Abenteuerurlaub in Deutschland

Es ist Ferienzeit, und vielleicht sind Sie jetzt im Urlaub: irgendwo in der heissen Sonne, z. B. hier auf der “schönsten Insel der Welt”. Vielleicht wandern Sie in den Bergen oder machen sogar im trendigen Norddeutschland Urlaub. Deutschland wird eben immer mehr zum beliebten Ferienland auch für uns Deutsche.

Aber es gibt doch tatsächlich auch Ausländer, ausser den Japanern in Rothenburg o.d. Tauber, die es nach Deutschland zieht. So auch unerschrockene Engländer. Und als grosses Abenteuer empfinden sie den Urlaub bei uns wohl, denn Literatur zum Überleben im höchst exotischen Germany gibt es dort reichlich.

In “Culture Shock Germany” (der Name ist Programm) gibt’s die erste schlechte Nachricht: Deutsche sehen leider gar nicht wie Deutsche aus. Keine Dirndl, keine Lederhosen. "Am ehesten bekommt man diesen Anblick noch in Bayern zu Gesicht", informiert der Klassiker.

Wo gibts denn hier Kuckucksuhren?
Die gute Nachricht ist: Der Bedarf der Engländer an Kuckucksuhren kann nicht nur im Schwarzwald, sondern in jedem guten touristischen Fachgeschäft gedeckt werden. "Die Uhren sind dort viel billiger als in fast allen anderen Teilen der Welt - aber Vorsicht! Es gibt enorme Qualitätsunterschiede." "Germany for Dummies" ist ein Wälzer mit 450 Seiten und enthält eine ganze Seite nur mit Ratschlägen für "cuckoo clock shoppers".

Was Dobson besonders fasziniert, ist unsere deutsche Einstellung zu Körperbehaarung: "Der Rest der Welt gibt Unmengen an Geld dafür aus, Beine und Achselhöhlen von Haaren zu befreien, während die Deutschen diese Körperregionen geradezu zu düngen scheinen."

Die deutsche Sauna: The full horror
Gewarnt werden die englischen Abenteurer v.a. vor dem Strandbesuch in Deutschland. "Es ist schon ein Schock, wenn Leute, die man für achtbare Ehepaare mittleren Alters halten würde, oben ohne oder sogar splitternackt durch die Öffentlichkeit stolzieren", schreibt Cathy Dobson in ihrem Buch "Planet Germany". Der echte Hammer ist aber wohl für Engländer, die sich in öffentlichen Anlagen umtun– da heisst auch noch eine “Englischer Garten”! - unvermittelt auf Teutonen zu stossen, die sich dort splitternackt ne Bratwurst grillen
Sämtliche englischsprachige Deutschlandführer warnen vor einem Besuch in der Sauna. Denn dort wird man genötigt, sich vollends zu entkleiden! Und dann noch Männlein und Weiblein gemischt…

Gefahrenzone Biergarten
Während wir unsererseits schon von Kindesbeinen an mit den Tücken der beliebten Klappbänke unter den Biertischen vertraut sind, sind die im Ausland ja lange nicht so bekannt und kein Engländer weiss, dass die eben wie eine Wippe hochfedern können, wenn am anderen Ende plötzlich einer aufsteht.

Am gefährlichsten ist es natürlich auf der Autobahn. Wobei das Rechtsfahrgebot wohl nicht das Problem zu sein scheint, sondern die Gesetze der Aerodynamik und das Recht des stärkeren Motors. Mrs. Dobson schärft ihren Lesern ein: "Die linke Fahrbahn ist ausschließlich für Porsche, BMW und Mercedes reserviert. Und da auch bitte nur Fahrzeuge in dunklen Farben." Und noch eine landestypische Besonderheit: In Deutschland werden Autos wie in Indien die heiligen Kühe verehrt. Nie anfassen! Nie dagegen lehnen! Nur anbeten!

Telefonieren in Deutschland
Deutsche erscheinen beim ersten Kontakt nicht übermäßig freundlich, aber die kontaktwilligen Engländer werden getröstet: das ist nichts persönliches, untereinander sind sie genauso kurz angebunden. Dagegen legen sie in manchen Situationen Wert auf eine formelhafte Höflichkeit. So wird zum Beispiel erwartet, dass man sich am Telefon mit Namen meldet, auch wenn man sich gar nicht kennt und der Name dem anderen folglich nichts sagt. "Das ist besonders wichtig, wenn Sie ein Zimmer buchen", schreibt der auflagenstarke Reiseführer "Lonely Planet Germany".


Welcher Engländer nach all diesen Merkwürdigkeiten verwirrt ist, kann sich damit trösten, dass das ganz normal ist. Greg Nees beginnt sein Buch "Germany - Unravelling an Enigma" mit dem Satz: "Die Deutschen sind nicht nur dem Rest der Welt ein Rätsel, sondern auch sich selbst."

Also, letzteres glaub ich nun doch nicht. Kennen Sie einen einzigen Deutschen, der an uns gesunde Selbstzweifel hegt? Eher finde ich, dass wir uns immer als Nabel oder soll ich sagen Gehirn der Welt betrachten.
Reichlich Stoff zum Mal-drüber-Nachdenken… Weiss nur nicht, ob ich dabei Lachen oder Weinen soll?

Wir wünschen allen Urlaubern eine schöne Zeit; allen, die jetzt arbeiten müssen, angenehme Arbeitstage; allen unseren Patienten eine gute Gesundheit und allen Lesern allgemein einen schönen Sommer.
Quelle: aerztezeitung.de

Gesunder Lebensstil per Verordnung?

Ein Fast-Food-Verbot für Kinder? Dafür hat sich der Bundestagsabgeordnete und Arzt Erwin Lotter von der FDP in der „Bild“-Zeitung ausgesprochen. Sowohl das Gesundheitsministerium als auch das Verbraucherschutzministerium wiesen den Vorstoß aber gleich zurück.

Die Reaktion aus Berlin war eindeutig: "Einen vernünftigen Lebensstil kann man nicht verordnen“. Lotter hatte seinen Vorstoß damit begründet, dass gegen eine immer höhere Zahl von dicken Kindern notfalls politisch vorgegangen werden müsse.

Tja, unsere Kinder sollen eben vor allem Bösen be-/geschützt werden. Und sollen doch auch Eigenverantwortung lernen. Und wir als Eltern sollen sie natürlich dazu erziehen. Aber da Vater Staat wohl überhaupt kein Vertrauen in seine Bürger und deren Intelligenz und Verstand und Werte und Moral hat, muss er mit immer feineren Gesetzen und Verboten ran. So wie hier bei uns in Spanien jetzt, wo in den Schulen nun der Verkauf von industriell produzierten Backwerk verboten werden soll, weil es eben auch hier immer mehr dicke Kinder (und Erwachsene) gibt.

Das klingt wirklich nach einer ganz dollen Initiative! Nur, dass es solche Esssünden sowieso nur an 20 Prozent der spanischen Schulen zu erwerben gibt (hab ich jedenfalls in einer spanischen Tageszeitung gelesen), dafür aber in jedem Tante-Emma-Laden neben der Schule und sonstwo, das scheint unwichtig.

Da frag ich mich, wenn die beliebten "chuches" so ungesund sind, warum verschwinden sie nicht aus allen Regalen? Nein, da fällt mir ein, vielleicht sollen wir sparen und unseren Kindern die Dickmacher aus dem billigeren Supermarkt schon morgens gleich in den Rucksack packen? Vielleicht auch eine grandiose Idee unserer jetzigen Regierung, wenn schon nicht die spanische Wirtschaft, so wenigstens unsere heimischen Finanzen wieder ins Lot zu bringen?

Also, ich glaube, ich kriege jetzt bestimmt verständnislose Kommentare zu meiner Haltung gegenüber solchen Gesetzes-/Initiativen. Denn eigentlich ist das doch ein blog über Gesundheit...

Aber ich denke eben, dass Kinder am besten durch Nachahmung vernünftiger Modelle lernen und nicht unbedingt geistig und körperlich gesunde Erwachsene werden durch Verbote und Gesetze.

Quelle: aerzteblatt.de

Sonnenschutz unter dem Sonnenschirm?


Da schleppe ich nun immer brav einen Sonnenschirm mit an den auch entlegensten Strand dieser Insel... Denn Altersflecken hab ich schon genug und die Hitze einen ganzen Nachmittag auf dem Schädel ist auch nicht zu ertragen. Und nun lese ich, dass einer spanischen Studie zufolge das alles nur bedingt was nützt. Denn wir überschätzen die Wirkung eines Sonnenschirm völlig: ein großer Teil des UV-Strahlen erreicht uns trotz des Schirms. Die spanischen Wissenschaftler um José Antonio Martínez Lozano von der Universität Valencia haben bestätigt, dass rund ein Drittel der UV-Strahlung am Boden ankommt, selbst wenn ein Schirm die direkte Sonnenstrahlung abfängt.

Der Schatten ist also ziemlich trügerisch: die diffuse Strahlung gelangt von den Seiten her unter den Schirm.

Die Forscher demonstrierten dies anhand eines 1,5 Meter hohen, blauweißen Strandschirmes, unter den sie einen UV-Sensor stellten. Obwohl der Schirm einen Durchmesser von 1,6 Metern hatte, erreichte sage und schreibe 34 Prozent der gesamten UV-Strahlung den Boden. Wobei der Schirmstoff selbst dabei nur eine Durchlässigkeit für UV-Strahlen von fünf Prozent hatte.
Je nach Sonnenschirm-Modell ist der UV-Schutz sehr unterschiedlich. In einer etwas älteren Untersuchung des Magazins "Öko-Test" von 2008 zeigten zehn Sonnenschirme einen guten Schutz, vier waren mangelhaft und neun ungenügend. Da wir hier auf Mallorca ja unsere Sonnenschirme meist in irgendwelchen Shops auf einer Touristenmeile kaufen, nehme ich an, dass diese Schirme nicht grade einer TÜV-Norm entsprechen. Also: Sonnencreme ist auch unterm Schirm Pflicht! Leider.
Quelle: Stern.de

Wozu kann Sprachenlernen nützen?


Wieviele Sprachen beherrschen Sie? Sind Sie schon jahrelang auf der Insel und können immer noch kein Spanisch? Beneiden Sie etwa Ihre Kinder, die hier zur Schule gehen, weiterhin Deutsch sprechen, Spanisch beherrschen und sogar vielleicht noch Katalanisch? Recht haben Sie.

Denn es hat nur Vorteile, und je mehr Sprachen desto besser. Abgesehen, dass Sie sich damit eher als moderner, trendiger, aufgeschlossener Global Trotter (nicht Trottel) fühlen werden, ist jetzt wohl noch ein weiterer Grund dazugekommen. Denn, wer mehr als eine Sprache beherrscht, kann besser Probleme lösen.

Die Ergebnisse einer neuen Studie zeigen, dass es mehrsprachigen Menschen wohl leichterfällt, eine Fragestellung von verschiedenen Blickwinkeln aus zu betrachten. Sie sind flexibler und versteifen sich beim Nachdenken über ein Problem nicht so schnell auf eine bestimmte Lösungsvariante, wie Menschen, die nur eine einzige Sprache verstehen. Das macht sie kreativer und hilft ihnen, innovative und originelle Lösungen zu finden.

Für die Untersuchung am Brooklyn College in New York wurden unter der Leitung von Anatoliy Kharkhurin 103 Immigranten aus den Staaten der früheren Sowjetunion, die sowohl russisch als auch englisch sprechen, ein schriftlicher Test vorgelegt. Die gleichen Testfragen mussten auch von 47 Studenten beantwortet werden, die nur ihre Muttersprache Englisch beherrschen.

Also, packen Sie es an: lernen Sie Sprachen. Da kann es dann auch Katalanisch sein, wo wir Ausländer ja meistens nicht so den grossen Sinn drin sehen; das ist reines Hirn-Training. Und bringt Sie evtl. sogar unter die Leute, wenn Sie sich eine Gruppe suchen.
Quelle: aerztezeitung.de

Was schützt vor dieser Hitze?

Hier bei uns auf Mallorca ist es jetzt richtig schön warm und in Deutschland ja wohl noch viel mehr - bis unerträglich. In Spanischen Büros und Geschäften sind wir schnell dabei, einfach die Klimaanlage anzuschalten. Ökologisch sinnvoll oder nicht… Wer eine hat, die gut funktioniert, freut sich.
Aber in deutschen Büros ist es jetzt wohl unerträglich heiß; in deutschen Zügen, so heisst es, bricht erst der Schweiss, dann Panik aus. Aber was tun bei 30º im Raum, oder noch schlimmer, schlafen bei 26º ? Gibt es eine Möglichkeit, der Hitze zu entkommen? So richtig nicht, aber Sie können sich schützen.

Lassen sie Ihre Haut atmen
Raus aus urbanem Schwarz in helle bis weisse Kleidung. Die reflektiert die Sonnenstrahlen und schützt den Körper besser gegen die Hitze. Locker und luftig sollte sie auch sein. Sonst wird die Wärme direkt auf die Haut weitergeleitet.

Und weg mit hautenger Synthetik. Sparen sie sich das für die gut temperierte Disco (wo ist die?) am Wochenende. Viel besser sind Baumwolle und Seide. Sie leiten den Schweiß nach außen.

Reichlich trinken
viel trinken hört sich leicht an, ist es aber nicht so, wenn man bedenkt, dass die Getränke nur leicht gesüsst und v.a. nicht kalt sein sollten. Wer trinkt schon gerne Bier oder Limo mit Raumtemperatur (also schlappe kühle 30ºC) Aber so ist es: widerstehen sie möglichst so richtig schön eiskalten Getränken. Alkohol und Koffein sind auch tabu. Am besten Mineralwasser (wegen des Salzgehaltes) und warmer Tee - mmhh, lecker ;-(
Aber nur das löscht eben richtig den Durst! Und die Menge macht’s. Zwei Liter sind Minimum in diesen Tagen.

Schnitzelpause
Jetzt ist kalorienarm angesagt. Lassen sie alles weg, was fett ist und schwer im Magen liegt, selbstgebrutzelt ebenso wie Fast Food.
Besser ist kalorienarme, leichte Kost mit hohem Wassergehalt, weil sie viel leichter verdaulich ist. Ein bunter Salat mit Gurken, Paprika und Tomaten ist genau das Richtige an einem heißen Tag. Halten sie sich an die mediterrane spanische Küche: die hat’s raus mit Gazpacho & Co.

Die Küche darf gern kalt bleiben, aber manchmal hat man ja auch mal wieder so richtig Hunger auf etwas Warmes. Gemüse wie Zucchini bietet sich an mit Kartoffeln und Käse überbacken, z. Bsp.

Erdbeeren mit Joghurt und diverse Fruchtshakes sättigen und verhelfen dem Körper zu mehr Wohlbefinden. Aber möglichst keine Fertigprodukte, die haben wieder nur viel zu viel Zucker.

Der Körper braucht’s kühl
Miniventilatoren, kühlende Masken und coole Sprays sind sehr beliebt an heißen Tagen. Duschen Sie öfter mit lauwarmen Wasser. Und dann nicht abtrocknen sondern lassen Sie das Wasser einfach auf der Haut verdunsten. Wunderbar!

Sich möglichst im Schatten aufzuhalten, ist ja wohl eine Binsenweisheit. Aber einen Ventilator zu (be-)nutzen, ohne gleich eine Erkältung oder Ohrenschmerzen zu bekommen, scheint eine hohe Kunst zu sein. Probieren Sie es doch mal mit der untersten Stufe und eine relativ grosse Entfernung! Eben nur eine leichte Brise auf der Haut, das ist (nach ein paar Minuten) ein wunderbares Gefühl.

Schoten dichtmachen
In diesen Tagen dürfen Sie es auch wie die Mallorquiner machen. Bei der Hitze läuft sowieso kein Mensch an ihrem Haus vorbei und fragt sich, ob sie vielleicht ausgezogen sind. Wenn sie noch die alten hiesigen Fensterläden (der Lamellenabstand lässt auch noch ein bisschen Licht durch) haben, um so besser: früh morgens Fenster weit auf, dann bald die Fensterläden (und Fenster) zumachen. Zumindest auf der Sonnenseite. Bei diesem gleissenden Licht ist das für die Augen ja eine Wohltat. Das hält bis zu 75% der Hitze ab. Innerer Wärmeschutz bringt längst nicht so viel. Zumindest sollte er dann aber hell sein oder beschichtet, um die Grade draussen zu lassen.
Lüften Sie dann erst wieder in der Nacht, wenn es beginnt abzukühlen.

Immer mit der Ruhe
Bei 30 Grad ist alles 30 Mal mühsamer. Deswegen vermeiden Sie möglichst anstrengende, körperliche Tätigkeiten, die übermäßige Wärmeproduktion herbeiführen. Oder verlegen Sie sie notfalls auf frühmorgens oder spätabends.

Dasselbe gilt natürlich für Sport. Abends können die Sportschuhe ausgepackt werden. Versuchen Sie, auf die innere Stimme Ihres Körpers zu hören, und passen Sie die aktiven Tätigkeiten Ihrem Wohlbefinden an. Aber statt zu laufen, können Sie ja vielleicht doch besser schwimmengehen.

“Backofen" Auto
Passen Sie auf: nehmen Sie, wenn Sie Ihr Auto abstellen, jegliches lebende Wesen, das Ihnen am Herzen liegt, aus dem Auto. Wie oft ist es schon zu einem Drama gekommen, weil Eltern ihre Kinder in einem abgestellten Fahrzeug unbeaufsichtigt lassen. Ohne Luftzufuhr ist das lebensgefährlich. Natürlich gilt das auch für Haustiere. Oder sitzen Sie etwa gern mal eben 30 Minuten bei 70 Grad in ihrem Wagen?

Und dem Rest der Menschheit zuliebe: Achten Sie besonders auf Säuglinge, Kleinkinder, ältere, allein stehende Mitmenschen und Menschen mit Behinderung, denn sie leiden besonders unter den heißen Sonnenstrahlen.

Kinderunfälle im Sommer



Unfälle sind in unseren Breitengraden die Häufigste Todesursache bei Kindern. Wenn sie nicht, wie im schlimmsten Fall tödtlich enden, sind aber oft bleibende körperliche oder psychische Schäden zu beklagen. Und auch bei leichten Unfällen gibt es wenigstens doch Schmerz, vermieste Ferien und Kosten, über die man sich ärgert.

Und sie häufen sich besonders in den Sommermonaten! Und besonders bei den Zwei- bis Vierjährigen!

Jungs haben öfter Unfälle als Mädchen. Die sind wohl doch etwas vorsichtiger und spielen auf eine nicht so waghalsige Art. Die andere Risikogruppe sind Jugendliche. Und leider steht fest, dass ein Viertel aller Unfälle passiert, weil elementare Vorsichtsmassnahmen vonseiten der Eltern oder sonstiger Aufsichtspersonen nicht eingehalten oder beachtet worden sind. Und nur einer von zehn Unfällen geschieht aus reinem Zufall. Interessant ist auch, dass in ländlichen Gebieten die Unfälle häufiger sind als in der Stadt.

Kleine Kinder verunglücken meistens im Hause: für sie sind die Küche und das Bad regelrecht gefährliche Aufenthaltsorte, und eher nachmittags als morgens. Bei älteren Kindern sind die Stürze aus der Höhe: Bäume, Treppen, usw. der Hauptgrund für Unfälle. Klar, denn sie halten sich ja gerade im Sommer besonders oft im Freien auf. Strand, Gebirge, Feriencamp, Abenteuerspielplatz, und besonders das Wasser. Tod durch Ertrinken ist leider der zweithäufigste Todesgrund nach Unfällen mit Auto, Motorrad und Fahrrad.

In Deutschland sind wir ja schon lange dran gewöhnt, und nehmen Verkehrsorschriften für die Fahrradsicherheit ja glücklicherweise etwas ernster. Hier in Spanien ist schon allein ein Helm für manche Kinder ja eher eine Zumutung von wegen der Reaktion der Gleichaltrigen (das war jedenfalls immer ein beliebtes Argument unserer Kinder). Und dennoch: achten Sie drauf, dass ein Helm getragen wird. Das ist das Mindeste, was Sie tun können, um Ihr Kind zu schützen. Und dann ist da noch der Sicherheitsgurt: auch das ist immer wieder Thema. Da scheint es auch bei uns deutschen Eltern oft zu hapern. Vonwegen: hintensitzen reicht! Reden wir mal garnicht von solchen Wahnsinnstaten wie Kind und Hund krabbeln lustig auf dem Beifahrersitz herum, während Vater durch die Strassen kurvt. Habe ich alles schon gesehen! Und möglichst noch mit Handy und Zigarette… (dem Bild sind bestimmt noch andere unglaubliche Elemente zuzufügen.

Traurig, aber wahr, ist, dass Faktoren Einfluss auf die Unfallhäufigkeit bei Kindern haben, die mit dem Kind direkt garnichts zu tun haben: so z. Bsp. das Alter der Eltern, ihre Arbeitssituation, Gesellschaftsschicht. Auch Kinder von alleinerziehenden Eltern und andererseits aus kinderreichen Familien haben ein höheres Unfallrisiko.

Ich wünsche Ihnen, dass diese Sommer – Ferien – Frei - Zeit, die für die Kinder (und uns Erwachsene) zu einer so schönen Erinnerung werden kann, nicht durch ein tragisches Ereignis nie wieder gutzumachen ist.

Passen Sie ein bisschen auf!
Quelle: elmundo.es

Ärztliche Praxis und Datenaktualisierung




Zum Lachen ist das nur für Aussenstehende. Wenn man selbst betroffen ist, ist meistens Schluss mit lustig.

Deshalb hat wohl eine erboste Witwe in den Niederlanden die Urne mit der Asche ihres Ehemanns einfach in der Praxis seines früheren Hausarztes abgestellt. Sie protestierte damit dagegen, dass auch noch sieben Monate nach dem Ableben ihres Gatten immer noch Briefe des Arztes an ihn verschickt wurden, und das, obwohl der Mediziner über den Tod seines früheren Patienten informiert war.

In diesen hilfreichen, aber meistens unerbetenen Anschreiben ging es meistens um Prävention, ein Thema, das sich für den besagten Herrn, (Gott hab ihn selig), ja eigentlich erledigt hatte. Mal sollte er zur Grippeimpfung kommen; das war schon bald nach dem Herzstillstand des Mannes und die Witwe verbuchte das zunächst noch als Irrtum. Dann aber kamen weitere Schreiben, und sie wurde immer wütender. Da platzte ihr der Kragen, als ihr Mann aufgefordert wurde, sich zur Osteoporose-vorsorgeuntersuchung vorzustellen. Daraufhin unternahm sie ihre spontane Urnen-Aktion.

Was lernen wir daraus? Solche Aufrufaktionen von Seiten der Ärzte zu - im Prinzip meistens sinnvollen - Gesundheitsmassnahmen, mit direkten Anschreiben und Terminerinnerungen, etc. haben sowieso schon einen gewissen Beigeschmack, den die Patienten leicht negativ interpretieren. Tja, und wenn dann noch so eine Blamage passiert...
Quelle: aerztezeitung.de

"The Dad Project"

Heute mache ich nur einen kurzen Eintrag zu einem bewegenden Fotodokument von einer jungen Fotografin, Briony Campbell (29). Im Dezember 2008 erfuhr sie und ihre Familie von einem Pankreaskarzinom ihres Vaters, David. In der kurzen Zeit, die ihm und der Familie blieb um Abschied zu nehmen, hat sie auf besondere Weise zusammen mit ihrem Vater ein besonderes Projekt realisiert: Sein Abschied vom Leben in einer Fotoserie.

Das Thema und die Art, damit umzugehen, ist bestimmt nicht jedermanns Sache, aber ihr hat es diese schwierige Zeit erleichtert, sagt sie.

Fotoserie "The Dad Project"

Raucher - die neuen Aussätzigen

Kaum ein Konsumprodukt unserer Gesellschaft hat in solch kurzer Zeit einen so starken Imageverfall hinnehmen müssen wie die Zigartte. Deshalb müssen wir jetzt nicht sentimental werden und das Ding als „vintage“ wieder auf den Markt bringen. Denn die Geschichte des Rauchens ist v.a. auch eine Chronik der Rücksichtslosigkeit. Zigarettenqualm in geschlossenen Räumen verursacht eine Luftverschmutzung, die übler ist als die Luft im Ruhrpott der Nachkriegszeit. Tabakrauch enthält 4800 verschiedene Substanzen, von denen mehr als 70 krebserregend sind oder zumindest im Verdacht stehen, Krebs zu erzeugen.
Der Totenkopfstempel gehörte längst auf jede Schachtel: Ammoniak, Stickstoff- und Schwefeloxide, Arsen, Cadmium, Chrom, Formaldehyd. Sogar Polonium. Eigentlich alles perfekt, um sich selbst hinzurichten. Das Problem ist, dass dabei Unbeteiligte vergiftet werden und das ist glücklicherweise hierzulande nicht akzeptabel.

Wenn man Raucher ausser Landes verbannen könnte, würden es heute in Deutschland bestimmt jede Menge Leute geben, die das unterstützen.

Raucher sind inzwischen soziale Außenseiter, eine allerdings noch sehr grosse Randgruppe – immerhin noch 30% der Erwachsenen. Aber in einer gesundheitsorientierten (-oder besessenen?) Gesellschaft wirkt das Rauchen anachronistisch; es ist negativ besetzt, steht für Gestank aus allen Poren, Belästigung, Schwäche. Rauchen und beruflicher Erfolg schließen einander bereits jetzt weitgehend aus. Die Zigarette wird noch mehr als ohnehin schon zur Droge der Modernisierungsverlierer, ein Phänomen der Unterschicht. Und allein deshalb wird die Zahl der erwachsenen Raucher weiter abnehmen. (Wer ungestört rauchen möchte, hat noch eine Rückzugsmöglichkeit - den Knast: da ist es noch nicht verboten).

Doch vor hundert Jahren war Rauchen schick, ein Ritual der Elite, der Inbegriff von Genuss im ledernen Sessel des Herrenclubs; es war der Treibstoff der Avantgarde. Und nun ist die Zigarette zum Suchtstoff des „Prekariats“ geworden. Ein genialer Begriff für alle, die im Leben nicht mehr so ganz die Kontrolle haben über: den Arbeitsplatz, die eigenen Finanzen, die Wohnverhältnisse, die Partnerschaft, Kinderaufzucht, ... Eben alles, was prekär sein kann, kurz vorm Zusammenbrechen.

Schon jetzt rauchen Männer und Frauen, die arbeitslos sind, zwei- beziehungsweise eineinhalb Mal häufiger als Erwerbstätige. Mit andauernder Arbeitslosigkeit steigert sich vor allem bei Männern der Tabakkonsum. Alleinerziehende Mütter rauchen dreimal häufiger als Mütter mit festem Partner; Geschiedene sind in der Raucherstatistik weit vorn und Großstädter. Und wer mehrere dieser Faktoren auf sich vereint, hängt mit Sicherheit an der Fluppe.
Internationale Studien belegen, dass gerade einkommensschwache Haushalte und Alleinerziehende bis zu 20 Prozent ihrer Finanzmittel in den Tabakkonsum investieren. Mit der traurigen Konsequenz, dass dieses Geld dann natürlich für Nahrung, Hygiene, Kleidung fehlt. Für den Grundbedarf also, für das, was der Mensch braucht, um sich ein würdiges Dasein zu sichern.
Und der soziale Gegensatz von Rauchern und Nichtrauchern wird sich in den kommenden Jahren eher noch verschärfen.

Sehr interessant in diesem Zusammenhang zu wissen ist vielleicht aber doch noch, dass weltweit Krankenversicherungsgesellschaften mit Milliardenbeteiligungen in die Tabakindustrie investieren. Glauben Sie also nicht einfach, dass Ihre Versicherungsgesellschaft nur Ihr persönliches Wohl im Visier hat.
Quelle: stern.de

Ich will zunehmen

Es wird Sommer, und da kommt wieder für viele das leidige Thema einer Bikinifigur (oder Badehosenfigur??) auf. Das scheint wirklich ein Problem zu sein – oder die Medien machen eins draus: jeden Frühling kämpfen 100000e von Menschen gegen die Pfunde, um sich halbwegs würdig in ihren eigenen Augen anderen im Freibad oder am Strand zu präsentieren.

Da sich in unseren hiesigen Breitengraden aber auch keine Burka für den Strand anbietet, kann ich diesen Menschen eine Sache nachfühlen: der Wunsch nach einer Figur, in der man sich wohlfühlt. Die möchte ich nämlich auch haben. Aber eher in die andere Richtung. Inzwischen weiss wohl jeder blog-Leser, dass ich ZUNEHMEN möchte. Und das definitiv, und 2 bis 3 Kilo dürfen es locker sein.

Im Internet gibt es zu Hauf Foren, wo (meistens junge) Leute mit demselben Problem mehr oder weniger verzweifelt nach wirksamen Rezepten fragen – und es gibt wenige Antworten; das habe ich jetzt auch rausgekriegt. (Meine Lieblingsleserin schlug mir vor kurzem vor, ich sollte doch mal zum Arzt gehen. HaHa!)

Ich habe aber mal ein paar links rausgesucht, die mir sinnvoll vorkommende Vorschläge anbieten. Vielleicht nützen sie ja dem einen oder anderen. Ich selber werde jetzt als erstes mal unseren Vorrat an Nüssen und Mandeln im Hause aufstocken und fleissig verzehren, denn die mag ich und die haben ja nun wirklich Kalorien satt.

Ein Milchshake mit Avocado, ein Ernährungsplan für eine ganze Woche, Wissenswertes über Nüsse und Mandeln und hier sind noch 2 Rezepte aus diesem Blog: http://medininca-de.blogspot.com/search?q=rezepte+zum+zunehmen

Ansonsten kann ich im Moment auch nur sagen: weiteressen. Vielleicht klappt es ja wenigstens im Alter mit dem Zunehmen.


Chinesische Kinder sterben an giftigen Dämpfen


China ist ein wirtschaftlich explodierendes Land, muss man ja schon sagen. In den letzten Jahren musste sich unser Bild vom ländlichen hungerarmen Reisbauern-China mehr als wandeln. Die Städte sind wahrscheinlich nicht mehr wiederzuerkennen, die Gesellschaft verändert sich in sagenhaftem Tempo und – glücklicherweise - wächst auch der Lebensstandard für viele schon in einem beeindruckenden Masse.
Aber, wie alles im Leben, haben Wohlstand und Wirtschaftswachstum ihren Preis. Der Preis sind grosse Umweltschäden. Die Konsequenz: Die Bewohner der Großstädte leiden unter Smog, Millionen Chinesen haben kein sauberes Trinkwasser. Laut einem Bericht, den die Weltbank 2007 zusammenstellte, sterben jedes Jahr 750.000 Chinesen an Wasser- und Luftverschmutzung. Von den 20 meistverschmutzten Städten der Welt liegen 16 in China.
Besonders betroffen sind, wieder einmal, besonders Kinder und Jugendliche. Von ihnen sterben mehr als zwei Millionen jährlich in China an den Folgen giftiger Dämpfe in Räumen. Denn es nützt ihnen noch nicht einmal, sich in geschlossenen Gebäuden aufzuhalten: die Luft darin ist bis zu zehnmal stärker mit Schadstoffen belastet als die oft von Smog verseuchte Frischluft. Diese Studiendaten veröffentlichten jetzt chinesische Staatsmedien.

Von den 2,2 Millionen Kindern und Jugendlichen, die jedes Jahr an den Folgen der Belastung sterben, ist knapp die Hälfte sogar unter fünf Jahre alt. Die Autoren der Studie des Zentrums für Krankheitskontrolle und Vorbeugung machen vor allem Formaldehyd für die Todesfälle verantwortlich, das unter anderem von neuen Möbeln abgegeben wird und krebserregend ist.

Wahrscheinlich sind die Zustände dort weit schlimmer als bei uns in den 60-ern. Und viele Jahre hat es gedauert, bis man in manchen deutschen Flüssen – an manchen Stellen – wieder schwimmen durfte. Ja, und das haben wir u.a. auch nur hingekriegt, weil wir unsere schmutzige Industrie eben auch nach China verlagert haben…

Drei Tipps zum ultimativen Abspecken

Die Amerikaner sind uns immer ein Stück voraus. Und v. a. funktioniert ihr Prinzip “keep it simple”. Wiedereinmal beweisen sie uns das. Während in Europa weiterhin eine Diät nach der nächsten erfolglos Furore macht, (es soll ja Leute geben, die sich über Wochen nichts anderes als scampis zumuten und Hollywoods Schönheiten trinken Alkohol statt zu essen), werden sie auf der anderen Seite des Atlantik, und das jetzt wissenschaftlich bewiesen, auf jegliche Komplikation pfeifen.

Die Experten vom "Food and Brand Lab" der Cornell University in Ithaca raten nur noch, man sollte sich nicht verwirren lassen, sondern nur jeweils drei Tipps zu Herzen nehmen:
1. kleine Teller nehmen
2. Hochkalorisches ausser Sichtweite stellen
3. kein Fernseher, kein Computer und kein Handy während des Essens

Denn in einer neuen Studie mit 200 Probanden haben die US-Wissenschaftler nachgewiesen, dass Abnehmwillige besser durchhalten und mehr an Gewicht verlieren, wenn sich diese drei Tipps auf das Umfeld beziehen und nicht auf "richtiges" oder "falsches" Essen.

Probanden, die nur zu Umfeldänderungen aufgefordert wurden, etwa kleinere Teller zu benutzen, konnten sich viel leichter über drei Monate daran halten. Und - sie nahmen auch stärker ab als Probanden einer Vergleichsgruppe, die ihr Essverhalten ändern oder andere Nahrungsmittel als gewohnt essen sollten.
Studienleiter Brian Wansink hat deshalb für Menschen, die abspecken wollen, nur diese drei - simplen - Tipps: "Diese Tipps sind viel leichter zu befolgen, als wenn man sagt: Sie müssen kleinere Mahlzeiten einnehmen, Obst statt Süßigkeiten essen oder auf Schokolade und Pommes verzichten!"
Bei den Probanden, die sich mindestens 20 Tage pro Monat an diese kleinen Änderungen des Umfelds hielten, kam es in der Studie zu Gewichtverlust, nämlich zu einem bis zwei Pfund pro Monat pro Tipp.
Versuchen Sie es doch auch mal - und ich werde mir überlegen, mal genau das Gegenteil einzuführen: Fernseher, Chips und noch grösserer Teller… Vielleicht nehme ich dann endlich zu!
Quelle: aerztezeitung.de

Streunende Katzen und Hautpilz

Normalerweise bin ich nicht so der Typ, der immer gleich Alarm schreit... Helicobacter, Novo-virus, sogar die Schweinegrippe, all diese „Ereignisse“ sind bisher an diesem blog spurlos vorbeigegangen. Nun schreibe ich aber doch mal zu einem Thema der Kategorie Alarmstufe „gelb“, würde ich sagen.

Hier geht es heute um einen Pilz, den Microsporum canis, ein Erreger der sehr leicht auf Menschen übergeht. Wo fangen wir uns den nun ein? Na, jeder, der schon mal in Griechenland, Italien oder eben hier in Spanien war, hat doch bestimmt schon mal die unzähligen streunenden Katzen (und Hunde) bemerkt, die sich vor Hotelanlagen, antiken Bauten, um Restaurants etc. tummeln. Eben überall dort, wo wir Nordlichter meinen, den armen ausgehungerten Viechern was Gutes tun zu müssen und sie streicheln und füttern.

Das Risiko, sich diesen Hautpilz einzufangen ist gross! "Bei dieser Art von Pilzinfektion kann man von einer Epidemie sprechen", warnt Professor Hans-Jürgen Tietz aus Berlin. "Allein in und um Athen gibt es eine Viertelmillion herrenloser Katzen. Über 90 Prozent dieser Tiere sind mit dem Erreger Microsporum canis infiziert", berichtet der Experte für Pilzinfektionen der Haut. Ein einmaliger Hautkontakt beim Streicheln eines Tieres, das diesen Pilz mit sich trägt, reiche für eine Ansteckung aus.

Die Inkubationszeit beträgt zehn Tage. Und regelmäßig nach den Ferien kommt es zu einem Andrang pilzinfizierter Patienten in die Arztpraxen. Leider dauert es häufig lange, bis die Patienten einen Hautarzt konsultieren, der die richtige Diagnose stellt. Und dann wird die Behandlung aufwändig und langwierig. In der Frühphase ist eine Therapie mit pilztötenden Salben über vier bis sechs Wochen möglich. Aber wenn erst die Kopfhaut befallen ist, muss eine langwierige Therapie mit Tabletten erfolgen. Und das kann sich bis über ein Jahr hinziehen. Spontan heilt dieser Pilz sehr selten.

Daher wird geraten bei ersten Anzeichen auf Händen und Unterarmen, umgehend einen Hautarzt aufzusuchen. Dieser lässt den Erreger nach einer Hautprobe im Labor genau bestimmen und leitet die Therapie ein.
Oft bleibt es aber nicht bei einer Erkrankung in der Familie, denn der Pilz wird auch leicht von Mensch zu Mensch übertragen. Oft sind es ganze Familien, die von einer Pilzinfektion vorstellen, obwohl nur ein Mitglied –ursprüntlich infiziert wurde. Anzusehen ist den Tieren nicht, ob sie den Erreger mit sich schleppen.

Die Konsequenz ist wohl eindeutig: Hände weg von allen streunenden Katzen! Pilze bekommt man nicht, sondern man holt sie sich! V. a. Kinder mit Kontakt zu einer infizierten Katze hat, werden krank, da ihre Haut diesem aggressiven Pilz nichts entgegenzusetzen hat.

Also, ich rate Ihnen jetzt mal knallhart: Lassen sie die mallorquinischen Katzen da, wo sie sind. Kümmern Sie sich einfach nicht drum. Das ist ein Problem der Mallorquiner und aller, die wir hier wohnen und verantwortlich sind oder sich fühlen. Auch wenn es unschön ist und Sie Mitleid haben, denken Sie einfach an Ihre Gesundheit. Die wird es Ihnen zumindest danken.

Und - kein Trost für die Tiere, aber in Deutschland ist auch nicht alles „ohne“: auch dort sind nach Auskunft von Dr. Tietz viele Hauskatzen von Microsporum canis befallen.
Quelle: lifeline.de

Lukrativer Ferionjob: "Eincremer" in Frankreich


Ich bin eben auf eine Nachricht gestossen, die im Prinzip recht wenig mit Gesundheit zu tun hat.

Also, sehr sinnvoll ist es natürlich, sogar notwendig, Sonnencreme zu benutzen, wenn man seine Haut der Sonne aussetzt. Das wissen wir alle und v.a. kennt inzwischen auch jeder die Folgen: von einer Haut wie Lederstrumpf spätestens 20 Jahre später, über Flecken, bis hin zu bösen Konsequenzen wie Hautkrebs. Das es andererseits sehr angenehm ist, wenn einem diese notwendige Lotion dann jemand anderes aufträgt, der dazu auch noch richtig Talent hat, ist ja auch klar.

Ja, und nun kommt die Nachricht: ein französischer Badeort an der Atlantikküste bietet jetzt einen ungewöhnlichen Sommerjob: eine Anstellung als offizieller "Sonnencremer".

Diese "Sonnencremer" sollen sonnenbrandgefährdeten Touristen anbieten, Schutzcreme aufzutragen. Die Kandidaten sollten Strandleben mögen und leicht mit Menschen in Kontakt kommen können. Es sind zwei Stellen für eine Frau und einen Mann zu vergeben. Der Posten ist auf sechs Wochen befristet und wird pauschal mit 5000 Euro (!!!) vergütet. Englisch- und Deutschkenntnisse sind ebenfalls erwünscht, heißt es auf der Website des Ortes Les Sables d'Olonne. Also, Interessenten, sofort bewerben!

Als Idee ja ganz witzig, aber als spontane private Geschäftsinitiative wäre ja auch jemandem geholfen. Ich finde es wirklich unglaublich, wie sich eine politische Gemeinde hier immer noch erdreistet, Steuergelder so zu verschwenden. Es ist wohl einfach immer noch viel zu viel Geld da, scheint's, dass wir eben einfach nicht aufwachen und solchem grobem Unfug ein Ende machen.
Quelle: aerztezeitung.de

Null Promille in der Schwangerschaft


Dieser blog hat dringend darauf gewartet, reaktiviert zu werden. Aber damit ich dazu Lust habe, brauch ich auch eine Nacchricht, die ich auch für interessant halte. Das Thema "Schwangerschaft und Alkohol" fand ich eigentlich gar nicht mehr interessant, weil ich es für abgehakt und erledigt gehalten hatte. Soll heissen: jeder weiss es und Frau trinkt eben keinen Alkohol während der Schwangerschaft. Weit gefehlt, so scheint's.

So weit gefehlt, dass die "Stiftung für das behinderte Kind" in Zusammenarbeit mit Pernod Ricard (!!) eine gemeinsame Kampagne zur Aufklärung gestartet haben “Mein Kind will keinen Alkohol“ und „0,0 Promille in der Schwangerschaft“. Dazu sollen ausserdem gezielt die Gynäkologen angehalten werden, zum Thema „Alkohol in der Schwangerschaft“ zu beraten.

Also scheint ja wohl die Notwendigkeit gegeben zu sein. Und problematisch ist wohl nicht nur der starke Alkoholkonsum von abhängigen Müttern, sondern auch, oder vielleicht vor allem?, das gesellschaftsfähige Glas Rotwein am Abend, heisst es. Keiner weiss, an welchem Tag der Schwangerschaft wie viel Alkohol wie gefährlich ist. Also ist es nur sicher, ganz auf Alkohol zu verzichten, so die Fachleute.

Das “Fetale Alkoholsyndrom” ist die häufigste (!!!) angeborene und vermeidbare Behinderung. In Deutschland werden immerhin jährlich etwa 3.000 Kinder mit dem Syndrom geboren – und die Dunkelziffer liegt wohl weit höher.

Diese Kinder haben teilweise äußerliche Schädigungen im Gesicht und ein kleineres Gehirn, einen geringeren Kopfumfang und leiden oft an Kommunikations- und Lernschwierigkeiten. Im späteren Leben haben sie oft Schwierigkeiten in der Schule und enden überdurchschnittlich oft als Schulversager.

Also, BITTE, auch wenn es noch so schwer fällt, in der Hochstimmung ob des hübschen runden Bäuchleins auf das Gläschen zu verzichten, diesmal ist Verzicht alles.
aerzteblatt.de

Spatzenhirn für die Lust


Die Osterpause ist vorbei, wir sind wieder im Einsatz. Das fällt nicht immer unbedingt leicht, aber gut, nicht zu ändern. Dafür habe ich im Stern - online - ein schönes Thema gefunden. Da geht es um Lust, leider nicht unbedingt Lust zum Arbeiten. Aber seeeeehr interessant zu lesen, was unsere Vorfahren sich so einfallen liessen zum leidigen Thema Lust.

Wussten Sie, warum es heutzutage so viele Spatzen - zumindest in den Städten - gibt? Weil kein Mensch sie mehr verspeisst, um sich damit mehr Lust zu verschaffen. Eh, das ist kein Scherz!

Andererseits habe ich dort erfahren, dass die Zahl der getöteten Nashörner immer noch genauso erschreckend hoch ist wie vor Jahren. Ist das zu Pulver geriebene Horn der Tiere doch bei einem grossen Teil der Menschheit so begehrt, weil Nashörner beneidenswert lang den Liebesakt vollziehen können. (Was hat das eine mit dem anderen zu tun?) Und ich erinnere mich noch genau, dass viele zu Beginn des Viagra-Zeitalters dachten, jetzt käme die Rettung für die Nashörner in Form einer kleinen blauen Pille. Nun ja, können ist nicht dasselbe wie wollen....

Also, wenn Sie es interessiert, schauen Sie ruhig mal hier rein. Sehr informativ.
Quelle: stern.de

Januar 2010: So wenig Verkehrstote wie nie!

Auf Deutschlands Straßen sind im Januar 194 Menschen ums Leben gekommen. Das sind natürlich 194 zu viel, aber immerhin ist das ein Minus von 30 Prozent gegenüber dem Januar 2009 und die niedrigste Zahl in einem Januar seit Beginn der Nachkriegsstatistik 1953.

Das Statistische Bundesamt in Wiesbaden hält das kalte Januarwetter für den Grund. Bei Eis und Schnee ereignen sich zwar insgesamt mehr Unfälle. Diese sind aber häufig weniger schwer, weil die Menschen nicht so schnell fahren und auch weniger Zweiräder unterwegs sind. (Ausserdem sank die Zahl der Unfälle mit Verletzten im Januar im Jahresvergleich um ein Fünftel. Während die Gesamtzahl der Unfälle um fast zwei Prozent über dem Januar 2009 lag.) So gesehen, hat dieser letzte harte Winter dann auch wieder gute Seiten.

Also, wenn es jetzt von Hamburg bis Berchtesgarden plötzlich richtig schön wird und dann noch die Osterferien die Herzen urlaubstechnisch höher schlagen lassen: bitte schön aufpassen und nicht übermütig werden. Jeder von uns kennt Leute, die sich wirklich doll freuen, wenn wir nach einer schönen Fahrt auch wieder heile nach Hause kommen.

Und für uns hier auf der Insel gilt natürlich dasselbe: oben am Himmel alles blau, unten auf der Erde alles grün, und viele, viele Radfahrer!

Wir wünschen schöne Osterferien und: Bleiben Sie gesund!
Am Dienstag, dem 06. April sind wir wieder für Sie da!

März 2010: Herzgruppen in Can Picafort




Im Reha-Urlaub für Herz-Patienten gibt's ein bisschen von allem: Ausflüge auf der Insel...



Gleichgewichtsübungen, sehr wichtig, um Stürzen ab einem gewissen Alter vorzubeugen...






Ausflüge in die Natur...



Was man mit den einfachsten und alltäglichsten Dingen alles machen kann! Badetücher, Luftballons, alles geht.



Bitte lächeln! Ist doch nur Spass...


Und danach wieder Entspannungsübungen, wobei so mancher gleich ein Schläfchen hält.


Informationsveranstaltungen und Fragestunden: Es gibt immer wieder so vieles, was die Patienten wissen möchten...



Sport und Spiel und Spass - wie Kinder.



Und das alles Dank unserer Super-Übungsleiterinnen Walburga Custodis und Monica Steiger, die Seelen des Teams.



Nach soviel Kalorienverbrauch muss es dann auch mal ordentlich was zu essen geben.



Wir danken allen Teilnehmern und verbleiben bis zum nächsten Jahr, wieder auf Mallorca.

Sind Linke intelligenter als Konservative?


Na, diese Studie lässt jeden noch so verkalkten "Sozi", wie meine Omi noch zu sagen pflegte, jubeln: Konservative haben einen geringeren Intelligenzquotienten als fortschrittlich denkende Menschen. Jedenfalls wollen das Wissenschaftler um den Psychologen Satoshi Kanazawa von der London School of Economics herausgefunden haben.

Dafür haben sie eine aus den Jahren 2001/2002 stammende Befragung von 14 000 US-Jugendlichen (National Longitudinal Study of Adolescent Health) ausgewertet, die unter anderem über ihre Religiosität Auskunft gaben. Die nichtreligiösen Jugendlichen hatten mit 103 den höchsten IQ, die streng Gläubigen schnitten mit 97 am schlechtesten ab. Jene, die sich selbst im Interview als links oder linksliberal bezeichneten, hatten im Schnitt einen IQ von 106, jene, die sich als sehr konservativ charakterisierten, einen IQ von 95. (Smi)

Tja, um das so zu glauben, würde ich mir doch noch weitere Untersuchungen wünschen. Wieso setzen die Herren denn so einfach links mit fortschrittlich gleich? Wo wir schon politisieren, die europäische Linke hat ja so richtig viel auch nicht mehr von fortschrittlich. Das machen doch jetzt andere. Und was hat die Religion darin zu suchen? Also, ich dachte bisher immer: selber denken macht schlau; da passt man dann aber in keine Schublade mehr.

Quelle: aerztezeitung.de

März 2010: Reha-Urlaub für Herzpatienten auf Mallorca


Der harte deutsche Winter hat wohl manchen dazu animiert mitzufahren, denn dieses Jahr waren es sogar 68 Herzpatienten aus verschiedenen Herzsportgruppen in Deutschland, die in Can Picafort sich 10 Tage lang fitmachen wollten. Und der harte mallorquinische Winter, der sie vor Ort erwartete, hat es nicht geschafft, ihnen die gute Laune zu nehmen.

Also muss was dran sein an dieser Art Reisen: der Sport, vor allem. Den gibt es reichlich, morgens und nachmittags. Die Gruppe, in der sich viele ja schon kennen, auf die man sich freuen kann und wo sich doch immer wieder neue einfinden. Der Service im Hotel, die gemeinsamen Unternehmungen, und Doktor Javier Moreno, der ja schon allen fast ans Herz gewachsen ist, und der sich um die medizinische Seite der Reise kümmert, wie die Überwachung der Sportgruppen oder gesundheitliche Probleme, die ja doch manchmal auftreten.

Zum vierten Mal waren sie nun hier, und kein Ende in Sicht. An dieser Stelle allen Verantwortlichen ein grosses DANKESCHÖN, v.a. aber Monika Steiger und Walburga Custodis, die zwei unermüdlichen Trainerinnen. Die beiden hatten dieses Mal einen harten Job. Und sind doch immer wieder in der Lage, ein tolles Sportprogramm durchzuziehen. Bei Wind und Wetter, mit Bändern und sogar Handtüchern. Immer wieder unglaublich, was den beiden so einfällt, um die Truppe bei Laune zu halten.

Die Deutsche Herzstiftung hat auch einen Artikel über diese vom Reha-Hotel Can Picafort Palace organisierte Herzreisen veröffentlicht. Wir freuen uns über die Anerkennung.