Sprache beeinflusst das Denken


Die Positive Woche geht ihren Gang - und "gar nicht mal so schlecht". Heute suche ich auch erst gar nicht nach positiven Meldungen, denn ich hab wieder lange genug wach gelegen um mir selbst was zu überlegen. Meine liebe Freundin Romy denkt ja, dass kommt vom Tagsüber-Schlafen, aber das ist natürlich schwer erfunden.

Also, alle kennen wir ja das mit dem halbleeren und dem halbvollen Glas. Ansichtssche, sozusagen. Aber überlegen Sie mal, wie wir allein mit unserer Wortwahl die Dinge beeinflussen können, eben zum Positiven oder aber zum Negativen. Und da haben grad wir Deutschen richtig was drauf: So denken wir wohl,- wie in der Mathestunde - minus mal minus macht plus. Ein Begriff mit einer negativen Bedeutung, davor ein nicht und schon ist es positiv?

Dann kommt da sowas raus wie: Nicht schlecht, dieser Film, das soll wohl eine Empfehlung sein? Siehst gar nicht so übel aus, Schätzchen. Und wundern uns, wenn sie es nicht glaubt. Und dann lernen wir jemanden kennen, der ist gar nicht so unsympathisch, häh? Und so machen wir uns das Leben selber unschön, nichts ist einfach nur gut, nichts ist richtig toll, bloss keine Begeisterung zeigen.

Hören wir auf damit! Der Film war beeindruckend, mitreissend oder sonstwas. Die Frau sieht toll aus und viele Menschen können einfach sehr sympathisch sein.
Und - um den Bogen zu spannen zur Gesundheit, darüber muss ich ja eigentlich schreiben: überlegen Sie mal, was das für Reaktionen hervorruft bei ihrem Gegenüber. Plötzlich geht der wieder richtig aufrecht, weil er sich mal endlich richtig gelobt fühlt. Und die Falten, bis auf die Lachfalten, verschwinden gänzlich, weil wir uns ja so schön finden.

Die Schönheit des Regenwetters


Positive Woche, dritter Tag. Da der Morgen fast vorbei ist und ich tatsächlich immer noch keine neue positive Meldung gefunden habe, die ich hier weitergeben könnte (Ist Guido Westerwelle als neuer deutscher Aussenminister vielleicht eine?), werde ich jetzt wieder selber denken müssen. Aber das hält ja bekanntlich jung (und wach!)

Ich versuch mal, das Positive von gestern aufzulisten: sehr positiv war, dass ich Zeit hatte, einen friedensstiftenden Tee mit einer Freundin zu trinken. In meinen emails fand ich "Post" von einem guten Freund aus Deutschland. Hat mich auch sehr gefreut. Und dann habe ich noch bei einem Frustkauf, weil der Arzttermin platzte, ein paar tolle Schuhe gefunden gefunden. Was will ich mehr?

Da das Wetter heute weiter schlecht ist, hab ich auch das Foto oben ausgewählt. (Ich wette, Sie haben sogar noch schönere). Ist Regen nicht schön? Am Fenster sitzen, Tee trinken und dem Regen draussen zugucken. Gibt es Schöneres? (Manchmal wenigstens) Oder sehen Sie sich den Blumenstrauss meiner positiven Freundin Romy an. Der erfreut ganz bestimmt auch Sie!

Geschmacksexplosion im Champagner

Da wir alle am Projekt Beteiligten den ersten POSITIVEN Tag dieser Woche erfolgreich hinter uns gebracht haben, gibt’s jetzt auch gleich etwas zur Belohnung. Ich mache jetzt nämlich eine virtuelle Flasche Schampus auf und guck mal, was drin ist : das ist nämlich wirklich etwas, was man geniessen oder sich auf der Zunge zergehen lassen sollte.

Wir lassen es also mal knallen und schon geht’s los. Sage und schreibe 100.000.000 (100 Millionen) Bläschen steigen auf und leisten ihren Beitrag zum Geschmackserlebnis Champagner. Das berichtet ein Forscherteam um Privatdozent Philippe Schmitt-Kopplin vom Helmholtz Zentrum München und Dr. Gérard Liger-Belair von der Universität Reims, Frankreich.

Die Wissenschaftler analysierten die Inhaltsstoffe des Gemisches, das sich durch die zerplatzenden Bläschen bildet. Die Ergebnisse verglichen sie mit den Inhaltsstoffen des Getränks. Ergebnis: Hunderte sogenannte oberflächenaktive Substanzen reichern sich in den Bläschen an und werden mit diesen an die Oberfläche transportiert. Dutzende dieser Substanzen stellten sich als aromatragende Verbindungen beziehungsweise deren Vorläufer heraus. Platzen die Bläschen an der Oberfläche, zerstäuben die angereicherten Aromen und lassen so eine intensive Duftwolke über dem Getränk entstehen.
In einer 0,75-Liter-Flasche Champagner bilden sich immerhin etwa fünf Liter Kohlendioxid. Das macht die Millionen von Bläschen: eine Gesamtoberfläche von etwa 80 Quadratmetern, haben die Forscher errechnet.

Na, dann: Prosit auf einen weiteren positiven Tag. Und am Freitag abend mache ich dann eine richtige Flasche auf, weil die Woche überaus positiv gelaufen sein wird.

Rekapitulieren wir mal: Sohnemann hat gestern extra für uns Kuchen gebacken. Ich habe nach 7 Nächten mal wieder richtig gut geschlafen. Der Himmel war nicht so schön wie der über Schweden, aber er hat uns mit den schlimmsten Unwettern (wie leider auf dem Festland) verschont. Da hab ich doch wieder was zum freuen.

Quelle: aerztezeitung.de

Hurra, wir leben - länger!


Da hab ich mich ja auf was eingelassen. Meine Freundin Romy hat mich überzeugt, eine "positive Woche" durchzuziehen. Für mich heisst das u.a. eine Woche lang an dieser Stelle nur Positives zu schreiben. Dafür gibt es keinen besonderen Grund nur die Feststellung ganz allgemein, dass wir ständig mit Negativmeldungen beballert werden und uns - viel schlimmer - auch doch leicht davon beeinflussen lassen. Da muss man dann hart kämpfen, das Schöne und Positive, was uns täglich umgibt, überhaupt noch wahrzunehmen.

Ich habe ihr also versprochen, mitzumachen. Und da geht's auch schon los. Habe ich doch eine halbe Stunde gebraucht, um im Internet eine Nachricht zu finden, die wenigstens mit gutem Willen als positiv verstanden werden kann. Wer sie jetzt mehr oder weniger humorig ins Negative drehen will, der darf das natürlich tun.

Nun denn:
Die statistische Lebenszeit beträgt seit Neuestem für neugeborene Jungen 77,2 Jahre und für neugeborene Mädchen 82,4 Jahre. Vorher erreichten Jungen statistisch ein Alter von 76,9 und Mädchen von 82,3 Jahren.
Viel wichtiger für alle, die wir schon auf dieser Welt sind, ist aber vielleicht, dass auch für ältere Menschen die Lebenserwartung weiter zugenommen hat. Das bedeutet, dass die sogenannte fernere Lebenserwartung von 60-jährigen Männern auf weitere 20,9 Jahre, (vorher 20,7 Jahre), bei 60-jährigen Frauen sind es jetzt weitere 24,7 Jahre, (vorher 24,6 Jahre).

Das hört sich jetzt ganz fürchterlich statistisch an, heisst aber, dass immerhin (und das ist doch nun wirklich positiv), jetzt jeder Zweite seinen 80. Geburtstag feiern darf. Jede zweite Frau kann sogar ihren 85. Geburtstag planen. Und: zumindest das 60. Lebensjahr erreichen 94 Prozent der Frauen und 89 Prozent der Männer.
Und ich finde, das ist ganz schön viel Zeit, die wir da haben, um daraus was zu machen. Also, los und organisieren Sie was. Und für die, die alles für nach der Rente aufschieben, auch ein Trost. Dann haben Sie statistisch gesehen noch 15-20 Jahre um zu LEBEN. Auch noch reichlich, wenn Sie dann wirklich loslegen.
Quelle: focus.de

Ja, und ansonsten: Wochenende war schön, ruhig, eine nette Person kennengelernt, Zeit zum Reiten (ich), Zeit zum Segeln (Chef), etwas Sonne, schönes Buch.... und heute? Wir werden sehen...

Gedächtnistraining nach Kellner-Art


Seit 14 Jahren arbeitet Omar Velusio im Café de los Angelitos, einem der traditionsreichen Kaffeehäuser in Buenos Aires, in dem schon der Schriftsteller Jorge Luis Borges seinen “café con leche” (Milchkaffee) getrunken haben soll. Immer adrett gekleidet mit Hemd, Weste und Fliege - aber immer ohne Notizblock. "Das ist hier Tradition." Auch sein Kollege Jorge Osuna vom traditionellen Café Richmond in der Fußgängerzone der argentinischen Hauptstadt, notiert die Bestellungen seiner Gäste grundsätzlich nicht.

Beide sind sich einig: Anfangs ist es manchmal schwierig, sich alles zu merken. Aber mit den Jahren - bei Sr. Osuna sind es inzwischen 22 - ist das kein Problem mehr. Wer in den traditionellen Kaffeehäusern arbeitet , benutzten eben keine Notizblöcke. "Das hat sich so entwickelt. Als es noch keine modernen Kassen gab, funktionierte alles eh nur auf Zuruf. Heute gäbe es ja moderne Kassen, aber nun ist das eben eine Sache der Ehre."

Inzwischen hat das Gedächtnis dieser Kellner der “alten Schule” solch einen guten Ruf, dass sich der Erkenntnis-Forscher Tristan Bekinschtein für sie interessiert hat. "Ich wollte schon immer mal eine Studie über diese Kellner machen", sagt der Argentinier, der an der Universität Cambridge arbeitet, "ihre Fähigkeit, sich die vielen Bestellungen zu merken, hat mich schon als Kind sehr beeindruckt."

Er startete mit zwei Kollegen aus Buenos Aires vor wenigen Jahren ein Experiment. Seine Erkenntnis: "Die Kellner benutzen eine Strategie, die wir 'chunking‘ (in kleinere Teile zerlegen) nennen. Sie merken sich die Person, deren Platz am Tisch und die Bestellung und verlinken diese drei Dinge im Kopf miteinander. Das machen sie außergewöhnlich schnell." All das ist aber eine Sache der Erfahrung. Die meisten der Kellner, mit denen die Wissenschaftler gesprochen haben, wurden nie wirklich eingearbeitet und sie verfolgen auch keine bewussten Strategien, um sich die Dinge zu merken. Das kommt einfach mit den Jahren.

Im Experiment wurden acht Menschen an einen Tisch gesetzt und mussten verschiedene Dinge bestellen. Die Versuchspersonen waren sich ähnlich, durften auch nicht ausgefallen angezogen sein und durften nichts Ungewöhnliches bestellen (Whisky mit Olive obendrauf ging nicht). Die normalen Bestellungen waren für die ohne ihr Wissen getesteten Kellner kein Problem, sogar auch, als die Versuchspersonen nach der Bestellung die Stühle wechselten, gab es vergleichsweise wenige Fehler.

Es ist die jahrelange Erfahrung, die das Gedächtnis der Kellner in Buenos Aires so außergewöhnlich macht, sagt Bekinschtein - lernen kann man aber von ihnen trotzdem.
Wer insgesamt schärfer denken (lernen) will, sollte sich täglich ein paar Gedächtnisaufgaben stellen sollte. Wichtig ist dabei, dass diese Aufgaben unterschiedliche Bereiche des Gehirns trainierten. Sudoku ist gut, aber ab und an noch zusätzlich das gute alte 'Memory‘ spielen, das ist nämlich auch 'chunking‘, wie bei den Kellnern."

Ganz unfehlbar sind auch die Superhirne der argentinischen Kellner nicht. Jorge Osuna aus dem Café Richmond irrt sich - wenn - dann meistens bei den Nudelsoßen.

Also, was gibt es Schöneres, als in einem solchen Lokal von solchen Künstlern bedient zu werden. Das Schlimmste ist ja wohl so ein “neumodischer” Apparat, wo die Bestellung eingetippt wird und dann digital in der Küche oben an der Wand angezeigt wird – sieht ja aus wie im Wettbüro.
Quelle: aerztezeitung.de

Wem der Artikel nicht gefällt,
klicke mal hier: Diese Musik finden sie bestimmt schön.

Gestählter Body mit 74 Jahren: Japaner macht Gold als bodybuilder

Was macht Ihr Muskelaufbau? Merken Sie schon, dass da langsam was schwindet? Der Fettanteil im Vergleich zum Muskelanteil immer mehr wird?

Macht nichts, das einzige, was Sie machen müssen, ist sofort ins nächste Studio laufen und ab geht's: trainieren Sie! Es lohnt sich. Und wenn Sie Rentner sind, dann umso besser und umso mehr: machen Sie es wie der Japaner Tosaka. Der hat zwar schon vor 50 Jahren angefangen, aber erst seit er Rentner ist, füllt er seine Tage mit Studiobesuchen, um sich an den Maschinen zu stählen. Das brachte ihm jetzt "Gold" bei der bodybuilder-Senioren-Meisterschaft in Japan.

Wetten, dass Sie neidisch werden, wenn Sie das Video sehen? Und er sieht doch nun wirklich nicht aus wie Schwarzenegger in den 80-er Jahren, oder?
Quelle: Stern.de

Keine Hinrichtung wegen schlechter Venen

Die makabre Nachricht der Woche gleich heute am Montag. Weiss auch nicht, wo ich mich doch eigentlich bemühe, positive Dinge zu schreiben. Aber es gibt ja Nachrichten, die eine aus den Socken hauen. Es gibt auch kein Foto. Was sollte schon darauf zu sehen sein?

Da ist doch glatt im US-Bundesstaat Ohio die geplante Hinrichtung eines 53-jährigen Häftlings geplatzt, weil die Henker auch nach zwei Stunden suchen mit der Giftspritze nicht die Venen des Häftlings Romell Broom trafen. Vier Journalisten und drei Hinterbliebene des Mordopfers waren Zeugen des gescheiterteten Versuchs der Vollstreckung der Todesstrafe.

Broom war zum Tode verurteilt worden, weil er 1984 ein minderjähriges Mädchen vergewaltigte und umbrachte. Aufgrund dieser grausamen Tat wurde er zum Tode durch die tötliche Injektion verurteilt. Bei der erfolglosen Venenuntersuchung vor der geplatzten Hinrichtung hatte sich Broom „außerordentlich kooperativ“ gezeigt, wie es in den Medien hiess, doch der Gouverneur von Ohio, Ted Strickland, musste das Verfahren schließlich abgebrechen.

Und nun?
Ich kann nur sagen: grausam, alles.
Quelle: aerzteblatt.de

Zeitreise in Bielefeld: 80 Jahre alt - für einen Tag


Kann sich ein Sechzehnjähriger vorstellen, wie man sich mit 80 fühlt? Glaub ich nicht, ich konnt mir noch nicht mal vorstellen, wie ich mich mit 30 fühlen würde.
Wie ist das, wenn die Augen und Ohren schlechter und die Gelenke unbeweglicher werden, konnten 100 Zehntklässler des Bielefelder Gymnasiums am Waldhof jetzt “ausprobieren”. Für ein paar Stunden konnten sie sich in eine gar nicht so erträumte Zukunft versetzen.

Diese Zeitreise wurde organisiert von der Stiftung "mitLeidenschaft" des Evangelischen Johanneswerks. Wie sich das Altsein anfühlt, konnten die Schüler an fünf verschiedenen Stationen erleben. Bei einer "Age-Simulation" wurden die Finger mit Klebeband umwickelt, um einen Eindruck zu bekommen, wie es sich anfühlt, wenn die Feinmotorik nachlässt, (und einem das Messe aus der Hand fällt oder die Unterschrift nur noch Krakel sind). Außerdem absolvierten sie ein Rollstuhltraining oder hatten sich an einer weiteren Station mit dem Thema Demenz auseinanderzusetzen.

Der Projekttag sollte das Interesse der Schüler wecken. Der Stiftung geht es darum, für soziales Engagement zu werben. Die Stiftung organisiert Sozialpraktika in verschiedenen Bereichen, bei denen der Umgang mit Menschen und deren Problemen im Mittelpunkt steht. Der Projekttag kam sehr gut an.

Tolles Projekt, finde ich. Ein bisschen mehr “mitLeidenschaft” bringt uns ganz bestimmt ein Stück weiter im Zusammenleben von alten Menschen und jungen Menschen. In der Praxis sehe ich das jeden Tag. Altwerden wollen wir alle (natürlich fit,mit vielen Freunden und genug Geld), alt sein will keiner. Und trotzdem ist es unausweichlich.

Quelle: aerztezeitung.de

Uralte Japaner


Kurz vor Dienstschluss noch einen post zum Thema Japan. Dort ist jetzt erstmals die Zahl der (über) Hundertjährigen auf über 40.000 (!) Menschen gestiegen. Elf Prozent mehr als noch im Vorjahr. 87 Prozent der über Hundertjährigen sind Frauen.

Die älteste Japanerin ist 114 Jahre alt und lebt auf der südlichen Insel Okinawa. Diese Insel hat mit 67 je 100.000 Einwohner die höchste Dichte von Über-Hundertjährigen des ganzen Landes.

Gründe dafür sind wahrscheinlich das dortige warme Klima und die traditionell vegetarische Ernährungsweise.

Japan ist eins der weltweit am stärksten von Überalterung betroffenen Länder. Im Gegensatz zu den langlebigen Menschen liegt nämlich die Geburtenrate derzeit auch nur bei 1,37 Kindern pro Frau, viel zu wenig für eine ausgeglichene Alterspyramide.

Ich stell mir mal vor, wie das - leicht übertrieben - weitergehen könnte: die uralten Damen werden von uralten Damen gepflegt, wenn sie es dann doch irgendwann einmal brauchen. Die Pensionsgrenze für Frauen wird irgendwann bei 80 Jahren liegen, da sonst das Rentensystem nicht zu finanzieren ist. Gutbetuchte Japanerinnen haben auch mit 100 Jahren noch eine gute Chance, einen (neuen) Partner (ToyBoy?) zu finden. Spass beiseite. Wahrscheinlich kommen auf uns alle noch ziemlich grosse Probleme zu...

Quelle: aerzteblatt.de

Männer und Schönheitschirurge


Mit 20 gepierct und mit 50 zum Schönheitschirurgen. Deshalb gibt es gleich noch ein post. Weil es so schön zum ersten passt. In einem Land wie Deutschland, das nicht gerade durch eine exzessive Körperkultur sondern eher durch calvinistische Nüchternheit, was Schönheit betrifft, bekannt ist, gehen inzwischen auch immer mehr Männer zum Schönheitschirurgen. So z.B. ist die Anzahl der Faltenbehandlungen bei Männern massiv gestiegen. Allein die Botox-Behandlungen haben im Vergleich zum Vorjahr um 44% zugenommen.

Den deutschen Mann stört vor allem die sogenannte Zornesfalte. Zu alt und zu vergrämt will mann nicht mehr aussehen. Die Anzahl der Brustverkleinerungen ( frau glaubt es kaum) bei Männern habt sich nahezu verdoppelt. Als ein Grund für den üppigen Männerbusen wird unter anderem das unkontrollierte Doping im Amateursportbereich vermutet, das je nach Zusammensetzung des Mittels Brustwachstum auslösen könne.
Quelle: aerztezeitung.de

Sexy piercings - bis zum Ersticken


Piercings gelten ja seit längerem als angesagt und sexy, zumindest in der Generation “unter mir”. Inzwischen sind es sage und schreibe 41% der Frauen zwischen 14 und 24 Jahren (Männer immerhin 27%), die ihren Körper derart schmücken. Was alle dabei nicht einplanen, geschweige denn wünschen, sind die gar nicht so seltenen Konsequenzen mit bösen Entzündungen, die dann entsprechende ärztliche Hilfe brauchen. Aber kaum einer, der sich den Körper mit einem piercing schmückt, scheint über die Risiken aufgeklärt zu sein.

So ein piercing ist im wahrsten Sinne des Wortes ein einschneidender Eingriff, v. a. eben dann, wenn es zu Komplikationen kommt. Die müssen meist operativ behandelt werden. Besonders gefährlich sind die Zungen-Piercings: In jedem vierten Fall kommt es zu bedrohlichen Entzündungen oder Einblutungen bis hin zu Erstickungsanfällen. In Einzelfällen sei es durch schwere Entzündungen von Gesichts-Piercings sogar zu Todesfällen gekommen, nachdem sich Infektionen bis ins Gehirn des Patienten ausgebreitet hätten.

Zur Zeit gibt es in Rostock einen Chirurgenkongress extra zum Thema.

Die piercing-Begeisterten werden diesen post vermutlich nicht lesen. Andere werden sagen, ha, ich hab ja nur ein tattoo. Gut, da kommt schon das 2. Risiko-Thema: Gefahren bei der Entfernung von Tattoos, von denen auch keiner was hören will.

Also, abgesehen von mögen oder nicht: Das war ja vor einigen Jahren doch noch etwas einfacher. Grün gefärbte Haare und ähnliches aus den 70-/ 80-ern waren, glaub ich, nie ein ernsthaftes Gesundheitsrisiko.
Man/ Frau sollte es wieder zum Trend machen, mit einem entsprechenden “vintage”-Haarton kommt das bestimmt gut. Denn um Rebellion geht es ja eigentlich schon lange nicht mehr.
Quelle: aerztezeitung.de

1 Rose täglich für eine lange Liebe


Tom Shovelton (87) aus dem nordöstlichen Wales 87-jähriger Brite hat möglicherweise ein Patentrezept für die « ewige » Liebe. Seit 60 Jahren stellt er seiner Liebsten jeden Tag eine frische Rose ans Bett.

Mr. Shovelton und seine Joan haben gerade ihre Diamantene Hochzeit (!) gefeiert. "Ich bekomme noch immer jeden Tag eine Rose sowie morgens einen Kuss und einen, bevor ich schlafen gehe", schwärmte die 83-jährige Joan. "Wir haben unser ganzes Leben zusammengelebt und gearbeitet, daher wissen wir, wie wichtig Geben und Nehmen ist." Beide lernten sich in der Silvesternacht 1946 kennen (auch nicht gerade einfache Zeiten damals) und zogen kurz darauf einen Gemüsefachhandel auf. "Seitdem ich ihr begegnet bin, liebe ich sie über alles", so der 87-Jährige.

Tom ist fest davon überzeugt, dass es weniger zerbrochene Ehen gäbe, wenn ihm andere Paare nacheifern würden.

Also, eins muss ich zugeben, kleine Geschenke erhalten die Freundschaft, das weiss man. Und auch der Liebe tun nette Details wirklich gut. Ob ich nun 60 Jahre lang täglich eine Rose erhalten möchte, weiss ich nicht. Ein bisschen Abwechslung wäre auch nicht schlecht. Zwei Küsse täglich macht auf 60 Jahre verteilt eine ganze Menge, aber pro Tag ist das auch nicht viel. Doch das muss ja schliesslich jeder selbst entscheiden. Vielleicht hätten die Shoveltons auch besser einen Blumenhandel aufziehen sollen, wäre etwas billiger gekommen...

Vom Prinzip her bin ich allerdings völlig einer Meinung mit Tom Shovelton, und er ist noch etwas älter als ich. Nach allem, was ich so beobachte, fehlt’s ganz kräftig am Geben, nicht so sehr am Nehmen.

Was hat das mit Gesundheit zu tun? Ganz einfach, Verheiratete leben länger! so schlimm scheint die altmodische Ehe als ein Puzzleteilchen im “lifestyle” also wohl nicht sein.
Quelle: aerztezeitung.de

Wer achtet aufs Verfallsdatum?

Zugegeben, da hapert es ja doch oft: Schrift zu klein, Brille nicht dabei, Das Datum in der berüchtigten Tubenpfalz, die schon längst weggewickelt ist... Trotzdem: Zu viele von uns - fast jeder Dritte - kümmern sich nicht um das Haltbarkeitsdatum von Medikamenten und unterschätzen die Risiken, wenn deren Haltbarkeitsdatum abgelaufen ist.

Das zeigt eine aktuelle Umfrage des Meinungsforschungsinstitutes Forsa im Auftrag der Techniker Krankenkasse (TK). Bei den 18- bis 25-Jährigen sind es sogar 38 Prozent, während Menschen ab 65 Jahre mit 23 Prozent vorsichtiger sind. In abgelaufenen Arzneien können sich aber Inhaltsstoffe zersetzen, sich die Wirksamkeit und Verträglichkeit verändern und Keime wachsen. Also sollte man sich den Blick auf das Verfallsdatum von Medikamenten vor der Einnahme zur Pflicht machen. Und einmal im Jahr einmal richtig das Arzneimittelschränkchen “grundreinemachen” und ausmisten, ist der Tipp vom Apotheker.

Laut der Forsa-Umfrage kontrollieren 19 Prozent derjenigen, die nicht auf das Verfallsdatum ihrer Medikamente achten, ihre Hausapotheke auch nur alle vier Jahre oder seltener.
Quelle: aerzteblatt.de

Frauen und Verkäuferinnen

Wenn Sie ein Geschäft führen und dran denken, eine neue Verkaufskraft einzustellen, sollten Sie folgendes Bedenken:
Schöne Verkäuferinnen garantieren Ihren keinen hohen Umsatz. Im Gegenteil: Einer australischen Studie zufolge schrecken attraktive Verkäuferinnen sogar Kundinnen ab.


Bianca Price von der University of South Australia in Adelaide hat für ihre Studie junge Frauen zwischen 18 und 26 Jahren mit attraktiven und weniger attraktiven Verkäuferinnen konfrontiert. Die Probandinnen waren danach sehr viel seltener zu einem Kauf bereit, wenn sie annahmen, dass die Verkäuferin besser aussah als sie selbst.

Dabei spielte es gar keine Rolle, ob das Produkt dem eigenen guten Aussehen diente oder nicht, also ob Lippenstift oder Handy. Das Fazit der 27-jährigen Doktorandin: Wenn Frauen eine potenzielle Konkurrentin als soziale Bedrohung wahrnehmen, wird dadurch sogar ihr Kaufverhalten beeinflusst.

Diese Nachricht ist ja wieder der totale Hammer auf alles, was so mindestens in den letzten 30 Jahren zum Thema Frauen veröffentlicht wurde. Es ist zum Verzweifeln, da bilden wir uns so gerne ein, dass wir freidenkende Geschöpfe sind, frei im Handeln, selbstbestimmt und weitestgehend unabhängig. Alles Quatsch.

Jetzt gibt’s für mich nur noch eine Hoffnung, nämlich dass Miss Bianca Price sich auch noch die Mühe macht, dieselbe Studie auch noch mit Männern auszuprobieren. Und dann dasselbe mit attraktiven VerkäuFERN. Bin gespannt, was da rauskommt.
Quelle: aerztezeitung.de


Briten im Urlaub


Der Sommer geht langsam seinem Ende entgegen. Die Hochsaison in den Touristengebieten hat ihren Zenit weit überschritten. In Spanien geht ab morgen für viele das normale Leben nach dem Sommerloch wieder los. Da drängt es sich fast auf, Bilanz zu ziehen, was man/ frau so in den letzten Monaten getrieben hat und wie vielleicht das Jahr noch rumzureissen ist, bis Sylvester.

DieBriten scheinen damit begonnen zu haben: Immerhin 70Prozent wollen ihren Alkoholkonsum nach dem Urlaub wieder einschränken. Das ist wohl auch dringend nötig, denn nach Angaben des Londoner Gesundheitsministeriums haben die Landsleute im Durchschnitt 8(!) alkoholische Getränke täglich während ihres Sommerurlaubs in sich reingekippt. Das entspricht 80 Bieren oder 80 gutgefüllten Gläsern Wein für ihren durchschnittlich 10-tägigen Urlaub. Mehr als jeder vierte der 3.500 befragten Briten gab an, seinen Alkoholkonsum im Urlaub verdreifacht zu haben.

Diese doch schon beträchtliche Menge zwingt sie jetzt dazu, aus dem 1. September eher einen Neujahrstag zu machen. Das Gesundheitsministerium fordert alle dringend auf, wieder gesünder zu leben.

Wem es unter uns Deutschen ähnlich geht, nehme sich an den Briten ein Beispiel an guten Vosätzen und setze sie bitte auch um, und beginne damit am besten noch heute.

Also, mal zynisch gesagt, so schlecht kann die Saison in Magalluf und dem Rest der britisch besuchten Insel gar nicht gelaufen sein.

Quelle: aerzteblatt.de

"Pinkelt beim Duschen"


So kurz vorm Wochenende doch noch ein post. Lese ich doch grade, dass die Umweltschutzorganisation SOS Mata Atlântica die Brasilianer derzeit in einer Kampagne zum "Pinkeln beim Duschen" auffordert. Damit sollen der Wasserverbrauch gesenkt und die Umwelt geschont werden. "Xixi no Banho" heißt die Kampagne, die mit Comic-Videoclips und einem eigenen Internetauftritt zum Nachahmen wirbt.

Die Organisation hat's kalkuliert: Ihren Berechnungen nach verbrauchen Toilettenspülungen etwa zwölf Liter Wasser. Bei nur einer Spülung pro Tag macht das 4380 Liter im Jahr. Allein in São Paulo könnten so 1500 Liter Wasser gespart werden - pro Sekunde.

Wer hygienische Bedenken hegt wird von den Organisatoren beruhigt: "Xixi besteht zu 95 Prozent aus Wasser und zu 5 Prozent aus anderen Substanzen wie Harnstoff und Salz." Trotzdem halten sie die Interessierten an, schon bei Beginn des Duschens Wasser zu lassen.

In dem kurzen Comic-Strip werden Männer, Frauen, Kinder, Basketballspieler, Musiker, Geister und Außerirdische lustig pinkelnd hinter dem vorgezogenen Duschvorhang gezeigt. Die musikalische Botschaft der seit Mai laufenden Aktion lautet: "Pinkelt beim Duschen. Rettet den Atlantischen Regenwald." Wer das auch toll findet und portugiesisch spricht, kriegt hier mehr info: www.xixinobanho.org.br

Also, ich sage: sehr angenehm ist das nicht, Urin hat ja auch noch einen Geruch. Will ich den unter der Dusche?
Wieso drehen die Brasilianer nicht mal was an ihren Toilettenspülungen? Da gibt's doch schon ein paar auf dem Markt, die mit beträchtlich weniger Litern auskommen, oder? Wenn's Geld nicht reicht oder der Geiz zu gross ist, Tipp von unserem mallorquinischen Klempner (oder war der Schotte?): Literflasche Wasser in das Reservoir mit reinlegen - gibt schon einen Liter weniger weggespültes Wasser. So einfach ist das!!

Ausserdem, ich dachte immer, wir gehen häufiger aufs Klo als Duschen. Also, soooviel kann das ja nicht bringen. In Spanien sagt man zu solchen Extrem-Sparplänen, da spart man an der Schokolade für den Papagei.

Biosprit aus Melonen


Die Menschheit hat sich immer wieder mit Problemen rumzuschlagen, die uns oft anfangs unlösbar und ausweglos vorkommen. Doch da es auch Menschen gibt, die nach originellen und unkonventionellen Lösungen suchen, gibt’s dann doch meistens eine Hoffnung für die Allgemeinheit. Z. Bsp. sind ja seit langem kluge Köpfe dabei, eine - oder mehrere- Alternativen zum Erdöl zu entwickeln.

In diesem Sinne haben jetzt US-Forscher einen effizienten Weg gefunden, aus Wassermelonen Biosprit zu gewinnen. Jedes Jahr werden in den USA rund 20 Prozent der Melonenernte direkt aussortiert, weil sie Makel an der Oberfläche aufweisen dann einfach wieder untergepflügt. Dieser Ausschuss könnte jedoch etwa 220 Liter Ethanol pro Hektar Anbaufläche liefern, erläutern die Forscher um Wayne Fish vom staatlichen Agrarforschungslabor in Lane (US-Staat Oklahoma).
Wassermelonen bestehen im Schnitt zu 60 Prozent aus Fruchtfleisch. 90 Prozent des Fruchtfleischs ist Melonensaft, der 7 bis 10 Prozent Zucker enthält. Mehr als die Hälfte jeder Melone besteht aus leicht fermentierbarer Flüssigkeit. Pro Hektar fallen in den USA demnach jedes Jahr 8,4 Tonnen unverkäufliche Wassermelonen an. Bei der Fermentierung im Labor erzielten die Forscher etwa 0,4 Gramm Ethanol pro Gramm Zucker im Melonensaft.

"Wir konnten zeigen, dass der Saft dieser Melonen eine Quelle leicht fermentierbarer Zucker ist, ein bislang ungenutzter Rohstoff für die Ethanol-Biotreibstoffproduktion", erläutert Fish. Darüber hinaus enthält Melonensaft wirtschaftlich interessante Mengen des Carotinoids Lycopin, ein Stoff, der unter anderem auch in Tomaten und Hagebutten vorkommt. Er verleiht dem Fruchtfleisch der Wassermelone seine rote Farbe. In der Kosmetik- und Lebensmittelindustrie wird er als Farbstoff benutzt und soll auch günstige Wirkungen auf die Gesundheit haben, etwa als Radikalfänger. Auch die in den Melonen vorkommende Aminosäure L-Citrullin lässt sich wirtschaftlich lohnend aus dem Saft der Ausschuss-Melonen gewinnen.

Die übrige Flüssigkeit könnte dann nach Ansicht der Forscher, weiter zu Biosprit verarbeitet werden, mit dem die Anbauer ihren eigenen Bedarf decken könnten. Und all das zusammen könnte den Bauern auf mehreren Wegen Einnahmen bringen.

Das nenne ich lateral denken! Aber für den Rest des Sommers werde ich mir die mallorquinischen Melonen lieber im Munde zergehen lassen. Vielleicht sollte ich es aber unseren hiesigen Patienten aus dem Agrarsektor schon mal vorschlagen, am Thema zu arbeiten. Schliesslich klagt der Sektor immer über existentielle/ finanzielle Probleme.

Quelle: aerztezeitung.de

Lasst Jungen toben!


Jungs müssen toben und wohl auch mal rabaukig sein können. Und da haben die armen heute zum Teil wohl starke Defizite, denn nur ein braver Junge, der gern im Kreis sitzt, malt und erzählt, ist auch ein “guter” Junge. Die Grundhaltung vieler Eltern und der meist femininen Erzieherwelt geht deshalb oft harscharf an den Bedürfnissen von Jungen vorbei. Und das kann Folgen haben: für die persönliche Entwicklung der Jungen, die in unangemessene Erziehungsschemata gepresst werden und eine daraus folgende überdurchschnittlich hohe Notwendigkeit ( im Vergleich zu Mädchen) von Sprach- und Ergotherapien und sonstigen Heilmitteln. Insgesamt eine teure Fehlversorgung laut Tilman Kaethner, Vorsitzender des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte in Niedersachsen.

Der Anteil der Jungen, die den Ansprüchen der Betreuenden nicht gerecht werden, wird immer grösser. Inzwischen sind in Niedersachsen z.B. mit 132 von 1000 Jungen nahezu dreimal so viel Jungen in Behandlung wie Mädchen. Im Alter von sechs Jahren erhält fast jeder fünfte Junge eine Therapie, bei der Ergotherapie sieht es ganz ähnlich aus. Sprachtherapie erhalten doppelt soviele Jungen wie Mädchen.

Tillman Kaethner fordert deswegen, dass Ärzte die Eltern stärker auf die geschlechtsspezifischen Unterschiede in der Entwicklung ihrer Kinder hinweisen. Durch eine engmaschige Beobachtung (die ja in Deutschland mit den existierenden Vorsorgeprogrammen, etc. ja sowieso schon gegeben ist, denke ich) könnten überflüssige Therapien gespart werden und letztlich wäre damit Kindern und Eltern viel geholfen.

Tillman Kaethner ist Vater von sechs Kindern. Er wird’s wohl wissen. Und ich als Mutter von 2 Söhnen (und Älteste eines 3-Mädel-Hauses, wie man früher uns grässlicherweise benannte) kann das nur völlig unwissenschaftlich/ vorurteilsbelastet bestätigen.
Quelle: aerztezeitung.de

Zuviel Salz in der Suppe

Wir Deutschen essen mehr Salz als nötig - oft ohne es zu wissen bzw. zu wollen.
Glauben Sie nicht? Überprüfen Sie mal Ihren Speiseplan:

Cornflakes zum Frühstück, oder ein Vollkornbrötchen mit Marmelade, mittags Nudeln mit einer Fertigsoße (da es ja schnell gehen muss) und Reibekäse. Abends schön leicht, gemischten Salat mit Fertig-Dressing, dazu ein Vollkornbrötchen mit Margarine und Gouda. Das halten Sie für gesund? Weit gefehlt, es beinhaltet nämlich eine Tagesmenge an Salz von ungefähr 13 Gramm. Das ist mehr als doppelt so viel, wie die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt. Diese gibt einen Richtwert von maximal sechs Gramm pro Tag an. "Das entspricht einem leicht gehäuften Teelöffel", sagt die Ernährungswissenschaftlerin Ursel Wahrburg vom stern.de-Ratgeber "Ernährung".

Pro Tag nehmen die Deutschen bis zu zehn Gramm Kochsalz zu sich - meistens unbewusst. Besonders bei Jugendlichen ist der Salzkonsum besonders hoch. Viel mehr als der Körper braucht, da sind sich die Mediziner einig, denn mit drei Gramm kämen wir gut aus.

In Spanien sieht es auch nicht besser aus: bis 11g täglich wird verkonsumiert.
Solche Zahlen sagen einem ja nicht so viel, aber stellen Sie sich doch mal einen Würfelzucker vor. Aber aus Salz ....
Quelle: stern.de


So steht's um die medizinische Versorgung der Weltbevölkerung


Seit gestern sind wir ja nun wieder im Einsatz (nach unserem Malle-Urlaub) und da es immer noch August ist, finde ich keine interessante Themen im medizinischen Medien-sommerloch ausser der Schweinegrippe, über die ich nichts sagen möchte.

Interessant fand ich in diesen 2 Tagen nur eine Meldung, sozusagen eine Basisinformation zur Situation in unserer Welt in medizinischer Hinsicht:

Die Weltgesundheitsorganisation hat jetzt veröffentlicht, dass heutzutage weniger Menschen als noch vor 30 Jahren( also in den 70-ern) Zugang zu medizinischer Versorgung haben. Und das trotz aller Fortschritte in der Medizin und bei der Verbesserung der wirtschaftlichen Situation vieler Teile der Weltbevölkerung. Oder vielleicht grade wegen aller Fortschritte auf speziellen medizinischen Fachgebieten.

So lebt etwa ein japanisches Mädchen statistisch gesehen 42 Jahre länger als ein Mädchen aus dem afrikanischen Lesotho. Sogar innerhalb einzelner Länder gibt es große Unterschiede. Ein Vorortkind aus dem schottischen Glasgow stirbt durchschnittlich 28 Jahre früher als ein Altersgenosse, der nur 13 Kilometer entfernt aufwächst.

Die Ungleichheiten in der medizinischen Versorgung seien deutlich größer als noch im Jahr 1978, sagte der WHO-Vertreter in China, Hans Troedsson. Und diese Unterschiede sind auf das soziale Umfeld zurückzuführen, in dem die Menschen geboren werden, leben, aufwachsen, arbeiten und alt werden. Ausserdem hängt viel ab vom jeweiligen Gesundheitssystem, das für die medizinische Versorgung der Bürger verantwortlich ist Der Aufruf der WHO an die Politiker in aller Welt zielt deshalb darauf, sich vor allem auf Prävention zu konzentrieren und die grundlegende medizinische Versorgung zu stärken. Dies ist nach Ansicht der WHO viel wichtiger als neue Erfindungen oder Behandlungen durch Spezialisten.
Quelle: aerzteblatt.de