdemachers Melatonin ganz zu stoppen und die Serotonin-Produktion anzukurbeln. Als Kompensation greifen wir zu Kaffee. Auch Kaffee senkt den Melatoninspiegel und bringt den Glücksboten Serotonin auf Trab. So ist der Kaffeekonsum in Europa nicht in Italien am höchsten, die größten Koffeinjunkies sind die Finnen.

Zu Weihnachten gibt's Süsses
Süßigkeiten lassen ebenfalls den Serotoninspiegel steigen. Vielleicht gibt es deshalb zur Weihnachtszeit traditionell Lebkuchen, Weihnachtsgebäck und Glühwein. Auch wenn es unromantisch klingt: Letztlich ist das auch eine Art von Selbstmedikation − wir versuchen verzweifelt, uns aus dem Serotonintief herauszufuttern.
Die kalorienarme Variante dieser Eigentherapie lautet ganz einfach: mehr Licht. 10000 Lux, eine halbe Stunde am Tag – von da an zeigt eine Lichttherapie Wirkung. Für Menschen, die nicht gern durch die Kälte spazieren, gibt es Lichtgeräte, die aussehen wie eine Höhensonne, allerdings nicht bräunen. Sie messen etwa einen Meter mal 50 Zentimeter und kosten zwischen 200 und 800 Euro.
In mehreren Studien hat sich gezeigt: Lichtduschen können den Winterblues tatsächlich vertreiben. Manche Patienten berichten dabei sogar von euphorischen Gefühlen. Auch Frauen, die unter einer pre- oder postnatalen Depression leiden, hilft die Bestrahlung sowie Betroffenen von Bulimie und Hyperaktivität. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Haut während des Lichttankens bedeckt ist oder nicht. Das Lichtsignal wird allein über die Augen an das Gehirn weitergegeben.
Licht kann also regelrecht glücklich machen. Das zeigt auch folgender letzter Lichtblick: Forscher haben Menschen, die nicht unter Depressionen litten, einen Monat lang täglich eine Stunde in Licht duschen lassen. Das Ergebnis: Sie fühlten sich nach der Behandlung noch besser als sonst. Manche Polarforscher, die einen Sommer im ewigen Eis verbracht haben, berichten von ähnlichen Erlebnissen. Dank der langen Tage im hellen Schnee brauchen sie oft nur wenig Schlaf und fühlen sich aufgeputscht.

Also, ab in die Sonne (Malle für alle??), oder wenigstens unter eine künstliche!
Quelle: Stern-online

Rauchen macht schlapp


Ein weiteres Argument, das Rauchen endlich aufzugeben: bei Rauchern schwindet die Muskelmasse im Lauf des Lebens deutlich schneller als bei Nichtrauchern.
Jeder weiss inzwischen: Tabak ist ungesund. Er verursacht Krebs und Herzleiden, macht impotent und lässt die Haut altern. Dieser Liste von schlagkräftigen Argumenten gegen das Rauchen haben britische Forscher nun ein weiteres hinzugefügt:
Rauchen beschleunigt den altersbedingten Muskelschwund. Der Grund: Die Muskulatur verliert zunehmend ihre Fähigkeit, aus Aminosäuren Muskelmasse zu bauen. Zu diesem Ergebnis kamen Michael Rennie und seine Kollegen von der University of Nottingham.

Für ihren biochemischen Test hatten die Forscher 16 weibliche und männliche Mittsechziger rekrutiert, die sich in Alter und Lebensgewohnheiten weitgehend glichen. Einziger gravierender Unterschied: Die einen rauchten seit zwei Jahrzehnten mindestens ein Päckchen Zigaretten am Tag. Die anderen waren ihr Leben lang Nichtraucher.

Schwächelnder Muskelaufbau
Die Forscher testeten, wie gut die Probanden zur Verfügung stehende Muskelbaustoffe verarbeiten. Dazu erhielten die Teilnehmer Infusionslösungen mit Aminosäuren, den Bausteinen für Eiweiß, aus denen Muskeln im Wesentlichen bestehen. An Muskelproben vor und nach der Infusion konnten die Forscher ablesen, wie groß der Anteil der verwerteten Aminosäuren jeweils war. Dabei zeigte sich, dass die Raucher erheblich weniger Muskelmasse aufgebaut hatten als die Nichtraucher. „Unsere Tests zeigen, dass Rauchen die Synthese von Muskeleiweiß im Körper verlangsamt – und so vermutlich schleichend die Muskulatur schwächt“, erklärt Studien-Co-Autor Philip Atherton.

Quelle: American Journal of Physiology

Werkstatt statt Wartezimmer



Männer kümmern sich oft schlecht um sich selbst, zumindest in Sachen Gesundheit. Sie gehen ungern zum Arzt, ernähren sich ungesund und leiden bei Krankheit überdurchschnittlich.

Oft ignorieren Männer Erkrankungen und Verschleißerscheinungen, statt etwas dagegen zu tun. Sie zögern den Arztbesuch so lange hinaus wie nur irgend möglich und nehmen Vorsorgeuntersuchungen viel zu selten wahr. Das hat Folgen: Sie sterben fast sechs Jahre früher als Frauen (mit 75,6 statt 81,3 Jahren), meist an Herzinfarkt.

Woher kommt der Ärzteverdruss?
Laut einer Umfrage haben 87 Prozent der Herren Probleme mit langen Wartezeiten beim Arzt. "Männer warten lieber eine Stunde auf neue Reifen, als sich eine halbe Stunde ins Wartezimmer zu setzen", sagt Frank Sommer (40), Universitäts-Professor für Männergesundheit am UKE Hamburg und Buchautor ("Steh deinen Mann", Köselverlag). "Außerdem haben sie Angst vor einer schlechten Diagnose." Daran seien die Männer allerdings selbst schuld, so der Experte, denn Vorsorge sei besser als Nachsorge, und wer zu lange warte, bekäme dann eben auch unangenehme Nachrichten. Während Frauen nämlich auch ohne Beschwerden regelmäßig zum Gynäkologen gehen, treibt es Männer erst bei akuten Schmerzen zum Urologen.

Nur langsam scheint ein neues Gesundheitsbewusstsein zu entstehen. Sommer: "Inzwischen kommen Männer zu mir, die sich vorsorglich durchchecken lassen. Die wollen wissen, was sie tun können, um die nächsten zwanzig Jahre so fit zu bleiben wie sie sind. Das ist intelligent und erfreulich, aber kommt leider noch zu selten vor."

Erektionsstörungen können Herzinfarkt ankündigen
Dabei sind die typischen Männerkrankheiten bekannt und gut erforscht. Ganz oben auf der Liste stehen Erektionsstörungen. Nicht nur, weil sie den Mann an seiner empfindlichsten Stelle treffen, sondern vor allem, weil sie Vorboten für einen Herzinfarkt sein können. Und daran sterben laut Stiftung Männergesundheit jährlich 12 von 100 Männern.

An zweiter Stelle der Beschwerden stehen Prostatakarzinome, mit jährlich über 40.000 Neuerkrankungen in Deutschland die häufigste Tumorart des Mannes.
Auch Testosteronmangel ist ein großes Problem. Denn der kann zu Muskel- oder Knochenschwund, Müdigkeit oder Leistungsabfall führen. Durch die schleichende Abnahme des Hormons kann es auch zu nächtlichem Schwitzen oder anhaltender Depression kommen. "Männer bis zum 50. Lebensjahr sollten alle zwei Jahre, danach jährlich zum Haus- oder Männerarzt gehen, auch wenn sie keine Beschwerden haben", empfiehlt Sommer, "außerdem ab 40 oder 45 Jahren, je nach familiärer Vorbelastung, zur Prostata-Untersuchung, ab 50 Jahren zur Darmkrebsvorsorge".

Vorbeugen mit gesunder Ernährung
So wie Männer Autowerkstätten den Warteräumen beim Arzt vorziehen, mögen sie auch lieber Fleisch und scharf Angebratenes als Obst und Gemüse. "Das ist ein Riesenproblem", betont Sommer. "Die Vorliebe ist genetisch bedingt, und da Männer mehr Muskeln haben, brauchen sie auch mehr Protein. Doch im Gegensatz zum steinzeitlichen Jäger bewegt sich der Mann von heute viel weniger." Folge sind Übergewicht (vor allem ab dem 40. Lebensjahr) und Zivilisationskrankheiten. Der Experte empfiehlt seinen Patienten daher nach dem Motto "bunt ist gesund" (fünf Mal am Tag Obst und Gemüse), viel Wasser trinken und ausreichenden Schlaf. Rauchen sollte man(n) natürlich auch nicht, denn das ist schlecht für Lunge, Blase und Immunsystem, und kann sogar Erektionsstörungen herbeiführen. Außerdem wichtig für den modernen Mann: Ein regelmäßiges Fitnessprogramm mit zweimal 20 bis 30 Minuten Ausdauertraining und zweimal 15 Minuten Kraftübungen pro Woche. Auch Schrittzähler haben sich bewährt. Sommer: "Nach anfänglicher Ablehnung laufen inzwischen richtige Wettbewerbe in einigen Unternehmen. Wer am Ende des Tages die meisten Schritte auf seinem Zähler hat, gewinnt." Und zwar vor allem an Gesundheit.

Frauen sind die beste Medizin
Professor Sommer hat zu guter Letzt noch einen eher ungewöhnlichen Tipp: "Jungs, bleibt bei euren Frauen.! Die achten auf eure Ernährung und wissen immer, wann Arzttermine anstehen." So belegen Studien tatsächlich, dass Männer, wenn es um die Gesundheit geht, von ihren Partnerinnen profitieren. Witwer sterben beispielsweise früher als Witwen, weil sie nicht mehr von der Frau gepflegt werden. Und warum leiden viele Männer so sehr unter ihren Krankheiten? "Dafür gibt es keine wissenschaftliche Erklärung. Aber es liegt wohl hauptsächlich daran, dass Männer auch gerne mal umsorgt werden möchten", sagt Sommer. Während die Herren der Schöpfung auf dem Schlachtfeld, beim Sport und im Job immer ihren Mann stehen müssen, dürfen sie sich bei nach außen sichtbaren gesundheitlichen Problemen endlich mal fallen lassen. "Das hat absolut nichts mit Schwäche zu tun, sondern mit Stärke", betont der Experte. "Denn ein Mann, der sich um seine Gesundheit kümmert, lebt länger". Und: "Frauen kümmern sich gerne um ihren kranken Partner. Also sollte man ihnen die Freude auch nicht nehmen"

Quelle: Stern-online

(Anmerkung unsererseits: Sollten wir mal einen Raumduft mit Note „Autowerkstatt“ ausprobieren? Dann verschiebt sich vielleicht das Verhältnis männlich – weiblich zugunsten der ersten. Schliesslich sind wir ja eine kardiologische Praxis)

Auch das noch: Mikroben zum Kuscheln



"Viele Menschen bekommen eine Erkältung. Jetzt können Sie auch eine haben - ohne krank zu werden." Das Rhinovirus, für das so geworben wirk, ist blau und flauschig und hat schwarze Kulleraugen.

Viren, Bakterien und andere Krankheitserreger als Stofftiere bietet das US-Unternehmen GIANTmicrobes an. Die Auswahl ist gross. Da gibt es einen gelben Heliobacter pylori, ein schwarzes HI-Virus mit roter Aidsschleife, einen zartrosa Syphilis-Erreger oder ein Eppstein-Barr-Virus in Pink mit langen Wimpern. Jede Figur ist etwa 15 cm gross und ist ab sieben Euro zu haben. Wer das toll findet, bekommt mehr Information hier.

Weihnachten steht vor der Tür... Ist das jetzt vielleicht das ultimative Geschenk?


Rezepte zum abnehmen: gefüllte Auberginen



ZUTATEN: (für 4 Personen)
  • 4 mittlere Auberginen
  • 500 gr. Hähnchenbrust
  • 250 gr Zwiebeln
  • 1 grüner Paprika
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 reife Tomate
  • Einige Blätter frisches Basilikum
  • 50 gr. Tomatensosse
Für die Bechamelsosse
  • 40 gr. Butter oder Margarine
  • 40 gr. Mehl
  • ½ Liter Milch
  • etwas Salz
  • Muskatnuss nach Geschmack
ZUBEREITUNG:
Die Auberginen längs halbieren und vorsichtig aushöhlen. Wenn möglich kurz in der Mikrowelle erhitzen (dann verlieren sie nicht die Form), sonst in kochendem Wasser kurz angaren. Warmhalten. Das Fruchtfleisch der Auberginen, Paprika und Tomate klein würfeln und zusammen mit feingehackten Zwiebeln und der Knoblauchzehe in einer Pfanne anbraten. Anschliessend feingewürfeltes Hähnchenfleisch und einen Teil der gehackten Basilikumblätter zufügen und alles zusammen weitere 5 Minuten braten. Die Bechamelsosse dazugeben und verrühren. Die Auberginenhälften damit füllen, mit restlichem Basilikum bestreuen. Auf einer Basis von warmer Tomatensosse präsentieren.

Dazu heute mal ein original mallorquinischer Dessert: plátano con almendras. So wie Sie es lesen: eine Banane und naturgeröstete Mandeln (die guten mallorquinischen, klar doch!) Nicht sehr originell? Fragen Sie doch trotzdem mal im Restaurant danach…

Fernsehen als Gesundheitsrisiko


Fernsehen treibt Blutdruck in die Höhe

Auf der Couch gammeln, fernsehen und am besten noch eine Tüte Chips dazu - bei Kindern ist dies ein äußerst beliebtes Freizeitverhalten aber auch ein sehr gefährliches.

Laut einer neuen Studie steigern zwei Stunden TV-Konsum pro Tag sowohl das Risiko für Fettleibigkeit als auch das für Bluthochdruck. Eine kalifornische Studie zeigt, dass Kinder, die viel fernsehen, deutlich eher an Bluthochdruck (Hypertonie) leiden. Wer täglich mehr als vier Stunden vor dem Fernsehgerät sitzt, hat sogar ein um den Faktor 3,3 erhöhtes Risiko, wie das "American Journal of Preventive Medicine" berichtet.

In Deutschland sind rund 1,9 Millionen Kinder und Jugendliche im Alter von drei bis 17 Jahren übergewichtig, 800.000 davon sogar krankhaft fettleibig. Mit zunehmendem Gewicht steigt auch die Wahrscheinlichkeit für andere Faktoren, die das Herzkreislauf-System belasten, darunter Bluthochdruck.
Quelle: AP

Reisethrombose


Deutsche Herzstiftung gibt Tipps für Langstreckenflüge

NEU-ISENBURG (eb). Ein neues Faltblatt zum Thema Thromboserisiko bei Langstreckenflügen hat die Deutsche Herzstiftung herausgegeben. Die Broschüre "Empfehlung für Langstreckenflüge" enthält Informationen darüber, welche Patienten ein erhöhtes Risiko für eine Reisethrombose haben. Betroffen sind etwa Menschen, die schon einmal eine Thrombose hatten oder Frauen nach der Geburt. Zudem gibt es Tipps, wie man bei Langstreckenflügen einer Thrombose vorbeugen kann: etwa sich viel bewegen, die Beine nicht übereinanderschlagen und viel trinken - aber keinen Alkohol. Und: Eine Reisethrombose kann noch bis zu 14 Tage nach dem Flug auftreten.
Das kostenlose Faltblatt "Empfehlungen für Langstreckenflüge" gibt es unter Tel.:(+49)(0)69 / 955 12 80 oder unter: www.herzstiftung.de.



Die älteste Bloggerin Spaniens

Heisser Tipp für spanischsprechende Blog-Fans (auf Deutsch gibt's noch kaum Einträge):
María Amelia, eine 95(!!!)-jährige Galizierin, schreibt den erfolgreichsten Blog Spaniens. Von Einsamkeit und Isolierung keine Spur mehr, ihr Hirn arbeitet, sagt sie, wieder auf Hochtouren, seit ihr Enkel ihr einen Weblog eingerichtet hat, durch den sie weltweit bekannt geworden ist und Menschen aus aller Welt, junge wie alte, mit ihr Kontakt aufnehmen.
Sie erzählt aus ihrem Leben, Jugend, Bürgerkrieg, Nachbarn, etc.... In 95 Jahren soll ja wohl was passiert sein.


Mittelmeerküche auf dem Kalender


Tipp für unsere mallorquinischen Patienten und sonstige WeBlog-leser, denen ausgewogene Ernährung am Herzen liegt und die gern neue Rezepte ausprobieren:

Über die "Deutsche Herzstiftung" kann man sich den neuen Rezept-Kalender "Mittelmeerküche 2008" bestellen.

Nähere Information und Bestellung: hier klicken!


Zucker tötet graue Zellen



Das menschliche Gehirn ist eine streng bewachte Festung: Wächterproteine riegeln es rigoros gegen Zucker ab. Denn in seiner Speicherform, dem Glykogen, ist er eine tödliche Gefahr für die grauen Zellen, wie Forscher jetzt herausgefunden haben.Im Gehirn arbeiten gleich mehrere Kontrollsysteme unter der Aufsicht von Wächterproteinen daran, das Anhäufen von Zuckervorräten in den Nervenzellen zu verhindern.
Das haben der spanische Wissenschaftler David Vilchez und seine Kollegen von der Universität von Barcelona entdeckt. Diese mehrfache Absicherung ist überlebenswichtig für die Gehirnzellen: Während Zucker in seiner Speicherform, dem Glykogen, für die meisten Körperzellen eine willkommene Energiereserve ist, ist er für Gehirnzellen tödlich. Aus diesem Grund muss die Wächterzelle ständig dafür sorgen, dass die Maschinerie für die Herstellung des Kohlenhydratspeichers ausgeschaltet bleibt und nicht versehentlich aktiviert wird.
Über ihr Forschungsergebnis berichten Vilchez und seine Kollegen in der Fachzeitschrift "Nature Neuroscience".

Glykogenklümpchen setzen Gehirn außer Gefecht
Auf die aufwendige Steuerung der Glykogenproduktion stießen die Forscher, als sie eine seltene Erbkrankheit namens Lafora-Syndrom in einem Mausmodell untersuchten. Bei dieser Krankheit sammeln sich kleine Glykogenklümpchen in den Gehirnzellen an und setzen diese nach und nach außer Gefecht. Die Folgen für den Organismus sind verheerend: Zuerst leiden die Betroffenen unter epileptischen Anfällen, später dann an Bewegungsstörungen und fortschreitender Demenz. Die Krankheit ist tödlich, eine Heilung gibt es nicht. Zwar ist schon länger bekannt, dass ein Defekt in einem von zwei Genen die Erkrankung auslöst, jedoch nicht, welche Konsequenzen innerhalb der Zelle diese Defekte haben.
Einen Teil dieser Frage konnten die Spanier jetzt aufklären: Die beiden Eiweiße, deren Baupläne auf den betreffenden Genen gespeichert sind, sind sozusagen die Aufseher über die anderen Sicherungsmaßnahmen, die das Anlaufen der Glykogenproduktion verhindern. Sie arbeiten so eng zusammen, dass ein Defekt in einem dieser Proteine das andere mit außer Gefecht setzt und sich dadurch die strikte Kontrolle lockert. Als Folge davon werden verschiedene Reaktionen angestoßen, an deren Ende die Bildung der Glykogenkörnchen und schließlich der Tod der Nervenzelle steht.

Erkenntisse helfen Krankheiten zu verstehen
Rätselhaft bleibe allerdings, warum es die Glykogen-Maschinerie in den Nervenzellen überhaupt noch gibt, erklären die Wissenschaftler. Bei den tödlichen Konsequenzen einer Fehlfunktion hätte sie ihrer Ansicht nach eigentlich im Lauf der Evolution verschwinden müssen. Sie vermuten jedoch, dass es möglicherweise noch eine bislang unbekannte zweite Funktion der beteiligten Proteine geben könnte, oder dass die Struktur der zuständigen Gene eine Ausmerzung nicht erlaubt. Die neuen Erkenntnisse könnten nun jedoch nicht nur helfen, eine Therapie für das Lafora-Syndrom zu entwickeln, sondern auch andere Krankheiten mit Störungen im Glykogenstoffwechsel besser zu verstehen. (Muskelkrankheiten)
Quelle: DDP

Rezepte zum Abnehmen: Muscheln mit scharfer Tomatensosse



ZUTATEN: (für 4 Personen)
· 1 kg frische Miesmuscheln
· 400 gr hausgemachte Tomatensosse
· ein para Spritzer Tabasco
· ½ Bund frische Blattpetersilie

ZUBEREITUNG:
Die Miesmuscheln unter frischem Wasser waschen und säubern. Den Boden eines grossen Topfes mit Wasser bedecken, Muscheln darin bei mittlerer Hitze zugedeckt erhitzen bis sie sich alle geöffnet haben. Die leeren Muschelhälften entfernen, die vollen Hälften in eine Schüssel geben. (Muscheln, die sich nicht öffnen, sind nicht zum Verzehr geeignet.) Die Tomatensosse mit Tabasco scharf abschmecken und über die Muscheln geben. Mit feingehackter Petersilie bestreuen.

Dazu: Baguette und erlauben Sie sich mal ein Gläschen gut gekühlten Weisswein.

Das Rezept eignet sich für die “schnelle Küche”. Muscheln sind fettarm, reich an Proteinen und ausgesprochen vitamin und mineralstoffreich. Deshalb sind sie gut geeignet für Diätgerichte. Petersilie ist ausgesprochen reich an Vitamin C. Die notwendigen Kohlehydrate gibt es mit dem Baguette. Alles in allem: ein ausgesprochen leichtes und leckeres Rezept. Wer keine scharfen Gerichte vertragen kann oder ablehnt, wie zum Beispiel Kinder oder Schwangere (Sodbrennen), lässt einfach den Tabasco weg.

Spritzen gegen Sucht - Impfstoffe für Raucher sind in Sicht


Millionen Süchtigen winkt Hilfe
Forscher von Firmen aus den USA, Großbritannien und der Schweiz arbeiten an Impfstoffen gegen gängige Süchte, allen voran gegen das Rauchen. "In spätestens drei Jahren ist das erste Produkt auf dem Markt", sagt der Leiter des US-National Institute on Drug Abuse, Dr. Frank Vocci. Impfstoffe gegen Rauchen werden bereits in großen klinischen Studien getestet. Doch nicht alle glauben an den Erfolg der Spritzen. Denn die Abhängigkeit sei weit mehr als nur ein körperliches Phänomen, sagen Suchtexperten.

Allein in Deutschland sterben nach dem aktuellen Drogen- und Suchtbericht jährlich 140 000 Menschen an den Folgen des Rauchens, 33 Prozent der Bevölkerung gelten als nikotinabhängig. Hinzu kommen bis zu 300 000 Menschen, die illegale Drogen konsumieren. Auch ihnen will Vocci mit Impfungen gegen Kokain und Heroin helfen. Gegen die Volksdroge Alkohol, die allein in Deutschland geschätzte 10 Millionen Menschen in riskanter Weise konsumieren, ist aber keine Impfung in Sicht.

Der Durchbruch beim Rauchen gelang den Forschern mit einer ungewöhnlichen Paarung: Sie verbanden das Nikotinmolekül mit dem Eiweiß eines Krankheitserregers (etwa dem Cholerabakterium). Damit waren die Testpersonen nach der Impfung mit dem neuen Partnermolekül nicht nur gegen Cholera immun, sondern Antikörper blockierten auch die Wirkung des Nikotins.

Hausärzte könnten Raucher künftig monatlich impfen
In der ersten Phase sollen mit der Spritze Abhängige behandelt werden. Ein Raucher könnte sich dann monatlich von seinem Hausarzt impfen lassen, damit sein Körper immer mehr Antikörper gegen Nikotin bildet. Raucher könnten dadurch nach Angaben der Forscher ohne Entzugserscheinungen in wenigen Monaten vom Glimmstängel loskommen. Dabei hat die Impfung einen entscheidenden Vorteil gegenüber gängigen Entzugsmethoden: Wird ein Raucher nach der Spritze rückfällig, spürt er die Wirkung des Nikotins nicht mehr. "Das Verlangen nach einer Zigarette ist weg", sagt Vocci. Erweist sich die Behandlung als wirksam, kann sich der Experte auch die präventive Impfung beispielsweise von Jugendlichen gegen Drogen vorstellen. Bislang muss der Schutz allerdings alle drei Monate aufgefrischt werden: "Das ist noch ein Problem." Außer den üblichen unerwünschten Reaktionen bei einer Impfung - etwa ein Brennen der Einstichstelle oder ein Grippegefühl - verursache die Anti-Drogen-Spritze keine Probleme.

Präparate beeinflussen die Psyche von Abhängigen nicht
Suchtexperten warnen jedoch vor überzogenen Hoffnungen. "Ich denke nicht, dass ein rein pharmakologisches Mittel helfen kann", sagt die Leiterin des Bereichs Suchtforschung und Suchttherapie an der Medizinischen Universität Wien, Dr. Gabriele Fischer. Bei Süchten spiele die Psyche eine mindestens genauso große Rolle wie der Körper. Selbst wenn die Spritze kurzfristig gegen eine Drogensucht hilft, fürchtet Fischer, dass die Betroffenen in eine andere Abhängigkeit wie Magersucht abgleiten könnten. "Wir müssen die Patienten im Gesamten sehen und behandeln." Wissenschaftliche Erkenntnisse stützen diese Einwände: Mediziner haben herausgefunden, dass bei jeder Art von Sucht ähnliche Prozesse im zentralen Nervensystem ablaufen - egal ob der Patient von Heroin oder von Computerspielen abhängig ist. Auch löst nicht nur der Drogen-Wirkstoff im Körper etwas aus, allein der Glaube oder der Akt des Konsums reichen für einen "Kick". "Wenn jemand ein Mittel einnimmt und dabei glaubt, dass es therapeutisch wirkt, werden allein durch diese Vorstellung im Gehirn Dopamin und Endorphine ausgeschüttet und über das Opioidsystem das erwartete Wohlgefühl erzeugt", erklärt der Mediziner an der US-Universität Michigan, Professor Jon-Kar Zubieta.

Selbst für Vocci sind die Impfungen nicht das einzige Mittel im Kampf gegen die Sucht. Auch er hält eine psychologische Begleitung des Süchtigen für notwendig. "Wir wollen dem Patienten nicht einfach ein Medikament geben und dann ist alles gut", sagt er. Dennoch seien die Impfstoffe eine große Hilfe bei der Behandlung von körperlichen Entzugserscheinungen.
(dpa)

Herzschmerz und Herzinfarkt



In netter Gesellschaft lebt es sich gesünder

Streit in der Partnerschaft erhöht die Wahrscheinlichkeit für einen Herzinfarkt, zeigt eine britische Studie.

Ständiger Zoff in der Beziehung ist ungesund. Bei Paaren, die häufig miteinander streiten und sich gegenseitig kritisieren, erhöht sich das Risiko eines Herzinfarkts um 34 Prozent. Zu diesem Ergebnis kamen britische Forscher. Das Forscherteam um Roberto De Vogli vom Internationalen Institut für Gesellschaft und Gesundheit in London untersuchte über einen Zeitraum von zwölf Jahren 9000 Freiwillige und befragte sie zu negativen Erlebnissen in ihren Beziehungen.
Das Ergebnis: Auch wenn Übergewicht, Rauchen oder Alkoholkonsum als Faktoren ausgeschlossen wurden, lag das Risiko für einen Herzinfarkt trotzdem noch um 23 Prozent höher. Ein nettes Umfeld wirkt sich positiv auf die Gesundheit aus, während negative Menschen das Gegenteil bewirken, so Roberto De Vogli, der die Untersuchung im Fachmagazin „Archives of Internal Medicine“ veröffentlichte.

Quelle: Reuters

Der Schlankheitswahn geht um die Welt


Es gibt Studien, wonach etwa in Afrika und auf den Fidschi-Inseln, wo es bislang keine Ess-Störungen gab und füllige Frauen als schön galten, sich zunehmend ein westliches Schlankheitsideal durchsetzt und immer mehr junge Frauen essgestört sind. In Afrika galten Ess-Störungen früher als Luxuskrankheit der Weißen. Für Farbige war Fülligkeit ein Zeichen von Wohlstand und Fruchtbarkeit. Doch der Druck abzunehmen ist auch dort enorm gestiegen.
Woher kommt dieser Wandel des Schönheitsideals?
Eine Studie auf den Fidschi-Inseln hat einen Zusammenhang zwischen der Einführung von Satellitenfernsehen und einer Zunahme von Ess-Störungen festgestellt. Das Frauenbild in Serien wie Melrose Place knüpft Erfolg, Wohlstand und Schönheit an Schlanksein. Die Zuschauerinnen werden plötzlich mit einem Körperbild konfrontiert, das mit dem traditionellen nicht mehr im Einklang steht. Das kompromisslose Streben nach westlichen Idealen kann schwerwiegende Identitätskrisen auslösen.

Und das führt zur Ess-Störung?
Sicher kann man nicht sagen, das neue Schönheitsideal sei an allem schuld. Zudem führen Diäten nicht sofort in die Magersucht. Aber wenn man sein Selbstbewusstsein stark auf Äußerlichkeiten bezieht, kann das durchaus ein wichtiger Faktor sein.

Wird Magersucht die neue Volkskrankheit?
Bislang haben Studien vor allem gezeigt, dass Fettleibigkeit auf Pazifikinseln wie Fidschi ein Riesenproblem ist. Nun kommt die Magersucht dazu. Beide Phänomene werden jetzt wohl parallel bestehen. Auch in einigen afrikanischen Ländern kann man beobachten, dass die Leute einerseits durch die importierte Fast-Food-Kultur dicker werden und andererseits dem Schlankheitswahn verfallen.

Was wissen Bewohner afrikanischer Länder oder pazifischer Inseln über Ess-Störungen?
In Deutschland gibt es nach 20 Jahren Auseinandersetzung mit dem Thema inzwischen viel Aufklärung, auch in den Medien. Aber dort steht man noch ganz am Anfang.

Aus einem Interview mit Silvia Uhle, Leitende Psychologin der Christoph-Dornier-Klinik für Psychotherapie

Quelle: DIE ZEIT, 18.10.2007